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Schlagwort-Archive: Steven Soderbergh

Gewinnspiel: 3 x Solaris als Blu-ray im Mediabook

Verlosung

Auf einer den sonderbaren Planeten Solaris umkreisenden Raumstation erlebt der von George Clooney verkörperte Psychologe Chris Kelvin Mysteriöses. FilmConfect Home Entertainment hat uns von Steven Soderberghs Stanislaw-Lem-Verfilmung „Solaris“ (2002) drei Blu-rays im Mediabook zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Zwar bringt es mir Spaß, Filme unter die Leute zu bringen, weil sich die überwältigende Mehrzahl der Gewinnerinnen und Gewinner aufrichtig freut und höflich bedankt. Dennoch geht der Versand etwas ins Geld, zumal „Die Nacht der lebenden Texte“ nach wie vor keinen Cent Ertrag abwirft (die unten ab und zu eingeblendete Werbung schaltet WordPress). Daher: Auf völlig freiwilliger Basis darf mir jede/r Gewinner/in gern anbieten, das Porto in Höhe von 2,60 Euro zu übernehmen – oder höher beim Wunsch nach versichertem Versand. Gebt mir das aber bitte nicht schon im Kommentar mit eurer Antwort bekannt, sondern erst im Gewinnfalle. Ich will nicht in Verdacht geraten, die Sieger danach zuzuteilen.

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu Simons Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 5. Mai 2019, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage am Ende des Textes.

Seid Ihr dazu nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf das Mediabook. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Nur eine Teilnahme pro Haushalt. Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Gewonnen haben

– Frank Idstein,
– Michael Kleu,
– Thomas aus Hamburg.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „Solaris“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

 

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James Cameron (V): Solaris – Stanislaw Lem war gar nicht angetan

Solaris

Ja, dies ist zweifellos eher ein Steven-Soderbergh-Film als ein James-Cameron-Film. Da Cameron „Solaris“ aber produziert hat, reihen wir diese Rezension dreisterweise in seine Werkschau bei „Die Nacht der lebenden Texte“ ein. (Anm. des Bloggers)

Von Simon Kyprianou

Science-Fiction // Einem mysteriösen Hilferuf seines Freundes Gibarian (Ulrich Tukur) folgend, reist der Psychologe Chris Kelvin (George Clooney) zu Raumstation, auf der Gibarian stationiert ist – sie umkreist den Planeten Solaris. Dort findet er seinen Freund tot vor, angeblich habe er Selbstmord begangen. Die übrigen Astronauten auf der Raumstation (unter anderen Viola Davies) führen eine furchtsame, gespenstische Existenz, ohne Kelvin genau berichten zu können, was sie so verängstigt. Der erlebt die Auswirkungen von Solaris am eigenen Leib, als plötzlich seine verstorbene Frau Rheya (Natascha McElhone) vor ihm steht. Bald wollen die Menschen auf der Station vor dem Fiebertraum des mysteriösen Planeten zurück zur Erde fliehen.

Der Psychologe Chris Kelvin reist zum Planeten Solaris

Anders als in der gleichnamigen Romanvorlage des polnischen Schriftstellers Stanislaw Lem und anders als in Andrei Tarkowskis filmischer Umsetzung von 1971 konzentriert sich Steven Soderbergh beinahe ausschließlich auf die Beziehung der beiden Liebenden und nicht so sehr auf die Koexistenz des Menschen mit der außerirdischen Lebensform des Ozeans, der Solaris bedeckt, die durch wundersame Weise in die Tiefe des menschlichen Wesens eindringen kann. Die Liebesgeschichte aber bleibt, wie die Bilder, an der Oberfläche, und die einander im Weltall so fatal Liebenden besitzen keine Fallhöhe.

Liebesgeschichte ohne Fallhöhe

Soderbergh gelingt keine Erzählung, keine wirksame Liebes-Erzählung, und ebenfalls keine Erzählung über das Wesen unserer Erinnerungen, was den Kern von Tarkowskis Versuch darstellte. Denn dafür müssten Soderberghs Oberflächen in eine Tiefe münden, wie die Manifestationen der Erinnerungen in die Vergangenheit oder in die Innerlichkeit der Figuren verweisen, aber das tun sie in Soderberghs Film nicht. Sein Kino ist immer dann ganz bei sich, wenn es in den Filmen selbst um Oberflächen geht, die Sinnlichkeit der Körper in „Magic Mike“, die Zerstörung von Körpern in „Haywire“, die Oberflächlichkeit der artifiziellen Welten in den „Oceans“-Teilen und die obsessive Beobachtung der technischen Abläufe in seinen Heist-Filmen. Und so elegant die Bilder von „Solaris“ auch komponiert und ausgeleuchtet sind, sie gehen dabei nicht über sich selbst hinaus, dringen nicht in die Tiefe vor, aber dort liegen die Erinnerungen und Schmerzen, die diese Liebesgeschichte konstituieren. Da der Film nicht zu dieser Tiefe findet, sind die Bilder zwar hübsch, aber langweilen bald schon, die Gefühle, die der Film zu erzählen versucht, bleiben ohne ein Gefühl für deren Fallhöhe und wirken bloß behauptet, schnell verliert man das Interesse an dem Film.

Missbilligung von Stanislaw Lem

George Clooney spielt eindrücklich einen Mann, der jede Sicherheit für sich selbst verloren hat. und Natascha McElhone nimmt eine geisterhafte Präsenz ein. Wenigstens in diesem undurchdringlichen und ungebrochenen Gefühl für die Unsicherheit gegenüber dem eigenen Wesen, das die Schauspieler heraufbeschwören, entsteht ein interessanter Aspekt, der den Film mit einem Gefühl für den unheilvoll verschwommenen Blick in das eigene Innere füllt, das die Inszenierung nicht herzustellen vermag und das in Tarkowskis Film deutlich dringlicher zum Vorschein kommt. Der Romanautor selbst jedenfalls hält Soderberghs Regiearbeit für „Blödsinn“. In seinem Roman sei es um das „Verhältnis der Menschen zu diesem Ozean als einer nicht-humanoiden Intelligenz“ gegangen, nicht um Liebesgeschichten. Dagegen sei „sogar Tarkowskis Version ein Geniestreich“. Welche Stanislaw-Lem-Verfilmungen könnt Ihr empfehlen?

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von James Cameron und Steven Soderbergh sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit George Clooney in der Rubrik Schauspieler.

Trugbild oder real? Kelvins verstorbene Frau Rheya taucht auf

Veröffentlichung: 1. März 2019 als Blu-ray im Mediabook, 19. Oktober 2018 als Blu-ray, 13. April 2018 als DVD, 29. September 2017 als Blu-ray im Digipack, 12. Mai 2017 als Blu-ray im Mediabook und als Blu-ray im Futurepak, 4. August 2005 als DVD

Länge: 99 Min. (Blu-ray), 94 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch, Spanisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch
Originaltitel: Solaris
USA 2002
Regie: Steven Soderbergh
Drehbuch: Steven Soderbergh, nach dem Roman von Stanislaw Lem
Besetzung: George Clooney, Natascha McElhone, Jeremy Davies, Ulrich Tukur, Viola Davis
Zusatzmaterial: Audiokommentar, Featurettes, Script, nur 2017er-Mediabook: 20-seitiges Booklet, Kinoplakat
Label/Vertrieb: FilmConfect Home Entertainment
Label/Vertrieb 2005er-DVD: Twentieth Century Fox Home Entertainment

Copyright 2019 by Simon Kyprianou
Szenenfotos & Packshots: © FilmConfect Home Entertainment

 
 

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Unsane – Ausgeliefert: Steven Soderberghs iPhone-Experiment

Unsane

Von Andreas Eckenfels

Psychothriller // Sein selbstauferlegter Ruhestand als Regisseur war glücklicherweise nicht von langer Dauer: Steven Soderbergh ist zurück und fleißiger als je zuvor. Nach der zweiten und leider finalen Staffel von „The Knick“ und der Gaunerkomödie „Logan Lucky“ präsentierte der Oscar-Preisträger auf der diesjährigen Berlinale seinen neuen Film „Unsane – Ausgeliefert“. Das Besondere daran: Der Psychothriller wurde komplett mit der Kamera eines iPhone 7 Plus samt Moment Lens und der App „FiLMiC Pro“ gedreht.

Gefangen in der Psychiatrie

Ein neuer Job in einer neuen Stadt. Wieder einmal startet Sawyer Valentini (Claire Foy) einen Neuanfang in ihrem Leben. Ihre Vergangenheit vermag die Finanzanalystin nicht abzuschütteln. Die junge Frau wird von ständiger Angst, Unruhe und Ungewissheit getrieben. Sie fühlt sich noch immer von einem vermeintlichen Stalker namens David Strine (Joshua Leonard) verfolgt, der sie vor zwei Jahren belästigt hat. Noch nicht mal ihrer Mutter (Amy Irving) hatte sie von der Sache erzählt.

Saywer (M.) wird in der Psychiatrie festgehalten

Um Hilfe zu finden, begibt sich Sawyer zu einem Beratungsgespräch in eine Psychiatrie – und wird plötzlich unfreiwillig als Patientin in die Klinik eingewiesen. Ärzte und Pfleger wollen ihr nicht zuhören, dass es sich um einen Irrtum handelt. Sie müsse mindestens sieben Tage bleiben und fleißig ihre Tabletten schlucken, bekommt sie zu hören. Nur widerwillig ergibt sich Saywer ihrem Schicksal. Doch wer steht da eines Abends bei der Pillenausgabe? David Strine, der sich wohl unter anderem Namen als Pfleger in die Klinik eingeschlichen haben muss. Panisch beginnt Sawyer an ihrem Verstand zu zweifeln: Ist ihr Stalker real oder doch nur Einbildung?

Emotionale Achterbahnfahrt

„Ich wünschte, ich hätte schon mit 15 Jahren diese Ausrüstung gehabt“, zeigte sich Steven Soderbergh während der Berlinale-Pressekonferenz von der neuen und einfachen Technik des digitalen Filmemachens via Smartphone begeistert. Das darauf zurückzuführende ungewöhnliche Bildformat von 1,56:1 unterstützt dabei optimal die klaustrophobische Stimmung, in der sich die Hauptfigur Saywer befindet. Golden-Globe-Gewinnerin Claire Foy („The Crown“) glänzt dabei als seelisches Wrack, das sich auf einer emotionalen Achterbahnfahrt befindet und dennoch nicht unterkriegen lässt. Wahrscheinlich war ihre Figur schon mal eine gute Vorbereitung auf ihre nächste Rolle als Lisbeth Salander in „Verschwörung“ von Fede Alvarez („Evil Dead“, „Don’t Breathe“), der am 29. November in den Kinos anläuft.

Ein Anruf bei der Polizei bringt nicht den erhofften Erfolg

Gerade mal zehn Drehtage benötigte Soderbergh für seinen Thriller, der stark beginnt, dann aber etwas zu früh die Auflösung vorwegnimmt, ob es sich bei Sawyers Paranoia um Wahn oder Wirklichkeit handelt. Dadurch geht einiges an Spannung verloren. Im letzten Drittel schleichen sich zudem ein paar Ungereimtheiten in der Handlung ein, die den Filmgenuss ein wenig trüben. So wird man das Gefühl nicht los, dass sich Soderbergh während des Drehs mehr auf die Technik als auf das Drehbuch konzentriert hat.

#metoo und Kritik gegen das Gesundheitssystem

Dennoch steckt in „Unsane – Ausgeliefert“ mehr als nur ein teilweise gelungenes iPhone-Experiment. Der kurzweilige Thriller kann auch als Beitrag zur #metoo-Debatte gesehen werden, bei dem den Opfern nicht ausreichend Gehör geschenkt wird. Gleichzeitig übt Soderbergh nach „Side Effects – Tödliche Nebenwirkungen“ ein weiteres Mal scharfe Kritik am amerikanischen Gesundheitssystem. Wie er auf der Berlinale erklärte, müssen Krankenhäuser nun mal rentabel sein. Ohne Patienten fließt kein Geld. Und so werden Menschen häufig mit fadenscheinigen Begründungen in Kliniken festgehalten. Erst wenn deren Krankenversicherung nicht mehr zahlt, werden sie als geheilt entlassen. Ein unschönes Geschäftsmodell.

Sawyer legt sich mit Patientin Violet an

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Steven Soderbergh sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet.

Ist Sawyer in der Einzelzelle ihrem Stalker hilflos ausgeliefert?

Veröffentlichung: 9. August 2018 als Blu-ray und DVD

Länge: 98 Min. (Blu-ray), 94 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch
Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Italienisch
Originaltitel: Unsane
USA 2018
Regie: Steven Soderbergh
Drehbuch: Jonathan Bernstein, James Greer
Besetzung: Claire Foy, Juno Temple, Joshua Leonard, Jay Pharoah, Amy Irving, Sarah Stiles, Marc Kudisch, Zach Cherry, Matt Damon
Zusatzmaterial: Featurette „Unsanity“
Label/Vertrieb: Twentieth Century Fox Home Entertainment

Copyright 2018 by Andreas Eckenfels

Szenenfotos, Trailer & Packshot: © 2018 Twentieth Century Fox Home Entertainment

 

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