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REDCON-1 – Army of the Dead: Zombies hinterm Lenkrad

REDCON-1

Von Volker Schönenberger

Horror-Action // Schon wieder so ein vollmundiger Spruch auf dem Cover, der hohe Erwartungen wecken soll: Eine blutige, krasse Mischung aus THE RAID und 28 WEEKS LATER wird das englische „Starburst Magazine“ zitiert. Immerhin bestätigt ein Blick auf die Rezension die Korrektheit des Zitats. Wir haben also rasante Zombie- (wahlweise Infizierten-)Action zu erwarten. Natürlich lässt sich der Kenner von der Erwähnung solcher Referenzen nicht ins Bockshorn jagen, aber vielleicht hat „REDCON-1 – Army of the Dead“ ja doch etwas mehr zu bieten als den üblichen Billigzombie-Horror?! Mit knapp zwei Stunden hat das Werk eine für niedrig budgetierte Streifen wie diesen überdurchschnittliche Länge. Beweist die Story einen Atem, der lang genug dafür ist? Hier sei bereits angeführt: Sie tut es über weite Strecken.

Er will sicher nur spielen

Der militärische Ausdruck REDCON steht für „Readiness Condition“, was einen Zustand der Einsatzbereitschaft von Kampfeinheiten bezeichnet. Schon die ersten Szenen des Films werfen uns mitten ins Getümmel der zusammenbrechenden Zivilisation. Drei Wochen zuvor war es im Londoner Gefängnis Wentwoth zu einem Aufstand gekommen. Beim Insassen James Rowan (Marc Baylis) wurde das Virus identifiziert, das zu Raserei und Blutrünstigkeit führt. Sein Zellengenosse Ivan Gavric (Douglas Russell) half Rowan beim Ausbruch aus dem Knast. Bei dessen Geisel Jennifer Stanton wurde das Virus ebenfalls diagnostiziert.

Holt den Arzt raus!

Der Gefängnisarzt Dr. Julian Raynes hatte offenbar geheime Experimente an den Insassen unternommen, die womöglich zu dem Ausbruch der Seuche geführt haben. Man hofft daher, bei ihm auch den Schlüssel zur Heilung zu finden. Major General Charles Smith (Euan Macnaughton) schickt daher eine militärische Spezialeinheit unter der Führung von Captain Marcus Stanton (Oris Erhuero) in die weiträumig abgesperrte Quarantänezone, um Raynes zu finden und ihn herauszuschaffen.

Die Houses of Parliament und Big Ben hat’s schwer erwischt

Der Plot verdeutlicht bereits: Einen Ausbund an Originalität haben wir hier nicht zu erwarten. Aber dann zeigt sich doch ein neues Element: Die infizierten Wüteriche – zumindest einige von ihnen – sind zu logischem Denken und Handeln fähig. Sie können Fahrzeuge wie Lkw und Panzer führen, Schusswaffen einsetzen und Menschen ohne Infektion gefangen nehmen. Ihre Intelligenz scheint mit der Zeit zu steigen. Das mag Zombie-Puristen sauer aufstoßen, bringt aber immerhin etwas Abwechslung ins Untoten-Allerlei. Es bleiben nicht die einzigen Überraschungen.

Drehorte in Schottland und England

Gedreht wurde in Schottland und England, darunter auch in einem stillgelegten schottischen Gefängnis und den berühmten Barrowlands (Gallowgate) in Glasgow. Die Action fällt überzeugend aus. Mit der im niedersächsischen Lüneburg geborenen Wrestlerin Katharina Leigh Waters, Akira Koieyama („Last Samurai“, „47 Ronin“), Mark Strange („R.E.D. 2 – Noch älter. Härter. Besser.“) und anderen sind Action- und Kampf-erprobte Akteure als Mitglieder der Spezialeinheit zu sehen. Executive Producer Carlos Gallardo war als Produzent an Robert Rodriguez’ aus „El Mariachi“ (1992), „Desperado“ (1995) und „Irgendwann in Mexiko“ (2003) bestehender Mexiko-Trilogie beteiligt, seine Erfahrung in puncto Action-Choreografien sieht man „REDCON-1 – Army of the Dead“ an. Sowohl Schießereien als auch Martial-Arts-Einlagen machen einiges her. Die Attacken heranstürmender Zombiehorden folgen üblichen Mustern, das haben wir auch schon schlechter gesehen. Gallardo hat ebenfalls eine Rolle als Mitglied des kleinen Trupps übernommen, der ins verseuchte Gebiet eindringt.

Die Einheit dringt in die verseuchte Zone vor

Über ein paar Logiklöcher sei der Mantel des Schweigens gedeckt, auch dieses Element findet sich in solchen Produktionen zwangsläufig. Nicht immer erscheint das Verhalten der Soldaten in der Konfrontation mit den Angreifern als der Weisheit letzter Schluss. Vielleicht wussten sie, dass das Drehbuch schon einen Ausweg parat hat, da kann man sich schon mal selbst in Bedrängnis bringen und umzingeln lassen. Aber ich will nicht spitzfindig sein. Wir bekommen handgemachte Make-up-Effekte, Kunstblut, praktische Tricks und CGI geboten, ansehnlich in Szene gesetzt. Als Komparsen für Zombie-Parts wurden auch Versehrte mit fehlenden Gliedmaßen rekrutiert. Die FSK-18-Freigabe der ungeschnittenen Version erscheint gerechtfertigt, Splatterfans kommen auf ihre Kosten. Wenn Captain Stanton während seiner Mission die kleine Alicia (Jasmine Mitchell) unter seine Fittiche nimmt, beginnt es sogar zu menscheln, was bis zum Finale anhält. Gelegentlich wechselt das Tempo, zumal sich der Plot in der zweiten Hälfte etwas ändert – das erklärt dann auch die knapp zwei Stunden. Erst im letzten Drittel überkam mich das Gefühl, dass eine kleine Straffung dem Spannungsbogen gutgetan hätte, aber grundsätzlich geht die Länge schon in Ordnung.

Aus Stanton wird Smith

Chee Keong Cheungs bisherige Regiearbeiten „Underground“ (2007) und „Bodyguard – A New Beginning“ (2008) liegen schon eine Weile zurück und sind mir nicht bekannt. Er drehte ab 2014 über einen Zeitraum von mehreren Jahren, warum auch immer. Womöglich musste immer wieder Budget zusammengekratzt werden. Für die deutsche Synchronisation wurden offenbar einige Namen geändert, was ich – da ich vornehmlich englische Original-Tonspuren schaue – nur zufällig bemerkte, als Captain Stanton in einer Szene in den deutschen Untertiteln den Namen Captain Smith verpasst bekam. Kurzes Zurückskippen und Wechsel zur deutschen Synchronisation brachte die Erkenntnis, dass es sich mitnichten um einen Fehler des Untertitel-Schreibers handelt, sondern Stanton dort tatsächlich Smith heißt. Verstehen muss ich das nicht. Ohnehin schade, dass die Blu-ray und DVD von OFDb Filmworks keine englischen Untertitel enthalten, das Feature hat sich in Deutschland leider noch nicht flächendeckend durchgesetzt. Auch Extras sind außer dem deutschen und dem englischen Trailer nicht zu finden, bei diesem Film meines Erachtens verschmerzbar.

Kommt eine Fortsetzung?

„REDCON-1 – Army of the Dead“ wird nicht zu den großen Klassikern des Zombiegenres aufschließen, hat aber das Zeug zum kleinen Fanliebling. Die Facebook-Seite des Films fragte im März 2019 bereits nach Anregungen für ein Sequel. Ob das nur ein Gag war oder eine Fortsetzung im Bereich des Möglichen liegt, vermag ich nicht zu beurteilen. Es gäbe Schlimmeres. Natürlich erreicht „REDCON-1 – Army of the Dead“ nicht die Qualität von „28 Weeks Later“, geschweige denn von Danny Boyles „28 Days Later“. Der Vergleich mit „The Raid“ hinkt ohnehin, auch wenn es hier ebenfalls eine Mischung aus Baller-Action und Martial Arts zu sehen gibt. Ich war dennoch positiv überrascht, und das gelingt vielen neuen Zombiefilmen aus dem B-Sektor nicht. „REDCON-1 – Army of the Dead“ will gar nicht mehr sein als Zombie-Action, und das ist gut so.

Nach guten Zombiefilmen zu fragen, erscheint nicht erforderlich, wir kennen die Genreklassiker. Begeben wir uns also ans andere Ende des Bewertungsspektrums: Von welchen Infizierten- oder Zombiefilmen ratet Ihr dringend ab? Welche sind so mies, dass sie auch mit viel Bier und bewusst als Trash geschaut kaum zu ertragen sind?

Dr. Raynes (r.) ist gefunden

Veröffentlichung: 27. Juni 2019 als Blu-ray und DVD

Länge: 118 Min. (Blu-ray), 113 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Redcon-1
GB 2018
Regie: Chee Keong Cheung
Drehbuch: Chee Keong Cheung, Steve Horvath, Mark Strange
Besetzung: Oris Erhuero, Carlos Gallardo, Mark Strange, Katharina Leigh Waters, Martyn Ford, Joshua Dickinson, Michael Sheehan, Euan Macnaughton, Akira Koieyama, Douglas Russell, Marc Baylis, Jasmine Mitchell
Zusatzmaterial: Originaltrailer, deutscher Trailer, O-Card (Vertikalschuber), Wendecover
Label: OFDb Filmworks
Vertrieb: Koch Films

Copyright 2019 by Volker Schönenberger
Szenenfotos: © 2019 OFDb Filmworks

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The Trench – Das Grauen in Bunker 11: Im Ersten Weltkrieg ist der Wurm drin

Trench 11

Von Volker Schönenberger

Horror-Action // ein klaustrophobischer thriller zwischen „das ding“ und „the descent“ – so urteilt eine gewisse Georgia Streight auf dem Backcover der Blu-ray über „The Trench – Das Grauen in Bunker 11“. Das Zitat findet sich sogar auf ihrem Online-Portal (was nicht immer der Fall ist), wobei sie tatsächlich Straight heißt. So oder so hohe Vorschusslorbeeren, die Tiberius Film dem in den letzten Tagen des Ersten Weltkriegs angesiedelten Untoten-Schocker da angedeihen lässt. Ob der Film sie einhalten kann?

Ein Gefangener warnt vergeblich

Anfang November 1918 stellt der britische Militärgeheimdienstler Major Jennings (Ted Atherton) einen Trupp für einen Spezialauftrag zusammen: Es gilt, einen unterirdischen Bunker der Deutschen zu finden und zu sichern. Angeblich hat der Feind dort mit Nervengas und anderen schmutzigen Kriegswaffen experimentiert. Wichtigster Mann der kleinen Einheit: der kanadische Tunnelbauer Lieutenant Berton (Rossif Sutherland), der dafür von seinem ersten Fronturlaub überhaupt abgezogen wird – er hatte sich drei Monate zuvor über zwölf Tage selbst aus einem verschütteten Tunnel ausgegraben. Einige US-Soldaten unter Captain Cooper (Luke Humphrey) dienen als Geleitschutz, der britische Militärarzt Dr. Priest (Charlie Carrick) soll als Fachmann die Fundstücke untersuchen.

Manche Türen bleiben besser geschlossen

Die Männer erreichen ihr Ziel und lassen sich auch nicht von einem draußen liegenden Stapel von Leichen deutscher Soldaten davon abhalten, in den unterirdischen Komplex einzudringen. Sie entdecken einen dort verbliebenen Mann, der sie beschwört, eine mit Brettern vernagelte Tür auf keinen Fall zu öffnen. Der Deutsche zieht es sogar vor, sich einen Kopfschuss verpassen zu lassen, als er einsieht, dass man nicht auf ihn hören wird.

Reiner übertreibt gern etwas

2002 verband „Deathwatch“ mit Jamie Bell die Schützengräben des Ersten Weltkriegs mit handfestem Horror (wobei der Krieg an sich schon Horror genug bietet). „The Trench – Das Grauen in Bunker 11“ feierte seine Weltpremiere im Sommer 2017 beim Fantasy Filmfest in Deutschland. An beiden Filmen hatte ich meine Freude, leider entsinne ich mich nicht mehr ausreichend an meine lange zurückliegende Sichtung von „Deathwatch“, um zu bewerten, welcher mir besser gefallen hat. Der neuere Streifen punktet mit einem Parasiten, einem dünnen weißen Wurm, der seine Wirte zu blutrünstigen Wüterichen macht. Wer diese Variation des Zombiegenres für wenig originell hält, liegt richtig, aber eine schöne Prise Ekel gleicht das wieder aus. Die FSK winkte die ungeschnittene Fassung mit einer Freigabe ab 16 Jahren durch. Splatter-Fans können sich dennoch auf ein paar kernige Szenen mit handgemachten Effekten freuen.

Dr. Priest entdeckt …

Die Story liefert das, was wir von einem solchen Plot erwarten, das reicht auch völlig aus. Die Figuren sind eher eindimensional gezeichnet, auch das führt nicht zur Abwertung. Immerhin wünschen wir dem Tunnelbauer Berton, er möge überleben. Bei Hauptdarsteller Rossif Sutherland handelt es sich übrigens um den Sohn von Donald und Halbbruder von Kiefer.

Deplatziert, aber erfreulich: Robert Stadlober

Eine ungewöhnlich deplatziert wirkende, den Film gleichwohl bereichernde Figur bildet der vom deutschen Schauspieler Robert Stadlober („Crazy“) verkörperte sadistische deutsche Offizier Reiner, Beiname „Prophet“, Hauptverantwortlicher für die im Bunker 11 ausgeführten Experimente. Stadlober spielt ihn mit Wonne und Lust an der Übertreibung, fast wirkt es, als hätten wir es mit einem Nazi aus dem Zweiten Weltkrieg zu tun.

… Entsetzliches

Die nervenzerfetzende klaustrophobische Spannung von Neil Marshalls „The Descent – Abgrund des Grauens“ (2005) erreicht „The Trench – Das Grauen in Bunker 11“ natürlich nicht, und John Carpenters „Das Ding aus einer anderen Welt“ (1982) ist ohnehin eine Referenz, die kaum jemals zu toppen sein wird. Aber das wusste ich vorher. Einen Hauch spektakulärer hätte die Regiearbeit des meist fürs Fernsehen tätigen Leo Scherman ausfallen können, es mangelt etwas an Höhepunkten. Insgesamt ist dem Londoner aber kurzweiliger Infizierten-Horror gelungen, der das abliefert, was wir uns davon erhoffen können.

Wird Berton die Flucht vor dem Grauen gelingen?

Veröffentlichung: 4. Juli 2019 als Blu-ray und DVD

Länge: 91 Min. (Blu-ray), 89 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Trench 11
KAN 2017
Regie: Leo Scherman
Drehbuch: Matt Booi, Leo Scherman
Besetzung: Rossif Sutherland, Robert Stadlober, Charlie Carrick, Shaun Benson, Ted Atheron, Luke Humphrey, Jeff Strome, Adam Hurtig, Karine Vanasse, John B. Lowe, Werner Artinger, Andrew Cecon, John Bluethner, Scott Johnson, Johann Gietzel
Zusatzmaterial: deutscher und englischer Trailer, Trailershow, Wendecover
Label: Tiberius Film
Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment

Copyright 2019 by Volker Schönenberger
Szenenfotos: © 2019 Tiberius Film

 

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Zombieworld – Die Untoten und das Huhn

Gam man da song si

Von Volker Schönenberger

Horror // Ein Wachmann erblickt des Nachts in einem düsteren Gang eine seltsame Figur – eine Art Hühnchen-Karnevalskostüm. Aus deren Schnabel entweicht eine Seifenblase grausigen Inhalts und trifft den Bedauernswerten, der zu Boden geht. Seine Haut verfärbt sich …

Mit Eigenbau-Waffen wollen sich die beiden Freunde der …

Im Anschluss an diesen kurzen Prolog bekommen wir einen schönen Comic-Vorspann zu sehen, der Vorfreude auf ein zünftiges Splatterspektakel weckt. Diese Erwartungshaltung erfüllt „Zombieworld“ leider nicht, ihre Momente hat die Hongkong-Produktion aber dennoch. Die Handlung folgt den beiden Kumpels Lung (Michael Ning) und Chi-Yeung (Cheung Kai-Chung), die gern große Helden mit Schlag bei Frauen wären, aber leider kleine Lichter sind. Ihre Chance scheint gekommen, als aus heiterem Himmel eine Zombie-Pandemie ausbricht. Ihre erste Begegnung mit dem Grauen: ein untoter Minderjähriger, den die beiden erst einmal zünftig verprügeln. Jetzt können Lung und Chi-Yeung zeigen, was in ihnen steckt. Zombie-Vernichtungswaffen sind schnell zusammengebastelt, dann geht es auf Patrouille. Doch Helden werden ist nicht schwer, Helden sein dagegen sehr …

Tödliche Hühnereier

„Hey! Dein Mund blutet.“ „Ach, das ist nichts Schlimmes. Ein paar Makler wollten mich beißen, ich hab aber zurückgebissen.“ Mit solchen Dialogen kratzt „Zombieworld“ an der Grenze zur Komödie. Ich bin aber bei fernöstlichen Filmen des Öfteren am Zweifeln, ob das Ganze wirklich komödiantisch gemeint ist. Endgültig bizarr gerät das Ganze, wenn die sonderbare Hühnchen-Figur aus dem Prolog erneut auftaucht und tödliche Eier umherfliegen. Dann mutiert „Zombieworld“ fast zur Groteske, bevor daraus ein Psychogramm des Protagonisten Lung wird.

… Heerscharen der Untoten erwehren

Überhaupt erweckt der Film den Eindruck eines Genre-Hybriden, der diverse Themen aufgreift und Elemente aus Horror, Drama, Komödie und Coming of Age kreuzt. Das gelingt mal gut, mal weniger gut. Tragik und Komik liegen oft nah beieinander, und in einigen Szenen passt das vorzüglich. Probleme bereiten den beiden Möchtegern-Helden nicht nur die Zombies, sondern auch Lungs Vater (Alex Man), der nach Jahren aus dem Gefängnis entlassen worden ist und plötzlich daheim vor der Tür steht. Wird sich die Familie im Angesicht des Untoten-Unheils zusammenraufen?

„Zombieworld“ hat Prominenz im Cast: Cheung Kai-Chung hat es unter dem Namen Louis Cheung in China zu Popstar-Ruhm gebracht und als Synchronsprecher einem gewissen Anakin Skywalker in „Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger“ und „Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith“ die Stimme geliehen. Mit Nebendarsteller So Wai-Chuen findet sich sogar ein in Hongkong aktiver Fußballprofi in der Besetzungsliste.

Erinnerung an „I Am a Hero“

In seinem Langfilm-Regiedebüt lässt sich Alan Lo etwas Zeit, bevor er die Handlung Fahrt aufnehmen lässt. Wenn ihm da mal nicht einige Zuschauerinnen und Zuschauer vorzeitig abspringen. Diese verpassen dann aber eine nicht immer runde, aber stets ungewöhnliche Geschichte, die mit ein paar schönen praktischen Make-up-Effekten angereichert wurde und deren Schauspielerinnen und Schauspieler diese Bezeichnung auch verdienen. Zum Finale werden die Comicmotive aus dem Vorspann wieder aufgegriffen, bevor der Abspann einsetzt. Dann noch nicht sofort die Stop-Taste drücken, es folgt nach ein paar Sekunden in den Credits noch eine kurze Szene. Die hat mich aber verwirrt zurückgelassen. Womöglich deutet sie auf eine etwaige Fortsetzung, aber das ist spekulativ. Ein paar Mal kam mir der japanische Zombiefilm „I Am a Hero“ von 2015 in den Sinn. Dessen Qualität erreicht „Zombieworld“ nicht, aber wer den einen mag, kann auch an dem anderen Gefallen finden.

Ganz gesund sieht das nicht aus

Veröffentlichung: 6. Juni 2019 als Blu-ray und DVD

Länge: 107 Min. (Blu-ray), 102 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Kantonesisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Gam man da song si
HK/CHN 2017
Regie: Alan Lo
Drehbuch: Nick Cheuk, Nero Ng, Chi Hoi Pang
Besetzung: Cheung Kai-Chung, Alex Man, Carrie Ng, Cherry Ngan, Michael Ning, Angie Shum, Wai-Chuen So, Venus Wong
Zusatzmaterial: Trailer, Trailershow, Wendecover
Label: Tiberius Film
Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

Auf der Flucht

Szenenfotos: © 2019 Tiberius Film

 

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