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Danny Boyle (III): Lebe lieber ungewöhnlich – Wilder Ritt durch die Genres

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A Life Less Ordinary

Von Andreas Eckenfels

Fantasy-Komödie // Nach seinen Kultfilmen „Kleine Morde unter Freunden“ und „Trainspotting“ rief Hollywood und Danny Boyle brachte gleich einen Teil seines bewährten Teams mit über den großen Teich: Ewan MacGregor übernahm an der Seite von Cameron Diaz die Hauptrolle in „Lebe lieber ungewöhnlich“. Das Drehbuch stammte von John Hodge, der zuvor für das Skript zu „Trainspotting“ eine Oscar-Nominierung erhalten hatte, und Andrew Macdonald widmte sich auch in Boyles drittem Spielfilm dem Posten des Produzenten.

Schicksal oder Zufall?

Auch im Himmel herrscht nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen: Gott ist über die ständigen Eskapaden der Menschheit ganz und gar nicht erfreut. Besonders die überaus hohe Scheidungsrate seiner Schäfchen bereitet ihm Kummer. Um das Ganze in den Griff zu kriegen, setzt er seine Engel gehörig unter Druck. Das bekommen Jackson (Delroy Lindo) und O’Reilly (Holly Hunter) gleich zu spüren: Wenn sie das nächste Paar nicht auf immer und ewig zusammenbringen, bleiben für die Engel die Himmelspforten geschlossen. Sie müssen auf der Erde bleiben, verkündet Erzengel Gabriel (Dan Hedaya) ihnen die ungemütliche Nachricht.

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Millionärstöchterchen Celine ist verwöhnt und gelangweilt

Ihr Auftrag könnte schwieriger nicht sein: Das zukünftige Paar kennt sich noch nicht einmal, außerdem kommen sie aus zwei unterschiedlichen sozialen Schichten. Putzmann Robert (Ewan MacGregor) wurde gerade gefeuert, Celine (Cameron Diaz) ist die Tochter seines Arbeitgebers (Ian Holm). Als Robert nach seiner Entlassung wütend das Büro seines Chefs stürmt und dort Celine kurzerhand als Geisel nimmt, wittern Jackson und O’Reilly ihre Chance. Wenn sich Entführer und Entführte in ständiger Lebensgefahr befinden, verlieben sie sich garantiert ineinander. Somit machen sich die Engel als vermeintliche Auftragskiller auf die Jagd nach Robert und Celine, um sie glücklich zu vereinen …

Zwei perfekte Duos

Die Liebe geht häufig seltsame Wege. Aber ist sie schicksalhaft vorherbestimmt oder reiner Zufall? Die ewige Frage kann Boyle final auch nicht beantworten, aber Houghs fintenreiches Drehbuch, der rabenschwarze Humor und zwei spielfreudige Darsteller-Duos sorgen dafür, dass ich damals wie heute von „Lebe lieber ungewöhnlich“ begeistert bin. Ewan MacGregor – ob die furchtbare Frisur im Film Absicht war? – harmoniert bestens mit der damaligen Newcomerin Cameron Diaz, die kurz zuvor in „Die Hochzeit meines besten Freundes“ ihren Durchbruch gefeiert hatte.

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Ihr Freund Elliot muss für eine Wilhelm-Tell-Nummer herhalten – mit schmerzhaften Folgen

MacGregor gibt den naiven Träumer, der sein Leben nicht auf die Reihe kriegt. Diaz ist perfekt besetzt als verwöhntes, aber gelangweiltes Millionärstöchterchen Celine, das gern dem verhassten Vater eins auswischen will und Robert erklärt, wie eine Entführung eigentlich vonstatten geht. Dazu brilliert Holly Hunter als mörderischer Engel mit Delroy Lindo, der als weichmütiger Jackson die bewegendsten Liebesbriefe schreibt. In kleinen Rollen sind übrigens Timothy Olyphant („The Crazies – Fürchte deinen Nächsten“) als Anhalter und „Monk“-Star Tony Shalhoub zu entdecken.

Der Soundtrack spielt mit

Wie bei Danny Boyle üblich, dient ihm die Musik nicht nur als reine Hintergrundberieselung. Boyle integriert sie direkt in die Handlung und sorgt durch diese Verbindung wieder einmal für unvergessliche Filmszenen: Das Pendant zur „Trainspotting“-Eröffnungssequenz und Iggy Pops „Lust For Life“ bildet diesmal eine Verfolgungsjagd, die von R.E.M.s „Leave“ vorangetrieben wird. Mit einer gezielt eingesetzten Pause steigert Boyle perfekt die Spannung, nur um die Szene mit dem Wiedereinsetzen des Songs auf einen rasanten Höhepunkt zusteuern zu lassen.

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Putzmann Robert nimmt Celine als Geisel

Neben einer wunderbaren Karaokeszene, in der MacGregor und Diaz „Somewhere Beyond the Sea“ von Bobby Darin samt Tanzeinlage zum Besten geben, sind unter anderem Beck, Faithless, Ash und Elvis Presley auf dem Soundtrack vertreten.

Boyles Flop kostet kreative Freiheit

Mit einem schwindelerregenden Tempo springt Boyle durch alle Genres und orientiert sich dabei an einigen Klassikern: Der Himmel als Schauplatz gehört ins Reich der Fantasy, wie es in den 40er-Jahren etwa in „Irrtum im Jenseits“ gang und gäbe war, die herrlich gewitzten Zankereien zwischen MacGregor und Diaz erinnern an die Screwball-Komödien der 30er-Jahre wie etwa in „Es geschah in einer Nacht“. Dazu finden sich in „Lebe lieber ungewöhnlich“ Elemente des Road-Movies, Thrillers und der Romanze. Zum Abschluss wird der Epilog in Form eines Knetanimationsfilms erzählt. Da ist doch für jeden etwas dabei – eigentlich.

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Mit extremen Mitteln versuchen die Engel O’Reilly und Jackson, das ungleiche Paar zusammenzubringen

Denn der wilde Ritt durch alle Genres schmeckte vielen nicht, offensichtlich war das Kritikern und Zuschauern einfach zu ungewöhnlich. In den USA spielte der Film bei einem Budget von zwölf Millionen US-Dollar nur 4,3 Millionen ein. In Deutschland strömten 1998 immerhin knapp über 400.000 Zuschauer ins Kino. Die Folgen des miesen Einspielergebnisses bekam Boyle bereits bei seinem zweiten US-Film zu spüren. Seine kreative Freiheit, die er bis „Lebe liebe ungewöhnlich“ noch genoss, wurde bei „The Beach“ von den Hollywoodbossen stark eingeschränkt, wie der Regisseur in einem Interview berichtete.

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Liebe siegt immer – oder?

Ein kurzes Wort zum Bildformat: Boyle drehte den Film im „Super 35“-Verfahren, bei dem die gesamte Negativfläche belichtet wird. Dadurch kann der Film ohne seitliche Beschneidung in verschiedenen Seitenverhältnissen abgespielt werden. Auf der Blu-ray von Koch Films ist die 2.35:1-Fassung enthalten, Boyles bevorzugtes Superbreitbildformat – also so, wie „Lebe lieber ungewöhnlich“ auch im Kino lief. Im Bonusmaterial ist der Film zusätzlich in SD-Qualität sowohl im Bildformat 1.33:1 als auch 1.85:1 Open Matte zu finden. Diese waren bereits auf den bisherigen DVD-Versionen vertreten.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Danny Boyle sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Ewan McGregor in der Rubrik Schauspieler.

Veröffentlichung: 14. April 2016 als Blu-ray und DVD

Länge: 103 Min. (Blu-ray), 99 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: A Life Less Ordinary
GB/USA 1997
Regie: Danny Boyle
Drehbuch: John Hodge
Besetzung: Ewan MacGregor, Cameron Diaz, Holly Hunter, Stanley Tucci, Delroy Lindo, Ian Holm, Tony Shalhoub
Zusatzmaterial: Trailer, Interview mit Cast & Crew, Making-of, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial und Fotos vom Set, 1.33:1 sowie 1.85:1 Open Matte Fassungen des Films in SD
Vertrieb: Koch Films

Copyright 2016 by Andreas Eckenfels
Fotos & Packshot: © 2016 Koch Films

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Fortitude – Die komplette erste Staffel: Mord im ewigen Eis

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Fortitude

Von Andreas Eckenfels

Krimiserie // Nicht erst seit „Twin Peaks“ oder „Broadchurch“ wissen wir, dass in kleinen beschaulichen Ortschaften häufig dunkle Geheimnisse lauern. Auch in der fiktiven Siedlung Fortitude auf Spitzbergen ist dies nicht anders. Schließlich verkriecht man sich nicht ohne Grund am Ende der Welt, wenn man nicht etwas zu verbergen hat. Oder?

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Naturfotograf Henry Tyson hat mit seiner Krebserkrankung zu kämpfen

Zwischen endlos wirkenden Eisbergen und Gletscherformationen kommt es in Fortitude zum rätselhaften Mord an dem Wissenschaftler Charlie Stoddart (Christopher Ecclestone). Dem einheimischen Polizeichef Dan Andersen (Richard Dormer) wird für den Fall sehr zu seinem Unwillen der Londoner Ermittler Eugene Morton (Stanley Tucci) zur Seite gestellt. Auch für Bürgermeisterin Hildur Odegard (Sofie Gråbøl) kommt der Mord zur denkbar ungünstigen Zeit: Sie wollte mit der Eröffnung eines Hotels den Tourismus in dem 713-Einwohner-Dorf ankurbeln. Bald findet Morton heraus, dass der drei Monate zuvor erfolgte gewaltsame Tod eines Geologen mit dem Mordfall in Verbindung steht.

Aus Island wird Norwegen

Die erste Serieneigenproduktion des Pay-TV-Senders Sky entführt die Zuschauer in den zwölf Episoden der ersten „Fortitude“-Staffel ins arktische Norwegen. Auch wenn die Dreharbeiten im isländischen Reyðarfjörður stattfanden: Die Faszination für diese unwirtlichen rauen Naturlandschaften macht einen Großteil der Atmosphäre von „Fortitude“ aus. Erinnerungen an John Carpenters „Das Ding aus einer anderen Welt“ werden wach. Am Polarkreis ist es für die Bevölkerung sogar Pflicht, jederzeit eine Waffe mit sich zu führen, um sich gegen die umherstreunenden wilden Eisbären zu schützen. Tote dürfen hier nicht begraben werden, da bei der Kälte die Leichnahme nicht verwesen. Ein perfekter Ort also für einen Kriminalfall. Eigentlich.

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Auch Polizeichef Dan Andersen umgibt ein Geheimnis

Denn die Spannung vermag dem Zuschauer nicht über die gesamte Dauer einen kalten Schauer über den Rücken zu jagen. Serienschöpfer Simon Donald lässt uns zu lange im Unklaren, ob es sich bei „Fortitude“ um einen rationalen Krimi oder doch um ein größeres, vielleicht sogar übernatürliches Mysterium handelt. Nach einigen Folgen bleibt man recht ratlos zurück. Eine Straffung der Handlung und eine stärkere Fokussierung auf eine Hauptfigur hätten dem Stoff gutgetan. Die Eifersüchteleien und das ständige Liebeswirrwarr einiger Figuren nerven nach einiger Zeit. „Tatort“-Gucker seien gewarnt: Eine seltsame Krankheit, die sich unter den Einwohnern verbreitet, bringt einige brutale Szenen mit sich.

Eine zweite Staffel kommt

Der namhaften Besetzung, darunter besonders den Präsenzen von Stanley Tucci („Terminal“), Richard Dormer („Good Vibrations“) und Sofie Gråbøl („Kommissarin Lund – Das Verbrechen“), ist es zu verdanken, dass man dennoch in dieses abgeschiedene Dörfchen zurückkehrt und bis zur Aufklärung wenigstens leicht mitfröstelt. Allerdings fällt die Lösung des Falls doch recht unbefriedigend aus. Viele Fragen bleiben offen.

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Ärger im Schnee

Vielleicht werden einige davon in der zweiten Staffel aufgegriffen. Sky hat die Produktion von neuen Folgen ebenfalls mit Starbesetzung in Auftrag gegeben. Diesmal trauen sich unter anderem Dennis Quaid, Parminder Nagra („Kick It Like Beckham“) und Michelle Fairley („Game of Thrones“) in die eiskalten Weiten der Arktis.

Veröffentlichung: 28. Januar 2016 als Blu-ray und DVD

Länge: 593 Min. (Blu-ray), 576 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch u.a.
Untertitel: Deutsch und Englisch für Hörgeschädigte u.a.
Originaltitel: Fortitude
GB 2015
Regie: Sam Miller, Richard Laxton u.a.
Drehbuch: Simon Donald, Stephen Brady u.a.
Besetzung: Stanley Tucci, Richard Dormer, Michael Gambon, Sofie Gråbøl, Christopher Eccleston, Verónica Echegui, Sienna Guillory, Luke Treadaway
Zusatzmaterial: Über die Show, Der Dreh in Island, Auf dem Gletscher, Die Umsetzung des Drehbuchs, Geheimnisse, Das Set, Schnee, Vorsicht Bären, Die Betrachtung der Realität, Killer überführt, Die Rezeptur für Blut, Die grafische Gestaltung
Vertrieb: Warner Home Video

Copyright 2016 by Andreas Eckenfels

Fotos, Packshot & Trailer: © 2016 Warner Home Video

 

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Terminal – Im Niemandsland des Flughafens gefangen

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The Terminal

Von Simon Kyprianou

Tragikomödie // Als Viktor Navorski (Tom Hanks) in New York City am Flughafen ankommt, um in die USA einzureisen, muss er erfahren, dass in seinem Heimatland Krakosien Krieg ausgebrochen ist. Sein Pass ist dadurch ungültig, Navorski damit staatenlos. Der eiskalte Sicherheitschef Dixon (Stanley Tucci) des JFK-Flughafens lässt ihn weder in die USA einreisen, noch lässt er Victor zurück nach Krakosien.

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Viktor Navorski will in die USA

Solchermaßen auf dem Flughafen gefangen, richtet sich Viktor mit der Zeit gezwungenermaßen häuslich ein. Er findet Arbeit, einige Freunde wie zum Beispiel die Reinigungskraft Gupta (Kumar Pallana) und den Flughafenangestellten Enrique (Diego Luna), verliebt sich in die Stewardess Amelia (Catherine Zeta-Jones).

US-Paranoia nach 9/11

„Terminal“ ist zum einen ein Film über die Paranoia der USA nach dem 11. September und damit verbunden ein Film über die Kälte gegenüber Einwanderern. Sicherheitschef Dixon, von Spielberg als durch und durch emotionslose, kalte Figur gezeichnet, steht stellvertretend für die radikale Bush-Regierung. Natürlich vereinfacht Spielberg, verdichtet komplexe Vorgänge auf den Mikrokosmos des Flughafens, arbeitet mit einer simplen Gut-gegen-Böse-Dramaturgie und inszeniert teilweise herrlichsten Kitsch. Am Ende beispielsweise findet er ein wunderbares Bild, schmerzhaft und hoffnungsvoll zugleich, wenn der kleinwüchsige Inder Gupta, bewaffnet mit einem Wischmob, wutentbrannt auf das Flugfeld rennt und ein Flugzeug aufhalten will.

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Sicherheitschef Dixon (2. v. l.) verweigert dem Krakosier die Einreise

Navorskis Überleben auf dem Flughafen, seine Freundschaften, Tricks und Hilfskonstruktionen, das inszeniert Spielberg herrlich leichtfüßig, erzählt er wunderbar effizient, Szenen voller gelungener visueller Einfälle. Er lässt Navorski trotz seiner prekären Lebenssituation Würde und Anmut. Tom Hanks spielt das ganz vorzüglich.

Nach einer einigermaßen wahren Geschichte

Lose auf dem nur teilweise belegten Schicksal des Iraners Mehran Karimi Nasseri beruhend, findet „Terminal“ heute zu einer traurigen Aktualität: So wie Navorski an den Ausgängen des Flughafens scheitert, scheitern auch die Flüchtlingsströme an den Grenzen Europas. Das Klima der Abschottung – in einer bittersüßen Tragikomödie abgebildet.

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Das Flughafengebäude wird Viktors Asyl

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Steven Spielberg sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet. Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Tom Hanks sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

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Zarte Romanze: Flugbegleiterin Amelia und Viktor

Veröffentlichung: 8. Mai 2014 als Blu-ray, 3. Juli 2006 als DVD, 31. Juli 2005 als 2-Disc Special Edition DVD (Universal Film)

Länge: 129 Min. (Blu-ray), 124 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK freigegeben ohne Altersbeschränkung
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch u. a.
Untertitel: Deutsch, Englisch u. a.
Originaltitel: The Terminal
USA 2004
Regie: Steven Spielberg
Drehbuch: Sacha Gervasi, Jeff Nathanson
Besetzung: Tom Hanks, Catherine Zeta-Jones, Stanley Tucci, Zoe Saldana, Chi McBride, Diego Luna, Barry Shabaka Henley, Kumar Pallana, Eddie Jones, Honorine Bell
Zusatzmaterial: keine Angabe
Vertrieb: Paramount Home Entertainment

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Wann endet Viktors Leidensweg?

Copyright 2015 by Simon Kyprianou
Fotos & Packshot: © 2015 Paramount Home Entertainment

 
 

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