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Die Teufelsbrigade – Hetzjagd durch den Dschungel Floridas

Distant Drums

Von Ansgar Skulme

Western // Der Marine-Leutnant Richard Tufts (Richard Webb) beteiligt sich 1840 im von Sümpfen durchzogenen Florida an einer wichtigen und gefährlichen Mission: Unter Führung von Quincy Wyatt (Gary Cooper), der schon seit langem in der Gegend lebt, soll ein Fort inmitten der wilden Natur vernichtet werden, das von Waffenhändlern als Umschlagplatz genutzt wird. Von den illegalen Geschäften profitieren unter anderem die in Florida beheimateten Seminolen, welche der Armee seit geraumer Zeit erbittert Widerstand leisten. Ihr Häuptling Ocala (Larry Chance) hasst Quincy Wyatt wie der Teufel das Weihwasser. Die Mission verläuft zunächst nach Plan und die Soldaten können sogar einige Zivilisten aus dem Fort befreien, doch auf dem Rückweg kommt es zum Desaster. Wyatt bleibt nur die Wahl zwischen dem sicheren Tod oder dem Weg durch die Everglades, wo neben den Seminolen auch viele wilde Tiere und gefährlicher Morast lauern.

Die Seminolen sind das einzige Volk nordamerikanischer Ureinwohner, das von den „weißen Eroberern“ nie gänzlich besiegt wurde. Von 1817 bis 1858 gab es insgesamt drei Seminolenkriege, die schließlich zu einer Zwangsumsiedlung des Stammes führten. Infolgedessen leben sie heute nicht mehr im nördlichen Florida, sondern im Süden dieses Bundesstaates sowie im erst 1907 den Vereinigten Staaten von Amerika beigetretenen Oklahoma. „Die Teufelsbrigade“ spielt während des zweiten dieser Kriege. Dem Film wird zuweilen attestiert, er sei eine Art Western-Remake des ebenfalls von Raoul Walsh inszenierten Kriegsfilms „Der Held von Burma“ (1945) mit Errol Flynn in der Hauptrolle. Dies sollte jedoch nicht über die Qualität des Werks hinwegtäuschen. Zugegebenermaßen zeichnet er ein sehr negatives Bild von den ihr Land brutal verteidigenden Seminolen; nichtsdestotrotz zählt er aber zweifelsohne zu den temporeichsten Western der 50er-Jahre sowie der vorausgegangenen Jahrzehnte – wobei man guten Gewissens behaupten kann, dass „Die Teufelsbrigade“ zu den bis heute am wenigsten beachteten Western Gary Coopers gehört, was insbesondere aufgrund der Zusammenarbeit mit einem Regisseur wie Walsh erstaunlich ist. Festzuhalten ist ferner, dass die Seminolen – bis auf den Häuptling – immerhin auch tatsächlich von Seminolen gespielt wurden und nicht, wie leider auch ab und an zu erleben, von Laiendarstellern oder Stuntmen mit schlecht sitzenden Perücken.

Angefangen bei der Musik …

Schon in den ersten Minuten bietet der Film geradezu eine Lehrstunde, wie man den Zuschauer clever fesselt. Zunächst setzt die Musik von Max Steiner ein, dessen furioses Titelthema mit seinem ähnlich gearteten Auftaktthema zu dem John-Huston-Klassiker „Der Schatz der Sierra Madre“ (1948) – einer der berühmtesten Abenteuerfilme des klassischen Hollywoods und einer der absoluten Männerfilme schlechthin – konkurrieren kann. Darauf folgt unmittelbar eine Einstellung zweier Seminolen, die mutmaßlich ihre Kriegstrommeln schlagen. Dies vermischt sich mit Steiners Komposition und die robuste, dynamische Marschrichtung des Films mitsamt einer bedrohlichen Grundstimmung, die den nahenden Existenzkampf der Kulturen einläutet, ist somit bereits in aller Deutlichkeit transparent, bevor die Texttafeln des Vorspanns überhaupt erst eingeblendet werden. Es sei dahingestellt, inwieweit sich Walsh hier von Byron Haskins Paramount-Western „Am Marterpfahl der Sioux“ (1951) inspirieren ließ, der mit einer genialen, epischen Einstellung eines uralten, singenden Indianers in Großaufnahme beginnt, die den Zuschauer ebenfalls noch vor den ersten Schrifteinblendungen des Vorspanns überrumpelt. Beide Filme starteten binnen weniger Monate in den US-Kinos. Denkbar, dass Walsh und sein dänischer Cutter Folmar Blangsted, aufgrund der Kürze der Zeit, vor dem Schnitt noch gar keine Möglichkeit hatten, diesen Film zu sehen und es zu dieser Dopplung nur kam, weil es eben ein so gut fesselndes Stilmittel ist. Auch die nächsten Minuten des Films sind von narrativ geradezu malerischer Schönheit: Geschickt, wie das Geschehen mittels einer Landkarte verortet und somit schnell zum großen Abenteuer in einer exotischen, fremden Welt stilisiert wird. Tufts taucht mittels einer sich bewegenden schwarzen Linie auf der Karte und nachfolgend in üppigen Technicolor-Bildern geradezu in das Abenteuer ein. Urig, wie Regisseur Walsh den Zuschauer bereits mit dem ersten auftauchenden Indianer täuscht – der ist einer der wenigen friedfertigen Ureinwohner in diesem Film, wird aber vorgestellt als hätte er düstere Absichten.

Wie in vielen Western zu erleben, gibt es einen guten und einen bösen Stamm: In diesem Fall sind die Creek die guten und die zahlenmäßig deutlich präsenteren Seminolen die bösen Indianer. Herrlich, das Grün des Dschungels, der zur Todesfalle zu werden droht, aber doch so prachtvoll und farbenfroh erscheint. Auf ihre Art fesselnd, die eingeflochtenen dokumentarischen Aufnahmen aus der Tierwelt. Heroisch, das erste Auftauchen von Gary Cooper. All dies bündelt sich nach dem ohnehin schon fulminanten Start in fast schon melancholischen Bildern binnen weniger Minuten, die zunächst etwas Tempo herausnehmen, dafür aber ungemein immersiv wirken. Kurios, wie das Händeschütteln mit den Creek zudem bereits frühzeitig als Gag etabliert wird, der dem Film später einen sympathischen Abschluss bietet. Dazwischen jedoch entfacht Walsh für mehr als eine Stunde zunächst einmal ein beachtliches Action- und Exotik-Feuerwerk – er schuf damit eines der besten Dschungel-Abenteuer des klassischen Hollywood-Kinos. Zur Ruhe kommt man erst nach dem Finale. Wenn die Gejagten einmal ausruhen, lassen bedrohliche Trommeln oder die Kriegsschreie der Indianer aus dem Off meist nicht lange auf sich warten.

Cooper in seiner vielleicht coolsten Rolle

Die schauspielerischen Leistungen in Actionfilmen – und für damalige Verhältnisse ist „Die Teufelsbrigade“ ein Action-Abenteuer der Vorzeigekategorie mit ungewöhnlich wenigen Atempausen – werden gern einmal mit oberflächlichen Argumenten heruntergespielt. Bei genauerer Betrachtung aber stellt man fest: Gary Cooper hatte in dem Film eine gar nicht einmal einfache Aufgabe vor sich. Seine Mission bei der Darstellung von Quincy Wyatt könnte man so formulieren: „Die ganze Zeit weglaufen, aber trotzdem heroisch wirken“. Ein Widerspruch, der aber funktioniert. Bereits in seiner ersten Szene wird er eingeführt als sei er eine Art lebende Legende. Dieser Wyatt hat viel erlebt, ihm hat das Leben tragisch und übel mitgespielt, aber er ist kaum totzukriegen – so viel ist schon nach kurzer Zeit klar. Sein letzter Grund weiterzuleben ist sein Sohn, aber dieser Grund ist ein ganz besonders guter.

Dem Anspruch, der große Quincy Wyatt zu sein – zwar keine historische Persönlichkeit, aber inszeniert als sei er eine –, wurde Cooper sehr gut gerecht. Bemerkenswert ist insbesondere, wie er die vermeintlich einfachen, dialogfreien Momente in den Actionszenen gestaltet, wenn die Seminolen die Flüchtenden gerade wieder einmal fast eingeholt haben. Immer wieder, wenn Wyatt zurückblickt und sieht, wie die Meute ihm und seinen Mitstreitern dicht im Nacken sitzt, spielt sich auf seinem Gesicht eine ganze Menge an Anspannung, aber auch Entschlossenheit ab. Man hat Cooper selten so gesehen. Sehr fokussiert, sehr taff, und glaubwürdig unter Strom stehend. Er macht plausibel, dass Wyatt immer wieder in Sekundenbruchteilen waghalsige Entscheidungen treffen muss, wobei er oftmals von allen als erster mit dem Tod bedroht ist. Gleichzeitig überzeugt er mit melancholisch-romantischen Zwischentönen: Die Liebesgeschichte, die hier nur eher beiläufig erzählt wird, ist ungewöhnlich überzeugend. Cooper und Mari Aldon nähern sich auf sehr sanfte Art und Weise, die Musik von Max Steiner dazu geht ans Herz und nie verliert Coopers Quincy Wyatt seinen Humor. Großartig eine Szene, in der ihn seine Angebetete und Leutnant Tufts dabei beobachten, wie er sich mit einem blanken Messer rasiert und dem deftigen Geräusch der Klinge lauschen, die die Barthaare vertilgt.

Die Chance zur ersten großen Rolle

Die Dynamik des Films lebt maßgeblich von Coopers nuancierter, sehr cooler, mit dem notwendigen Humor und einer sehr menschlichen Seele unterfütterten Performance, die sich gut mit dem äußerst extrovertierten, auf sonderbare Weise übertriebenen Spiel von Larry Chance – in der Rolle des ihn jagenden Seminolen-Häuptlings – ergänzt. Chance, dessen wilde Gesten seinen Häuptling Ocala – offenkundig eine namentliche Referenz an Osceola, der zum Zeitpunkt der Handlung des Films allerdings schon tot war – wie einen unkontrolliert wütenden Orkan erscheinen lassen, und der auf bedrohliche Weise einfach zu durchgeknallt wirkt, um zur nicht ernst zu nehmenden Karikatur verkommen zu können, spielte später noch diverse ähnlich geartete Rollen im Western. In „Die Teufelsbrigade“ stand er am Anfang seiner Karriere, weshalb er in Produktionsunterlagen zu seinen ersten Filmen, wie auch diesem, als Larry Carper aufgeführt wird. In keinem dieser ab 1951 erschienenen Filme wurde sein Name allerdings im Vorspann erwähnt. Erst ab 1952 berücksichtigte man ihn in den Vor- bzw. Abspännen und führte ihn nun als Larry Chance auf; erstmals in dem durchaus sehenswerten, mitten im 18. Jahrhundert angesiedelten Low-Budget-Western „Battles of Chief Pontiac“, wo er an der Seite von Lex Barker und Lon Chaney Jr. agierte. Kurios, dass „Die Teufelsbrigade“ ihm frühzeitig seine letztlich bedeutsamste Kinorolle bescherte; bemessen an der Bedeutung der Figur für die Geschichte, aber auch bemessen daran, dass der Film von Raoul Walsh inszeniert wurde, für Warner Brothers entstand und Gary Cooper in der Hauptrolle als unmittelbaren Gegenpart zeigt. Dass ein Schauspieler seine rückblickend wichtigste Filmrolle bereits gespielt hatte, bevor er sich sein langjährig verwendetes Pseudonym zulegte, kam in der Filmgeschichte bisher zweifelsohne nicht allzu häufig vor.

Wilhelm schrie, bevor es Wilhelm gab

Mag der Film für die erzählte Geschichte, für seine Dramaturgie und für die stilistische Inszenierung zu Unrecht kaum beachtet worden sein, hat er seinen Platz in den Geschichtsbüchern eigentlich trotzdem längst sicher. Auch in diesem Zusammenhang wurde „Die Teufelsbrigade“ genau genommen aber übergangen – zumindest was die Namensvergabe anbelangt. Die Rede ist vom sogenannten Wilhemsschrei (engl.: „Wilhelm Scream“), der noch Jahrzehnte später in zahlreichen wirklich berühmten Blockbustern – beispielsweise in der „Star Wars“- und der „Indiana Jones“-Reihe – sowie auch in Computerspielen verwendet wurde und in „Die Teufelsbrigade“ das erste Mal auftauchte. Als „Wilhelmsschrei“ werden sechs kurze, ähnlich geartete Tonaufnahmen eines Schmerzensschreis bezeichnet, die sich seit „Die Teufelsbrigade“ wie ein Running Gag durch die Filmgeschichte ziehen und von denen zumindest zwei erstaunlich häufig immer wieder aufs Neue aus dem Archiv geholt und verwendet wurden. Aufgenommen wurden diese kurzen Schreie angeblich von Sheb Wooley, der in „Die Teufelsbrigade“ eine kleine Rolle als Soldat in Wyatts Gefolge spielt. In den Szenen dazu sieht man, wie drei Indianer bei dem Angriff durch Wyatts Männer auf das Fort sterben – hierfür wurden drei verschiedene der sechs Aufnahmen verwendet – und später, wie einer der Flüchtenden von einem Alligator unter Wasser gezogen wird und sich mit dem Schrei auf tragische Weise vom Publikum verabschiedet. Die Alligator-Szene war letztlich der Auslöser, dass die sechs Schreie aufgenommen wurden, wie sich an dem Arbeitstitel „man getting bit by an alligator, and he screams“ erkennen lässt, unter dem sie zunächst archiviert wurden. Die Aufnahme, welche für alle sechs Schreie offenbar in einem Rutsch ohne Unterbrechung erfolgte, entstand erst nach dem Dreh – daraufhin fügte man die Schreie im Schnitt in die entsprechenden Szenen ein. Die Bezeichnung „Wilhelmsschrei“ geht allerdings nicht auf „Die Teufelsbrigade“ zurück, sondern auf den von Gordon Douglas in 3D inszenierten Western „Der brennende Pfeil“ (1953), der ebenfalls eine Geschichte vom Widerstreit zwischen Soldaten und Indianern – in dem Fall Cheyenne – erzählt. Dieser Film wurde erst ab Februar 1953 gedreht und kam gut eineinhalb Jahre nach „Die Teufelsbrigade“ ins Kino. Der Soldat, der darin mit einem der sechs Schreie versehen wurde, trug den Namen Wilhelm. Seither tragen alle sechs Tonaufnahmen den Namen „Wilhelm“ bzw. „Wilhem #1“ bis „Wilhelm #6“. Aber: Ohne „Die Teufelsbrigade“ kein Wilhelmsschrei!

Wo bleibt die deutsche Heimkino-Auswertung?

Wer „Der Schatz der Sierra Madre“ mochte, wird „Die Teufelsbrigade“ nicht nur der ähnlich gearteten Musik Max Steiners wegen mögen, sondern auch weil der Film gleichsam exemplarisch und stilbildend eine Story hartgesottener Männer erzählt, wobei Action, Tempo und der exotische Schauplatz des von wilder Natur gekennzeichneten Floridas, hier als urtypische Motive des spannenden Abenteuerkinos, wie es Männer häufig lieben, ebenso gut funktionieren wie die Goldsuche als großer Klassiker unter den Abenteuerfilm-Themen zuvor in „Der Schatz der Sierra Madre“. Auf King Vidors hervorragendes, sehr gut vergleichbares Technicolor-Western-Abenteuer „Nordwest-Passage“ (1940), das die Natur in ebenso tollen Farben zeigt, sollte ursprünglich ein zweiter Teil folgen. Dieser wurde schließlich verworfen – aber wenn es im klassischen Hollywood genau den einen, einzig wahren Film gibt, der narrativ perfekt an diese Vorlage anschließt und praktisch für das fehlende Sequel entschädigt, so ist das „Die Teufelsbrigade“. Lediglich spielt der Film etliche Jahrzehnte später, bietet jedoch sehr ähnliche Stilmittel, Figuren, Settings und Situationen. Nicht zuletzt schließt er mit seiner abenteuerversessenen Story und den großartigen mit Farben überfüllten Technicolor-Bildern sowie hinsichtlich seiner Darstellung der Indianer aber auch gut an Coopers beide unter der Regie von Cecil B. DeMille entstandenen Farbwestern „Die scharlachroten Reiter“ (1940) und „Die Unbesiegten“ (1947) an. In den deutschen Fassungen dieser beiden DeMille-Western hatte Gary Cooper mit Peter Pasetti zudem seinen wahrscheinlich am besten passenden deutschen Synchronsprecher, der ihn darüber hinaus leider nur noch in der Kinosynchronisation von „Wem die Stunde schlägt“ (1943) sprach. Wolf Martini in „Die Teufelsbrigade“ ist eine ziemlich ungewöhnliche Besetzung, für die es bei diesem einen Film blieb. Allerdings macht die Tatsache, dass die Wahl auf den sehr rau, tief und kernig klingenden Martini fiel – der ansonsten, neben einigen anderen Stars, beispielsweise auch öfter einmal die sehr robusten Charakterdarsteller Ward Bond, Lee J. Cobb und Ted de Corsia sprach – deutlich, dass man sich bewusst war, welch taffen Charakter die Rolle für Coopers Verhältnisse hatte. Cooper war zuvor nie so sehr Actionfilm-Darsteller wie hier und war es auch danach nie wieder – und dieser Tatsache trägt die Synchronfassung letztlich Rechnung.

In den USA wurde das Werk im September 2014 schließlich mit einer Blu-ray gewürdigt, nachdem es bereits zehn Jahre zuvor eine DVD mit guter Bildqualität, aber knappem Bonus auf den Markt geschafft hatte. In Deutschland allerdings lief der Film nicht nur schon verdammt lange nicht mehr im Pay- geschweige denn Free-TV, was ihn selbst von anderen hierzulande eher seltenen Western recht bekannter Stars und/oder Regisseure noch einmal abhebt – letzte Ausstrahlungen auf Premiere Nostalgie und Kabel 1 gab es in den 2000er- bzw. 90er-Jahren –, sondern er wartet zudem nach wie vor auf jegliche Form der DVD-Veröffentlichung. Auch dieses Merkmal teilt sich „Die Teufelsbrigade“ leider mit „Nordwest-Passage“. Aber als Cineast hofft man ja doch, dass es wenigstens die Tonfilme von wirklich sehr bekannten Regisseuren der klassischen Hollywood-Ära, die von Stummfilmzeiten an über Jahrzehnte erfolgreich waren – und dieser Status gilt sowohl für King Vidor als auch Raoul Walsh – irgendwann einmal lückenlos ins Heimkino geschafft haben werden. Regisseure wie Vidor und Walsh waren für das Classical Hollywood, sei es nun im Stummfilm oder im Tonfilm, im Farbfilm oder in Schwarz-Weiß, genauso wichtig wie Truffaut und Godard später für die Nouvelle Vague oder Rossellini und Fellini für den italienischen Neorealismus der 40er- und 50er-Jahre. Sie verhalfen der Ära zu einigen ihrer Höhepunkte und haben daher vergleichbare DVD-Editionen verdient, die mehr als nur ihre berühmtesten Filme würdigen.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Raoul Walsh sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Gary Cooper in der Rubrik Schauspieler.

Veröffentlichung (USA): 23. September 2014 als Blu-ray und DVD, 11. Mai 2004 als DVD

Länge: 101 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: Distant Drums
USA 1951
Regie: Raoul Walsh
Drehbuch: Niven Busch, Martin Rackin
Besetzung: Gary Cooper, Mari Aldon, Richard Webb, Arthur Hunnicutt, Larry Chance, Ray Teal, Robert Barrat, Dan White, Sheb Wooley, Angelita McCall
Verleih: Warner Brothers
Vertrieb (USA): Olive Films

Copyright 2017 by Ansgar Skulme
Filmplakat: Fair Use

 

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Rocco – Der Mann mit den zwei Gesichtern: Italo-Western-Gewalt mit einer Prise Klamauk

Sugar Colt

Von Volker Schönenberger

Western // 1866, New Mexico: Der Bürgerkrieg ist zu Ende. General Lee und seine Soldaten kehren aus dem Norden nach Hause zurück. Zur gleichen Zeit befinden sich auch die Reste eines Scharfschützen-Bataillons der dritten Füsilier-Brigade auf dem Rückmarsch. Doch die Einheit der Nordstaatler kommt nie in ihrer Heimat an. Einige von ihnen werden nach einem Dynamit-Anschlag von herabstürzenden Felsmassen getötet, die anderen gefangen gesetzt.

Rocco imponiert gern Frauen

Zwei Jahre später: Der als „Sugar Colt“ bekannte Revolverheld Rocco (Jack Betts) hat der Gewalt abgeschworen und gefällt sich mittlerweile darin, Frauen das Schießen beizubringen. Sein alter Freund Alan Pinkerton sucht ihn auf, um für seine Detektivagentur einen Auftrag auszuführen: Angehörige der seinerzeit verschwundenen Soldaten haben Briefe mit Lösegeldforderungen erhalten. Leben die Nordstaatler noch? Rocco lehnt den Auftrag ab, ändert seine Meinung aber, als Pinkerton vor seinen Augen einem Mordanschlag zum Opfer fällt. Als stutzerhafter Arzt getarnt, begibt sich Rocco ins Gebiet, in dem die Soldaten verschwanden. In Snake Valley laufen die Fäden zusammen …

Regieassistent von Sergio Leone

Unter dem Pseudonym Frank Prestland assistierte Regisseur Franco Giraldi 1964 keinem Geringeren als Sergio Leone bei dessen „Für eine Handvoll Dollar“. „Rocco – Der Mann mit den zwei Gesichtern“ markierte zwei Jahre später Giraldis dritte Regiearbeit. Für die Musik konnte er den 30 Jahre später für „Der Postmann“ mit dem Oscar prämierten Luis Bacalov gewinnen, der im selben Jahr wie „Rocco – Der Mann mit den zwei Gesichtern“ auch Sergio Corbuccis „Django“ musikalisch untermalte. Laut Internet Movie Database war auch Ennio Morricone am Soundtrack beteiligt. Bacalov, Morricone – kein Wunder, dass der Film bis hin zum Showdown pure Italo-Western-Atmosphäre verströmt.

Im sonderbaren Outfit demonstriert er seine Fähigkeiten als Boxer

Trotz vieler Toter und einer entsprechenden Ernsthaftigkeit in etlichen Szenen kommt auch der Humor ein wenig zu seinem Recht. Das liegt an der Titelfigur, dem Mann mit den zwei Gesichtern. Wenn Rocco zum Arzt Dr. Tom Cooper wird, verwandelt er sich vom eiskalten Ermittler zum trotteligen Greenhorn – das allerdings eitel genug ist, nach kurzer Zeit im Schlafgewand seine Künste als Boxer zu demonstrieren. Die klamaukige Szene passt zwar nicht recht ins Gefüge der Handlung, weil Rocco damit frühzeitig einen Teil seiner Tarnung preisgibt, aber für das eine oder andere Logikloch sind ja viele Italo-Western bekannt. Unterhaltsam genug ist das allemal und dank der Undercover-Story auch originell.

Von New Jersey zum Italo-Western

Hauptdarsteller Jack Betts stammt aus New Jersey und war schon in den Jahren vor „Rocco – Der Mann mit den zwei Gesichtern“ fürs US-Fernsehen aktiv. Das ist der 1929 Geborene bis heute, ab den 90er-Jahren sah man ihn einige Jahre auch in kleinen Rollen in Kino-Produktionen. Für seinen einzigen Italo-Western-Auftritt gab er sich das Pseudonym Hunt Powers – was auch immer ihn dazu motivierte oder wer auch immer ihn dazu nötigte. Koch Films hat „Rocco – Der Mann mit den zwei Gesichtern“ bereits 2013 in der Reihe „Western Unchained“ auf DVD veröffentlicht und eröffnet damit heuer eine neue Reihe, die den Titel „Westernhelden“ trägt. Die 2-Disc-Edition enthält Blu-ray wie DVD. Zur Sichtung des Films lag leider nur eine nackte Disc vor, sodass wir über die Aufmachung der Reihe keine Auskunft geben können. Der Film selbst passt trefflich in gut sortierte Italo-Western-Sammlungen.

Tödliche Waffe: Die Schurken besitzen eine Gatling Gun

Die Filme der Reihe „Western Unchained“:

01. Die Zeit der Geier (Il tempo degli avvoltoi, IT 1967)
02. Mercenario – Der Gefürchtete (Il mercenario, IT/SP 1968)
03. Navajo Joe (Navajo Joe, IT/SP 1966)
04. Tepepa (Tepepa, IT/SP 1969)
05. Der Tod zählt keine Dollar (La morte non conta i dollari, IT 1967)
06. Yankee (Yankee, IT/SP 1966)
07. Rocco – Der Mann mit den zwei Gesichtern (Sugar Colt, IT/SP 1966)
08. Eine Pistole für Ringo (Una pistola per Ringo, IT/SP 1965)
09. Ringo kommt zurück (Il ritorno di Ringo, IT/SP 1965)
10. Der Mörder des Klans (Prega il morto e ammazza il vivo, IT 1971)

Auch eine Damsel in Distress gilt es zu retten

Veröffentlichung: 6. April 2017 als 2-Disc Edition „Westernhelden #1 (Blu-ray & DVD), 18. Januar 2013 als DVD (Western Unchained)

Länge: 100 Min. (Blu-ray), 97 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch (BRD), Deutsch (DDR), Englisch, Italienisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Sugar Colt
IT/SP 1966
Regie: Franco Giraldi
Drehbuch: Sandro Continenza, Fernando Di Leo, Augusto Finocchi, Franco Giraldi, Giuseppe Mangione
Besetzung: Jack Betts, Soledad Miranda, Giuliano Raffaelli, Gina Rovere, Erno Crisa, Víctor Israel, Valentino Muñiz, Paolo Magalotti, Nazzareno Zamperla, George Rigaud
Zusatzmaterial Edition Westernhelden: Interviews mit Darsteller Hunt Powers, Regisseur Franco Giraldi, Filmhistoriker Fabio Melelli, Bildergalerie,Trailer
Zusatzmaterial Edition Western Unchained: Interview mit Hauptdarsteller Hunt Powers, Deutscher und Italienischer Trailer, Bildergalerie
Vertrieb: Koch Films

Copyright 2017 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshots: © Koch Films

 

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Schüsse peitschen durch die Nacht – Was wäre der Western ohne seine Charakterdarsteller?

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Showdown at Abilene

Von Ansgar Skulme

Western // Der Amerikanische Bürgerkrieg ist gerade vorüber – manch einer weiß noch nicht einmal etwas davon. Jim Trask (Jock Mahoney) zieht es zurück in seine Heimatstadt Abilene, denn er hofft, dass seine Peggy (Martha Hyer) dort auf ihn wartet. Auf dem Heimweg trifft er seinen alten Freund Chip Tomlin (Grant Williams) wieder, der für die Gegenseite gekämpft hat und daher schon bald auf Probleme stößt, in die auch Trask hineingezogen wird. Der gerissene Dave Mosely (Lyle Bettger) hält mit Hilfe des brutalen Sheriffs Claudius (Ted de Corsia) die Stadt unter seiner Kontrolle. Man kommt den beiden besser nicht in Quere – doch Claudius verfolgt auch eigene Ambitionen.

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Dieser Blick verheißt selten Gutes

Jock Mahoney arbeitete nach Ende des Zweiten Weltkrieges zunächst als Stuntman beim Film, wobei er vor allem als Double der Hauptfigur in der „The Durango Kid“-Filmreihe mit Charles Starrett zum Einsatz kam und schließlich auch vermehrt als Nebendarsteller eingesetzt wurde. Als Starretts Vertrag auslief, plante man, ihn durch Mahoney zu ersetzen. Ein erster Film wurde gedreht, aber nicht veröffentlicht, stattdessen entschloss sich Columbia Pictures kurzfristig, die „Durango Kid“-Reihe 1952 zu beenden. Schon 1951 bekam Mahoney außerdem eine eigene Westernserie im Fernsehen: „The Range Rider“ lief rund zwei Jahre lang. Erst 1954 war Mahoney in „Overland Pacific“ erstmals als Hauptdarsteller und Star eines eigenständigen Kinofilms zu sehen – das Genre blieb dabei, wie gewohnt, der Western. Nach dieser United-Artists-Produktion zog es ihn bald zu Universal, wo er ab 1956 nicht nur den Sektor Western als weiterer Star neben Recken wie Jeff Chandler, Rory Calhoun und Lex Barker verstärkte, aber vor allem in diesem Genre in Hauptrollen besetzt wurde. „Schüsse peitschen durch die Nacht“ war Mahoneys zweiter Universal-Western nach dem bereits durchaus gelungenen „Stunden des Terrors“ (1956), wo allerdings noch Dale Robertson an erster Stelle des Vorspanns genannt worden war. Erst mit „Schüsse peitschen durch die Nacht“ wurde Jock Mahoney somit als eigenständiger Held im Universal-Western etabliert.

Es sind die kleinen Dinge …

Auf den ersten Blick ist dieser Western formell sehr durchschnittlich. Er bietet viele typische Versatzstücke und Charaktere: den Helden, das Mauerblümchen, einen die Stadt kontrollierenden Schurken, fiese Handlanger und einen zwischen die Fronten geratenden Freund des Helden. Visuell und zunächst auch strukturell sieht das alles nach typischem B-Westernkino der ersten Hälfte der 50er aus. Doch ein paar Details sind hier eher ungewöhnlich und machen den Film besonders. Da ist das Trauma, das der Held mit sich herumschleppt. Dieses macht ihn nicht nur verwundbar, sondern offenbart ihn schließlich auch als Person mit Schuld, als greifbaren Menschen und nicht als perfekten Gewinner. Die Abkehr vom Strahlemann im Sattel, der das Kind schon schaukeln wird, tut dem Film gut. Natürlich wäre es zu einfach, so zu tun, als wären alle Helden im Western der 50er immer moralisch perfekte Cowboys mit weißem Hut gewesen und die Schurken hätten stets Schwarz getragen, aber wie weit es „Schüsse peitschen durch die Nacht“ mit der Demontage seines Helden immerhin treibt, ist dann wiederum auch nicht der Regelfall. Damit nicht genug, überrascht der Film auch mit einer interessanten Konstellation auf der anderen Seite: Der auf den ersten Blick sehr plakativ erscheinende Mosely – mitsamt seiner fehlenden Hand, an deren Stelle eine Art schwarzer Handschuh den verbliebenen Stummel kaschiert, was ein wenig an spätere James-Bond-Schurken wie Dr. No und Tee Hee erinnert –, entpuppt sich im Laufe der Zeit als weitaus interessantere Figur, die weit über den bloßen Despoten hinausgeht, der seine Handlanger steuert und am Ende typischerweise das alles entscheidende Duell mit dem Helden bestreitet. In seinem tiefsten Inneren plagen Mosely Sorgen und Herausforderungen, mit denen man kaum rechnet und die erst unter der stereotyp scheinenden Oberfläche zum Vorschein kommen. Hinzu kommt, dass in „Schüsse peitschen durch die Nacht“ etwas passiert, das in Western der damaligen Zeit vergleichsweise selten vorkommt: Auf der Seite der Schurken findet im Laufe des Films eine Machtverschiebung statt.

Ein Kino der Typen und Gesichter

Rückblickend kann man es als durchaus genialen Schachzug bezeichnen, dass dieser Mosely dann auch noch mit Lyle Bettger besetzt wurde – einem Schauspieler der des Öfteren Schurken verkörperte, die von Anfang bis Ende so konsequent verschlagen rüberkommen wie hier allerdings nur in der ersten Hälfte des Films. Unvergleichlich sein zähnefletschendes, falsches Lächeln, das auch auf einem der diese Veröffentlichung begleitenden Promo-Bilder sehr schön zu sehen ist. Die Rolle ist also nicht nur ungewöhnlich, gerade Bettger traut man ihre Entwicklung im Verlauf des Films umso weniger zu. Als Vergleich empfiehlt sich beispielsweise sein weitaus geradlinigerer Schurkenpart in „Der große Aufstand“ (1953) – dieser sehr unterhaltsame Universal-Western wurde bereits vor geraumer Zeit als 12. Teil der „Edition Western Legenden“ ebenfalls von Koch Media (heute Koch Films) auf DVD veröffentlicht. Schauspieler wie Lyle Bettger oder Ted de Corsia in „Schüsse peitschen durch die Nacht“ sind es, deretwegen man im Englischen von „Typecasting“ spricht und die den B-Western durch ihre Präsenz immer wieder veredelten. Kerle mit kantigen Gesichtern, Typen mit eindrücklicher Präsenz und Wiedererkennungswert, die selbst die eindimensionalsten Rollen unterhaltsam zu vermitteln wussten – mochten sie nun Schurken spielen oder die besten Kumpels des Helden sein. Jedes der damaligen einigermaßen kapitalkräftigen Hollywood-Studios hatte einen gewissen Grundstock solcher Darsteller unter Vertrag und buchte sich von Film zu Film weitere hinzu. Auch bestimmte Regisseure hatten ihre jeweiligen Vorlieben, mit welchen Charakterdarstellern sie immer wieder zusammenarbeiten. Man könnte im selben Atemzug wie Bettger und de Corsia beispielsweise auch Ward Bond, Lee Van Cleef, Emile Meyer, Alex Nicol, Neville Brand, Elisha Cook Jr., Hank Worden und viele andere mehr nennen, was nur die 50er-Jahre anbetrifft.

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Trask kämpft mit seinen inneren Dämonen

An den begrenzten schauspielerischen Möglichkeiten des Hauptdarstellers Jock Mahoney wird zuweilen Kritik laut. Sogar der Regisseur Charles Haas behauptete in einem Interview über 50 Jahre nach dem Dreh, er habe den späteren Serienstar David Janssen („Richard Diamond, Privatdetektiv“, „Auf der Flucht“, „Harry O“), der hier eine Nebenrolle als Hilfssheriff spielt, im Film des Öfteren an eine Tür lehnend gezeigt, damit dieser Mahoney in gemeinsamen Szenen nicht ständig die Show stahl. Die Kritik an Mahoney ist im Allgemeinen sicher etwas übertrieben und gerade in den Momenten von „Schüsse peitschen durch die Nacht“, wenn die psychischen Probleme der Figur zum Vorschein kommen, ist er überraschend überzeugend – Würze und Charisma erhält der Film aber trotzdem erst durch seine Charakterdarsteller. Problematisch ist vor allen Dingen, dass die Liebesgeschichte absolut nicht überzeugt und damit auch die Glaubhaftigkeit des Helden leidet, was allerdings weniger an Mahoney denn an der enttäuschenden Martha Hyer liegt, die ihre ohnehin schon völlig oberflächliche Rolle leider sehr schwach spielte.

Verwirrungen um das Bildformat

Die DVD von Koch Films bietet, wie üblich, ein schickes Technicolor-Bild und der Ton lässt keine Wünsche offen. Das Bonusmaterial ist solide und entspricht dem Standard der „Edition Western Legenden“, bei der das Booklet schon immer das Herzstück der Extras war. Etwas irritierend ist lediglich das Bildformat 4:3 (andere Schreibweise: 1,33:1), da der Film ursprünglich im Format 2,00:1 gedreht worden sein soll. Dies passt auch besser zum Veröffentlichungsjahr 1956, da ab 1953/1954 das Breitwand-Kino Einzug hielt und einigermaßen große Studios sich bei ihren Produktionen in der Folge recht schnell und konsequent vom heute sogenannten „Vollbild“ abwandten – auch wenn sehr breite Formate wie 2,35:1 oder 2,55:1 trotzdem immer noch das andere Extrem darstellten und sich die meisten Filme irgendwo in der Mitte zwischen Vollbild und CinemaScope trafen.

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Das schmückende Beiwerk, um das sich trotzdem alle reißen

Leider fällt zuweilen auf, dass der Bildinhalt rechts und links offenbar etwas beschnitten wurde. Besonders deutlich wird dies in einer Szene, in der sich Lyle Better in der Bildmitte in einem Spiegel zeigt, während rechts und links von diesem Spiegel der Held und seine Angebetete zu sehen sind, Jock Mahoney dabei aber nicht (mehr) voll im Bild ist. Da es bis in die 90er leider durchaus üblich war, Filme beispielsweise für ihre Fernsehausstrahlungen derartig zu beschneiden, um die Fernsehbildschirme voll auszufüllen und schwarze Balken am oberen und unteren Bildrand zu vermeiden, mag es allerdings sein, dass von diesem Film auch tatsächlich kein anderes Bild-Master mehr zu bekommen war, das gleichzeitig auch noch restauriert vorliegt. Man kann Koch Films hier wahrscheinlich keinen Vorwurf machen, denn in der Regel treiben die Labels für solche DVD-Veröffentlichungen die Original-Kinoformate auf, auch wenn im deutschen Fernsehen Vollbild-Fassungen solcher Western aus der zweiten Hälfte der 50er liefen.

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Sieht so echte Liebe aus?

Die „Edition Western Legenden“ von Koch Films:

01. Die weiße Feder (White Feather, 1955)
02. Rache für Jesse James (The Return of Frank James, 1940)
03. Der letzte Wagen (The Last Wagon, 1956)
04. Union Pacific (Union Pacific, 1939)
05. Rio Conchos (Rio Conchos, 1964)
06. Schieß zurück Cowboy (From Hell to Texas, 1958)
07. Herrin der toten Stadt (Yellow Sky, 1948)
08. Die schwarze Maske (Black Bart, 1948)
09. Ritt zum Ox-bow (The Ox-Bow Incident, 1943)
10. 100 Gewehre (100 Rifles, 1969)
11. Shoot Out – Abrechnung in Gun Hill (Shoot Out, 1971)
12. Der große Aufstand (The Great Sioux Uprising, 1953)
13. Der Tag der Vergeltung (Untamed Frontier, 1952)
14. Duell mit dem Teufel (The Man from Bitter Ridge, 1955)
15. Grenzpolizei Texas (The Texas Rangers, 1936)
16. El Perdido (The Last Sunset, 1961)
17. Trommeln des Todes (Apache Drums, 1951)
18. Drei Rivalen (The Tall Men, 1955)
19. Quantez, die tote Stadt (Quantez, 1957)
20. Reiter ohne Gnade (Kansas Raiders, 1950)
21. Die Höhle der Gesetzlosen (Cave of Outlaws, 1951)
22. Western Union (Western Union, 1941)
23. Ritt in den Tod (Walk the Proud Land, 1956)
24. Vorposten in Wildwest (Two Flags West, 1950)
25. Santiago der Verdammte (The Naked Dawn, 1955)
26. Verschwörung auf Fort Clark (War Arrow, 1953)
27. Vom Teufel verführt (The Rawhide Years, 1955)
28. Der große Bluff (Destry Rides Again, 1939)
29. Gold aus Nevada (The Yellow Mountain, 1954)
30. Rivalen im Sattel (Bronco Buster, 1952)
31. Feuer am Horizont (Canyon Passage, 1946)
32. Noch heute sollst du hängen (Star in the Dust, 1956)
33. Frisco Express (Wells Fargo, 1937)
34. Schieß oder stirb (Gun for a Coward, 1957)
35. Der große Minnesota Überfall (The Great Northfield, Minnesota Raid, 1972)
36. Mit roher Gewalt (The Spoilers, USA 1955)
37. Die Welt gehört ihm (The Mississippi Gambler, USA 1953)
38. Rebellen der Steppe (Calamity Jane and Sam Bass, USA 1949)
39. Der Vagabund von Texas (Along Came Jones, USA 1945)
40. Auf verlorenem Posten (The Lone Hand, USA 1953)
41. California (California, USA 1947)
42. Der blaue Mustang (Black Horse Canyon, USA 1954)
43. Die Meute lauert überall (Raw Edge, USA 1956)
44. Rächer der Enterbten (The True Story of Jesse James, USA 1957)
45. Schüsse peitschen durch die Nacht (Showdown at Abilene, USA 1956)

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Das Blatt wendet sich – der Schurke kommt ins Schwimmen

Veröffentlichung: 2. März 2017 als DVD

Länge: 77 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch & Englisch
Untertitel: keine
Originaltitel: Showdown at Abilene
USA 1956
Regie: Charles F. Haas
Drehbuch: Berne Giler, nach einer Kurzgeschichte von Clarence Upson Young
Besetzung: Jock Mahoney, Martha Hyer, Lyle Bettger, David Janssen, Ted de Corsia, Grant Williams, Harry Harvey, Dayton Lummis, Richard H. Cutting, Robert Anderson
Zusatzmaterial: Bildergalerie, Booklet
Vertrieb: Koch Films

Copyright 2017 by Ansgar Skulme
Fotos & Packshot: © 2017 Koch Films

 

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