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Coma (2019) – Verkehrte Welt

Koma

Von Volker Schönenberger

Science-Fiction // Ein Mann (Aleksey Serebryakov) erwacht. In einem surrealen Albtraum. Die Welt – seine Welt – ist aus den Fugen. Einiges in seiner Wohnung wirkt wie immer, aber hinter einem Blatt Papier und unter einem Kleidungsstück am Boden scheint sie sich aufzulösen. Im Treppenhaus begegnet er einem Nachbarn, der ebenfalls in Auflösung begriffen scheint. Draußen erwartet ihn ein noch schlimmerer Anblick. Er erkennt seine Umgebung nicht wieder, riesige Lücken klaffen allerorten, Gebäude von weit her ragen schwebend von oben herab, manche Straßen stehen hochkant.

Welt aus den Fugen

Eine große schwarze Kreatur undefinierbarer Form und Konsistenz erscheint auf der Bildfläche, hat es anscheinend auf den Mann abgesehen. Drei Unbekannte mit Schusswaffen tauchen auf und retten ihn. Sie wirken wie Milizionäre. Das Quartett ergreift die Flucht. Die Soldatin Fly (Lyubov Aksyonova) klärt den Mann darüber auf, dass er im Koma liegt, wohl nach einem Unfall. Die Welt, die er wahrnehme, setze sich aus den Erinnerungen aller Menschen zusammen, die gerade im Koma liegen. Viktor, so der Name des Mannes, ist Architekt und schließt sich der Gruppe an, zu der Fly und ihr Anführer Phantom (Anton Pampushnyy) ihn bringen. Es gilt vor allem, sich vor den Reaper genannten düsteren Wesen zu hüten, die die albtraumhafte Welt durchstreifen.

Aber ganz gewaltig

War Timur Bekmambetovs „Wächter der Nacht – Nochnoi Dozor“ (2004) nebst Fortsetzung „Wächter des Tages“ (2006) so etwas wie ein Startschuss für das moderne russische Blockbuster-Genrekino? Im Effektbereich mischt seit jener Zeit auch Nikita Argunov mit, der unter anderem für die visuellen Tricks von „Titanium – Strafplanet XT-59“ (2014) verantwortlich zeichnet und beim Superheldenfilm „Guardians“ (2017) unter den Produzenten zu finden ist. Mit „Coma“ hat er nun sein Regiedebüt abgeliefert, und das sogar nach eigenem Drehbuch.

Fly will Viktor helfen

Dabei merkt man, dass Argunov seine Hollywood-Hausaufgaben gemacht hat. Eine Prise „Matrix“ hier, eine gehörige Portion „Inception“ dort – und doch gelingt Argunov das Kunststück, eine eigene Effekt-Handschrift zu entwickeln und sein Publikum auch mit einer interessanten Story bei der Stange zu behalten. Im Interview mit „Deadline – Das Filmmagazin“ offenbarte der Regisseur seine Vorbilder, deren Fan er seit der Kindheit sei – „Star Wars“, „Blade Runner“, „Terminator“, „Aliens – Die Rückkehr“ und „Zurück in die Zukunft“. Fast interessanter noch lesen sich seine literarischen Inspiratoren: Robert A. Heinlein, Philip K. Dick, Ray Bradbury, Harry Harrison. Der Mann kann also aus dem Vollen schöpfen, was die Science-Fiction angeht, und das belegt er mit „Coma“ zur Genüge. Dass wir einige seiner visuellen Ideen zuvor bereits in Marvels „Doctor Strange“ (2016) zu sehen bekamen, führt er auf Zufall zurück, und ich bin geneigt, ihm zu glauben. Qualitativ erreichen die Bilder von „Coma“ nicht ganz das Niveau der genannten Vorbilder. Argunov reizt die Idee des fragmentarisch zerteilten Raumes und der ineinander übergehenden Erinnerungen von Koma-Patienten leider nicht voll aus, weshalb sie mehr wie ein Gimmick wirkt; letztlich sind es lediglich Kulissen, durch die sich die Figuren bewegen, auch wenn sie bisweilen den Gesetzen der Schwerkraft zu trotzen scheinen. Von solchen Spielereien hätte ich gern mehr gesehen. Immerhin kommt es im Verlauf auch mal zu einem zwischen zwei unterschiedlichen Ebenen geführten Feuergefecht, bei dem sich die Frage stellt, wie man wohl eine Handgranate so wirft, dass sie die gegnerische Ebene erreicht. Insgesamt ist das Gezeigte originell genug, sodass wir gern bei der Stange bleiben.

Bei Phantom kann man da nicht so sicher sein

Irgendwann im Verlauf erfahren wir auch, was es mit dem Koma auf sich hat; alle Fragen werden jedoch nicht beantwortet. Einiges zu den Reapern beispielsweise bleibt offen, aber in meinen Augen ist es kein Verlust, Interpretationsspielraum zu lassen. Ich brauche auch niemanden, der mir am Ende alles erklärt. Bei Viktor zeigen sich zügig ein paar Parallelen zu „Matrix“. Ist er ein Auserwählter? Jedenfalls kein Neo. Bei der Ausarbeitung seiner Figuren hat Argunov noch etwas Luft nach oben, aber vielleicht wirkt das auch nur so angesichts der visuellen Kraft des Gezeigten. „Coma“ bildet damit einen Gegenpol zu „Prospect“ (2018) – ebenfalls moderne russische Science-Fiction, wenn auch mit Raumfahrt-Bezug, der hier völlig fehlt.

Was hat es mit den Reapern auf sich?

„Coma“ hat es im Westen mit Ausnahme einer kurzen Kinoauswertung in Deutschland im Februar nicht in die Lichtspielhäuser geschafft, obwohl das Werk das verdient gehabt hätte. Dass der Film aufgrund der erwähnten Kritikpunkte nicht ganz ausgereift erscheint, lässt sich angesichts der beeindruckenden Bilder und der fesselnden Story verschmerzen. Ich hätte mich auch über ein Mediabook gefreut, capelight pictures hat sich stattdessen außer der Veröffentlichung als Blu-ray und DVD in herkömmlichen Softcases für eine Blu-ray im Steelbook entschieden – auch gut. Natürlich weckt der Filmtitel die Erinnerung an Michael Crichtons Medizinthriller „Coma“ von 1978, mit dem hat der russische „Coma“ allerdings nichts zu tun. Jedenfalls lebt die russische Science-Fiction, Vorfreude auf weitere Produktionen ist berechtigt.

Es kommt zum Kampf

Veröffentlichung: 3. April 2020 als Blu-ray im Steelbook, Blu-ray und DVD

Länge: 111 Min. (Blu-ray), 107 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Russisch
Untertitel: Englisch
Originaltitel: Koma
RUS 2019
Regie: Nikita Argunov
Drehbuch: Nikita Argunov, Timofei Dekin, Aleksey Gravitskiy
Besetzung: Rinal Mukhametov, Lyubov Aksyonova, Anton Pampushnyy, Milos Bikovic, Konstantin Lavronenko, Polina Kuzminskaya, Rostislav Gulbis, Vilen Babichev, Leonid Timtsunik, Alexey Lubchenko, Evgeniya Karatygina, Sergei Gilev
Zusatzmaterial: Featurettes (Die CGI-Effekte, Die Charaktere, Liebe, Die Welt von „Coma“), Original Kinotrailer
Label: capelight pictures
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2020 by Volker Schönenberger
Szenenfotos & Packshot: © 2020 capelight pictures

 

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Horror nach Halloween 2019 – Das fette Gewinnspiel

Verlosung

Die großen Gewinnspiele haben euch in den vergangenen Jahren viel Spaß gemacht, also setze ich das 2019 fort. Für die geringfügige Verzögerung bitte ich um Nachsicht.

Teilnahmebedingung: Porto

Zwar bringt es mir Spaß, Filme unter die Leute zu bringen, weil sich die überwältigende Mehrzahl der Gewinnerinnen und Gewinner aufrichtig freut und höflich bedankt. Dennoch geht der Versand etwas ins Geld, zumal „Die Nacht der lebenden Texte“ nach wie vor keinen Cent Ertrag abwirft (die unten ab und zu eingeblendete Werbung schaltet WordPress). Daher: Aufgrund des hohen Versandaufkommens nach Beendigung dieses Gewinnspiels erklären sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Gewinnfalle bereit, das Porto in Höhe von 2,70 oder 1,55 Euro zu übernehmen – oder höher beim Wunsch nach versichertem Versand.

Hier alle zur Verlosung kommenden Filme. Fassungen mit Zensurschnitten braucht Ihr nicht zu befürchten. Alle Filme kommen mit deutscher Synchronisation und Originaltonspur daher. Der Zustand bei nicht mehr verschweißten Filmen schwankt zwischen sehr gut und nahezu neuwertig. Rot hinterlegte Titel verlinken zur Rezension bei „Die Nacht der lebenden Texte“. Los geht’s mit vier Mediabooks aus dem Hause Koch Films, die das Label auch gestiftet hat – dafür herzlichen Dank:

01. Dämonisch (2001) – Mediabook, neu und verschweißt

02. Elmer – Brain Damage (1988) – Mediabook, neu und verschweißt

03. Das Haus der Vergessenen (1991) – Mediabook, neu und verschweißt

04. Das Grab der Lygeia (1964) – Mediabook, neu und verschweißt

Die folgenden vier Preise habe ich selbst beigesteuert:

05. Preservation (2014) – Mediabook, neu und verschweißt, #6 der Uncut-Reihe von Pierrot Le Fou

06. Stigmata (1999) – Mediabook von capelight pictures, neu und verschweißt

07. True Love Ways (2014) – Mediabook von donau film, neu und verschweißt

08. Frankenstein’s Army (2013) – Blu-ray im Vertikalschuber

Die kommenden vier Blu-rays hat „Die Nacht der lebenden Texte“-Stammautor Andreas Eckenfels gestiftet. Dafür auch an ihn ein herzlicher Dank:

09. Antisocial (2013)

10. John Dies at the End (2012) – neu und verschweißt

11. Katakomben (2014) – neu und verschweißt

12. V/H/S – Viral (2014) – Blu-ray im Vertikalschuber

Ab hier haben wir es „nur“ noch mit DVDs zu tun, was hoffentlich niemanden von der Teilnahme abschreckt. Etwa drei Viertel der Filme hat ebenfalls Andreas gespendet (einmal mehr vielen Dank), der Rest stammt aus meinem Bestand:

13. Ein Jason-Voorhees-Triple, bestehend aus

– Freitag, der 13. (1980)
– Freitag, der 13. Teil 4 – Das letzte Kapitel (1984)
– Freitag, der 13. Teil 8 – Todesfalle Manhattan (1989)

14. Die Blade-Trilogie, bestehend aus

– Blade (1998) – Super Jewel Case
– Blade II (2002)
– Blade – Trinity – 2-Disc Extended Version im Steelbook

15. Das Schweigen der Lämmer (1991) – 2-Disc Special Edition Digipack im Vertikalschuber mit Booklet

16. Die Folterkammer des Hexenjägers (1963)

17. Dawn of the Dead (2004)

18. Hitcher – Der Highway Killer (1986) – 2-Disc Special Edition

19. Das Phantom der Oper (1998)

20. Der weiße Hai (1975) – 2-Disc 30th Anniversary Edition

21. Audition (1999)

22. Draculas Bluthochzeit mit Frankenstein (1971)

23. Ghosts of Mars (2001)

24. Halloween IV – The Return of Michael Myers (1988)

25. Halloween VI – Der Fluch des Michael Myers (1995) – nur deutsche Synchro, kein englischer Originalton

26. Meet the Feebles (1989) – Red Edition

27. Romasanta – Im Schatten des Werwolfs (2004)

28. Die Totengruft des Dr. Jekyll (1957) – neu und verschweißt

29. Wishmaster (1997) – Steelbook

Teilnahmebedingung: Fragen über Fragen

Zwecks Teilnahme sind bis Sonntag, 1. Dezember 2019, 22 Uhr, per Kommentar genau hier unter dem Gewinnspiel einige Fragen zu beantworten. Dazu eine wichtige Information: Ausnahmslos alle Fragen lassen sich beantworten, indem Ihr die in diesem Gewinnspiel verlinkten Rezensionen durchforstet. Mit nur etwas Kombinationsgabe lässt sich die für die jeweilige Frage relevante Rezension auch leicht erschließen.

Los geht’s:

01. Welcher Regisseur sagte über eines der großen Meisterwerke des Tierhorrors, der Film sei „wie die DNA des Filmemachens“?

02. Wie heißt der Drehbuchautor, der einen Roman von Thomas Harris adaptierte und dafür den Oscar gewann? Die Verfilmung räumte 1992 die „Big Five“ ab. Was bedeutet das?

03. Wann und wo träumte der Regisseur solch wunderbarer Werke wie „The Last House on the Left“ und „Die Schlange im Regenbogen“ die Story, die zu einem Film um ein durchgeknalltes Ehepaar führte, welches im Keller seines Hauses einige bedauernswerte Gestalten dahinvegetieren lässt?

04. Für Vincent Price war ein hier zur Verlosung kommender Film sein persönlicher Favorit aus Roger Cormans Edgar-Allan-Poe-Zyklus. Welcher ist mir der liebste?

05. Ein von vielen Horrorfans aufgrund diverser Großtaten sehr geschätzter Regisseur hat sein Niveau im späteren Karriereverlauf nicht mehr ganz gehalten, etwa mit einem auf einem anderen Planeten angesiedelten SF-Horror-Actioner. Welche Blaxploitation-Ikone spielte darin mit?

06. In Robert Kurtzmans 1997er-Regiearbeit um einen hinterlistigen Dschinn tummeln sich unter den Opfern drei im Horrorsegment einigermaßen namhafte Darsteller. Wie heißen sie?

07. Wie heißt die junge Friseurin aus Pittsburgh, bei der sich im Film die Wundmale Christi zeigen? Bei welchem späteren Heiligen trat das Phänomen angeblich im 13. Jahrhundert zum ersten Mal auf?

08. Wer löste in meinen Augen – also streng subjektiv – Thomas Kretschmann als Kandidat für die mieseste Verkörperung einer der großen Gruselgestalten der Filmgeschichte ab? Zu nennen sind sowohl der Realname des an sich als Börsenmakler tätigen „Schauspielers“ als auch sein Pseudonym für den Film. Tipp: Der deutsche Titel des Films deutet eine Eheschließung besagter Gruselgestalt mit einer anderen Horror-Ikone an.

09. Welcher Johnny-Cash-Song erklingt im Vorspann des Remakes eines der großen Klassiker des Zombiegenres? Achtung! Bei allen Schlaubergern, die meinen, ihre Antwort mit „Das ist aber kein Remake!“ oder ähnlich ergänzen zu müssen, werte ich die Frage als falsch beantwortet, selbst wenn das Lied korrekt genannt ist. Das habt Ihr dann davon!

10. Wer gilt als erster Serienmörder Spaniens? Zu nennen sind beide Vornamen und der Nachname. Tipp: Angeblich litt er an Lykanthropie.

11. Seine Mutter hatte ihn immer davor gewarnt, das zu tun, und das hat Jim Halsey nun davon: „Ich möchte tot sein.“ Wer spricht diesen ominösen Satz im Auto als Erster aus, wenn auch verbunden mit der Aufforderung, Jim Halsey möge ihn nachsprechen? Gesucht werden sowohl der Name der Figur als auch der des Darstellers.

12. Im Kino-Regiedebüt eines leider schon verstorbenen Schauspielers, der beispielsweise in „Terminator“ einen Kurzauftritt als Punk hatte, schlägt die „Hand Gottes“ zu. Mit welchem Handwerkszeug?

13. Wo Edgar Allan Poe draufsteht, steckte einmal tatsächlich H. P. Lovecraft drin. Auf welcher Lovecraft-Erzählung beruhte Roger Cormans Film? Mit welcher Zeile aus einem Gedicht von – immerhin – Edgar Allan Poe endet er?

Das war es auch schon. Ein Klacks, nicht wahr? Wichtig: Ihr dürft eure Antworten bis zum Ende der Abgabefrist korrigieren, und ich weise mit der Auflistung eurer Namen auch auf Fehler hin. Zwei Fehlschüsse gebe ich euch – jeder hat ja mal einen Blackout, daran soll die Teilnahme nicht scheitern, also landet Ihr mit 11 korrekten Antworten im Lostopf. Fragen auszulassen, dulde ich allerdings nicht. Minimal fehlerhafte Schreibweisen und Tippfehler toleriere ich, wenn klar ist, wer oder was gemeint ist.

Damit keiner abschreibt, werde ich alle Antworten erst nach Ende der Abgabefrist veröffentlichen. Bitte unterlasst es, die Antworten bei Facebook oder sonstwo zu veröffentlichen, das nimmt allen den Spaß, die daran Spaß haben wollen. Während der Laufzeit des Gewinnspiels werde ich nach und nach die Namen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer hier unten auflisten.

Die Auslosung der Gewinnerinnen und Gewinner erfolgt voraussichtlich noch vor Weihnachten. Ich werde das wie im vergangenen Jahr in Etappen erledigen. Wer als erste/r Gewinner/in gezogen wird, hat die freie Auswahl unter allen Preisen, und so wird es auch weitergehen. Ihr dürft euch im Gewinnfall je einen Film der ersten 15 oder zwei Filme ab Nr. 16 aussuchen.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert). Ich benötige obendrein die Zusage, dass die Sendung nicht von Minderjährigen entgegengenommen werden kann. Die Gewinnerinen und Gewinner werde ich im Lauf von etwa zwei Wochen nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Wer sich spätestens drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht zurückmeldet, verliert den Anspruch auf einen Preis. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Nur eine Teilnahme pro Haushalt. Ich behalte mir vor, Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht für den Lostopf zuzulassen oder ihnen im Gewinnfall nachträglich den Preis abzuerkennen, sofern mir Mehrfachteilnahmen unter Alias-Namen unterkommen. Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Achtung, Sonderregel: Wer eines der fünf Mediabooks aus den Einzel-Gewinnspielen der diesjährigen „Horror für Halloween“-Strecke gewonnen hat, darf sich bei diesem Gewinnspiel frühestens als neunte/r Teilnehmer/in einen Preis aussuchen. Ziehe ich eine/n von euch als eine/n der ersten acht, wandert Ihr zurück in den Lostopf.

Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Spaß und Erfolg. Denkt bitte dran, dass es nur ein Spiel ist und ich damit keine kommerzielle Absichten verfolge. Fällt euch ein Kinken auf, den ich irgendwo eingebaut habe, so lasst es mich gern wissen!

Bislang teilgenommen haben (mit 13 korrekten Antworten, sofern nicht anders vermerkt):

01. michael (Frage 7 zwar unvollständig, dennoch im Lostopf)
02. Adrian Lübke
03. Jens Albers hat viel Schweiß vergossen und nun alles korrekt.
04. Andreas H.
05. Marco Koch hat Frage 4 nicht genau genug gelesen und Frage 13 unvollständig beantwortet, landet aber dennoch im Lostopf.
06. Filmschrott hat bei Frage 2 einen Fehler, für den Lostopf reicht das aber selbstverständlich.
07. Anke
08. Klaus
09. Thomas Oeller landet trotz einer falschen Antwort auf Frage 5 im Lostopf.
10. Melanie Wehrmann landet trotz falschen Antworten auf die Fragen 5 und 13 im Lostopf.
11. Stefan Tieste hat Frage 13 unvollständig beantwortet (die Ergänzung ist nicht korrekt), wandert aber dennoch in den Lostopf.
12. transfairleistung
13. Dirk B.
14. Jens
15. Björn Kramer
16. otto
17. Birgit landet trotz falscher Antwort auf Frage 1 im Lostopf.
18. Thomas
19. Allround Zocker wandert trotz falscher Antwort auf Frage 5 in den Lostopf.
20. Michael Behr landet trotz fehlender Gedichtzeile bei Frage 13 in den Lostopf.
21. Thomas Hortian

Es geht los! Hier die ersten Gewinner/innen:

01. otto hat sich für die Blade-Trilogie entschieden.
02. Michael Behr freut sich über Das Haus der Vergessenen.
03. Dirk B. erhält Stigmata.
04. Thomas Oeller freut sich über Das Grab der Lygeia.
05. Thomas Hortian erhält Dämonisch.
06. transfairleistung hat sich für Die Folterkammer des Hexenjägers & Wishmaster entschieden.

Und die nächste Fuhre:

07. Marco Koch erhält Preservation.
08. Jens Albers bekommt Hitcher – Der Highway Killer & Die Totengruft des Dr. Jekyll.
09. Birgit hat Das Schweigen der Lämmer ausgewählt.
10. Anke freut sich, dass so spät noch Elmer verfügbar war.
11. Adrian Lübke erhält Das Phantom der Oper und Meet the Feebles.
12. Andreas H. hat sich Dawn of the Dead und Ghosts of Mars ausgesucht.

Last not least:

13. Jens freut sich über Romasanta – Im Schatten des Werwolfs und Draculas Bluthochzeit mit Frankenstein.
14. michael erhält John Dies at the End.
15. Melanie Wehrmann bekommt das Jason Voorhees Triple.
16. Allround Zocker hat sich für True Love Ways entschieden.
17. Filmschrott erhält Audition und Halloween IV.
18. Björn Kramer freut sich über Halloween VI und Der weiße Hai.
19. Thomas bekommt Frankenstein’s Army zugeschickt.
20. Stefan Tieste erhält V/H/S – Viral.
21. Klaus hat leider nichts mehr entdeckt, was ihn reizt.

Herzlichen Glückwunsch! Alle Preise sind verschickt.

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

 

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Horror für Halloween (VIII): Phonomanie – Schauermär vom schleichenden Slasher

Phonomanie

Von Marco Kraus

Horror // Ein maskierter Mörder geht um. Zuerst fallen ihm die Teilnehmer eines gemütlichen Halloween-Videoabends zum Opfer. Einige Wochen später stellt eine Gruppe von Freunden auf einem Wochenendtrip fest, das dies wohl nicht die einzige Tat des wahnsinnigen Killers war, denn der Täter zieht eine gewaltige Spur aus Blut und Gedärmen hinter sich her. Die Gruppe beschließt, sich der Sache selbst anzunehmen, ohne zu ahnen, das sie damit den ersten Dominostein einer langen Kette umwirft. Die Hobbydetektive katapultieren sich selbst in einen Horrortrip, der für einige von ihnen tödlich enden wird. Je tiefer sie in die Sache hineingeraten, desto mehr müssen sie sich die Frage stellen: Kann man seinen Freunden vertrauen?

Was ist ein „Stealth Slasher“?

Lang mussten wir auf Stefan Peschmanns neuestes Werk „Phonomanie“ warten und die Erwartungen waren bei mir nach „Lock the Doors – Trügerische Sicherheit“ (2016) recht hoch angesiedelt. Denn schon der Vorgänger hatte durchdachtes Storytelling, gute Kamerarbeit und anständige Splatter-Effekte zu bieten. Lediglich im schauspielerischen Bereich war das eine oder andere Manko zu erkennen. Aber gut – behalten wir immer im Hinterkopf, dass wir nicht über professionelle Darsteller reden. Kann „Phonomanie“ das steigern?

Und wer macht die Schweinerei nachher wieder weg?

Zunächst einmal bezeichnet Stefan Peschmann alias Mr. Zito „Phonomanie“ als Stealth Slasher. Bitte was? Genau das habe ich mich auch gefragt: Was bitte ist ein Stealth Slasher? Aufklärung gab mir letztlich ein beim Ittenbach Movie Club geführtes Interview, in welchem Stefan den Begriff wie folgt erläuterte: Zuerst einmal bin ich großer Fan von Games wie „Splinter Cell“, „Metal Gear Solid“, „Hitman“, „Velvet Assassin“, „Tenchu“, „Manhunt“ uvm., also alle Stealth-Games, wo man sich taktisch an den Gegner heranschleicht, ihn belauscht, den passenden Augenblick abwartet und ihn schließlich um die Ecke bringt. Du kannst mir glauben, dass ich bei solchen Games richtig abgehe, bis ich quasi den perfekten Kill hingelegt habe, ohne dass auch nur einer einen Schatten gesehen hat. Weißt du, was ich meine? Slasher verehre ich mindestens ebenso, leider rennen bzw. „laufen“ da die Killer immer der schreienden Meute hinterher und das wollte ich anders machen, also was liegt da näher, als beide Genres miteinander zu verbinden? Und so ist der Begriff „Stealth Slasher“ geboren bzw. entstanden. Bei mir gibt es keine schreienden und rennenden Opfer. Mein Killer hat einen Plan, er infiltriert, belauscht, wartet auf den perfekten Augenblick und räumt dann systematisch einen nach dem anderen aus dem Weg. Man würze das Ganze mit einer gestörten (nachvollziehbaren) Geschichte, garniere es mit einem absoluten Overkill an Gore-Gräueltaten, einem Maximum an Kills und man hat den ersten >Stealth Slasher< überhaupt!! Als Bonus sozusagen eliminiert man auf diese Weise auch den Hauptkritikpunkt eines jeden Slasherfilmes, nämlich, dass die Opfer sich zu dämlich verhalten, denn dazu haben sie bei mir nicht mal die Gelegenheit.

Nachdem diese Frage geklärt war konnte ich mich endlich ganz tiefenentspannt und voller Vorfreude an „Phonomanie“ wagen. Und ich sollte absolut nicht enttäuscht werden.

Kurzweiliges von Fans für Fans

Mit Phonomanie ist es Mr. Zito gelungen eine interessante und vor allem kurzweilige Story zu erschaffen, die die Elemente Slasher und Roadmovie miteinander verbindet. Wir begegnen vielen interessanten, teil skurillen und durchgeknallten Charakteren, die von ihren Darstellern sehr gelungen, zum Teil gewollt übertrieben, verkörpert werden. Man merkt allen Schauspielern an, das sie mit Spaß bei der Sache sind. Positiv fällt auf, dass die Texte nicht wie auswendig gelernt heruntergerasselt, sondern locker und frei gesprochen werden. Hier konnte man sich im Vergleich zu „Lock the Doors“ schon einmal deutlich steigern.

Heimwerken mal anders

Gut gemachte Effekte und kreative Kills (ich persönlich feiere die Kreissägen-Szene) garnieren die Handlung. Auch muss man die vielen kleinen Tribute und Anspielungen zu Genreklassikern wie „Halloween – Die Nacht des Grauens“, „The Texas Chainsaw Massacre“ oder „Wrong Turn“ erwähnen, die Mr. Zito im gesamten Film, teils offensichtlich, teils versteckt platziert hat. Genau dieser Aspekt macht „Phonomanie“ in meinen Augen zu einem Film von Fans für Fans. Abgerundet wird das Ganze durch eine tolle musikalische Untermalung, für die Stefan Ortlepp (Musica Non Grata) verantwortlich zeichnet.

Bestens zum Einstieg in den Bereich Underground geeignet

Cast und Crew um Stefan Peschmann haben mit „Phonomanie“ einen hervorragenden Job gemacht und präsentieren uns ein Ergebnis, das den Vorgänger „Lock the Doors – Trügerische Sicherheit“ zu toppen weiß, besonders was die Darsteller betrifft. Zu keiner Sekunde kommt Langeweile auf, die Story baut sich gut auf und nimmt interessante, nicht vorhersehbare Wendungen. Aufgrund dessen ist „Phonomanie“ der perfekte Éinstieg für all jene, die sich bisher nicht an das Thema Underground herangetraut haben. Und auch eingefleischte Anhänger werden keinesfalls enttäuscht und kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Vielleicht der Independent-Film des Jahres aus Deutschland – das Potenzial dafür ist jedenfalls gegeben. „Phonomanie“ erscheint als DVD im limitierten Steelbook und kann direkt bei DCE Media vorbestellt werden. Besucher des House of Horrors in der Turbinenhalle Oberhausen am 12. und 13. Oktober können ihr vorbestelltes Exemplar auf Wunsch dort am Stand von DCE Media abholen, um die Versandkosten zu sparen.

Ist Jason auferstanden?

Veröffentlichung: 12. Oktober 2019 als DVD

Länge: 97 Min.
Altersfreigabe: FSK ungeprüft
Sprachfassungen: Deutsch
Untertitel: Englisch, Französisch
Originaltitel: Phonomanie
D 2019
Regie: Mr. Zito
Drehbuch: Mr. Zito
Besetzung: Marie Richter, Sabine Wedde, Philipp Pietsch, Robert Müller, Daniel Broßman, Kay Herrmann, Matthias Rink, Thomas Goersch
Zusatzmaterial: keine Angabe
Label/Vertrieb: DCE Media

Copyright 2019 by Marco Kraus
Szenenfotos & Covermotiv: © 2019 DCE Media

 
 

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