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Videospiel-Verfilmungen (XI): Resident Evil – The Final Chapter: Zombie- und Schnittmassaker

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Resident Evil – The Final Chapter

Kinostart: 26. Januar 2017

Von Matthias Holm

Horror-Action // Alice (Milla Jovovich) hat kein einfaches Leben. Seit dem Ausbruch des T-Virus im unterirdischen Komplex „Hive“ der Umbrella Corporation kämpft sie gegen die Masse an Untoten, die die Erde überlaufen haben. Doch einer Nachricht des Computerprogramms „Rote Königin“ (Ever Anderson) zufolge besteht Hoffnung: Es soll ein Gegenmittel existieren, das über die Luft übertragen wird und eine Rettung für die verbliebene Menschheit wäre. Das einzige Problem: Das Anti-Virus liegt im Hive, in Racoon City. Und der fanatische Umbrella-Mitarbeiter Dr. Alexander Isaacs (Iain Glen) ist Alice dicht auf den Fersen.

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Alice hat viele Verehrer

Die „Resident Evil“-Umsetzungen fürs Kino hatten nie viel mit der Survival-Horror-Serie von Capcom zu tun. Eher eine Fundgrube für Fans von Hochglanz-Trash, waren sie doch nie wirklich gut – aber immerhin ausnahmslos unterhaltsam. Da war es beispielsweise lustig, dass im vierten Teil der Reihe, der über bestimmte Zeit in einem Gefängnis spielt, nur Chris Redfield einen Ausweg kannte – gespielt von „Prison Break“-Star Wentworth Miller. Auch die Auseinandersetzungen mit den Zombies – Infizierten, wenn man so will – hatten stets unterhaltsamen Charakter, waren und sind Massenware.

Benzin- und Nahrungsmangel? Kein Thema

„The Final Chapter“ erreicht diesen Trash-Charme leider nie. Zu Beginn ist Alice in einer kargen Wüstenlandschaft unterwegs, in der so ein bisschen was wie Stimmung aufkommt. Doch dann schickt der Plot sie schnell in Richtung Racoon City, und die heruntergekommenen Straßen werden durch heruntergekommene Hochhäuser ersetzt. Nie hat man das Gefühl, sich wirklich in einer Apokalypse zu befinden, scheinen doch auch Ressourcen wie Benzin oder Nahrung keine Rolle zu spielen.

Das kann man nun mit dem Argument kontern, dass wir es hier mit einer Videospiel-Verfilmung zu tun haben und man eh nicht viel auf die Logik schielen sollte. Wenn sich allerdings ein Film innerhalb seiner Schlussminuten gleich mehrfach widerspricht, die gesamte Franchise-Logik ad absurdum führt und versucht, den Zuschauer mit abstrusen Wendungen bei der Stange zu halten, muss auch der letzte im Kinosaal einsehen, was für einen Mumpitz man sich gerade ansieht.

Vierter „Resident Evil“-Streich von Anderson

Paul W. S. Anderson saß bei vier der insgesamt sechs Filme auf dem Regiestuhl und hat sämtliche Drehbücher geschrieben – der Mann kennt sein Franchise und weiß, was die Fans wollen. Und es gibt sie, kurze Momente, die dann doch Freude bereiten. Iain Glen ist als Antagonist herrlich überdreht, auch bleiben einige Bilder im Kopf hängen, wie zum Beispiel eine Feuersbrunst, die sich über eine Horde Zombies legt. Warum Anderson sich seine Arbeit aber am Schneidetisch so kaputt hat machen lassen, dass weiß wohl nur er, denn „The Final Chapter“ verspielt mit dem völlig missratenen Schnitt jegliche Sympathien.

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Auch Claire Redfield darf wieder Zombies umnieten

Es gibt kaum Szenen, die in aller Ruhe gezeigt werden. Selbst in Gesprächen wird so schnell zwischen verschiedenen Perspektiven hin und her gewechselt, dass einem die berühmte Szene aus „96 Hours – Taken 3”, in der Liam Neeson über einen Zaun springt, beinahe ruhig vorkommt. Ganz schlimm macht sich dies in den Kämpfen bemerkbar, die häufig eins gegen eins ausgeführt werden. Vielleicht steckt da irgendwo eine hübsche und gute Choreographie drin. Allerdings kann man absolut nichts erkennen, da teilweise einzelne Schläge mit drei Schnitten präsentiert werden – in denen die Figuren teilweise auch ganz anders positioniert sind.

Lahm synchronisiert

Ein weiteres Manko ist leider die deutsche Synchronfassung. Die Dialoge sind nicht der Weisheit letzter Schluss, das müssen sie in einem solchen Film natürlich auch nicht sein. Allerdings wird die Banalität des Gesagten durch die absolut gelangweilte deutsche Synchronisation verstärkt. Wer sich dem Film also anschauen will, dem sei zur Original-Sprachfassung geraten.

Nachdem sich Capcom mit dem Videospiel in der siebten Iteration wieder auf den Grusel der alten Teile zurückbesonnen hat, statt einen Zombie-T-Rex auf den Spieler zu jagen, hätte man eigentlich Hoffnungen haben können, dass Paul W. S. Anderson sein Film-Franchise zu einem würdigen Abschluss führt. Das hat er nicht. Macht aber nichts, ein Reboot steht längst im Raum. Von wegen „The Final Chapter“ – die erfolgreiche Kuh will gemolken werden.

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Ganz schön stürmisch hier

Videospielverfilmungen haben wir in der Rubrik Filmreihen aufgeführt. Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Milla Jovovich sind in unserer Rubrik Schauspielerinnen zu finden.

Länge: 106 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Originaltitel: Resident Evil – The Final Chapter
F/D/KAN/AUS 2016
Regie: Paul W. S. Anderson
Drehbuch: Paul W. S. Anderson
Besetzung: Milla Jovovich, Iain Glen, Shawn Roberts, Ali Larter, Ever Anderson, Ruby Rose, William Levy
Verleih: Constantin Film

Copyright 2017 by Matthias Holm

Filmplakat, Fotos & Trailer: © 2017 Constantin Film

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2 Kommentare

Verfasst von - 2017/01/26 in Film, Kino, Rezensionen

 

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Videospiel-Verfilmungen (X): Assassin’s Creed – Ein Königreich für ein Gamepad

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Assassin’s Creed

Kinostart: 27. Dezember 2016

Von Lutz R. Bierend

SF-Abenteuer // Zugegeben, der Wechsel von einem Medium zu einem anderen ist für ein Kreativ-Team keine angenehme Aufgabe. Selten verläuft so etwas ohne Enttäuschung für die alteingesessenen Fans. Selbst in Peter Jacksons Mammutwerk „Der Herr der Ringe“ finden viele Tolkienisten genügend Abweichungen vom Original, um die Verfilmung unwürdig zu finden.

Aber während man inzwischen gelernt hat, Comics ernst genug zu nehmen, um aus einem Batman so etwas Oscar-Relevantes wie „The Dark Knight“ zu machen, tut man sich bei der Verfilmung von Videospielen bislang noch schwer mit der Transformation. Dabei bieten gute Telespiele eigentlich alles, was man für eine adäquate Filmumsetzung benötigt. Oft liefern sie eine spannende Geschichte, Action und einen optischen Stil, der filmisch oft sehr prägend sein könnte. Selbst die Hauptfiguren verlassen mittlerweile immer häufiger das Stadium, in dem sie lediglich den Anlass für die Baller- und Gewaltorgie eines Ego-Shooters liefern. Doch man muss nicht nur die Werke von Uwe Boll heranziehen, um das Scheitern der bisherigen Spiele-Verfilmungen zu verdeutlichen. Auch Mark Wahlberg, der mittlerweile als Schauspieler mehrfach überzeugen konnte, scheiterte grandios beim Versuch, der stylischen Film-noir-Hommage „Max Payne“ Leinwandleben einzuhauchen.

Pünktlich zum Jahreswechsel steht nun der nächste Versuch an.

Alles was man braucht

„Assassin’s Creed“, die Serie um den seit tausend Jahren andauernden Kampf zwischen islamischen Assassinen und den christlichen Templern war bei Gamern schon lange Favorit für eine Verfilmung. Seit zehn Jahren begeistert die Reihe nun schon mit vier offiziellen Teilen und fünf Spin-offs die Spielegemeinde. Eigentlich bringt sie alles mit, um als Blockbuster-Kino zu begeistern und ein neues Franchise zu begründen. Die stimmungsvolle Gegeschichte, die zwischen Gegenwart und einer mit historischen Tatsachen spielenden Vergangenheit zu Zeiten der Kreuzzüge wechselt, hätte durch Weglassen der spieletypischen Redundanzen schon fast allein ein interessantes Drehbuch abgegeben. Hinzu kommen die auf jeden Fall leinwandtauglichen Zutaten wie die globale Verschwörungsgeschichte, stylische, Freerunner-artige Fassadenklettereien, der Sprung des Glaubens – von Kirchturmspitzen in Heuschober – und nicht zuletzt die inzwischen zum Kult gewordenen Assassinen-Moves, mit denen man im Spiel mit etwas Übung auch zahlenmäßig überlegene Kreuzritter zur Strecke bringt. Ergänzt durch eine Besetzung, die mit Michael Fassbender und Marion Cotillard in den Hauptrollen sowie Jeremy Irons, Charlotte Rampling und Brendan Gleeson bis in die Nebenrollen hochkarätig besetzt ist. Und nachdem Justin Kurzel als Regisseur mit Fassbender und Cotillard auch bei Shakespeares „Macbeth“ ein glückliches Händchen bei der Inszenierung von brachialen Verschwörungsgeschichten bewiesen hat, hätte eigentlich kaum etwas schief gehen können. Immerhin haben die Produzenten mit knapp 125 Millionen Dollar ein üppiges Budget zusammengetragen und für den Film eine von der Vorlage vollständig unabhängige Geschichte schreiben lassen.

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Kurz vor der Hinrichtung

Der Film erzählt die Geschichte des Kriminellen Callum Lynch (Fassbender) , der wegen Mordes hingerichtet werden soll. Nach der Giftspritze erwacht er jedoch in den Händen der Firma Abstergo Industries. Unter Kontrolle der Wissenschaftlerin Dr. Sophia Rikkin (Cotillard) soll mithilfe des Animus-Projekts sein genetisches Gedächtnis angezapft werden. Durch die Erinnerungen seines Vorfahren, des zu Zeiten der spanischen Inquisition agierenden Assassinen Aguilar de Nerha, soll ein antikes Artefakt gefunden werden: der „Apfel Edens“. In diesem ist der Legende nach der genetische Code für den freien Willen hinterlegt, den der Templerorden seit 500 Jahren sucht, um den freien Willen zu zerstören und somit alle Gewalt zu beenden.

Zurück in die Vergangenheit?

Die größte Sünde der Verfilmung ist vermutlich, dass der Animus (das Gerät zum Auslesen des genetischen Gedächtnisses) eine völlig andere Gewichtung bekommt. Das Spiel konzentriert sich fast vollkommen auf die Zeit im Animus und wirft einen wunderbar stimmungsvollen Blick in die Zeit der Kreuzzüge (Teil I), das Italien der Renaissance (Teil II) und den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg (Teil III). Der Film hingegen konzentriert sich mehr auf die Gegenwart. Das Spanien von 1492 wird eher in kurzen Flashbacks abgehandelt. Selbst bei den Fassadenklettereien bemühen sich die Macher, jederzeit deutlich zu machen, dass dies gerade alles in der künstlichen Realität des Animus geschieht. Während der Animus im Spiel eher an die Scheinwelt von „Matrix“ erinnert, in der man versinkt, bis man scheitert und in die Gegenwart zurückkehrt um es anschließend aufs Neue zu versuchen, ist er im Film ein riesiger Roboterarm, an dem Callum Lynch die Bewegungen seines Vorfahren tatsächlich ausführt. Immer wieder springt die Handlung in die Gegenwart zurück, wo man sieht, wie Callum über die Projektionen seines antiken Gedächtnisses geblendet die Bewegungen seines Vorfahren ausführt. Leider raubt dieser etwas krampfhaft wirkende Versuch, sich von „Matrix“ zu unterscheiden, viel an Spannung und Dramatik der Vorlage. Wenn man im Spiel in 30 Metern Höhe am Kirchturm hängt, hat man das Gefühl, der Hauptdarsteller könne in den Tod stürzen. Durch den Blick auf die Gedächtnisprojektion bekommt das alles die Dramatik, als würde man zum Beispiel in der Freerunner-Verfolgungsjagd von „Casino Royale“ zwischendurch immer wieder Daniel Craig vor den Greenscreen schneiden, um die Illusion zu zerstören. Wie aufregend wäre es wohl, Daniel Craig in schwindelerregender Höhe auf dem Baukran zu sehen, wenn man permanent daran erinnert wird, dass das eigentlich im sicheren Studio entstanden ist?

Das ist nur eines der Probleme dieser Verfilmung. Nirgendwo kommt wirklich das Gefühl auf, dass die Vergangenheit von 1492 authentisch ist. Da hilft es wenig, dass in Spanien konsequent Spanisch gesprochen wird. Eher verdeutlicht es, wie egal diese Zeitebene den Drehbuchautoren und Machern eigentlich war: Selbst wenn ein Analphabet die Untertitel nicht lesen kann, verpasst er nicht viel Relevantes.

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Das lieben die Fans des Spiels

Auch die Zweikämpfe wirken erschreckend altbacken. Wenn man bei Schwert und Faustkämpfen das Gefühl bekommt, die Stuntmen schlagen permanent in die Luft, damit bei den Dreharbeiten niemand verletzt wird, dann wünscht man sich als Zuschauer, dass die Produzenten die Wachowski-Geschwister oder eben Martin Campbell, mit seinen ungemein physischen Zweikämpfen aus „Casino Royale“ für die Regie hätte begeistern können. Für einen Film, dessen Vorlage ihren Reiz genau aus solchen Kämpfen gezogen hat, wirkt das Gehampel eher peinlich, und spätestens, wenn die Freundin des Assassinen Aguilar de Nerha im Animus vom Endgegner getötet wird, wird deutlich, wie misslungen dieser Film ist. Da wecken heutzutage sogar die Pixelhaufen moderner Spiele mehr Mitgefühl. Selbst Michael Fassbender und Marion Cotillard können da nicht mehr viel rausreißen – und Fassbender hat „Assassin’s Creed“ sogar produziert.

Enttäuschend auf ganzer Strecke

Insofern werden Fans des Spiels vermutlich absolut enttäuscht sein. Im Spiel macht die Geschichte in der Vergangenheit 90 Prozent des Reizes aus. Im Film ist sie nur belangloses Beiwerk. Vielleicht wäre das zu verzeihen, wenn wenigstens die Rahmenhandlung punkten könnte. Leider ist diese auch nicht interessanter als im Spiel. Die Welt im Forschungskomplex von Abstergo Industries wirkt wie eine Mischung aus einem Science-Fiction-Gefängnis und einer Hommage an „THX 1138“ (1971), das Kino-Regiedebüt eines gewissen George Lucas. Den Hauptteil verbringt „Assassin’s Creed“ damit, Callum Lynch zu überreden, sich freiwillig an den Animus anstöpseln zu lassen, denn als Anpassung an das Spiel funktioniert das Gerät nur, wenn sich der Kandidat sich freiwillig dazu entscheidet. Belanglose Dialoge über die Natur der Gewalt sind kein wirklicher Ersatz für eine actionreiche und stimmungsvolle Spielwelt, welche die meistens Fans der Vorlage oder auch Zuschauer, die in eine Videospielverfilmung gehen, erwarten werden. So enttäuscht der Film leider auf ganzer Strecke.

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Man ist geneigt zu vermuten, dass die Gagen der Schauspieler das Teuerste am Film waren

Alain Corre, Europa-Chef von Ubisoft, wird auf Wikipedia mit der Aussage zitiert, dass der Film nicht dazu gedacht sei, möglichst viel Geld in die Kinokassen zu spülen, sondern eher um die Spielreihe an sich wieder attraktiver zu machen und somit den Verkauf der Spiele anzukurbeln. Ich befürchte, da hätten sich die Macher etwas mehr Mühe geben müssen, um wenigstens eine Zielgruppe zufriedenzustellen: entweder die Fans des Spiels oder unbedarfte Kinogänger. Aus der Verfilmung werden beide Gruppen ratlos rauskommen. Fans werden sich fragen, warum man für 125 Millionen Dollar nicht lieber eine ordentliche Spielfortsetzung produziert hat. Der unbedarfte Zuschauer wird sich fragen, wie es so ein Spiel auf insgesamt neun Auflagen bringen konnte, und angesichts des Kultstatus des zugrundeliegenden Spiels wird er sich in Kulturpessimismus üben.

Insofern heißt es ausharren, bis vielleicht mal jemand eine Science-Fiction-Screwball-Komödie aus dem Spieleklassiker „Day of the Tentacle“ von LucasArts erstellt – da kann man eigentlich nichts falsch machen.

Videospiel-Verfilmungen bei „Die Nacht der lebenden Texte“:

It Came from the Desert (Horrorkomödie, FIN/GB/KAN 2017)
Assassin’s Creed (SF-Abenteuer, GB/F/HK/USA 2016)
Dead Rising – Endgame (Horror-Action, USA 2016)
Kingsglaive – Final Fantasy XV (Computertrick-Fantasy-Action, USA/JAP 2016)
Ratchet & Clank (Computertrick-Fantasy-Action, HK/KAN/USA 2016)
Resident Evil – The Final Chapter (Horror-Action, F/D/KAN/AUS 2016)
Warcraft – The Beginning (Fantasy-Action, USA 2016)
Dead Rising – Watchtower (Horror-Action, USA 2015)
Hitman – Agent 47 (Actionthriller, USA/D 2015)
FPS – First Person Shooter (Horror-Action, D 2014)
Heavenly Sword (Computertrick-Fantasy-Action, USA 2014)
Street Fighter – Assassin’s Fist (Action, GB 2014)
Silent Hill – Revelation (Horror, F/KAN 2012, geplant)
Prince of Persia – Der Sand der Zeit (Fantasy-Abenteuer, USA 2010, geplant)
Hitman – Jeder stirbt alleine (Actionthriller, F/USA 2007)
Silent Hill – Willkommen in der Hölle (Horror, KAN/F/JAP 2006)
Alone in the Dark (SF-Horror, KAN/D/USA 2005, geplant)
Super Mario Bros. (Fantasy-Abenteuer, USA 1993, geplant)

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Gestern Lord und Lady Macbeth, heute Weltverschwörer

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Marion Cotillard sind in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgelistet, Filme mit Michael Fassbender, Brendan Gleeson und/oder Jeremy Irons in der Rubrik Schauspieler.

Länge: 116 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Originaltitel: Assassin’s Creed
GB/F/HK/USA 2016
Regie: Justin Kurzel
Drehbuch: Michael Lesslie, Adam Cooper, Bill Collage
Besetzung: Michael Fassbender, Marion Cotillard, Jeremy Irons, Brendan Gleeson, Charlotte Rampling, Michael Kenneth Williams, Callum Turner, Carlos Bardem, Javier Gutiérrez, Michelle H. Lin
Verleih: Twentieth Century Fox

Copyright 2016 by Lutz R. Bierend

Filmplakat, Fotos & Trailer: © 2016 Twentieth Century Fox / Ubisoft Motion Pictures

 
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Verfasst von - 2016/12/27 in Film, Kino, Rezensionen

 

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Videospiel-Verfilmungen (IX): Dead Rising – Endgame: Zombies trotz Zombrex

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Dead Rising – Endgame

Von Volker Schönenberger

Horror-Action // In „Dead Rising – Watchtower“ musste Chase Carter (Jesse Metcalfe) seine Kollegin Jordan (Keegan Connor Tracy) in der Quarantänezone zurücklassen. Das und die allgegenwärtige Zombie-Katastrophe ließ den zuvor recht skrupellosen Investigativjournalisten sein Leben überdenken. Als es zu einem erneuten Ausbruch der als eingedämmt geltenden Pandemie kommt, gerät Chase einer Verschwörung auf die Spur, bei der General Lyons (Dennis Haysbert, „24“) eine zentrale Rolle spielt. Chase muss zurück in die Quarantänezone.

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General Lyons (l.) zieht die Fäden

Dead Rising – Watchtower“ war 08/15-Stangenware, aber von der hinteren Stange. Die Fortsetzung wartet naturgemäß mit ähnlichen Zutaten auf, macht aber immerhin mehr richtig als der Vorgänger. Das beginnt bei Chase Carter, dem man nun deutlich lieber durch die Quarantänezone folgt. Das ermöglicht sein bereits zum Ende von „Watchtower“ vollzogener Charakterwandel, der zwar nicht unbedingt glaubwürdig rüberkommt, sondern plump, aber auch bitter Not tat. Der Mann ist nicht wiederzuerkennen!

Zombrex hilft

Zur Erinnerung: Eine vom Pharmakonzern Phenotrans entwickelte Substanz namens Zombrex kann den Ausbruch der Infektion verhindern. Infizierten ist ein Mikrochip eingepflanzt worden, der Körperwerte misst und Zombrex über einen langen Zeitraum kontrolliert abgibt. Einen kurzen Überraschungsauftritt als Mad Scientist hat Billy Zane („Titanic“, „Darfur – Der vergessene Krieg“), das kann man mit etwas gutem Willen auf der Habenseite verbuchen. Die Untotenattacken sind auf Dauer etwas eintönig. Müssen die immer so verquer brüllen? Da kriegt man doch gar nicht richtig Luft beim Rennen. Wenigstens gibt es ein paar Schauwerte in Form blutiger Zombie-Tötungen, die für CGI-Verhältnisse in Billigfilmen gar nicht so schlecht geraten sind.

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Chase Carter bereitet dem Zombie Kopfschmerzen

Mangels Kenntnis der Videospiel-Reihe kann ich keine Vergleiche ziehen. In einigen Sequenzen versucht der vom Fernsehen kommende Regisseur Pat Williams, ein paar Referenzen an Videospiele zu visualisieren, um die Gamer zufriedenzustellen, die sich „Dead Rising – Endgame“ anschauen sollen. Ob das ausreicht? Auch der zweite Teil kommt nicht über den Status als Billig-Konfektionsware hinaus und weckt kein Interesse an der angekündigten TV-Serie. Wie bei „Dead Rising – Watchtower“ wird womöglich das ansprechend gestaltete Steelbook bei manchen Zombiefans den Trigger zur Kaufentscheidung bilden.

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Rolltreppe abwärts

Videospiel-Verfilmungen bei „Die Nacht der lebenden Texte“:

It Came from the Desert (Horrorkomödie, FIN/GB/KAN 2017)
Assassin’s Creed (SF-Abenteuer, GB/F/HK/USA 2016)
Dead Rising – Endgame (Horror-Action, USA 2016)
Kingsglaive – Final Fantasy XV (Computertrick-Fantasy-Action, USA/JAP 2016)
Ratchet & Clank (Computertrick-Fantasy-Action, HK/KAN/USA 2016)
Resident Evil – The Final Chapter (Horror-Action, F/D/KAN/AUS 2016)
Warcraft – The Beginning (Fantasy-Action, USA 2016)
Dead Rising – Watchtower (Horror-Action, USA 2015)
Hitman – Agent 47 (Actionthriller, USA/D 2015)
FPS – First Person Shooter (Horror-Action, D 2014)
Heavenly Sword (Computertrick-Fantasy-Action, USA 2014)
Street Fighter – Assassin’s Fist (Action, GB 2014)
Silent Hill – Revelation (Horror, F/KAN 2012, geplant)
Prince of Persia – Der Sand der Zeit (Fantasy-Abenteuer, USA 2010, geplant)
Hitman – Jeder stirbt alleine (Actionthriller, F/USA 2007)
Silent Hill – Willkommen in der Hölle (Horror, KAN/F/JAP 2006)
Alone in the Dark (SF-Horror, KAN/D/USA 2005, geplant)
Super Mario Bros. (Fantasy-Abenteuer, USA 1993, geplant)

Veröffentlichung: 25. November 2016 als Blu-ray im Steelbook, Blu-ray und DVD

Länge: 93 Min.
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Dead Rising – Endgame
USA 2016
Regie: Pat Williams
Drehbuch: Tim Carter, Michael Ferris
Besetzung: Jesse Metcalfe, Keegan Connor Tracy, Jessica Harmon, Dennis Haysbert, Marie Avgeropoulos, Teach Grant, Dakota Guppy
Zusatzmaterial: Featurettes „From Game to Screen“ und „Making the Weapons“ u. a.
Vertrieb: polyband Medien GmbH

Copyright 2016 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshots: © 2016 polyband Medien GmbH

 

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