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Brian De Palma (V): Die Verdammten des Krieges – Wenn Moral keine Rolle mehr spielt

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Casualties of War

Von Andreas Eckenfels

Kriegsdrama // Bereits als er im Oktober 1969 David Langs Reportage „Casualties of War“ im US-Magazin „The New Yorker“ gelesen hatte, wollte Brian De Palma diese Geschichte verfilmen. Doch wie der Regisseur im Making-of berichtet, war zu dieser Zeit der Vietnamkrieg in vollem Gange; selbst viele Jahre danach sei es noch ein Ding der Unmöglichkeit gewesen, Kriegsverbrechen amerikanischer Soldaten zu zeigen.

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Soldat Eriksson ist seit drei Wochen in Vietnam

Welches Skandalpotenzial dem Stoff innewohnt, musste Regisseur Michael Verhoeven erfahren. Er stellte 1970 die Ereignisse von Langs Artikel unter anderem mit Eva Mattes und Rolf Zacher im bayerischen Wald nach. Die daraus entstandene Kriegsparabel „o.k.“ sollte auf der Berlinale 1970 uraufgeführt werden. Doch die Jury geriet über Verhoevens Werk so sehr in Streit, dass sie sich schließlich auflöste und das Filmfestival nach zahlreichen Protesten sogar abgebrochen werden musste.

Erst in den 80er-Jahren begann zunehmend die filmische Aufarbeitung des amerikanischen Kriegstraumas in all seinen dunklen Facetten. Nach den Erfolgen von Oliver Stones „Platoon“ (1986) und Stanley Kubricks „Full Metal Jacket“ (1987) durfte De Palma das einstige Tabuthema 1989 endlich verfilmen.

Entführung aus Frust

Eriksson (Michael J. Fox) ist zwar erst seit drei Wochen in Vietnam im Einsatz, der junge Soldat hat in der kleinen Aufklärungspatrouille unter Führung von Sergeant Meserve (Sean Penn) aber schon einiges erlebt. In einer Grube gefangen, rettet ihm sein Vorgesetzter in letzter Sekunde das Leben, bevor ihn ein Vietcong erwischen kann. Bei einem Überraschungsangriff wird Erikssons Kamerad Brown (Erik King) schwer verwundet. Als Meserve seinen Männern berichten muss, dass Brown gestorben ist, beschließen sie, in der nächsten Bar Ablenkung zu finden. Doch daraus wird nichts: Das Dorf darf nicht betreten werden.

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Schöner Schein des Krieges

Frustriert hat Meserve eine andere Idee, die bei Clark (Don Harvey) und Hatcher (John C. Reilly) sofort auf Zustimmung trifft. Eriksson und Diaz (John Leguizamo) hingegen glauben nicht daran, dass der Sergeant wirklich eine Frau aus einer Hütte entführen will. Doch trotz heftiger Proteste von Eriksson nehmen seine Kameraden tatsächlich eine junge Vietnamesin (Thuy Thu Le) als Geisel. Der Trupp nimmt sie mit in den Dschungel; misshandelt und vergewaltigt sie. Nur Eriksson weigert sich standhaft mitzumachen und versucht der Frau zur Flucht zu verhelfen.

Aus Freunden werden Feinde

Anders als etwa Oliver Stone hat De Palma die Hölle von Vietnam nicht hautnah miterlebt. Aber auch ohne diese Erfahrungswerte hat der Regisseur ein aufwühlendes Kriegsdrama geschaffen, welches schonungslos zeigt, wie junge Männer unter extremen Umständen alle moralischen Werte über Bord werfen und zu Monstern mutieren. Clark und Hatcher sehen die Schändung einer Frau in Kriegszeiten als durchaus legitim an. Das gehöre zum Soldatenleben dazu. Auch Meserve sieht es so, dass die Vietnamesin die Moral seiner Männer hebt. Er will nur das Beste für seine Truppe.

Wenn man jede Sekunde sterben kann, spielt Ethik keine Rolle mehr. Von dem Gruppenzwang lässt sich der „Spielverderber“ Eriksson allerdings nicht beeinflussen. Er will sein reines Gewissen bewahren und kann bei dieser Ungerechtigkeit einfach nicht wegschauen. So werden die Freunde schnell zu Feinden.

Naturgewalt Sean Penn

Das Dilemma, in dem Eriksson steckt, kann Michael J. Fox nicht immer glaubhaft rüberbringen. Für den „Zurück in die Zukunft“-Star war „Die Verdammten des Krieges“ die erste Rolle in einem ernsthaften Film. Sein Milchbubi-Gesicht passt natürlich gut zu dem jungen Soldaten, aber gegenüber der beängstigenden schauspielerischen Naturgewalt von Sean Penn kann er nur verlieren. Warum die in Saigon geborene Thuy Thu Le keine weiteren Filme gedreht hat, ist nicht bekannt. Ihre Darstellung der traumatisierten Frau ist außergewöhnlich authentisch und macht ihr Leid für alle Zuschauer spürbar. John C. Reilly feierte in dem Kriegsdrama sein Schauspieldebüt.

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Sergeant Meserve (l.) flößt Eriksson Angst ein

De Palma setzt auch in „Die Verdammten des Krieges“ einige klassische Suspense-Momente ein, wie sie aus seinen Thrillern bekannt sind. Wenn Eriksson in der Grube festsitzt, schwenkt die Kamera nach unten. Nur der Zuschauer weiß, dass sich unter der Erde ein Gang der Vietcong befindet. Ein Feind robbt langsam mit einem Messer bewaffnet an Erikssons in der Luft hängende Beine heran, während der Soldat oben um Hilfe ruft. Auch wird ein Angriff auf Eriksson aus der Egoperspektive gezeigt. Wie im Giallo-Genre ist dabei nur die Hand des Täters zu sehen, die langsam eine Granate in die Baracke legt, in der sich das Opfer gerade befindet.

Das Thema bleibt aktuell

Zwar ist die Verfilmung der wahren Ereignisse mitunter etwas reißerisch geraten und der Golden-Globe-nominierte Panflöten-Score von Ennio Morricone steht häufig etwas zu stark im Vordergrund. Dennoch entwirft De Palma mit seinem Kriegsdrama ein erschreckendes Bild der stolzen US-Armee, das damals wie heute schockiert. Wie viele andere ähnliche Kriegsgräuel sind geschehen und wurden von den Vorgesetzten unter den Teppich gekehrt?

Bei dem abschließenden Gerichtsprozess, hat es De Palma mit den wahren Urteilen nicht so genau genommen. Über die Schicksale klärt der Abspann auf. Einige Jahre später hat sich der Filmemacher mit dem Drama „Redacted“ erneut mit Vergewaltigung in Kriegszeiten auseinandergesetzt. Das Thema bleibt also leider immer aktuell.

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Der Wahnsinn ist dem Sergeant ins Gesicht geschrieben

Auf der Collector’s Edition ist auf zwei Blu-rays sowohl die Kino- als auch die Extended Version enthalten. Letztgenannte läuft etwa fünf Minuten länger und beinhaltet zwei erweiterte Szenen während des Prozesses. Wie bei der DVD liegen diese auf der Blu-ray nicht synchronisiert vor, sondern sind im Original belassen und deutsch untertitelt worden.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Brian De Palma haben wir in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Sean Penn und John C. Reilly unter Schauspieler.

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Eriksson wird im Gerichtsprozess auseinandergenommen

Veröffentlichung: 1. Dezember 2016 als Collector’s Edition (2 Blu-rays), 5. Februar 2002 als DVD (Kinocut), 7. März 2006 als DVD (Extended Cut)

Länge: 114 Min. (Blu-ray, Kinocut), 119 Min. (Blu-ray, Extended Cut), 109 Min. (DVD, Kinocut), 115 Min. (DVD, Extended Cut)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: Casualties of War
USA 1989
Regie: Brian De Palma
Drehbuch: David Rabe basierend auf dem Buch „Casualties of War“ von Daniel Lang
Besetzung: Michael J. Fox, Sean Penn, Don Harvey, John C. Reilly, John Leguizamo, Thuy Thu Le, Erik King, Ving Rhames, Wendell Pierce
Zusatzmaterial: Eriksson’s War: Interview mit Michael J. Fox, Trailer, Bildergalerie, Deleted Scenes, Making-of
Vertrieb: Koch Films

Copyright 2017 by Andreas Eckenfels
Fotos & Packshot: © 2016 explosive media

 

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Julia X – Vorsicht beim Blind Date!

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Julia X

Von Volker Schönenberger

Horrorthriller // Sowas nennt man doppelbödig, deshalb wollen wir uns beim Inhalt kurz fassen: Julia (Valerie Azlynn) hat ein Blind Date mit einer Internetbekanntschaft. Der Fremde (Kevin Sorbo) entpuppt sich erst als gutaussehender Charmeur, dann jedoch als Serienkiller, der online Frauen aufgabelt, die er offline abmurkst. Eine Tour de Force sondergleichen nimmt ihren Anfang, die sich zum blutigen Katz-und-Maus-Spiel entwickelt.

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Der Fremde …

Wer den derben Splatter-Spaß von „Julia X“ völlig unvoreingenommen genießen will, sollte auf weitere Ausführungen zum Inhalt verzichten, sich zurücklehnen und nehmen, was da kommt. Und das Regiedebüt von P. J. Pettiette liefert einige schmerzhafte Einstellungen, um es harmlos auszudrücken – einen absurden Torture Porn Date Movie bekommen wir da zu sehen. Ach ja: Am Ende hat auch Ving Rhames („Dawn of the Dead“) einen Auftritt. Den sehe ich an sich immer gern, er dient in diesem Fall aber lediglich als prominenter Name, der die Besetzung aufwerten soll.

FSK 18 nur mit Kürzungen

Die FSK kannte keine Gnade – 2012 erhielt nur eine um zwei Minuten gekürzte Fassung die 18er-Freigabe. Für die Uncut-Version gab’s das SPIO-JK-geprüft-Logo, das keine schwere Jugendgefährdung bescheinigte, aber 2013 nichtsdestoweniger auf Liste A indiziert wurde. Für Freunde solch derben Stoffs hat das junge Label Wicked-Vision Media „Julia X“ nun in ebendieser SPIO-JK-geprüft-Fassung als Mediabook in drei Covervarianten veröffentlicht. Es enthält auf Blu-ray die 2D- und 3D-Version sowie eine DVD mit der 2D-Version.

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… verteilt gern Brandzeichen

Letztlich ist das lediglich ein Repack, aber immerhin eines, welches die Uncut-Fassung wieder verfügbar macht. Stellen die Discs keine außergewöhnliche Neuveröffentlichung des Films dar, so hat sich Wicked-Vision Media aber bei der Produktion des Mediabooks alle Mühe gegeben. Allein schon der Rückseitentext verrät sorgfältiges Lektorat, das setzt sich im Booklet fort (auch wenn ich natürlich trotzdem was finde). Sehr erfreulich ist der Spoiler-Hinweis zu Beginn des Textes – man möge sich das Booklet erst nach Sichtung des Films durchlesen. Das unterstreiche ich! Auch die vielen Szenenfotos im Booklet verraten viel, also unterlasst das Vorab-Blättern!

Der Serienkiller im Film

Verfasser Marco Erdmann geht kenntnisreich auf das Thema Serienkiller im Film ein und erörtert zudem die Besetzung von „Julia X“. Ein gelungener Text, der dem Mediabook gut zu Gesicht steht. Er wird ergänzt durch ein launiges Interview, das Nando Rohner vor einiger Zeit fürs Filmmagazin „Deadline“ mit Hauptdarsteller Kevin Sorbo geführt hat.

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Unschuldiges Opfer?

Derzeit gibt es den Trend, dass kleine deutsche Publisher Mediabooks in Kleinauflagen und mehreren Covervarianten veröffentlichen – Genreklassiker, aber auch Filme aus der zweiten oder dritten Reihe. Meine Sache ist das nicht, es ufert zu sehr aus, aber ein schönes Mediabook ist natürlich ein Schmuckstück, das man sich gern ins Regal stellt. Das ist auch bei „Julia X“ zu konstatieren. Wer will, soll sich gern alle drei Covervarianten zulegen, mir reicht ein Exemplar. Zum großen Klassiker taugt „Julia X“ nicht, aber ein schöner Genrebeitrag für Freunde gepflegter Splatter-Orgien ist’s allemal. In solch schmucker Verpackung wie von Wicked-Vision Media stellt man sich sowas gern ins Regal, zumal es sich eben nicht um einen 08/15-Horrorstreifen handelt. Das Label hat seine Veröffentlichungen im November 2015 mit dem interessanten Episoden-Grusler „Die Todeskarten des Dr. Schreck“ gestartet und kurz vor „Julia X“ mit Mario Bavas „Hatchet for the Honeymoon“ einen ungleich interessanteren Film veröffentlicht und mit David Cronenbergs „Die Brut“ einen sehr spitzen Pfeil im Köcher. Weitere Ankündigungen lassen einiges erwarten. Behalten wir Wicked-Vision Media im Auge!

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Der arme Sam weiß nicht, wie ihm geschieht

Veröffentlichung: 8. April 2016 als Mediabook (2D/3D-Blu-ray & DVD in drei Covervarianten à 388, 277 bzw. 266 Exemplaren), 15. November 2012 als Blu-ray 3D, Blu-ray und DVD, 15. November 2012 als gekürzte Blu-ray und DVD

Länge: SPIO-JK-geprüft-Fassung: 92 Min. (Blu-ray), 88 Min. (DVD), gekürzte FSK-18-Fassung: 90 Min. (Blu-ray,), 86 Min. (DVD)
Altersfreigabe: SPIO JK geprüft (Wicked-Vision Media), FSK 18 (EuroVideo Medien GmbH)
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Julia X
USA 2011
Regie: P. J. Pettiette
Drehbuch: Matt Cunningham
Besetzung: Valerie Azlynn, Kevin Sorbo, Alicia Leigh Willis, Ving Rhames, Saxon Sharbino, Gregg Brazzel, Cassie Shea Watson
Zusatzmaterial: Behind the Scenes, B-Roll, Interviews, nur Mediabook: 24-seitiges Booklet mit einem Text von Marco Erdmann und einem Interview mit Kevin Sorbo
Label/Vertrieb Mediabook: Wicked-Vision Media
Label/Vertrieb ungekürzte Blu-ray & DVD: Planet Media / Studiocanal Home Entertainment
Label/Vertrieb gekürzte Blu-ray & DVD: EuroVideo Medien GmbH

Copyright 2016 by Volker Schönenberger

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Fotos: © 2012 EuroVideo Medien GmbH, Packshots: © 2016 Wicked-Vision Media

 

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Mission: Impossible – Rogue Nation: Schwindelerregende Action mit minimalistischem Finale

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Mission: Impossible – Rogue Nation

Von Simon Kyprianou

Actionthriller // Die Verbrecherorganisation „Syndikat“ unterwandert das IMF und entführt Ethan Hunt (Tom Cruise). Gleichzeitig gibt es politischen Ärger: CIA-Chef Hunley (Alec Baldwin) will die Impossible Missions Force (IMF) schließen lassen und lässt nach Hunt fahnden. Doch der kann sich mithilfe der MI-6-Doppelagentin Ilsa Faust (Rebecca Ferguson) aus den Fängen des Syndikats befreien. Zurückkehren kann er nicht, da nach ihm gefahndet wird, also stellt er im Alleingang Nachforschungen an. Der Superagent findet heraus, dass das Syndikat unter Leitung von Solomon Lane (Sean Harris) für Dutzende Anschläge überall auf der Welt verantwortlich ist. Mit alten Freunden wie Benji Dunn (Simon Pegg) und Luther Stickell (Ving Rhames) geht er zum Angriff über.

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Seltener Anblick: Ethan Hunt in Gewahrsam

„Mission: Impossible – Rogue Nation“ war dieses Jahr schlicht der bessere Bond-Film, könnte man schelmisch behaupten. Schon mit dem von Brad Bird inszenierten Vorgänger „Mission: Impossible – Phantom Protokoll“ gelang der Reihe ja ein Höhenflug, auf dem dieser Teil mühelos weitergleitet. Christopher McQuarrie hat sich durch die Regie von „Jack Reacher“ (2012) – ebenfalls mit Tom Cruise – als kompetenter Action-Handwerker empfohlen und wird nach dem Erfolg von „Rogue Nation“ voraussichtlich auch den für 2017 angekündigten nächsten Teil der Reihe inszenieren.

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Ilsa Faust leistet dem Agenten Schützenhilfe

„Rogue Nation“ ist schlicht ein Genuss, ganz herrlich fotografiert vom großen Robert Elswit (Oscar für die Kamera von „There Will Be Blood“) und voller handwerklich beeindruckender Actionszenen. Eine komplexe und fantastische Sequenz beispielsweise inszeniert McQuarrie in der Wiener Staatsoper zur gewaltigen Arie „Nessun dorma“: Tom Cruise und Rebecca Ferguson kämpfen sich innerhalb des Operngebäudes zum alles entscheidenden Schlussakkord. Weitere Höhepunkt sind eine wahrlich schwindelerregende Motorrad-Verfolgungsjagd und ein ebenso schwindelerregender Taucheinsatz. Action kann McQuarrie einfach gut inszenieren und das zu großen Teilen auch handgemacht, darüber hinaus schwelgt er in seinen Schauplätzen und weiß das Potenzial von Tom Cruise genau zu nutzen.

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Wenn das mal nicht …

Das Finale ist dann im Gegensatz zum zuvor aufgefahrenen Krawall beinahe minimalistisch und entschleunigt, eine nächtliche Hatz durchs labyrinthische London, eine düstere Paranoia-Welt, ein eleganter Abschluss. „Rogue Nation“ ist ein Film, an dem alles stimmt, mit schlafwandlerischer Sicherheit inszeniert und punktgenau über die Bühne gebracht, wenn auch nicht ganz so schön wie Birds „Phantom Protokoll“.

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… eine unmögliche Mission ist

Veröffentlichung: 17. Dezember 2015 als Blu-ray und DVD, Blu-ray-Steelbook (exklusiv bei einem Online-Händler) sowie in „Mission: Impossible – Die 5-Movie-Collection“

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Tom Cruise, Simon Pegg und Jeremy Renner sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Länge: 132 Min. (Blu-ray), 127 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch u. a.
Untertitel: Deutsch, Englisch u. a.
Originaltitel: Mission: Impossible – Rogue Nation
USA 2015
Regie: Christopher McQuarrie
Drehbuch: Christopher McQuarrie
Besetzung: Tom Cruise, Jeremy Renner, Simon Pegg, Rebecca Ferguson, Ving Rhames, Sean Harris, Simon McBurney, Jingchu Zhang, Tom Hollander, Alec Baldwin, Jens Hultén
Zusatzmaterial: Audiokommentare von Tom Cruise und Regisseur Christopher McQuarrie, Der Zünder ist scharf, Cruise Control, Helden …, Reiseflughöhe, Mission: Versenken, Das Auto, Die Mission geht weiter
Vertrieb: Paramount Home Entertainment

Copyright 2015 by Simon Kyprianou
Fotos & Packshots: © 2015 Paramount Home Entertainment

 

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