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Der schwarze Freitag – Das regelt der Markt von allein

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Der schwarze Freitag

Von Ansgar Skulme

Doku-Drama // Am 24. Oktober 1929 gerät die New Yorker Börse in Unruhe. Bei den Anlegern bricht Panik aus. Der erfahrene Broker Richard Whitney (Curd Jürgens) reagiert auf die Verängstigung der Käufer und tätigt selbst diverse Anlagen in stattlicher Höhe. Zunächst ist der Jubel groß, doch er ist nicht von Dauer. Schon bald beginnt der Senat zu hinterfragen, wie es überhaupt zum bis heute größten Börsencrash der Historie kommen konnte, und nimmt die Broker ins Visier. Whitney muss sich einer Anhörung stellen, zudem kann er sich finanziell kaum noch über Wasser halten, da er sich mit dem ihm anvertrauten Geld längst verzockt hat. Zugeben will er das freilich nicht, gibt sich als von Grund auf überzeugter Kapitalist, der im freien Markt ein Allheilmittel sieht. Er leiht sich weiter Geld und beschwatzt seine Freunde, im festen Glauben daran, dass seine Verluste schon bald in umso größere Gewinne umschlagen werden. Doch reden allein hilft nichts.

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Der Wolf im Schafspelz – Whitney als Retter in der Not

In Zeiten, in denen heute immer öfter die Frage laut wird, inwiefern das Fernsehen eigentlich überhaupt noch einen Bildungsauftrag erfüllt, bringt Pidax Film eine Produktion auf den DVD-Markt, die ziemlich genau die Definition dessen ist, was Bildungsfernsehen im Sinne eines Filmes sein kann. Basierend auf der wahren Geschichte des Investmentberaters und Brokers Richard Whitney wird in diesem im Auftrag des ZDF produzierten „Dokumentarspiel“ (so titelt der Vorspann) die komplizierte Welt des Kaufens, Verkaufens und Spekulierens an der Börse geradezu seziert. Alles am Beispiel des berühmten sogenannten „Schwarzen Freitags“. Der Film ist dabei mehr als nur eine Geschichtsstunde, die Dokumentaraufnahmen mit hochwertigen Spielszenen kombiniert, er passt thematisch brandaktuell in die allgegenwärtigen Diskussionen um die Armut in der Welt, aber auch die Sorgen des durchschnittlich verdienenden Bürgers und deren Ursachen.

Gipfeltreffen der Darstellungsmöglichkeiten

Inszeniert wurde das Werk von August Everding, der seinerzeit Intendant der Münchner Kammerspiele war. Seine Regiearbeit ist dementsprechend ein präzises Schauspielerstück, wobei vor allem die Anhörung, in der Whitney den Senatoren gegenübertreten muss, eine bemerkenswert lange, in der Tradition des Kammerspiels inszenierte Szene ist. Sie bildet gewissermaßen das Herzstück des Films, was sich nicht nur daran ablesen lässt, dass die namhaften Mimen Dieter Borsche, Hans Christian Blech und Erik Ode einzig in dieser Szene zu sehen sind – flankiert unter anderem von dem als Synchronsprecher ausgesprochen populären Heinz Engelmann, der beispielsweise lange Jahre Stammsprecher von John Wayne und William Holden war. Auch hinsichtlich des Darstellungsstils der Schauspieler ist gerade in dieser Szene eine große Nähe zum Theater festzustellen. Die Dialoge sind voller Ecken und Kanten, feingeschliffen, geschrieben wie für das Theater und ein deutliches Ausdrucksmittel der Präzision des gesamten Films. Die Darsteller tragen dies mit allerhand Schlagfertigkeit, einem großen Reichtum an Nuancen und merklicher Spielfreude vor, wobei die formulierten Positionen streckenweise überraschend links sind, wenn man bedenkt, dass der Film aus dem Jahr 1966 stammt. Das Medium des Spielfilms verknüpft in „Der schwarze Freitag“ kurzum also eine streckenweise sehr theaterhafte Inszenierung mit dokumentarischem Material, das von Horst Tappert („Derrick“) als Erzähler mit reichlich Informationen unterfüttert wird. Theater, Doku, Fernsehen und Spielfilm verschmelzen zu einem Gesamtkunstwerk von beachtlicher Präzision. In nur 77 Minuten wird derart versiert gut durchdachte, ambitionierte Kritik formuliert, dass man diesen zeitlosen Film auch heute noch in Schulen vorführen könnte. Nicht umsonst wurde „Der schwarze Freitag“ als „INFO-Programm“ klassifiziert und hat daher keine Altersfreigabe im üblichen Sinne.

Die Welt ist eine Bühne

Dass man einen gestandenen, international erprobten Schauspieler wie Curd Jürgens für die Hauptrolle in diesem Fernsehfilm gewinnen konnte, der zuvor nur selten TV gemacht hatte und erst recht kein Dokumentarspiel, zeigt die Qualität der Produktion. Jürgens hatte an der Rolle offensichtlich auch großen Spaß. Gerade seine Figur ist oftmals ausgesprochen theaternah. Gern darf es etwas dick aufgetragen sein, wenn damit dem Zweck der Verdeutlichung Genüge getan wird. Dies gilt sowohl für seine Körpersprache – wenn er sich etwa bei der Anhörung einnehmend auf seinem Sessel, mit auf der Lehne ausgebreiteten Armen, positioniert – als auch für den Einsatz seiner Stimme. Mit einer Unmenge an Sprechpausen, Verlangsamungen, Beschleunigungen und dezidierten Betonungen, vom Nuscheln bis hin zur flammenden Wutrede aus dem Munde eines glühend Überzeugten, wertet er jeden Satz, den er spricht, praktisch schon während er ihn spricht und gibt dem Zuschauer damit so viel Unterstützung wie irgend möglich, um in die Figur und deren Gedankenwelt einzutauchen. Jürgens nutzte die Theatralik der überheblichen Rolle geschickt aus, um sie in ihre Einzelteile zu zerlegen. Er verkörpert Richard Whitney beinahe so als sei er auf einer Theaterbühne. Gleichzeitig gibt ihm der Film aber auch die Möglichkeit, in den ruhigen Momenten so leise zu werden, dass man ihn nicht einmal mehr in der ersten Reihe verstanden hätte. So etwas kann nur Theater im Film.

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Whitney muss sich bei einer Anhörung verantworten

Außer ihm finden sich auch weitere scharfzüngige Figuren, sein größtes Pendant allerdings zeigt sich in Erik Ode als Senator O’Keefe, der sich bei seinen Fragen an Whitney immer wieder dumm stellt, um Erläuterungen zu erzwingen, die auch der Normalsterbliche von der Straße versteht. O’Keefe wird zum Sprachrohr des Durchschnittsbürgers in diesem Film, redet bei Weitem nicht so gestelzt wie Whitney, lässt den Bonzen aber mehrfach in die Argumentationsfalle tappen. Er wirkt wie ein Anwalt – der Anwalt des kleinen Mannes. Auch er ist scharfzüngig, allerdings auf eine andere, immer noch theaterhafte, aber weniger theatralische Art und Weise. Das passt zur Rolle und es ist eine Freude, dem immer wieder verschmitzt dreinblickenden Erik Ode dabei zuzusehen, wie er sich als der scheinbar Unbedarfteste unter den Senatoren verkauft, Whitney letztlich aber ein ums andere Mal auflaufen lässt. Wichtig ist zudem der durchaus verzweifelte und anklagende Ton, der in der gleichermaßen hingebungsvollen Performance von Dieter Borsche in der Rolle eines Sachverständigen laut wird, während Heinz Engelmann, Hans Christian Blech und Wolfgang Reichmann ihre Senatoren unterschiedlich deutlich zum Angriff blasen lassen – auf Whitney, auf die Broker allesamt, vielleicht sogar auf das gesamte System?

Ein Absturz in Akten

Es kommt fast schon etwas überraschend, als die Anhörung, die als einzelne Szene mehr oder weniger das mittlere Drittel des Films bildet, plötzlich endet und der Film in einigen weiteren Szenen die komplette Demontage Whitneys zu Ende bringt. Die Schauspieler in den Szenen vor und nach dem „Hearing“ haben deutlich weniger Gelegenheit, sich in der Form hervorzutun wie die bereits erwähnten, da die Inszenierung hier weitaus näher an Spielfilmstandards denn am Theater ist. Nachdem die schwierige Thematik rund um das Funktionieren der Börse mit allen Risiken und Nebenwirkungen also zunächst ausführlich und so verständlich wie möglich mittels der detailversessenen Anhörung erläutert wurde, entwickelt sich der Film schließlich von der detailliert vorgetragenen Geschichtsstunde voller Systemkritik und allgemeiner Kritik an den Profiteuren auch zu einem sehr persönlichen Drama für Whitney, das kein gutes Haar an den unlauteren Machenschaften lässt, die der für sich nutzt, aber für die er auch Freunde und Verwandte gewinnt. Wenn man an diesem sehr ambitionierten Projekt, das filmstilistisch, inhaltlich und schauspielerisch viel Lehrreiches, Ungewöhnliches und Sehenswertes zu bieten hat, überhaupt etwas kritisieren möchte, dann, dass Whitney und seine Freunde alle miteinander verdammt schlecht wegkommen. Der Film ist eine Abrechnung mit Menschen, die das Geld anderer Leute verzocken, obwohl das Ziel einst Wohlstand für alle war, und die Macher dieses Films scheuten sich auch nicht, die Fehlentwicklungen unverhohlen anzuprangern. Dass die Banker buchstäblich „durch die Bank“ als durchtriebene Supergauner dargestellt werden, wenngleich Whitneys Bruder (Paul Hoffmann) zumindest einige mahnende Worte äußert, ist trotz aller Drastik natürlich nicht an den Haaren herbeigezogen, jedoch hätte der eine oder andere Blick in das Privatleben Whitneys sicherlich besser zum Verständnis der Person als Mensch und nicht nur als Geschäftsmann beigetragen. Manchmal ist der Film eine Spur zu versessen darauf, Whitney als Mistkerl durchs Dorf zu treiben. Man denkt sich dann als Zuschauer zwar „Das habt ihr verdient, ihr Geldsäcke!“ und freut sich über Whitneys Schaden, aber wenn der Bürger nach Sichtung des Films über die Bonzen schimpfend auf einem „Na bitte, ich hab’s euch doch immer gesagt!“ sitzen bleibt, ist das nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss. Die Gefahr, dass das passiert, bietet diese filmische Abrechnung allerdings.

Eine Empfehlung für Filmfans, Historiker und Lehrer

So einfach kann Bildungsfernsehen gehen. In der Kürze der Laufzeit kann man die Vorgänge Ende Oktober 1929 kaum präziser auf den Punkt bringen als August Everdings „Der schwarze Freitag“. Um die komplexen Zusammenhänge in aller Gänze zu verstehen, sollte man die Produktion bestenfalls mehrmals anschauen und den Dialogen überaus konzentriert folgen. Dass man daran auch seine Freude haben kann, ist dem erlesenen Darstellerensemble und der versiert zwischen Spielfilm und Theaterinszenierung variierenden Regie zu danken. Zudem macht auch das auf der DVD recht gut erhaltene Bild Freude, wenngleich ein paar Verschleißspuren zuweilen sichtbar werden – sie trüben das Filmerlebnis aber nicht nachhaltig. Über den Ton lässt sich ein ähnliches Urteil fällen.

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Senator O’Keefe (l.) wird zur Stimme des kleinen Mannes

„Der schwarze Freitag“ ist ein sehr, sehr guter Lehrfilm, der vom Cineasten bis zum Gymnasiasten im Unterricht eine wirklich breite Zielgruppe zu erreichen vermag. Der große Börsencrash, der am „Black Thursday“ begann, gilt in Deutschland übrigens nur deswegen als „Schwarzer Freitag“, weil die europäischen Aktienmärkte durch die Zeitverschiebung erst tags darauf von der Panik ergriffen wurden. Der darauffolgende Dienstag, als das Chaos die Märkte schließlich in voller Gänze ergriffen hatte und aus der großen Panik endgültig ein beispielloser Versuch von Investoren wurde, ihre Aktien allesamt zum selben Zeitpunkt mittels Verkauf loszuwerden, was dem Zusammenbruch gleichkam, markierte als „Black Tuesday“ dann den Beginn der Weltwirtschaftskrise und der „Großen Depression“ in den USA. Aus dieser Begriffsverwirrung um den Donnerstag, den Freitag und den Dienstag resultiert übrigens auch die Tatsache, dass der bis heute sehr schwer zu bekommende Gangsterfilm „Black Tuesday“ (1954) mit Edward G. Robinson in Deutschland unter dem Titel „Schwarzer Freitag“ lief, obwohl es darin gar nicht um den berühmten Börsencrash geht, sondern um einen zum Tode verurteilten Gangster, der sein Heil in einer Geiselnahme sucht. Nur nicht die Orientierung verlieren!

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Welche Freunde kann Whitney noch anrufen?

Veröffentlichung: 4. November 2016 als DVD

Länge: 77 Min. (DVD)
Altersfreigabe: keine, da INFO-Programm gemäß § 14 JuSchG
Sprachfassungen: Deutsch
Untertitel: keine
Originaltitel: Der schwarze Freitag
BRD 1966
Regie: August Everding
Drehbuch: Answald Krüger & Maria Matray
Besetzung: Curd Jürgens, Dieter Borsche, Erik Ode, Ullrich Haupt, Wolfgang Reichmann, Hans Christian Blech, Paul Hoffmann, Hermann Lenschau, Heinz Engelmann, Wolfgang Neuss
Zusatzmaterial: Trailer zu anderen Filmen
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2016 by Ansgar Skulme
Fotos & Packshot: © Al!ve AG / Pidax Film

 

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The Wolf of Wall Street – „Ludovico-Technik“ für Geldgeile

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Kinostart: 16. Januar 2014

Von Florian Schneider

Satire // Koks, Nutten, Geld, noch mehr Koks, noch mehr Nutten, noch mehr Geld – und sonst? Ach ja, Downers, Uppers, Crack, Alk, rasierte Muschis, Schwänze, Luxushäuser, Luxusautos, Luxusboote, Luxusweiber und noch viel mehr Geld. Martin Scorsese lässt in „The Wolf of Wall Street“ die Sau raus, aber so richtig. Gute Güte, dieser Drogenrausch und diese Sexorgie! Diese Ausstellung römischer Spätdekadenz sowie kultureller, sozialer und moralischer Armut zieht sich über 180 Minuten hin, unterbrochen von ein paar Dialogen (na ja, einer endlosen Aneinanderreihung von „Fucks“) und den Weisheiten des Protagonisten Jordan Belfort aus dem Off. Leonardo DiCaprio ist für seine großartige Verkörperung dieses gierigen Antihelden gerade zu Recht mit seinem zweiten Golden Globe nach „Aviator“ (2004) ausgezeichnet worden. Er tut gut daran, der aktuelle Lieblingsschauspieler von Martin Scorsese zu sein.

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Ein Prost auf die Geldgier: Jordan Belfort

Hat er den Verstand verloren, der Martin Scorsese, dieser Meister der Ausstellung des amerikanischen Albtraums, der Beschreibung der dunklen Seite der Seele, der Gewalt und des Verbrechens, der Schattenseiten der amerikanischen Gesellschaft? Scheitert dieser großartige Chronist, der uns unzählige Filmperlen geschenkt hat, der 2007 ausgerechnet für ein Remake – wenn auch ein großartiges – nach gefühlten 100 Jahren seinen ersten Regie-Oscar gewann („The Departed“), an dem Versuch, die Widerwärtigkeit der Jahre der Maßlosigkeit, der unermesslichen Gier nach Drogen und Geld adäquat zu bezeugen? Singt er gar ein Loblied auf die Dekadenz der Wall-Street-Broker der 80er-Jahre? Fuck, nein!

Er bedient sich schlicht des einzigen Mittels, um dem Wahnsinn dieser Zeit ein neues Gesicht zu geben: der Satire. Der satirische Blick Scorseses erweitert den sezierenden und analytischen Blick eines Oliver Stone („Wall Street“, 1987) auf kongeniale Weise. „Wer denken die, dass ich bin? Gordon Gekko?“, fragt der vom FBI verfolgte Jordan Belfort an einer Stelle im Film. Belfort ist nicht Gekko, aber er ist auch kein besserer Mensch als der Großspekulant im Nadelanzug.

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Jordans Geschäftspartner Donnie (Jonah Hill)

Eine gelungene Satire lässt einen lachen und lässt einem das Lachen im Halse stecken bleiben. Sie weiß mit einer Szene zu faszinieren und zu begeistern, um gleich darauf durch deren permanente Wiederholung zu langweilen und damit das zuerst Gezeigte als inhaltsleer zu entlarven. In der Satire darf der Antiheld triumphieren, denn sein Triumph ist nichts wert. Er ist genau die komische und tragische Figur, die er eigentlich nicht sein will; er wurde ausgezogen und bloßgestellt, seiner falschen Aura beraubt und der Lächerlichkeit preisgegeben. Dabei hat Jordan Belfort noch Glück, dieser real existierende Habsüchtige, auf dessen Tatsachenbericht „The Wolf of Wall Street“ beruht. Scorsese und DiCaprio zeichnen ihn teilweise durchaus sympathisch und lassen damit zu, dass man Mitleid mit ihm empfinden kann. Eine Gnade, die ein Stanley Kubrick seinem Antihelden in der Historien-Satire „Barry Lyndon“ (1975) nicht gewährt hat.

Apropos Stanley Kubrick und Satire: in „Uhrwerk Orange“ (1971) kommt der gar nicht liebe Alex (Malcolm McDowell) in den zweifelhaften Genuss der „Ludovico-Technik“, bei der der jugendliche Gewalttäter mit soviel Gewalt und Brutalität konfrontiert wird, dass er allein beim Gedanken daran kotzen muss. Alex kann diesen Reflex schließlich überwinden, da er als fiktive Figur seine Rolle zu Ende spielt. Auch Jordan Belfort darf seine Rolle zu Ende spielen, muss nicht geläutert werden, denn auch er ist Teil eines satirischen Spiels. Hier wie da, bei Kubrick und Scorsese, entfaltet dieser Mechanismus lediglich beim Rezipienten seine Kraft. Die realen Manifestationen des Dargestellten werden als das entlarvt, was sie sind: Gegenentwürfe zur menschlichen Ethik und Moral, die Antithese zum „Kategorischen Imperativ“ Immanuel Kants. Wenn einem davon schlecht wird, dann hat die Satire ihr Ziel erreicht!

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Wieder ein paar Millionen mehr verdient. Ruft die Nutten!

Wer Satire nicht als solche zu erkennen vermag, darf denken, dass „A Clockwork Orange“ und „Natural Born Killers“ (1994) Gewalt verherrlichen, darf auch glauben, dass „The Wolf of Wall Street“ Habgier, Drogen und Dekadenz glorifiziert. Wahr wird diese Sichtweise deshalb nicht.

Wer auch immer fühlt, dass ihn das Verhalten der Antihelden dieser Filme zur Nachahmung stimuliert, dem sei dringend eine Verhaltenstherapie ans Herz gelegt. Ein Idiot war er allerdings bereits vor dem Filmgenuss.

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Jordan lässt sich hochleben

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Martin Scorsese sind in unserer Rubrik Regisseure aufgeführt, Filme mit Kyle Chandler und Matthew McConaughey in der Rubrik Schauspieler.

Länge: 180 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
USA 2013
Regie: Martin Scorsese
Drehbuch: Terence Winter, nach dem Tatsachenbericht von Jordan Belfort
Besetzung: Leonardo DiCaprio, Jonah Hill, Margot Robbie, Matthew McConaughey, Kyle Chandler, Rob Reiner, Jon Bernthal, Jon Favreau, Jean Dujardin, Joanna Lumley, Shea Whigham
Verleih: Universal Pictures International

Copyright 2014 by Florian Schneider

Filmplakat, Fotos & Trailer: © 2013 Universal Pictures International

 

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