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Gewinnspiel: 2 x South of Hell – Die komplette Serie auf Blu-ray

Verlosung

Wenn sich eine Dämonin in dir einnistet – schließ einfach einen Pakt mit ihr! Dieser Maßgabe folgt Mena Suvari („American Beauty“) in der von Eli Roth produzierten Serie „South of Hell“. Zwei Blu-rays zum Verlosen hat uns Tiberius Film zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu Matthias’ Rezension des Films und beantwortet dort bis Sonntag, 10. Dezember 2017, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage am Ende des Textes.

Fallen euch keine Filme ein, die Ihr nennen könnt, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert, bislang sind noch alle Sendungen bei den Empfängern eingetroffen). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich fünf Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Gewonnen haben

– Claudia Benz,
– Dominik Starck.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „South of Hell – Die komplette Serie“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2017 by Volker Schönenberger

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South of Hell – Die komplette Serie: Mena Suvari gegen Dämonen

South of Hell

Von Matthias Holm

Horror-Serie // Der Serien-Boom hat auch vor dem Horrorgenre nicht haltgemacht. Produktionen wie „True Blood“, „Supernatural“ oder „American Horror Story“ erfreuen sich auch nach vielen Jahren immer noch großer Beliebtheit. Bei so einer Konkurrenz fällt es neuen Produktionen schwer, sich zu etablieren. Dementsprechend gibt es bisher auch nur eine Staffel von „South of Hell“ – obwohl mit Blumhouse und Eli Roth berühmte Namen mit Genre-Affinität dahinterstehen.

Dämonen und Sekten

Die Handlung folgt Maria Abascal (Mena Suvari). Sie hat es geschafft, zusammen mit ihrem Bruder David (Zachary Booth) vor ihrem wahnsinnigen Vater Enos (Bill Irwin) und dessen Sekte zu fliehen. Das Problem: Enos hat eine Dämonin namens Abigail in Marias Körper verpflanzt. Abigail giert nach Seelen, doch Maria will niemanden töten, also schließen die beiden einen Kompromiss: Maria und David suchen weitere Besessene, exorzieren sie und Abigail darf die ausgetriebenen Dämonen vernaschen. Doch die Sekte ihres Vaters ist den Geschwistern stets auf der Spur.

Maria hat mit einer in ihr lauernden Dämonin zu kämpfen

Leider macht „South of Hell“ zu wenig richtig, um wirklich gut zu sein. Der eigentliche Plot braucht zu lange, um wirklich in Fahrt zu kommen, was bei einer Staffellänge von nur acht Episoden negativ auffällt. Dadurch fühlen sich die einzelnen Folgen gern mal deutlich länger an, als sie eigentlich dauern. Auch schaffen es die Macher nicht, der Serie ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Obwohl bekannte Namen wie eben Eli Roth und auch Ti West auf dem Regiestuhl Platz genommen haben, eine eigene Handschrift erkennt man nicht.

Schminke soll helfen

Trotzdem kann man Spaß an der Staffel haben. Das liegt zum einen an der Mythologie, die darin aufgebaut wird. Der Wirrwarr aus Religion, Dämonen, Drogen und Hexen macht durchaus Lust auf die Welt, sodass es schade ist, davon noch nicht mehr gesehen zu haben. Ein großer Pluspunkt ist zudem Mena Suvari. Es tut enorm gut, die „American Beauty“-Darstellerin mal wieder zu sehen, und sie hat auch sichtlich Spaß an ihrer Rolle, die zwischen überfordertem Mensch und lüsterner Dämonin hin und her schwankt. Auch wenn viele andere Figuren eher nerven, Maria und Abigail halten den Zuschauer dran.

Seichte Serienkost

„South of Hell“ ist keine große Serien-Unterhaltung. Dafür ist die Geschichte nicht spannend genug, sind die Effekte zu schlecht, und dem Zuschauer werden zu wenige Sympathieträger gegeben. Dennoch gibt es sehr schöne Aspekte, die dem einen oder anderen gefallen werden. Nur gruselig ist das Ganze eher weniger.

Nettes Kerzenambiente

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Eli Roth und/oder Ti West sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet. Welche von Roths Regiearbeiten, Produktionen oder auch Schauspielauftritten sollen wir noch rezensieren?

Veröffentlichung: 2. November 2017 als Blu-ray und DVD

Länge: 344 Min. (Blu-ray), 328 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: South of Hell
USA 2015
Regie: Eli Roth, Ti West u. a.
Drehbuch: diverse
Besetzung: Mena Suvari, Zachary Booth, Lamman Rucker, Paulina Singer, Drew Moerlin, Bill Irwin, Luna Lauren Velez, Slate Holmgren, Lydia Hearst
Zusatzmaterial: Trailer, Trailershow, Wendecover
Vertrieb: Tiberius Film

Copyright 2017 by Matthias Holm
Fotos &Packshot: © 2017 Tiberius Film

 
 

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S.W.A.T. – Die knallharten Fünf: Niemand entkommt mit einer Geisel!

S.W.A.T.

Von Ansgar Skulme

Krimiserie // Lieutenant Dan „Hondo“ Harrelson (Steve Forrest) gründet eine neue Special Weapons And Tactics-Spezialeinheit, kurz „S.W.A.T.“. Hierfür rekrutiert er vier besondere Talente, die unter seiner Führung zur möglichst gewaltfreien Auflösung von Geiselnahmen gerufen werden, aber auch um beispielsweise Amokläufe und bewaffnete Raubzugszenarien zu beenden. In der Regel führt Harrelson die mündlichen Verhandlungen und versucht, die Täter gewaltfrei von ihrem Kurs abzubringen, während Officer T. J. McCabe (James Coleman) der Einheit aus Scharfschützenposition Deckung gibt, bevor Harrelsons impliziter Stellvertreter Sergeant „Deacon“ Kay (Rod Perry) sowie die Officers Jim Street (Robert Urich) und Dominic Luca (Mark Shera), sofern nötig, schließlich gemeinsam mit Harrelson ausströmen und die Verbrecher stellen. Ziel ist zunächst die gewaltfreie Deeskalation, doch wenn es nicht mehr anders geht, gilt stets das Motto: „Niemand entkommt mit einer Geisel!“ Die Schicksale, mit denen sie bei den Einsätzen konfrontiert werden, gehen den Mitgliedern der Spezialeinheit – mögen sie noch so knallharte Profis sein – nicht selten persönlich nahe. Schließlich verbergen sich hinter den Uniformen ganz normale Menschen mit einem Privatleben und keine stumpfen Tötungsmaschinen.

Das Team auf dem Sprung – der Einsatz beginnt!

Als ich diese Serie vor gut zehn Jahren das erste Mal gesichtet habe, wollte der Funke nicht so recht überspringen. Nichtsdestotrotz schaute ich sie konsequent bis zum Ende – alle 37 Episoden. Es verwunderte mich etwas, dass es so lange dauerte, bis sich schließlich ein Label fand, sie auch in Deutschland auf DVD zu veröffentlichen, da das Schlagwort „S.W.A.T.“ seit dem Filmremake von 2003, mit Samuel L. Jackson als „Hondo“ Harrelson, sowie u. a. Colin Farrell und LL Cool J als Mitglieder des Teams, schließlich auch für die jüngeren Generationen eine gewisse Bekanntheit erlangt hatte. Zudem eines der Remakes, die auch den Segen des Teams der Originalserie vorzeigen konnten, indem man Steve Forrest und Rod Perry für Gastauftritte gewann. Pünktlich zum Start einer neuen Serienauflage, die ab November 2017 in den USA läuft – nun mit „Criminal Minds“-Star Shemar Moore als „Hondo“ – hat Pidax nun aber doch das auf Dauer Unvermeidliche getan und die ersten zwölf Episoden der klassischen Serie, gleichbedeutend mit der kompletten ersten Staffel, veröffentlicht. Lediglich die eigentliche Pilotfolge „S.W.A.T.“ aus der Serie „Neu im Einsatz“ („The Rookies“) fehlt, in der „Hondo“ Harrelson das erste Mal auftauchte, weshalb „S.W.A.T.“ rückblickend als Spin-off von „The Rookies“ gilt. Die Folge lief genau eine Woche vor dem Serienstart der „Knallharten Fünf“ im US-Fernsehen und die nächste „Rookies“-Episode im TV-Programm dann gewissermaßen Seite an Seite mit dem Staffelstart von „S.W.A.T.“. So erklärt sich auch, warum die erste praktisch mitten in der Saison gestartete „S.W.A.T.“-Staffel nur zwölf Episoden hat, während die zweite es auf 25 brachte.

Im Originalton um Welten besser

Mein Vorsatz, als ich den Auftrag für diese Rezension übernommen habe: mir alle Episoden der ersten Staffel nun nochmals in Gänze und zudem komplett im Originalton anzusehen, da ich anhand der ersten Sichtung nicht so recht nachvollziehen konnte, wie die Serie es zu Kultstatus gebracht hatte. Mir als Synchronfreund fällt es nie leicht, wenn ich mir eingestehen muss, eine klare und deutliche Empfehlung zum Originalton aussprechen zu müssen. Hier haben wir aber einen Fall, wo sich mein Bauchgefühl (leider) bewahrheitete: Dass ich die Serie nicht so recht mochte und irgendwie zu betulich und behäbig fand, war dem faden Temperament und Charisma der Synchronfassung geschuldet. Während es im Original eigentlich eine Stärke der Serie ist, dass die Mitglieder des Teams allesamt recht nette Kerle mit friedfertiger Aura zu sein scheinen, deren harter und manchmal auch brutaler Job im Kontrast zu ihrem Dasein als Privatpersonen und gegebenenfalls Familienmenschen steht, und eben keine Kampfmaschinen, die als Spezialeinheit nur verbrannte Erde hinterlassen, wenn sie klar Schiff machen, überspannt die Synchronfassung den Bogen allerdings so extrem, dass man den Charakteren ihren Job eigentlich nicht mehr abkauft, da sie nur noch wie nette, freundliche Buben in kuriosen Partnerlook-Kostümen daherkommen. Vor allem der leider wenig später viel zu früh verstorbene Kurt Goldstein als „Hondo“ Harrelson und Detlef Bierstedt als Officer Street machen aus dem kernigen Steve Forrest – der übrigens der jüngere Bruder von Hollywood-Legende Dana Andrews war – und dem ruhigen, aber aufrechten Robert Urich zwei recht langweilige Gesellen; und damit fängt der Fisch am Kopf an zu stinken. Noch problematischer allerdings ist, dass die überwiegend wirklich charismatischen Schurkendarstellungen in der Synchronfassung oft völlig verwässert werden. Als Beispiel sei etwa eine Szene aus Episode 10 („Drei Stunden zur Ewigkeit“) genannt, als der Geiselnehmer Stockwell gemeinsam mit einem seiner Mitstreiter den Koffer mit dem Lösegeld öffnet. Während Stockwells Gegenüber seine Freude über die Beute im Original mit einer düsteren Hingabe raunt, dass man sich kurz an Heath Ledgers Joker in „The Dark Knight“ erinnert fühlt, leiert der Synchronsprecher dieselbe Passage völlig höhepunkt- und belanglos ins Mikro.

„Hondo“, der Teamleiter – knapp 50 Jahre und kein bisschen müde

Da man Sprecher wie Kurt Goldstein oder Detlef Bierstedt aber auch anders kennt, sehe ich das Problem hier primär bei der Dialogregie zuzüglich einer Verkettung von diversen Fehlbesetzungen in Haupt- wie auch Nebenrollen. Einerseits muss man dankbar sein, dass die Serie überhaupt noch nach Deutschland geholt worden ist. Der Regelfall war, dass in den 80ern und 90ern fehlende Episoden solcher Serien synchronisiert wurden, die bereits in den 70ern oder früher mit einigen Folgen nach Deutschland gekommen waren; einige Serien sparte man aber dahingehend aus und beließ es bei den klassisch synchronisierten Folgen – so blieben diese im Deutschen unvollständig. Andererseits sind die meisten mir bekannten 80er/90er-Synchronisationen von 70er-US-Serien schlichtweg wirklich besser als die Synchronisation von „S.W.A.T.“. Man kann sich also freuen, dass „S.W.A.T.“ zu den eher wenigen Serienexemplaren zählt, die in den 90ern mit großer Verspätung noch komplett neu für den deutschen Markt entdeckt worden sind, obwohl es bis dato noch gar keine Synchronfassung – und sei es nur für einen Bruchteil der Episoden – gab, oder eben darüber ärgern, was aus dieser Chance letztendlich gemacht wurde. Zum Glück bietet die DVD-Veröffentlichung von Pidax den Originalton und damit die Chance, sich entscheiden zu können, ob man die Serie synchronisiert schaut oder nicht.

Gaststars und bekannte Gesichter

„S.W.A.T.“ bewegt sich hin und wieder auf dem schmalen Grat zur Redundanz. Das liegt nicht nur daran, dass man die wenigen Einstellungen aus dem Vorspann, in denen man das Team unter anderem beim Aufnehmen der Waffen und dem Rennen zum Einsatzwagen sieht, immer wieder in unterschiedlicher Länge in die einzelnen Episoden kopierte, statt hin und wieder auch einmal neues, derartiges Material zu drehen. Es liegt auch daran, dass es eben doch etwas anderes ist, Kommissare und Detectives beim Lösen immer wieder anderer Fälle zu beobachten als wenn man einem S.W.A.T.-Team immer und immer wieder bei seinem routinebasierten Vorgehen in Geiselnahme-Situationen oder ähnlichen Einsätzen zusieht. Daran wird deutlich, dass die Serie ihren Reiz zu einem nicht unwesentlichen Teil aus den schauspielerischen Darbietungen beziehen musste. Abgesehen von der etwas arg aufgesetzt zum Humor aufrufenden Hilda – gespielt von der Komikerin Rose Marie –, die den S.W.A.T.-Polizisten ihre Cafeteria-Sandwiches an den Platz bringt und sich dabei stets recht überflüssige, kuriose Wortwechsel mit ihnen liefert, sind die meisten Figuren auf relativ authentische Weise sympathisch bzw. unsympathisch – letzteres im Falle der praktisch durchweg sehr inspiriert und nuanciert gespielten Bösewichte. Die Mitglieder des S.W.A.T.-Teams gucken zwar überwiegend recht bübisch und unbedarft aus der Wäsche – nichtsdestotrotz hat jeder von ihnen seinen ganz eigenen Charme. Sei es nun der lustige Frauenheld und kleine Pechvogel Dominic Luca, der sich mit dem sich oft als moralisierender Gegenpart zu Luca positionierenden T. J. McCabe immer wieder Kabbeleien liefert, es allerdings auch sehr gut versteht, seine Standpunkte fundiert durchzudiskutieren – oder sei es Jim Street, der sich zunehmend als Verkörperung des Sprichwortes „Stille Wasser sind tief.“ erweist. Nicht zuletzt natürlich „Deacon“ Kay und „Hondo“ Harrelson, die beiden ausgewiesenen Familienmenschen, immer am Scheideweg zwischen Frau, Kindern und der möglichen Perspektive, abends nicht mehr lebend nach Hause zu kommen.

Zwei Top-Schurken aus Staffel 1, vereint in Staffel 2: Sal Mineo (l.) und Christopher George

Es gibt ein Wiedersehen mit Altstars aus den 50ern wie Sam Jaffe, Cameron Mitchell, Kenneth Tobey und James Griffith – letztere beide allerdings in erstaunlich kleinen Rollen – und dazu viele weitere Hochkaräter und bekannte Gesichter aus Film und Fernsehen der vorausgegangenen ein bis zwei Jahrzehnte. Hervorzuheben sind beispielsweise die sehr gut gespielten Schurkenparts von Sal Mineo und David Sheiner aus der zweiten und dritten Folge, aber auch die Gastauftritte von Robert Webber, Christopher George, Michael Conrad, Jim McMullan und Simon Oakland. Selbst in eher kleinen Rollen finden sich großartige, sehenswerte Performances, wie beispielsweise Edward Walsh in der fünften Episode, der im Grunde nur eine einzige, allerdings clever in die Länge gezogene Szene hat, in der er als Mafioso einen Schuldner langsam aber sicher erpresst, für ihn „zu arbeiten“. Wollen wir aber auch die Damenwelt nicht vergessen, wenngleich hier weitaus weniger große Rollen zu finden sind, dennoch aber gute, eindrückliche Darstellungen: Ellen Weston und Janet MacLachlan als hingebungsvolle Ehefrauen von Lieutenant Harrelson und Sergeant Kay oder Farrah Fawcett in ihrer Gastrolle als Miss-Wahl-Gewinnerin in der neunten Episode. Stark auch Jess Walton als Mafioso-Tochter in Folge 5, die zwischen ihrem Verbrecher-Vater, der allerdings als Kronzeuge aussagen will, der „Mafia-Familie“ und den Argumenten von Officer Luca gegen das organisierte Verbrechen hin und her gerissen ist. Stark ebenfalls die Präsenz von Ronne Troup, die in Folge 3 eine von einem Stalker verfolgte Frau spielt, der nacheinander ihre neuen Freunde ermordet, nur weil er die junge Frau für sich haben will. Troup lernte am Set zudem James Coleman kennen und gründete mit dem Darsteller von T. J. McCabe bald darauf eine Familie.

Erfolgreich, aber kurzlebig

„Die knallharten Fünf“ lief im US-Fernsehen recht gut und wurde letztlich nur aufgrund von Moraldiskussionen über die zur Schau gestellte Brutalität abgesetzt. Von irreführenden Aspekten wie dem, dass die Gesamtzahl der Episoden mal mit 37 und mal mit 35 angegeben wird und dass wohl auch nicht alle Episoden im Rahmen der regulären Erstausstrahlung gezeigt wurden, da die Absetzung vorzeitig erfolgte, darf man sich nicht verwirren lassen. Faktisch gibt es zwei Staffeln und da die zweite Staffel zwei Doppelfolgen – eine zum Staffelauftakt und eine zum Jahresauftakt 1976 – enthält, kommt man auf 35 Geschichten, aber 37 Episoden. Die ersten zwölf Episoden, die nun auch im Volume 1 der Pidax-Veröffentlichung enthalten sind, bilden die erste Staffel, die anderen 25 Folgen die zweite Staffel. Das US-DVD-Set der ersten Staffel enthält nur deswegen 13 Folgen, weil die Episode „Der Plan des Teufels“ („Time Bomb“) bereits für die erste Staffel produziert worden ist, dann aber erst im Rahmen der zweiten Staffel ausgestrahlt wurde. Wichtig: In Volume 2 der Pidax-Veröffentlichung werden wieder zwölf Episoden enthalten sein, die Pilot-Doppelfolge der zweiten Staffel ist hierbei allerdings nur als eine Episode gezählt – durchaus berechtigt, zumal die Doppelfolgen sowieso beide jeweils an einem Abend erstmals ausgestrahlt worden und daher letztlich mit einfachen Episoden in Spielfilmlänge gleichzusetzen sind. Somit wird man bei der Pidax-Veröffentlichung letztlich auf 35 Episoden kommen und es braucht nach dem im November erscheinenden zweiten Set abschließend noch ein drittes mit den letzten elf Episoden, einschließlich der Doppelfolge, die Anfang 1976 als Auftakt nach der Weihnachtspause gezeigt worden ist. Dass die Serie es mit nur so wenigen Folgen schaffte, Kultstatus zu erlangen, spricht für sich und ist eine Seltenheit in dieser Größenordnung – so ein guter Ruf für eine Serie, bei gleichzeitig so kurzer Laufzeit. Abstrus und bezeichnend allerdings, dass diese Serie ihren nachhaltigen Erfolg wahrscheinlich gerade den Faktoren zu verdanken hat, die ihr seinerzeit das Aus bescherten: der innovativen, wenn nicht revolutionären Darstellung von Gewalt im Rahmen und am Rande von polizeilichen Einsätzen, den wilden Schusswechseln und den teilweise sehr abgründigen Täterprofilen, die die Brutalität nicht nur mitbrachten, sondern gewissermaßen auch herausforderten.

Die goldenen TV-70er: Ein Ausblick

Es ist erfreulich, dass Pidax auch die 70er-Jahre für sich entdeckt. Ein paar weitere US-Serienhighlights für Krimi-Fans aus diesem Jahrzehnt mit überschaubarer Episodenanzahl schlummern auf alle Fälle noch. Nehmen wir etwa die Detektivserie „Harry O“ mit David Janssen als früherem Cop und jetzigem Privatdetektiv, die es von 1973 bis 1976 auf zunächst zwei Pilotfilme und dann 44 Serienepisoden brachte. Dann ist da noch die auf wahren Erlebnissen des Polizisten und Verwandlungskünstlers David Toma basierende Serie „Toma“ mit Tony Musante, die von 1973 und 1974 mit einem Pilotfilm und nur 22 Folgen erstmals lief, da sich Musante nicht auf die Rolle festnageln lassen wollte, aber mit noch weit mehr als nur Gastauftritten des wirklichen David Toma in verschiedensten Rollen punktet – immerhin liefen auch 13 Folgen der Serie im deutschen Fernsehen. Andere Beispiele mit wiederum deutlich längerer Laufzeit, die mir spontan einfallen, sind die Serien um die Privatdetektive „Cannon“ (1971–1976) und „Mannix“ (1967–1975). All dies sind Schätze für Fans von US-Krimiserien aus den 70ern, die es noch zu heben gilt – „S.W.A.T.“ ist ein hervorragender Richtungsweiser!

Bleibt abzuwarten, wie sich die neue „S.W.A.T.“-Serie mit Shemar Moore schlägt. Wird sie in die Fußstapfen der alten Serie und des ersten Films treten können oder sich im Sande der Belanglosigkeit verlaufen, wie die Film-Ableger „S.W.A.T. – Firefight“ (2011) und der neue Film „S.W.A.T. – Unter Verdacht“ (2017)?

Der harmlose Partnerlook täuscht

Veröffentlichung: 8. September (Vol.1) und 10. November 2017 (Vol. 2) als DVD

Länge (je Episode): 48 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
Originaltitel: S.W.A.T.
USA 1975–1976
Regie: George McCowan, Harry Falk, Bruce Bilson, Bernard McEveety und andere
Drehbuch: Robert Hamner, Rick Husky, Robert I. Holt, Walter Black und andere
Besetzung: Steve Forrest, Robert Urich, Rod Perry, Mark Shera, James Coleman, Ellen Weston, Rose Marie, Richard O’Brien, Janet MacLachlan, Christopher George
Zusatzmaterial: keins
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2017 by Ansgar Skulme
Fotos & Packshot: © 2017 Al!ve AG / Pidax Film

 

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