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Buffalo Boys – Zwei rechnen ab

Buffalo Boys

Von Volker Schönenberger

Western // Ein Western aus Indonesien und Singapur – mal was anderes. „Buffalo Boys“ ist allerdings nicht hauptsächlich im Wilden Westen der USA angesiedelt, sondern im von den Niederländern besetzten Indonesien. In der Geschichte treffen Tatsachen und Fiktion aufeinander, wie wir aus einer Texteinblendung zu Beginn erfahren. Als mit der Kolonialhistorie nicht bis ins Letzte vertrauter Geschichtsinteressierter kurz gecheckt: Ab 1600 lösten die Niederlande Portugal als Kolonialherren in der Region ab, als Niederländisch-Indien gehört Indonesien zu den ersten Kolonien unserer westlichen Nachbarn. Los geht’s jedoch im Kalifornien des Jahres 1860. In einem durchs Land rasenden Zug kämpft der schmächtige, aber drahtige Indonesier Jamar (Ario Bayu) gegen einen weißen Muskelprotz, während sein Bruder Suwo (Yoshi Sudarso) Wetteinsätze einsammelt.

Zwei ritten zusammen

Nach einer bleihaltigen Auseinandersetzung mit ein paar Wett-Teilnehmern, die ihr Geld zurückhaben wollen, kehren die Brüder mit ihrem Onkel Arana (Tio Pakusadewo) nach Indonesien zurück. Dort berichtet ihnen Arana vom Tod ihres Vaters Sultan Hamza (Mike Lucock), den der niederländische Besatzer Van Trach (Reinout Bussemaker) einst meuchelte. Arana gelang die Flucht, er nahm die beiden kleinen Söhne seines Bruders mit nach Amerika.

Kiona, Suwo und Amors Pfeil

Kurz nach ihrer Rückkehr gerät das Trio an ein paar Schurken, denen sie eine Lektion erteilen. In einem Dorf erfahren sie, dass Van Trach als Gouverneur nach wie vor sein Unwesen treibt, die Kleinbauern zum Anbau von Opium zwingt und bei Widerstand verbrennt. Die jungen Indonesierinnen und Indonesier werden gebrandmarkt. Jamar und Suwo vergucken sich in die beiden jungen Schwestern Kiona (Pevita Pearce) und Sri (Mikha Tambayong) und nehmen den Kampf gegen den Usurpator und dessen gnadenlose rechte Hand Drost (Daniel Adnan) auf.

Uncut mit FSK-18-Freigabe

Die FSK-18-Freigabe der ungeschnittenen Fassung geht durchaus in Ordnung. Im Kampf werden schon mal ein Arm abgehackt und ein Auge ausgestochen, die Leichname verbrannter Menschen baumeln von Bäumen, und Van Trach peitscht einer bedauernswerten Frau den Rücken blutig, bevor er sie vergewaltigt. Für Fans gepflegter Gewaltdarstellung bieten die „Buffalo Boys“ einige Schauwerte – seinen Titel trägt der Film übrigens, weil Jamar und Suwo dem Showdown auf Büffeln entgegenreiten. Bedauerlich nur, dass das reichlich umherspritzende Blut aus dem Computer kommt, CGI-Blutfontänen sehen einfach nicht so gut aus wie das gute alte Kunstblut. Das digital gefilmte Bild lässt den Film obendrein nicht gerade wie einen Top-Blockbuster aussehen. Aber das ist er ja auch nicht, es passt also.

Van Trach hält sein Strafgericht ab

Die gesunde Mischung aus Western und Martial-Arts-Action bringt Freude. Regisseur Mike Wiluan hat im Lauf der Zeit sicher etliche klassische US-Western geschaut und setzt bekannte Motive liebevoll in Szene. Ein paar Zeitlupeneinstellungen würzen das Ganze. Zwar kommt der Humor nicht zu kurz, insgesamt überwiegt aber Ernsthaftigkeit bis hin zur Tragik – eine Mischung, die mir durchaus typisch fernöstlich vorkommt, zumindest scheint mir das in Hollywood und dem europäischen Kino ganz anders zusammengestellt zu werden. Wer die fernöstliche Gefühlsklaviatur im Film nicht gewohnt ist, mag einige Szenen sonderbar finden.

Regiedebüt des Produzenten von „Headshot“

„Buffalo Boys“ markiert das Regiedebüt von Mike Wiluan, der als Produzent unter anderem 2016 für den knackigen Actioner „Headshot“ verantwortlich zeichnete. Mit dem SF-Horrorstreifen „Beyond Skyline“ (2017) und der Videospielverfilmung „Hitman – Agent 47“ konnte er als Produzent sogar im Westen Fuß fassen. Bislang gibt es allerdings keine Hinweise auf weitere Produktionen oder Regiearbeiten Wiluans. Verdient hätte er sie.

Im Saloon geht’s gewalttätig zu

Die Busch Media Group hat „Buffalo Boys“ nicht nur als Blu-ray und DVD in herkömmlichem Amaray-Case veröffentlicht, sondern auch als limitiertes Mediabook mit Blu-ray und DVD. Da es mir nicht vorlag und ich bislang kein Mediabook des Labels zu Gesicht bekommen habe, kann ich über dessen Aufmachung und Qualität keine Auskunft geben. Welche weiteren in Fernost entstandenen Western außer „Buffalo Boys“, dem japanischen Clint-Eastwood-Remake „The Unforgiven“ von 2013 und der südkoreanischen Sergio-Leone-Hommage „The Good, the Bad, the Weird“ von 2008 fallen euch ein?

Bereit zum Showdown

Veröffentlichung: 18. Oktober 2019 als 2-Disc Limited Edition Mediabook (Blu-ray & DVD), Blu-ray und DVD

Länge: 103 Min. (Blu-ray), 99 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Indonesisch/Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Buffalo Boys
INDO/SING 2018
Regie: Mike Wiluan
Drehbuch: Raymond Lee, Mike Wiluan
Besetzung: Yoshi Sudarso, Ario Bayu, Pevita Pearce, Tio Pakusadewo, Reinout Bussemaker, Daniel Adnan, Happy Salma, Mikha Tambayong, El Manik, Donny Alamsyah, Donny Damara, Alex Abbad, Hannah Al Rashid, Zack Lee, Sunny Pang, Mike Lucock, Mike Wiluan
Zusatzmaterial: Originaltrailer, Trailershow, Wendecover, nur Mediabook: 16-seitiges Booklet, limitierte Postkarten mit Postermotiven
Label: Busch Media Group
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

Szenenfotos & Packshot DVD & Mediabook: © 2019 Busch Media Group

 

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Gewinnspiel: 4 x Auf eigene Faust auf Blu-ray

Verlosung

Sieben gemeinsame Western drehten Regisseur Budd Boetticher und Hauptdarsteller Randolph Scott von 1956 bis 1960, die mein geschätzter Autor Dirk Ottelübbert in seiner Rezension des 1957 entstandenen „Um Kopf und Kragen“ als Höhepunkte und Essenz ihrer beider Karrieren bezeichnet hat. Den fünften davon, „Auf eigene Faust“ von 1959, hat Koch Films jüngst im Rahmen der „Edition Western Legenden“ veröffentlicht und uns vier Blu-rays im schmalen Mediabook zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Zwar bringt es mir Spaß, Filme unter die Leute zu bringen, weil sich die überwältigende Mehrzahl der Gewinnerinnen und Gewinner aufrichtig freut und höflich bedankt. Dennoch geht der Versand etwas ins Geld, zumal „Die Nacht der lebenden Texte“ nach wie vor keinen Cent Ertrag abwirft (die unten ab und zu eingeblendete Werbung schaltet WordPress). Daher: Auf völlig freiwilliger Basis darf mir jede/r Gewinner/in gern anbieten, das Porto in Höhe von 1,55 Euro zu übernehmen – oder höher beim Wunsch nach versichertem Versand. Gebt mir das aber bitte nicht schon im Kommentar mit eurer Antwort bekannt, sondern erst im Gewinnfalle. Ich will nicht in Verdacht geraten, die Sieger danach zuzuteilen.

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu meiner Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 22. September 2019, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage am Ende des Textes.

Seid Ihr dazu nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Nur eine Teilnahme pro Haushalt. Ich behalte mir vor, Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht für den Lostopf zuzulassen oder ihnen im Gewinnfall nachträglich den Preis abzuerkennen, sofern mir Mehrfachteilnahmen unter Alias-Namen unterkommen. Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Gewonnen haben

– Andreas H.,
– Katja,
– Christoph Leo,
– Georg P.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „Auf eigene Faust“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

 

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Gewinnspiel: 4 x Sechs schwarze Pferde auf DVD

Verlosung

Ein Cowboy (Audie Murphy), ein Revolverheld (Dan Duryea) und eine schöne Frau (Joan O’Brien) im Gebiet feindseliger Indianer und Banditen – das birgt knisternde Spannung. Koch Films hat den Western „Sechs schwarze Pferde“ von 1962 jüngst im Rahmen der „Edition Western Legenden“ auf DVD im schmalen Mediabook veröffentlicht und uns vier Exemplare zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Zwar bringt es mir Spaß, Filme unter die Leute zu bringen, weil sich die überwältigende Mehrzahl der Gewinnerinnen und Gewinner aufrichtig freut und höflich bedankt. Dennoch geht der Versand etwas ins Geld, zumal „Die Nacht der lebenden Texte“ nach wie vor keinen Cent Ertrag abwirft (die unten ab und zu eingeblendete Werbung schaltet WordPress). Daher: Auf völlig freiwilliger Basis darf mir jede/r Gewinner/in gern anbieten, das Porto in Höhe von 1,55 Euro zu übernehmen – oder höher beim Wunsch nach versichertem Versand. Gebt mir das aber bitte nicht schon im Kommentar mit eurer Antwort bekannt, sondern erst im Gewinnfalle. Ich will nicht in Verdacht geraten, die Sieger danach zuzuteilen.

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu meiner Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 18. August 2019, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage am Ende des Textes.

Seid Ihr dazu nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

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Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die DVD. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Nur eine Teilnahme pro Haushalt. Ich behalte mir vor, Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht für den Lostopf zuzulassen oder ihnen im Gewinnfall nachträglich den Preis abzuerkennen, sofern mir Mehrfachteilnahmen unter Alias-Namen unterkommen. Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Die verspätete Auslosung bitte ich zu entschuldigen. Gewonnen haben

– Petra Hoffmann,
– Timo Kapprell,
– Jan Möller,
– Markus Tump.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „Sechs schwarze Pferde“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

 

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