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Dead Snow – Red vs. Dead: Die Nazi-Zombies legen noch einen drauf

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Horror-Action // Nach dem Erfolg von „Dead Snow“ lockte eine größere Aufgabe: Für die in Deutschland gedrehte Hollywood-Produktion „Hänsel und Gretel: Hexenjäger“ hatte der Drehbuchautor und Regisseur Tommy Wirkola ein größeres Budget und mit Jeremy Renner („American Hustle“), Gemma Arterton („Byzantium“) und Peter Stormare („Fargo“) drei namhafte Stars zur Verfügung. Für die Fortsetzung des Nazi-Zombie-Exzesses kehrte Wirkola aber zurück in seine norwegische Heimat – gedreht wurde in Norwegen und Island.

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Nicht mal im Badezimmer hat man seine Ruhe

Die Handlung von „Dead Snow – Red vs. Dead“ schließt unmittelbar an den Vorgänger an: Martin (Vegar Hoel) konnte den marodierenden Nazi-Zombies entkommen und ist im Krankenhaus gelandet. Doch die Sicherheit ist trügerisch: Nicht nur, dass er des Mordes an seiner Freundin Hanna beschuldigt wird – ihr Tod geht in der Tat auf sein Konto –, ihm wurde auch noch ein Arm angenäht: der von Oberst Herzog (Ørjan Gamst), der prompt ein unangenehmes Eigenleben entwickelt.

Vom Priester zum Untoten

Der untote Wehrmachts-Offizier lässt sich derweil von seinem Leibarzt Martins Arm am Stumpf befestigen. Und da sich seine Schar während der jüngsten Ereignisse etwas verringert hat, gilt es, neue Untergebene zu rekrutieren. Ein Kriegsgräberfeld voll gefallener Deutscher erweist sich als untauglich – die Erde war dort zu warm, die Leichname sind verrottet. Also muss die Armee der Nazi-Zombies auf andere Weise aufgestockt werden. Ein Priester wird der erste Rekrut.

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Oberst Herzog hat seine Leute im Griff

Nicht nur inhaltlich setzt die Fortsetzung dort an, wo Teil eins aufgehört hatte. Für den Metzel-Faktor gilt das gleichermaßen. Da wird ein Darm schon mal als Benzinschlauch zweckentfremdet, um einen Panzer aus dem Kriegsmuseum wieder in Gang zu setzen. Oberst Herzog und seine Truppen kennen keine Gnade – weder mit Männern, noch mit Frauen, Kindern, Säuglingen und Rollstuhlfahrern. Die blutigen Tricks und Masken sehen dabei grandios aus und kommen bei uns ungeschnitten daher. Das ist doch was.

Der Arm eines Nazi-Zombies kann auch nützlich sein

Auf seiner Flucht kommt Martin sein neuer Nazi-Arm das eine oder andere Mal dann doch zugute. Unterstützung erhält er obendrein von einem tuntigen Kriegsmuseums-Angestellten sowie einer eigens aus den USA eingeflogenen „Zombie Squad“. Die drei Nerds sind anfangs etwas überrascht, es mit echten Zombies zu tun zu bekommen, erweisen sich dann aber als überraschend effizient. Einen schönen Höhepunkt bildet später das Auftauchen der Roten Armee. Den Spoiler hätte ich an sich vermieden, aber da der deutsche Vertriebstitel bereits darauf hinweist, macht das wohl nichts. Und das romantische Finale inklusive Sex mit einem Zombie ist das i-Tüpfelchen.

Wie „Dead Snow“ lief das Sequel übrigens bei uns erstmals im Rahmen der Fantasy Filmfest Nights. Oberst Herzog hat jedenfalls das Zeug zu einer ikonischen Horrorfigur – sicher nicht auf dem Level von Leatherface, Michael Myers, Jason Vorhees und Freddie Kruger, aber doch in einer Liga mit Jigsaw, Chromeskull und dergleichen. „Dead Snow – Red vs. Dead“ rockt!

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Martin (2. v. r.) mit seinen Helfern

Veröffentlichung: 28. November 2014 als limitiertes Blu-ray-Steelbook sowie als Blu-ray und DVD

Länge: 101 Min. (Blu-ray), 97 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch, Französisch
Untertitel: Deutsch, Niederländisch, Französisch
Originaltitel: Død snø 2
NOR/ISL 2014
Regie: Tommy Wirkola
Drehbuch: Tommy Wirkola, Stig Frode Henriksen, Vegar Hoel
Besetzung: Vegar Hoel, Ørjan Gamst, Stig Frode Henriksen, Martin Starr, Jocelyn DeBoer, Ingrid Haas, Hallvard Holmen, Daniel Berge Halvorsen, Kristoffer Joner, Amrita Acharia, Derek Mears, Christian Rubeck, Ingar Helge Gimle, Ivar Lykke, Laufey Elíasdóttir, David Skaufjord
Zusatzmaterial: Kurzfilm „Armen“, VFX-Featurette, erste Folge der TV-Serie „Hellfjord“, nur Steelbook: Comic, Postkarte
Vertrieb: Splendid Film / WVG

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„Fangt mich doch, Ihr doofen Nazi-Zombies!“

Copyright 2014 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2014 Splendid Film / WVG

 

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Dead Snow – Die Nazi-Zombies kommen!

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Horror-Action // Ein Zombiefilm, der zu den Klängen von Edvard Griegs „In der Halle des Bergkönigs“ beginnt – das kann doch nur was werden! Und Nazi-Zombies! Nazi-Zombies! Nazi-Zombies!

Filmische Feingeister dürfen die Nase rümpfen

Zugegeben: Horrorfilme sind nicht jedermanns Sache. Bei Zombiefilmen steigen noch mehr Filmgucker aus. Wenn die Zombies dann auch noch Nazis sind, dürfte sich die Mehrheit der Cineasten kopfschüttelnd abwenden. Diese Filme sind aber auch nicht für euch gemacht! Lasst uns unseren Spaß!

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Lauert da draußen was?

Nach dem kurzen Jagd-Prolog beginnt die Haupthandlung erwartungsgemäß: Eine Gruppe von Medizinstudenten wird eingeführt, die in Norwegens Schnee-Landschaft ein Wochenende in einem abgeschiedenen Ferienhäuschen verbringen will, Alkohol und Sex inklusive. Pech für die Clique: Mehr als 60 Jahre zuvor war in der Gegend während des Zweiten Weltkriegs eine Meute von Soldaten der deutschen Wehrmacht jämmerlich erfroren. Ausgerechnet jetzt steigen die Nazis unter der Führung von Oberst Herzog (Ørjan Gamst) aus ihren Gräbern – auf der Suche nach einem mit einem Fluch beladenen Schatz. Die Kombination aus Nazi und Zombie macht die Burschen zu besonders blutrünstigen Gesellen. Erstes Opfer der Untoten wird ein knorriger alter Haudegen, der einsam durch die Gegend streift.

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Außerehelicher Sex wird bestraft

Obacht! Wer einem Kerl für ein Schäferstündchen auf die Außentoilette folgt, muss nach guter alter Horrorfilm-Manier damit rechnen, die Strafe für außerehelichen Sex zu erleiden. Dabei ist es noch das kleinste Problem, in der Sch… zu landen. Aber auch dem männlichen Teil des Paarungsakts ist nach einem kurzen Moment des Triumphs nur wenig mehr Lebensdauer beschieden.

Spritzendes Blut, heraushängende Eingeweide, platzende Köpfe, abgehackte Gliedmaßen

Bei allem Funsplatter, den sich „Dead Snow“ auf die Fahnen geschrieben hat, weist der Film doch auch einige grimmige Momente auf. Der Gewaltgrad ist ohnehin massiv, Freunde gepflegten Gemetzels kommen mehr als auf ihre Kosten. Da knacken die Köpfe auf, zieht’s an den Eingeweiden und wird die eine oder andere Extremität abgetrennt, dass das Blut nur so vom Bildschirm spritzt. Nach ersten Verlusten schlagen sich die Studenten erstaunlich wacker – doch der Nazi-Zombies sind es viele, zudem sind sie keine rein instinktgetriebenen Fressmaschinen, sondern agieren vergleichsweise clever.

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Freundliche Gesellen

Nach seiner norwegischen Premiere im Januar 2009 lief „Dead Snow“ zwei Monate später in Deutschland bei den Fantasy Filmfest Nights, trat danach seinen Siegeszug bei Festivals rund um den Erdball an. Bei dem Jubel, den das Spektakel bei den Gorehounds auslöste, überrascht es etwas, dass mit „Dead Snow – Red vs. Dead“ die Fortsetzung fünf Jahre auf sich warten ließ. Aber besser spät als nie.

Veröffentlichung: 23. Oktober 2009 als Blu-ray und DVD, 27. April 2012 als Special Edition Blu-ray und DVD

Länge: 92 Min. (Blu-ray), 88 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Norwegisch
Untertitel: Deutsch, Niederländisch
Originaltitel: Død snø
NOR 2009
Regie: Tommy Wirkola
Drehbuch: Tommy Wirkola, Stig Frode Henriksen
Besetzung: Vegar Hoel, Stig Frode Henriksen, Jeppe Beck Laursen, Charlotte Frogner, Jenny Skavlan, Ane Dahl Torp, Ørjan Gamst
Zusatzmaterial: Trailershow, Wendecover, nur Special Edition: Hinter den Kulissen, Zombie-Effekte, Spezialeffekte, u. v. m.
Vertrieb: Splendid Film / WVG

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Übellaunig im Schneegestöber

Copyright 2014 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2009/2012 Splendid Film / WVG

 

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