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Sharknado 5 – Global Swarming: Die Welt am Haifisch-Abgrund

Sharknado 5 – Global Swarming

Von Volker Schönenberger

Horror-Action // Erinnern wir uns: Just als die Shepards dachten, den Schlamassel überstanden zu haben, stürzte der Familie am Ende von „Sharknado 4 – The 4th Awakens“ der Eiffelturm vor die Füße. Die Sharknados sind zu einem globalen Phänomen geworden.

Sharknado über London

Zu Beginn von „Sharknado 5 – Global Swarming“ beordert Nova (Cassandra Scerbo) Fin Shepard (Ian Ziering) von London in die englische Provinz. In einer tiefen Grotte hat sie Besorgniserregendes entdeckt: Höhlenmalereien, die darauf hindeuten, dass es schon in grauer Vorzeit Sharknados gegeben hat. Die beiden dringen in eine mit tödlichen Fallen gespickte Kultstätte vor, lösen dort auf einem Altar aber ungewollt einen Mechanismus aus, der sie zur Flucht zwingt – Indiana Jones lässt grüßen.

Mit dem Hai lässt sich’s gut kuscheln

Wieder oberirdisch, müssen Nova und Fin vor einem Sharknado Reißaus nehmen, der über Stonehenge wirbelt. Also ab nach London, doch auch dort toben die Wirbelstürme mit ihrer todbringenden tierischen Last. Die Tower Bridge, das London Eye, Buckingham Palace – die Sharknados machen vor keiner der Sehenswürdigkeiten Halt.

Gespickt mit Cameos

Solche Film-Franchises ähneln beim Dreh vermutlich Familientreffen. Für den fünften Teil der epischen Trash-Saga übernahm zum fünften Mal Anthony C. Ferrante die Regie. Auch Tara Reid als Fin Shepards Frau April ist wieder am Start. Die erfahrene Crew trifft auch diesmal auf Stars und Möchtegern-Stars, die unbedingt einen „Sharknado“-Cameo-Auftritt in ihrer Vita unterbringen wollen. „Poison“-Sänger Bret Michaels lässt sich kurz von einem Londoner Doppeldecker-Bus auf die Hörner nehmen und zückt sogar seine Gitarre. In Deutschland haben sich – nicht zuletzt dank SchleFaZ – eine treue Fangemeinde und damit ein guter Markt gebildet, deshalb durften sich diesmal noch mehr hiesige „Promis“ für Mini-Auftritte vor der Kamera blicken lassen. Ein paar habe ich unten aufgelistet – sie zu entdecken, ist im Einzelfall gar nicht so einfach. Der schönste Gastauftritt kommt ganz am Ende.

Bret Michaels nimmt den Bus

Die Reihe muss Fans haben, sonst hätte sie es nicht auf fünf Teile gebracht. Wer bei den vorherigen Filmen in Verzückung geraten ist, bekommt in „Sharknado 5 – Global Swarming“ all das geboten, wonach es den Freund gepflegter Haifisch-Trash-Filmkunst gelüstet. Im Klartext: Alles ist mies – Story, Schauspieler, Dialoge und die billigst am Computer gestrickten Tricks und Effekte. Die Produktionsfirma „The Asylum“ hat wieder ganze Arbeit geleistet. Die Sharknados spucken Heerscharen hungriger Haie aus – ob über London, den Schweizer Bergen oder Sydney. In Japan wütet gar ein „Sharkzilla“. Die Biester verschlingen Menschen, rammen sich in Gebäude und sind überhaupt recht unheilbringend. Hand aufs Herz: Langsam ist’s auch mal genug. Die letzte Szene lässt allerdings Teil 6 befürchten.

Ein Haihaufen

Die „Sharknado“-Reihe bei „Die Nacht der lebenden Texte“:

Sharknado 5 – Global Swarming (2017)
Sharknado 4 – The 4th Awakens (2016)
Sharknado 3 – Oh Hell No! (2015)
Sharknado 2 – The Second One (2014)
Sharknado (2013)

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Dolph Lundgren sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Nimm das!

Veröffentlichung: 6. September 2017 als Blu-ray 3D (inkl. 2D-Version), Blu-ray und DVD

Länge: 89 Min. (Blu-ray), 85 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Sharknado 5 – Global Swarming
USA 2017
Regie: Anthony C. Ferrante
Drehbuch: Scotty Mullen
Besetzung: Ian Ziering, Tara Reid, Cassandra Scerbo, Billy Barratt, Porsha Williams, Chris Kattan, Clay Aiken, Kate Garraway, Laura Tobin, Charlotte Hawkins, Bela B, Joko Winterscheidt, Klaas Heuer-Umlauf, Oliver Welke, Tim Mälzer, Markus Lanz, Ingrid Van Bergen, Dieter Nuhr, Thomas Koschwitz, Dolph Lundgren, Sarah Knappik
Zusatzmaterial: keine Angabe
Vertrieb: White Pearl Movies / daredo (Soulfood)

Copyright 2017 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2017 White Pearl Movies / daredo (Soulfood)

 

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Sharknado 4 – The 4th Awakens: Haben sich die Haifische totgestürmt?

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Sharknado 4 – The 4th Awakens

Von Volker Schönenberger

Horror-Action // Unerhört! Jetzt verballhornen The Asylum und Syfy mit den Sharknados auch noch den Krieg der Sterne. Zu schmissigen Fanfarenklängen schiebt sich zu Beginn von unten eine schräge Texttafel vor Weltraum-Hintergrund ins Bild. Wir erfahren, dass seit dem letzten Sharknado fünf Jahre vergangen sind. Dem Technologie-Unternehmen Astro-X ist es gelungen, die Atmosphäre zu stabilisieren und die Entstehung von Tornados zu unterdrücken. Dank Firmenchef Aston Reynolds (Tommy Davidson) herrschen Friede und Wohlstand auf der Erde. Aber die nächste Bedrohung naht …

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Sharknado über Las Vegas

Um seinen Sohn Matt (Cody Linley) zu treffen, reist Haifisch-Bezwinger Fin Shepard (Ian Ziering) mit seiner Cousine Gemini (Masiela Lusha) nach Las Vegas. Dort hat Aston Reynolds gerade sein Event-Hotel „Shark World“ eröffnet, in dem sich in riesigen Bassins etliche Haie tummeln. Es kommt, wie es kommen muss: Ein Sandsturm-Tornado nähert sich, der aus vorerst unbekannten Gründen nicht von den Astro-X-Systemen eliminiert wurde. Er nimmt die Haifische des Hotels auf – schon ist die nächste Katastrophe ausgelöst. Mittendrin wie immer Fin Shepard, der die Sharknados magisch anzuziehen scheint. Fin ahnt nicht, dass seine Frau April (Tara Reid) den Sharknado vor fünf Jahren überlebt hat. Ihr Vater Wilford Wexler (Gary Busey) hat sie gesund gepflegt. Aber als der Mad Scientist, der er ist, hat er sie auch mit ein paar technischen Hilfsmitteln gepimpt. Obendrein hat er April im Glauben gelassen, ihre Familie sei tot.

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Sogar die Chippendales …

Klar, dass auch „The Hoff“ wieder mit von der Partie ist: David Hasselhoff tritt erneut als Fins Vater Colonel Gilbert Grayson Shepard in Erscheinung. Es sind geradezu Weltstars, die einander im vierten Aufguss der „Sharknado“-Saga für Gastauftritte die Klinke in die Hand geben – angeführt von Sarah Knappik, die bei „Germany’s Next Topmodel“ und im Dschungelcamp zu Weltruhm kam. Nach den Cameos der SchleFaZ-Granden Oliver Kalkofe und Peter Rütten in Teil drei ist Deutschland diesmal also noch prominenter vertreten. Respekt! Dem Vernehmen nach sind weitere It-Girls aus anderen Ländern zu sehen, offenbar ein Marketing-Instrument zum Heranlocken weiterer Zielgruppen. Sollen sie doch. Wrestling-Star Seth Rollins ist ebenso dabei wie Mixed-Martial-Arts-Athlet Randy Couture. Cody Linley aus „Hannah Montana“ und David Faustino aus „Eine schrecklich nette Familie“ geben sich ebenfalls die Ehre, begleitet vermutlich von diversen US-Fernsehgrößen, die ich weder kenne noch erkennen würde. In Las Vegas stellen sich auch die Stripper The Chippendales dem Kampf gegen die Haifisch-Invasion. Jedenfalls einige Prominenz, die da gegen die Haifische antritt. Wer entdeckt sie alle?

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… treten gegen die Biester an

Einer verdient besondere Erwähnung: Steve Guttenberg, bekannt aus den „Police Academy“-Filmen der 80er-Jahre. Er tritt in „Sharknado 4 – The 4th Awakens“ als Colton aus „Lavalantula – Angriff der Feuerspinnen“ in Erscheinung. Das zwar nur kurz, aber er erwähnt das Spinnenproblem jenes Films, in dem ja auch Ian Zierings Fin Shepard zu sehen war. Deutet sich da etwa ein „The Asylum Expanded Universe“ an? Nicht auszudenken!

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Immer müssen die Haie auf der Treppe drängeln

Überraschend charmant geraden ein paar Verweise auf „Der Zauberer von OZ“. Kenner des Musicals von 1939 werden sie mit Leichtigkeit entdecken. Diesmal kommt es nicht nur zu Sharknados, wir erleben unter anderen einen Oilnado, einen Firenado, einen Lightningnado und einen Lavanado, sogar einen – Trommelwirbel – Cownado. Zu nicht enden wollendem dramatischem Score geht es von Anfang an rund, die Action ufert aus. Teil 4 hält das Niveau der Reihe, wo immer man es auch ansiedeln mag – die Filme entziehen sich jeder objektiven Bewertung. Manche verabscheuen sie, andere lieben sie. Beides hat seine Berechtigung, auch wenn kritisch anzumerken ist, dass es sich bei vielen Trashfilmen mittlerweile um knallhart kalkulierte Produktionen handelt. Was ist verwerflicher? Schlechte Filme zu drehen, weil man es nicht besser kann? Oder miese Machwerke zu inszenieren, weil es den Markt dafür gibt? Nicht jeder miese Einfall gibt eine gute Trash-Idee ab. Den Vorwurf muss sich mittlerweile auch die „Sharknado“-Reihe gefallen lassen.

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Sturmwarnung: Ein Cownado zieht auf

Im Interview mit dem Medienmagazin DWDL hatten Oliver Kalkofe und Peter Rütten noch gesagt, würden sie im Rahmen der SchleFaZ-Reihe bei Tele 5 nicht mehr kommentieren. Das hat sich geändert: Am 2. Dezember ab 22 Uhr bildet „Sharknado 4 – The 4th Awakens“ der Adventsstaffel von SchleFaZ mit vier „schlechtesten Filmen aller Zeiten“. Es ist eben ein einziger Trashnado.

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Der Colonel, Fin und April (v. l.) staunen: Was kommt …

Die „Sharknado“-Reihe bei „Die Nacht der lebenden Texte“:

Sharknado 5 – Global Swarming (2017)
Sharknado 4 – The 4th Awakens (2016)
Sharknado 3 – Oh Hell No! (2015)
Sharknado 2 – The Second One (2014)
Sharknado (2013)

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… denn da vom Himmel?

Veröffentlichung: 31. August 2016 als Blu-ray 3D (ink. 2D-Version), Blu-ray und DVD

Länge: 90 Min. (Blu-ray), 86 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
Originaltitel: Sharknado 4 – The 4th Awakens
USA 2016
Regie: Anthony C. Ferrante
Drehbuch: Thunder Levin
Besetzung: Ian Ziering, Tara Reid, David Hasselhoff, Gary Busey, Masiela Lusha, Cody Linley, Ryan Newman, Imani Hakim, Tommy Davidson, Cheryl Tiegs, Sarah Knappik, David Faustino, Cody Linley, Colby Lopez (als Seth Rollins), Steve Guttenberg, Hayley Hasselhoff, Taylor-Ann Hasselhoff, Ryan Couture
Zusatzmaterial: keine Angabe
Vertrieb: White Pearl Movies / daredo (Soulfood)

Copyright 2016 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2016 White Pearl Movies / daredo (Soulfood)

 

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Zoombies – Der Tag der Tiere ist da! Die Zombie-Giraffen kommen

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Zoombies

Von Volker Schönenberger

Horror-Action // Der Tierpark „Eden Wildlife“ von Los Angeles bietet gefährdeten Spezies ein Refugium. Die Einrichtung hat ihre Pforten gerade erst für die Öffentlichkeit geöffnet, als ein unbekanntes Virus ein Großteil der Population dahinrafft. Das Unglaubliche geschieht: Die Tiere stehen von den Toten auf und fallen über die Menschen her. Selbst die Pflanzenfresser sind zu blutrünstigen Zombie-Kreaturen mutiert.

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Die Menschen setzen sich zur Wehr

Bevor Fragen kommen: Jawohl, wir haben es mit einer lupenreinen Trash-Produktion aus dem Hause „The Asylum“ zu tun. Diesmal sind überraschenderweise einige Trick-Einstellungen – nicht alle! – gar nicht so schlecht geraten. Ein paar der zombifizierten Tiere schauen ganz gut aus – andere natürlich weniger. Die Zombie-Story ist auch nicht besser oder schlechter als die anderer Untoten-Pandemien und bietet die üblichen Logiklöcher von Trashfilmen. Wer sich daran stört, dass es diesmal Tiere erwischt, sollte sich überlegen, ob derlei Szenarien mit menschlichen Infizierten glaubwürdiger sind. Am Rande: Wer sich nicht an animalischen Zombies stört und ab und zu auch mal ein gutes Buch zur Hand nimmt, dem sei „Totes Meer“ von Brian Keene ans Herz gelegt – das Buch gehört meiner Ansicht nach zu den besten Zombieromanen.

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Auch die Kleine hält sich wacker gegen die „Zoombies“

Jedenfalls sorgen die animalischen Zombies von „Zoombies“ für einige schön absurde Momente. Protagonisten wie Schauspieler von „Zoombies“ sind gleichermaßen uninteressant, weshalb ich auch keinen erwähne. Die Splatter-Effekte sind bisweilen derbe, gern wird aber auch weggeblendet. Der Film ist bei uns übrigens ungeschnitten erschienen. Insgesamt gibt sich der Film ungewöhnlich ernsthaft, wenn man mal die gewohnt miesen Dialoge außer Acht lässt. Das kann einem ge- oder missfallen. An sich lebt der Horror-Trash mit Tieren ja von vielen Schenkelklopfer-Szenen und unfreiwilligem Humor. Auch davon hat „Zoombies“ einige zu bieten, ansonsten ist der Film aber vergleichsweise ironiefrei. Wie immer bei „The Asylum“ fällt die Bewertung zweischneidig aus: Trash-Fans mag er gut gefallen, für viele andere Filmgucker wird er eben genau das sein: Trash, also filmischer Müll, der keine Sekunde Lebenszeit wert ist. So scheiden sich die Geister.

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Es gibt Opfer zu beklagen

Ein nettes Featurette im Zusatzmaterial ist das zehnminütige „Behind the Scenes“. Mittels Vorher-Nachher-Gegenüberstellung per Splitscreen werden die visuellen Spezialeffekte sehr schön veranschaulicht.

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Wagemutig: Attacke auf den Zombie-Gorilla

Veröffentlichung: 29. April 2016 als Blu-ray 3D (inkl. 2D-Version), Blu-ray und DVD

Länge: 87 Min. (Blu-ray), 84 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Zoombies
USA 2016
Regie: Glenn R. Miller
Drehbuch: Scotty Mullen
Besetzung: Ione Butler, Andrew Asper, Marcus Anderson, Kim Nielsen, LaLa Nestor, Brianna Joy Chomer, Kaiwi Lyman-Mersereau, Aaron Groben, Reuben Uy, Isaac Anderson, Tammy Klein
Zusatzmaterial: Behind the Scenes, Gag Reel / Deleted Scenes, Originaltrailer, Trailershow
Vertrieb: White Pearl Movies / daredo (Soulfood)

Copyright 2016 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2016 White Pearl Movies / daredo (Soulfood)

 
 

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