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Die Unglaublichen – Truly Incredible

The Incredibles

Von Paula Bierend

Computertrick-Fantasy-Abenteuer // „Die Unglaublichen“ gehört zu den Filmen, mit denen meine Generation groß geworden ist. Mittlerweile gilt das Familien-Abenteuer von Pixar als Kinderfilm-Klassiker, und das aus gutem Grund. Wer hat sich nicht schon mal Gedanken darüber gemacht, wer eigentlich die ganzen Schäden bezahlt, wenn Superhelden Superschurken zur Strecke bringen und dabei eine halbe Großstadt zerstören? Oder was passiert, wenn Superhelden im Übereifer, Gutes zu tun, mal den Falschen retten und einen Selbstmörder beim Sprung vom Hochhaus auffangen?

Superhelden werden verboten

In Brad Birds „Die Unglaublichen“ ist dies die Prämisse – eine Prämisse, die in einem Marvel-Film das Marvel Cinematic Universe und in einem DC-Film das DC Extended Universe komplett auf den Kopf stellen würde: Letztlich ist es sicherlich mehr Neid, weil sie selber nur durchschnittlich sind, aber irgendwann haben die Menschen genug von den verwüsteten Städten. Besagter Selbstmörder, von Mr. Incredible gerettet, hat sich bei der unerwünschten Rettung den Hals verrenkt und tritt daraufhin eine Prozesslawine los. Binnen kürzester Zeit zieht die Regierung die Reißleine – Superhelden werden verboten. Wie im Zeugenschutzprogrammen werden sie in normale Existenzen umgesiedelt und müssen fortan all die Jobs machen, die bereits die Leben der Normalsterblichen unerträglich machen.

Bob verzweifelt immer mehr an seinem Job

Bob Parr, der früher als Mr. Incredible für Sicherheit gesorgt hat, hat kurz vor der Verbannung der Superhelden Elastigirl alias Helen geheiratet. Nun leben die Eheleute seit fünfzehn Jahren in einem typischen amerikanischen Vorort und haben drei Kinder, von denen die älteren ebenso wie ihre Eltern besondere Fähigkeiten haben. Nur Baby Jack Jack scheint aus der Art zu schlagen mit seiner Normalität. Dash Parr ist schnell wie kein zweiter und brennt darauf, dies auch mal zur Schau zu stellen. Seine Schwester Violet Parr kann unsichtbar werden, was meist dann passiert, wenn ihr Schwarm in der Schule in ihre Richtung schaut, und sie kann Energiefelder um sich herum erzeugen, die vor ziemlich allem schützen, aber sie wünscht sich eigentlich nur ein normales Teenagerdasein.

Aus Elastigirl ist eine Hausfrau geworden

Helen hat sich mit der neuen Situation abgefunden. Sie ist zur klassischen Hausfrau und Mutter mutiert, weil sie weiß, dass ihre Superfähigkeiten in dieser schönen neuen Welt nichts mehr wert sind. Bob hingegen ist absolut frustriert von seinem Leben. Abends trifft er sich mit seinem alten Kumpel Lucius, früher als Frozone bekannt (der im Original wunderbar von Samuel L. Jackson gesprochen wird), und hört den Polizeifunk ab, um zwischendurch immer mal wieder inkognito der Polizei zu helfen. Denn für eine Helfernatur wie Bob bedeutet sein Job die totale Frustration. Als Sachbearbeiter einer Versicherung ist es seine Aufgabe, berechtigte Forderungen der Kunden abzuwimmeln. Sein Chef wundert sich, dass seine Klienten aus den „Ablehnungsgesprächen“ als Versicherungsfachleute herausgehen, die jedes Schlupfloch kennen um doch an ihr Geld zu kommen. So kommt es, wie es kommen muss: Bob wird gefeuert.

Doch dann kehrt Mr. Incredible endlich zurück

Eine unbekannte Firma bietet ihm einen neuen, besser bezahlten Job an: Im Auftrag einer streng geheimen Organisation soll er wieder Mr. Incredible werden. In der Hoffnung, die glorreichen Tage wieder aufleben zu lassen und den Rausschmiss vor Helen geheim zu halten, nimmt er das Angebot an. Bald stellt sich heraus, dass hinter diesen Aufträgen ein alter Fan von Mr. Incredible steckt: der kleine Buddy Pine, der als Incrediboy der einst Sidekick von Mr. Incredible sein wollte und seinerzeit in jugendlichem Eifer die Katastrophe ausgelöst hatte, wegen der die Superhelden verboten wurden. Nun nennt er sich „Syndrom“ und hat seinen Mangel an Superfähigkeiten mit Erfindergeist kompensiert. Und er will nur eins: Rache.

Modedesignerin E in den Fußstapfen von Q

In bester James-Bond-Manier erklärt Syndrom seinen Plan, wie er sich als neuer Superheld in der Gesellschaft etablieren will. Dafür inszeniert er einen Angriff mit einem unbesiegbaren Roboter, den nur er stoppen kann, weil er die Fernbedienung besitzt. Er überwältigt Mr. Incredible und hält ihn gefangen. Helen, die über das plötzliche Verschwinden ihres Mannes viele Theorien spinnt, besucht ihre alte Freundin und Designerin Edna „E“ Mode (der im Original Regisseur Brad Bird persönlich die Stimme geliehen hat). Diese hat als Mischung aus weiblichem Karl Lagerfeld und James Bonds Q schon die Supersuits für die ganze Familie entworfen. Wer braucht nicht einen feuer- und kugelsicheren Strampler für sein Baby? Da E in alle Anzüge Peilsender eingebaut hat, findet Helen heraus, wo sich Bob aufhält, und nach einer Motivationsrede von E, in der die Tüftlerin Helen daran erinnert, eine Superheldin zu sein, wird Helen wieder zu Elastigirl und eilt ihrem Mann zu Hilfe. Die Kinder schleichen sich gleich mit auf die Mission, Jack Jack haben sie zuvor flugs eine Babysitterin besorgt. Der Kurzfilm „Jack Jack Attack“ im Bonusmaterial der Blu-ray erzählt von ihrem Abenteuer, von dem im Hauptfilm nur die Nachrichten auf Helens Mailbox Zeugnis geben. Am Ende muss die gesamte Familie Parr mit ihren vereinten Superheldenkräften versuchen, Syndroms Plan zu stoppen. Es gibt halt Dinge, die lassen sich nur als Familie schaffen.

Edna Mode (l.) präsentiert Helen alias Elastigirl die neuen Anzüge

„The Incredibles“, so der Originaltitel, schafft spielend den Brückenschlag zwischen Kinderfilm und Superheldenhommage, bei der man sich auch als Erwachsener mitgenommen fühlt. Bei der Schuperschurken-Festung werden vermutlich eher bei den Erwachsenen nostalgische Erinnerungen geweckt, die sich gleich in die Zeiten zurückversetzt fühlen werden, als Sean Connery in „James Bond 007 – Man lebt nur zweimal“ Blohfelds Raketenbasis im Inneren eines Vulkans zerstören musste oder sich Roger Moore noch als Agent mit Lizenz zum Töten selbst nicht ganz ernst nahm. Für jede Altersgruppe gibt es die persönliche Identifikation. Sei es Bob Parr, dem früher die Welt offen stand und der jetzt in einem Leben feststeckt, in dem er seine Talente seiner Familie zuliebe verstecken muss. Sei es Helen, die sich in der Superhelden-Doku zu Beginn abfällig zur Frage nach Familie noch abfällig äußert „Settle down, are you kidding? I’m at the top of my game! I’m right up there with the big dogs!“ und 15 Jahre später doch als Hausfrau und Mutter endet. Sei es Dash, der beweisen will, was in ihm steckt, aber immer wieder zur Ordnung gerufen wird. Violet schließlich muss als ältestes Kind immer für alles die Verantwortung übernehmen. Mit Edna Mode gibt es auch noch ein Rollenvorbild für die künftige Karrierefrau – Brad Bird hat der Guten einige der schönsten One Liner des Films auf den Leib geschrieben.

Wir alle tragen Superkräfte in uns!

Obwohl alle Hauptfiguren Superhelden sind, sind sie sehr menschlich, ihre Superkräfte sind schlussendlich nur eine Metapher für etwas, dass wir alle in uns tragen. Ob wir es bewusst sehen oder ob es irgendwo in uns verborgen ist, sind wir irgendwo doch alle super! Nur die Schurken brauchen technische Gadgets oder Markenprodukte, um besonders zu sein. Das ist eigentlich eine zu schöne Metapher, als dass man sie einer großen Hollywood-Produktion unterstellen will. Die Lektion aus „Die Unglaublichen“ ist eigentlich ebenso schön wie einfach: Es ist unsere Aufgabe, im Leben herauszufinden, wie wir unsere besonderen Fähigkeiten entfalten und in den Zwängen des Lebens einsetzen – und das am besten, ohne dabei die Stadt in Schutt und Asche zu legen. Denn das Miteinander funktioniert auf Dauer nur, wenn jeder die Chance hat, seine Qualitäten auszuspielen und dafür wertgeschätzt zu werden. Wenn man sie mit Rücksicht auf alle anderen hintanstellt, wird auf Dauer keiner damit glücklich.

Die Familie kämpft gemeinsam gegen Syndrom

Man darf gespannt sein, wie Familie Parr beim in Kürze erscheinenden „Die Unglaublichen 2“, weiter zusammenwächst und vor allem, wie sich der jüngste Sprössling Jack Jack mit seinen doch noch entwickelten Fähigkeiten, für die er den feuerfesten Anzug sicher gut gebrauchen kann, in das Familien-Franchise hineinfindet. Feminismus, Gesellschaftskritik und großartige Unterhaltung „Die Unglaublichen“ hat alles und auf jeden Fall mehr als genug, um ihn regelmäßig für den gemütlichen Familienabend auszugraben – erst recht zur Vorbereitung aufs Sequel, das am 27. September in den deutschen Kinos startet.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Samuel L. Jackson sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Veröffentlichung: 8. Februar 2018 als 2-Disc DVD, 1. Dezember 2011 als Blu-ray im Steelbook, 28. April 2011 als Blu-ray, 1. März 2011 als 2-Disc Limited Edition DVD im Steelbook

22. September 2005 als 2-Disc Special Collection DVD

Länge: 115 Min. (Blu-ray), 110 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 6
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch u. a.
Untertitel: Deutsch, Englisch u. a.
Originaltitel: The Incredibles
USA 2004
Regie: Brad Bird
Drehbuch: Brad Bird
Originalsprecher: Craig T. Nelson, Holly Hunter, Samuel L. Jackson, Jason Lee, Dominique Louis, Teddy Newton, Elizabeth Peña
Zusatzmaterial: keine Angabe
Label/Vertrieb: Walt Disney

Copyright 2018 by Paula Bierend

Szenenbilder, Packshot Blu-ray & Packshot Special Collection DVD: © Walt Disney

 

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Guardians – Genosse Superheld

Zashchitniki

Von Matthias Holm

SF-Action // Jeder möchte ein Stück vom Kuchen abhaben – das weiß man nicht erst, seit die Billigschmiede The Asylum sogenannte Mockbuster produziert. Momentan sind nun mal die Superheldenfilme der angesagte Trend im Kino, wieso also nicht auf den Zug aufspringen? Das dachten sich wohl auch die russischen Filmemacher, weshalb sie mit „Guardians“ ihre ganz eigene Variante der Übermenschen inszenierten.

Superhelden dank des Kalten Krieges

Während des Kalten Krieges versuchten die Russen mit aller Macht, das Wettrüsten zu gewinnen. So entwickelte der Wissenschaftler Kuratov (Aleksandr Komissarov) eine Methode, Menschen übernatürliche Fähigkeiten zu verleihen. Doch ganz uneigennützig ist das nicht – Kuratov hatte nicht weniger als die Weltherrschaft für sich im Sinn. Die Helden gerieten in Verruf und mussten sich verstecken. Doch in der Gegenwart erscheint Kuratov wieder auf der Bildfläche, und so müssen die Patriots, so der Name der Truppe, wieder zusammenfinden.

Seit wann hat das „Ding“ ein Gesicht?

Das klingt nicht sonderlich originell, und tatsächlich ist „Guardians“ über weite Strecken überraschungsarm. Es gibt einige nette Ansätze, die zeigen, dass die Macher das Genre kennen. So wird nicht eine einfache Origin-Story erzählt, sondern vieles aus der Vergangenheit der Figuren in Gesprächen aufgearbeitet. Richtig viel Tiefe bekommen sie dadurch zwar nicht, aber es ist ein Ansatz, den man so eher selten bei Superheldenfilmen sieht.

Kuratov hat nichts Gutes im Sinn

Seine größte Stärke hat „Guardians“ bei der deutschen Synchronisation. Da ich nicht des Russischen mächtig bin, fällt ein Vergleich mit dem Original schwer. Aber die Menge an Referenzen und Anspielungen auf bekannte Marken sorgen bei Fans für Freudensprünge. Ein Beispiel wäre das Einbauen des Namen Wade Wilson – dem Kinogänger eher bekannt als „Deadpool“. Doch da wird nicht haltgemacht. Durchgehend werden auch russische Stereotype und Vorurteile durch den Kakao gezogen, was den Film zu einem diebischen Vergnügen macht. Umso interessanter, dass capelight pictures eine weitere Edition des Films mit einer alternativen Synchronfassung herausbringt. Da diese mir nicht vorlag, kann ich allerdings die Intention dahinter nicht herausarbeiten.

Nicht hübsch, aber ansehbar

Wie die großen Hollywood-Vorbilder setzt auch „Guardians“ extrem auf computergenerierte Bilder. Hier sieht man den technisch Rückstand zu den großen des Genres – etwa Marvel – allerdings deutlich. Auch wenn die Idee, eine Halb-Mensch-halb-Bär-Figur samt Gatling Gun einzubauen, sehr unterhaltsam ist, hat man nie das Gefühl, dass der Bärenkopf so richtig auf den menschlichen Körper passt. Für das vom optischen Bombast verwöhnte Auge mag das problematisch sein, allerdings sind die Effekte nicht so schlimm, dass man das alles nicht ertragen könnte.

Die Guardians in Aktion

Dank der witzigen Sprüche macht die russische Superhelden-Variante enorm viel Spaß. Ohne das hätte man einen nicht sonderlich hübsch anzusehenden, enorm vorhersehbaren und damit austauschbaren Film. Ob das reicht, sich diesen kuriosen Film zuzulegen, sei jedem selbst überlassen, launig ist „Guardians“ allerdings schon.

Veröffentlichung: 28. Juli 2017 als Blu-ray und DVD in der Heroes Edition, 02. Juni 2017 als Blu-ray (auch im Steelbook) und DVD

Länge: 89 Min. (Blu-ray), 85 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Russisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Zashchitniki
RUS 2017
Regie: Sarik Andresyan
Drehbuch: Andrey Gavrilov
Besetzung: Anton Pampushnyy, Sanjar Madi, Sebastien Sisak, Alina Lanina, Valeriya Shkirando, Vyacheslav Razbegaev
Zusatzmaterial: O-Card, Featurettes „Die Idee zum Film“, „Die Erschaffung der Guardians“, „Stunts & Visual Effects“, Trailer, Trailershow, nur Heroes Edition: alternative Synchronfassung
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2017 by Matthias Holm

Fotos, Packshots & Trailer: © 2017 Al!ve AG / capelight pictures

 

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Deadpool – Schlagfertiger Superheld im roten Dress

Deadpool-Plakat

Deadpool

Kinostart: 11. Februar 2016

Von Iris Janke

SF-Action // Wade Wilson alias Deadpool (Ryan Reynolds) flucht, ballert und prügelt den lieben langen Tag. Nach seinem Auftritt als DC-Superheld „Green Lantern“ (2011) hat Ryan Reynolds für seinen neuen Einsatz als Comicfigur die Anzugfarbe gewechselt – von grasgrün zu knallrot. Reynolds hatte die Marvel-Gestalt Wade Wilson bereits 2009 in „X-Men Origins – Wolverine“ gespielt.

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Die Ex-Prostituierte Vanessa liebt Wade Wilson

Zum coolen Superhelden wird der eigentlich ziemlich langweilige Schönling Wade Wilson ebenso zufällig wie unfreiwillig. Bis es so weit ist, betet er seine hübsche Freundin an, die Ex-Prostituierte Vanessa (Morena Baccarin, „Homeland“). Zudem zehrt er noch immer von seinem halbwegs „normalen“ Ex-Job als Mitglied einer Spezialeinheit und entspannt ab und zu in seiner Lieblingsbar.

Krebstherapie mit Folgen

Als bei ihm Krebs diagnostiziert wird, ist es vorbei mit dem Dasein als Normalo. Wade sieht panisch all seine Lebensgeister schwinden und sämtliche Zukunftspläne in Gefahr. Einzige Chance, die heimtückische, lebensbedrohliche Krankheit zu bekämpfen, scheint in der Teilnahme an einem geheimen Genexperiment des zwielichtigen Ajax (Ed Skrein) zu liegen.

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Deadpool räumt auf – ohne Rücksicht auf Verluste

Vorteil der Behandlung: Wades geschundener Körper bekommt die Möglichkeit zur kompletten und schnellen Regeneration und Gesundung. Einziges Manko: Wade ist entstellt. In einer Art Glassarg wurde er eingeschlossen, sein Körper darin verbrüht und verätzt. Ergebnis: Wade ist zwar gesund und enorm widerstandsfähig, allerdings von hässlichen Tumoren übersät. Er sieht keine andere Möglichkeit, als aus seinem alten Leben zu verschwinden und sich auch vor seiner Freundin zu verstecken – im roten Ganzkörperanzug mit Maske. Aus Wade Wilson wird Deadpool, der unzerstörbare Superheld.

Flammenwerferin greift ein

Mit seinem Äußeren ist Deadpool nun so unglücklich, dass er das Experiment rückgängig machen will. Außerdem will sich Wade am fiesen Ajax rächen. Dabei helfen ihm sein tiefschwarzer Humor und die beiden anderen Superhelden, der riesenhafte, gutmütige Colossus (Stefan Kapicic) und die blutjunge Flammenwerferin Negasonic Teenage Warhead (Brianna Hildebrand).

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Mutantin Teenage Warhead unterstützt Deadpool

Insgesamt überzeugt die Marvel-Adaption von Regisseur Tim Miller und den Drehbuchautoren Rhett Reese und Paul Wernick (beide auch „Zombieland“) dank ihrer quietschbunten Comic-Optik, dem passend besetzten Hauptdarsteller Ryan Reynolds, den ebenfalls gut ausgesuchten Nebendarstellern und dem mit Bedacht eingesetzten Budget von 50 Millionen Dollar.

Blutig mit FSK-16-Freigabe

Vielleicht ist es der Not der geringen Finanzen geschuldet, dass die Inszenierung von Tim Miller eher dosiert und eben nicht superheldenmäßig überfrachtet wirkt, vielleicht ist die Reduktion des Mitteleinsatzes aber auch gewollt. Dass es über zehn Jahre gedauert hat, bis es der Comicheld als Hauptfigur im quietschroten hautengen Ganzkörperanzug auf die große Leinwand geschafft hat, lag vermutlich auch daran, dass man den Film möglichst authentisch drehen wollte – und damit eher nicht familientauglich, sondern eben laut, brutal und blutig. Beim Ü-16-Publikum dürfte das gut ankommen.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Ryan Reynolds und Ed Skrein haben wir in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Länge: 108 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Originaltitel: Deadpool
USA/KAN 2016
Regie: Tim Miller
Drehbuch: Rhett Reese, Paul Wernick
Besetzung: Ryan Reynolds, Karan Soni, Ed Skrein, Michael Benyaer, Stefan Kapicic, Brianna Hildebrand, Kyle Cassie, Taylor Hickson, Naika Toussaint, Randal Reeder
Verleih: Twentieth Century Fox

Copyright 2016 by Iris Janke
Filmplakat & Fotos: © 2016 Twentieth Century Fox

 
2 Kommentare

Verfasst von - 2016/02/10 in Film, Kino, Rezensionen

 

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