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Gewinnspiel: 1 x Ghostland als 2-Disc Limited Collector’s Edition Mediabook (Blu-ray & DVD)

Verlosung

Vom Regisseur von „Martyrs“ (2008) kommt mit „Ghostland“ eines der Horror-Highlights 2018, von capelight pictures unter anderem als Mediabook veröffentlicht. Ein Exemplar hat uns das Label zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu meiner Rezension von Pascal Laugiers Film und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Freitag, 24. August 2018, 12 Uhr mittags, im Kommentarfeld nach bestem Wissen und Gewissen die Frage am Ende des Textes.

Seid Ihr dazu nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert, bislang sind noch alle Sendungen bei den Empfängern eingetroffen). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Collector’s Edition. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

77 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – eine stattliche Zahl. Trommelwirbel! Ein Online-Zufallsgenerator warf die Zahl 37 aus. Der Verfasser des 37. Kommentars gewinnt somit das „Ghostland“-Mediabook. Mal durchzählen, noch einmal zur Kontrolle, freuen darf sich:

Markus Wille

Herzlichen Glückwunsch! Du wirst benachrichtigt.

Update Sonntag, 2. September: Leider hat Markus Wille trotz üppiger Karenzzeit auf zwei Nachrichten nicht reagiert, deshalb habe ich einen neuen Gewinner ausgelost: Rene Siegmund. Glückwunsch! Du wirst benachrichtigt.

Die Rezension von „Ghostland“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

 

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Ghostland – Die Puppen im Haus des Terrors

Incident in a Ghostland

Von Volker Schönenberger

Horror // Eine Einblendung mit dem Konterfei H. P. Lovecrafts leitet „Ghostland“ ein – samt Kommentar: Freakin’ awesome horror writer. The best. By far. („Saugeiler Horror-Schriftsteller. Der beste. Bei Weitem.“) Zitiert nach Elizabeth Keller, die sich als Protagonistin des Films entpuppt. Elizabeth (Emilia Jones), kurz Beth genannt, zieht mit ihrer Mutter Pauline (Mylène Farmer) und ihrer Schwester Vera (Taylor Hickson) in ein Haus in der Provinz. Die beiden Mädchen im Teenager-Alter verstehen sich nicht besonders gut, Vera lässt kein gutes Haar an Beths Leidenschaft fürs Schreiben von Lovecraft inspirierter Gruselgeschichten. Noch ahnen die Schwestern und ihre Mutter nicht, was für eine Nacht des Terrors ihnen bevorsteht.

Traumatisiert: Beth hat ihre Erinnerungen literarisch verarbeitet

Im Anschluss an diesen Home-Invasion-Prolog folgt ein abrupter Zeitsprung zur erwachsenen Beth (Crystal Reed), mittlerweile Besteller-Autorin, die nach wie vor unter dem traumatischen Ereignis ihrer Jugend leidet. Mit ihrem neuen Buch „Incident in a Ghostland“ versucht sie, das Geschehen zu bewältigen. Als sie einen Anruf der verzweifelten Vera (Anastasia Phillips) erhält, reist sie zurück in jenes Haus – zu ihrer Schwester und ihrer Mutter.

Vom Autor und Regisseur von „Martyrs“

Das Setdesign des Hauses rückt den ansprechend fotografierten und versiert geschnittenen „Ghostland“ ein wenig in die Sphären der „Insidious“- und „Conjuring“-Franchises, und das nicht zuletzt dank der Puppen, die an eine gewisse „Annabelle“ erinnern und eine bedeutsame Rolle spielen. Aber der Drehbuchautor und Regisseur Pascal Laugier hat natürlich weit mehr zu bieten als Mainstream-Horror. Mit interessanten Finten und Wendungen hält der Terrorexperte („Martyrs“, 2008) sein Publikum bei der Stange, was allerdings Aufmerksamkeit erfordert. Mit ein paar Jump-Scares bereitet er den Terrorboden vor – das passt. Sogar eine Prise „The Texas Chainsaw Massacre“ fügt Laugier hinzu.

Verängstigt: Wie soll die junge Frau den Hilferuf am Spiegel deuten?

Wenn sich Vergangenheit und Gegenwart verbinden, kann man sich als Zuschauer schon mal fragen, ob man da gerade Wahn oder Wirklichkeit zu sehen bekommt. Am Ende fügt sich das aber schlüssig zusammen. Obendrein gibt es an der Schauspielkunst der Darstellerinnen nichts auszusetzen. Sowohl Emilia Jones („Brimstone – Erlöse uns von dem Bösen“) und Taylor Hickson („Deadpool“) als junge als auch Crystal Reed („Teen Wolf“) und Anastasia Phillips („Don’t Talk to Irene“) als erwachsene Schwestern gehen ganz in ihren Figuren auf, auch die französische Popsängerin Mylène Farmer überzeugt in der Rolle der Mutter.

Nur vier Langfilme von Pascal Laugier

Laugier zeigt starke Frauen, ein Motiv, welches sich auch durch seine bisherigen Arbeiten zieht. Dazu passt auch, dass die Hintergrundgeschichte der Angreifer im Verborgenen bleibt und ihre Persönlichkeiten lediglich grob skizziert werden. Viel erfahren wir nicht über sie, Laugier interessiert sich mehr für seine Protagonistinnen. Das erleichtert den Zuschauerinnen und Zuschauern den Zugang zu ihnen. „Ghostland“ gehört zu den Horror-Highlights der vergangenen Jahre. Bleibt zu hoffen, dass der französische Regisseur seiner spärlichen Filmografie von bislang nur vier Langfilmen weitere folgen lässt – noch ist kein Nachfolger angekündigt.

Taylor Hickson verletzt sich und reicht Klage ein

Bei den Dreharbeiten verletzte sich Taylor Hickson: Als sie für eine Szene mit den Fäusten gegen eine Glasscheibe hämmerte, zersprang diese und fügte der Schauspielerin eine tiefe Schnittwunde im Gesicht zu, die eine bleibende Narbe hinterließ. Hickson verklagte daraufhin die Produzenten des Films. Die FSK hatte „Ghostland“ vor dem Kinostart mit einer Altersfreigabe ab 18 Jahren bedacht. Das hätte jugendliches Publikum gekostet, weshalb der Verleih in Berufung ging – und das mit Erfolg: Heraus kam eine Herabstufung auf FSK 16.

Grotesk: Beth tarnt sich als Puppe unter Puppen

capelight pictures hat „Ghostland“ als Blu-ray und DVD in herkömmlicher Verpackung, als Blu-ray im Steelbook sowie im Mediabook mit Blu-ray und DVD veröffentlicht. Im Bonusmaterial finden sich ein langes Making-of mit dem Titel „L’image Fantôme – Sur le tournage de Ghostland“ und diverse Interviews. Das 24-seitige Booklet des Mediabooks enthält einen „Topographie der Angst – Ghostland von Pascal Laugier“ betitelten Text vom renommierten Filmwissenschaftler Prof. Dr. Marcus Stiglegger und ein von Leonhard Elias Lemke geführtes Interview mit Pascal Laugier. Führt euch dieses lesenswerte Booklet aber erst nach Sichtung von „Ghostland“ zu Gemüte! Wie von capelight nicht anders gewohnt: eine würdige Veröffentlichung eines wirkungsvollen Horrorfilms.

Mediabooks von capelight pictures

Das Label macht sich seit Jahren mit gelungenen Editionen um den ausufernden Mediabook-Markt verdient – und das auch preislich: In der Regel sind die Mediabooks für unter 20 Euro erhältlich, was 30-Euro-Repacks einiger anderer Publisher absurd erscheinen lässt. In meinem Filmregal finden sich etliche Mediabooks aus dem Hause capelight pictures. Wie viele und welche habt Ihr eurer Sammlung einverleibt?

Verborgen: Entlarvt die Puppe Beths Versteck?

Zu Matthias’ Rezension anlässlich des Kinostarts gelangt Ihr hier, ein weiterer lesenswerter Text über „Ghostland“ findet sich auch bei den Kollegen von Evil Ed.

Veröffentlichung: 10. August 2018 als 2-Disc Limited Collector’s Edition Mediabook (Blu-ray & DVD), Blu-ray im Steelbook, Blu-ray und DVD

Länge: 91 Min. (Blu-ray), 88 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Incident in a Ghostland
F/KAN 2018
Regie: Pascal Laugier
Drehbuch: Pascal Laugier
Besetzung: Crystal Reed, Emilia Jones, Taylor Hickson, Anastasia Phillips, Mylène Farmer, Rob Archer, Kevin Power
Zusatzmaterial: Making-of (73 Min.), Interviews mit Crystal Reed, Emilia Jones und Pascal Laugier, Original-Kinotrailer, deutscher Kinotrailer, nur Mediabook: 24-seitiges Booklet
Label: capelight pictures
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

Szenenfotos und Steelbook-Packshot: © 2018 capelight Pictures

 
 

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Ghostland – Der Mann hinter „Martyrs“ ist zurück

Incident in a Ghostland

Kinostart: 5. April 2018

Von Matthias Holm

Horror // Besonders viele Filme hat Pascal Laugier in seiner Vita nicht vorzuzeigen. Und dennoch warten Horrorfilms gespannt auf sein neues Werk „Ghostland“ – schließlich hat der französische Drehbuchautor und Regisseur 2008 mit „Martyrs“ einen wichtigen und für viele sogar den besten Beitrag zur neuen Welle des französischen Terrorkinos geleistet. Und auch wenn sein neuer Film nicht mit dem Folter-Meisterwerk mithalten kann, so ist „Ghostland“ doch ein formidabler Schocker geworden.

Noch ahnen Vera (l.) und Beth nicht, was ihnen bevorsteht

Die erfolgreiche Autorin Beth (Crystal Reed) verarbeitet in ihrem neuen Buch „Incidents in a Ghostland“ ein Trauma aus ihrer Kindheit – damals waren zwei Gestalten (Rob Archer, Kevin Power) ins Haus ihrer Mutter Pauline (Mylène Farmer) eingestiegen und hatten sie (als Kind: Emilia Jones) und ihre Schwester Vera (Taylor Hickson) gequält. Eines Abends bekommt Beth einen Anruf – im Gegensatz zu ihr hat Vera (jetzt: Anastasia Phillips) die Ereignisse nicht verarbeiten können und nun anscheinend ihren Verstand verloren. Um nach dem Rechten zu sehen, reist Beth in das Haus zurück, in dem sie für eine Nacht dem puren Terror ausgesetzt war.

Beth kehrt zu ihrer Mutter zurück

Dies ist jedoch nur der Anfang eines Films, der es hervorragend versteht, Spannung zu erzeugen. Der Anfang gestaltet sich überaus ruhig, die Familie zieht in das neue Haus ein und erkundet es erst mal. Dabei fällt einem bereits das wunderbare Setdesign auf – im schaurigsten Sinne. Denn das Haus, in dem sich die Schreckensnacht abspielt, wirkt mit all seinen Puppen, engen Räumen und Spielereien wenig einladend. Wenn sich dann die beiden Eindringlinge daran machen, die Familie zu terrorisieren, erinnert „Ghostland“ am ehesten an moderne Horrorfilme der Marke „Blumhouse“. Es gibt nicht viel Gewalt, Laugier setzt in dieser Phase eher auf Jump-Scares, die allerdings gut funktionieren.

Vom Jump-Scare zum Terror

Nachdem es dann einen recht radikalen Schnitt gibt und die Gegenwartshandlung einsetzt, hat der Zuschauer ein wenig Zeit, sich zu erholen – und die braucht es auch. Nach ein paar durchaus vorhersehbaren, aber clever inszenierten Wendungen transformiert sich der Film nämlich: Laugier entfernt sich vom modernen Horror und huldigt der Wurzel seines Schaffens. Damit meine ich nicht mal das neue französische Terrorkino, sondern vielmehr die Ursprünge dieses Horror-Subgenres. In der zweiten Hälfte fühlt sich „Ghostland“ wie ein Film an, der in den 70ern nach „The Texas Chainsaw Massacre“ entstanden sein könnte. Die Szenen sind unbequem und unangenehm, ohne allzu große Gewaltspitzen zu zeigen. Allerdings fehlt dadurch auch ein wenig die letzte Konsequenz, die Geschehnisse nehmen einen mit, es fehlt aber leider der letzte Funken, um einen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen.

Nicht gerade einladend

Dennoch ist Beths Tour de Force es absolut wert, gesehen zu werden – auch wenn diese Art des Kinos nicht jedem Filmfan zusagen wird. Aber auf eine Sache können sich wohl alle einigen: Besser als das US-Remake von „Martyrs“ ist „Ghostland“ allemal.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Pascal Laugier sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet.

Länge: 91 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Originaltitel: Incident in a Ghostland
F/KAN 2018
Regie: Pascal Laugier
Drehbuch: Pascal Laugier
Besetzung: Crystal Reed, Emilia Jones, Taylor Hickson, Anastasia Phillips, Mylène Farmer, Rob Archer, Kevin Power
Verleih: capelight pictures

Copyright 2018 by Matthias Holm

Filmplakat, Fotos & Trailer: © capelight pictures

 

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