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Kubrick, Nixon und der Mann im Mond – Wussten wir’s doch!

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Opération lune

Mockumentary // Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein großer Sprung für die Menschheit. Ob sich der 2012 verstorbene Neil Armstrong in seinen letzten Lebensjahren dafür geschämt hat, dass er die ganze Welt glauben ließ, er habe diesen berühmten Satz auf dem Mond gesprochen? Es ist einfach unfassbar, wie es der US-Raumfahrtbehörde NASA gelingen konnte, die gesamte Menschheit glauben zu machen, die Apollo-11-Mondlandung am 20. Juli 1969 habe tatsächlich stattgefunden. Die meisten glauben es heute noch!

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Ja ja, macht Ihr nur!

Zum Glück gibt es William Karels aufschlussreiche Doku „Kubrick, Nixon und der Mann im Mond“ von 2002, für die der tunesische Filmemacher im Folgejahr einen verdienten Grimme-Preis erhalten hat. Die Interviews von Beteiligten und anderen Zeitzeugen sprechen eine deutliche Sprache. Es ist beispielsweise auszuschließen, dass die „Astronauten“ (von wegen) auf dem Mond derart hochwertige Fotos knipsen konnten. Die damalige Ausrüstung war den dort vorherrschenden niedrigen Temperaturen und enormen Temperaturstürzen gar nicht gewachsen, wie Karel in seinem Film Experten belegen lässt.

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Das verschlagene Grinsen im Gesicht ganz links spricht Bände

Zu Wort kommt auch Christiane Kubrick, Ehefrau des genialen Filmemachers Stanley Kubrick. Sie entdeckte im Nachlass Ihres 1999 verstorbenen Ehemanns Dokumtente, die eine eindeutige Verbindung von Kubrick zur NASA beweisen. Was bedarf es noch mehr? Stanley Kubrick hat für die NASA auf der Erde die Mondlandung inszeniert!

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Dass ich nicht lache!

Stanley Kubrick hatte offenbar zeitlebens mit Gewissensbissen zu kämpfen – verständlich, wenn man die ganze Menschheit hinters Licht geführt hat. Das mag der Grund sein, weshalb er in seinen fulminanten Horrorfilm „Shining“ (1980) nach Stephen Kings Roman so viele Hinweise eingebaut hat, die auf seine Beteiligung an der Fake-Mondlandung deuten. Andere haben das erkannt und im Dokumentarfilm „Room 237“ auf all die Anspielungen in „Shining“ hingewiesen. Warum findet das kein Gehör? Unter diesen Gesichtspunkten bekommt auch das Ableben Kubricks am 7. März 1999 einen verdächtigen Beigeschmack. Das will ich aber nicht weiter thematisieren – die Arme der NASA und des CIA reichen weit, ganz sicher auch bis zu „Die Nacht der lebenden Texte“.

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Schäm dich, Stanley!

Die Veröffentlichung von „Kubrick, Nixon und der Mann im Mond“ in der Reihe Pidax Doku-Highlights kommt in anständiger Bildqualität ohne Bonusmaterial daher. Das macht auch nichts, ist sie selbst doch aufschlussreich genug. Schön, dass es investigative Filmemacher wie William Karel gibt, die uns darüber aufklären, wie wir tagtäglich von denen da oben getäuscht werden. Ich wünsche mir, dass Karel eine ähnliche Doku über die Gefahren durch Chemtrails und die diesbezüglichen Vertuschungsaktionen der Mächtigen produziert. Aufklärung über die Illuminaten und Freimaurer tut ebenfalls dringend Not. Schlimm, das Ganze! Und erst die Feministinnen und Feministen! Kaninchenzüchter! St.-Pauli-Fans! Blogger! Weight Watchers! Urologen … (Rezensent von Männern in weißen Kitteln fortgebracht)

Veröffentlichung: 6. Oktober 2015 als DVD

Länge: 55 Min.
Altersfreigabe: entfällt (Infoprogramm gemäß $ 14 JuSchG)
Sprachfassungen: Deutsch, Französisch
Untertitel: Deutsch (bei fremdsprachigen Interviews)
Originaltitel: Opération lune
F 2002
Regie: William Karel
Drehbuch: William Karel
Mitwirkende (zum Teil Archivmaterial): Stanley Kubrick, Richard Nixon, Buzz Aldrin, Christiane Kubrick, Henry Kissinger, Alexander Haig, Donald Rumsfeld, Jan Harlan
Zusatzmaterial: Trailershow, Wendecover
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment

Copyright 2015 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2015 Ascot Elite Home Entertainment / Pidax Film

 

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Die drei Tage des Condor – Paranoia-Kino für Verschwörungsfans

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Three Days of the Condor

Von Simon Kyprianou

Thriller // Joe Turner (Robert Redford) hat einen wunderlichen Beruf: Er liest Crime-Literatur für die CIA, um mögliche Mordmethoden zu studieren und zu katalogisieren. Eigentlich ein ruhiger Bürojob in einer als American Literary Historical Society getarnten Außenstelle des Geheimdienstes – ganz so, wie Turner es haben will.

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Turner (r.) trifft den Killer

Doch als der Schreibtisch-Agent eines Tages von der Mittagspause zurückkommt, findet er seine Kollegen allesamt ermordet vor. Auch Turner steht auf der Abschussliste des Killers (Max von Sydow). Bald findet er heraus, dass die CIA selbst in dem Komplott eine Rolle spielt. Auf seiner Flucht trifft Turner auf Kathy Hale (Faye Dunaway), mit deren Hilfe er zum Angriff gegen die Verschwörer übergeht.

Zuschauer und Hauptfigur bleiben ahnungslos

„Die drei Tage des Condor“ ist voll und ganz Paranoia-Kino der 70er-Jahre: Bei aller Präzision und Detailfreude werden doch weder die Handlung noch die Figuren wirklich ausbuchstabiert. Viele Details werden zwar gezeigt, später aber nicht mehr aufgegriffen, über viele Handlungsstränge und Motivationen bleibt man im Ungewissen. Damit bindet uns der Film an seine Hauptfigur, die ebenso ahnungslos und naiv in die Machenschaften der Geheimdienste stolpert, dessen Teil sie ironischerweise ja selbst ist – ein unwissendes kleines, aber funktionierendes Rädchen in der großen Allmachts-Maschinerie.

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Kathy hilft dem Agenten

Nach und nach schürt der Agententhriller Misstrauen gegen diesen „Staat im Staat“, dessen eskalierende Allmachtsfantasien immer schwerer zu verschleiern sind. Sydney Pollack erzählt langsam und ausgiebig, lässt sich viel Zeit, um seinen Thriller bedächtig aufzubauen und die Figuren bei der Eskalation der Geschehnisse genau zu beobachten – manchmal auch mit feiner Ironie. Besonders die behutsam gezeichnete, wunderlich fragile Beziehung zwischen Redfords und Dunaways Figur bleibt mysteriös und ist gerade darum so interessant.

Max von Sydow als eiskalter Auftragskiller

Der Regisseur und sein Star arbeiteten ja mehrfach zusammen, so in „Der elektrische Reiter“ (1979), „Jenseits von Afrika“ (1985) und „Havanna (1990). Redford wird von Pollack ganz wunderbar inszeniert: Zuerst stolpert er mit herrlicher Tumbheit, später marschiert er mit trotziger Entschlossenheit durch den Thriller. Sein aufgekratzter Charakter wird dabei perfekt von der mysteriösen und passiven Faye Dunaway ausbalanciert. Als eiskalter Auftragskiller sorgt der große Max von Sydow für so manche Gänsehaut. Das Ende ist konsequent offen – keine Frage wird beantwortet, es gibt keine Sicherheiten, die Paranoia kennt kein Ende.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von und/oder mit Robert Redford sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Veröffentlichung: 25. April 2014 als Blu-ray, 16. September 2010 als Digibook-DVD in der Arthaus Collection Literatur, 18. September 2009 als Digibook-Blu-ray in der Studiocanal Collection, 27. Februar 2001 als DVD

Länge: 117 Min. (Blu-ray), 112 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Dänisch, Französisch, Holländisch, Italienisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch, Türkisch
Originaltitel: Three Days of the Condor
USA 1975
Regie: Sydney Pollack
Drehbuch: Lorenzo Semple Jr., David Rayfiel, nach einem Roman von James Grady
Besetzung: Robert Redford, Faye Dunaway, Cliff Robertson, Max von Sydow, John Houseman, Tina Chen
Zusatzmaterial: Etwas über Sydney Pollack, Mehr über den Condor, CIA: Geheimkrieg‚ Undercover Operations – Eine Episode der Serie von William Karel, Audiokommentar von Sydney Pollack, Trailer, Wendecover
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment

Copyright 2014 by Simon Kyprianou
Fotos & Packshots: © 2014 Studiocanal Home Entertainment

 

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