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Schlagwort-Archive: Western

Gewinnspiel: 3 x Das Geheimnis der 5 Gräber auf Blu-ray

Verlosung

In „Das Geheimnis der 5 Gräber“ (1956) tun sich ein Mann (Richard Widmark) und eine Frau (Donna Reed) zusammen, um den Mörder seines Vaters und ihres Ehemanns zu finden. Das Label explosive media hat John Sturges’ Western als Blu-ray und DVD veröffentlicht, der Vertrieb Koch Films hat uns drei Blu-rays zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank, auch im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Da „Die Nacht der lebenden Texte“ nach wie vor keinen Cent Ertrag abwirft (die unten ab und zu eingeblendete Werbung schaltet WordPress): Wer möchte, darf mir im Gewinnfalle gern anbieten, das Porto in Höhe von 1,55 Euro zu übernehmen – oder höher beim Wunsch nach versichertem Versand. Dies ist aber völlig freiwillig und keine Teilnahmevoraussetzung. Nicht freiwillig, sondern verbindlich hingegen: Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu meiner Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 19. September 2021, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage im letzten Absatz des Textes.

Seid Ihr dazu nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Nur eine Teilnahme pro Haushalt. Ich behalte mir vor, Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht für den Lostopf zuzulassen oder ihnen im Gewinnfall nachträglich den Preis abzuerkennen, sofern mir Mehrfachteilnahmen unter Alias-Namen unterkommen. Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner/innen werde ich im Lauf von zwei Wochen nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Gewonnen haben

– Carmen,
– Oliver,
– Alexander Querengässer.

Leider hat sich ein Gewinner auch auf meine zweite Benachrichtigung nicht gemeldet, ein zweiter hat obendrein lediglich mit einer nicht erreichbaren E-Mail-Adresse teilgenommen. Daher habe ich nunmehr Gert sowie Rüdiger Kwade als neue Gewinner ausgelost. Herzlichen Glückwunsch! Auch Ihr werdet benachrichtigt.

Kruzifix! Nun haben sich auch die beiden Nachrücker nicht auf meine zweite Benachrichtigung gemeldet. Das artet in Arbeit aus. Nun habe ich Sascha S. und Markus Tump ermittelt. Herzlichen Glückwunsch! Auch Ihr werdet benachrichtigt.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt. Allerdings hat Gewinner Alexander Querengässer mit einer E-Mail-Adresse teilgenommen, die eine Failed-Delivery-Benachrichtigung erzeugt. Sofern er nicht auf diesen Beitrag schaut, wird er wohl nichts von seinem Gewinn erfahren. In dem Fall lose ich Anfang kommender Woche einen neuen Namen aus.

Die Rezension von „Das Geheimnis der 5 Gräber“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2021 by Volker Schönenberger

 

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Lucio Fulci (VI): Wolfsblut – Goldrausch am Klondike

Zanna Bianca

Von Volker Schönenberger

Western-Abenteuer // Den 1906 erstveröffentlichten Roman „Wolfsblut“ („White Fang“) von Jack London habe ich als Jugendlicher wiederholt gelesen. Überhaupt mochte ich Jack London sehr (weiß leider nicht, wo seine Bücher abgeblieben sind). Ein Grund mehr, die 1973er-Verfilmung „Wolfsblut“ von Lucio Fulci im Rahmen unserer Werkschau des italienischen Regisseurs unter die Lupe zu nehmen.

Mitsah und Wolfsblut werden dicke Freunde

Im Jahr 1896 ist das Gebiet um den Klondike River in der nordkanadischen Yukon-Region fest in der Hand des Goldrauschs. Charlie (Daniel Martín) und seinen Sohn Mitsah (Missaele) kümmert das vorerst wenig. Die beiden Angehörigen der First Nations des Landes haben gerade einen Wolfshund gefangen, den sie „Wolfsblut“ nennen. Trotz der Ermahnungen seines Vaters freundet sich Mitsah mit dem wilden Tier an. Wolfsblut rettet dem Jungen sogar das Leben, als der auf einem See beim Eisangeln einbricht.

Kriminelle Umtriebe in Dawson City

Charlies Freund Kurt Jansen (Raimund Harmstorf), ein Regierungsbeamter, hat einen Bekannten mit in die Gegend gebracht: den Journalisten und Schriftsteller Jason Scott (Franco Nero). Im nahe gelegenen Dawson City führt der verbrecherische Geschäftsmann Beauty Smith (John Steiner) ein hartes Regiment.

Eine handfeste Keilerei darf nicht fehlen

Ich bin mehr mit Lucio Fulcis Horrorschockern wie „Ein Zombie hing am Glockenseil“ (1980) und „Über dem Jenseits“ (1981) vertraut, in denen der Italiener übliche Pfade des Storytellings zugunsten einer geradezu surrealen Atmosphäre verließ. Umso interessanter, ältere Regiearbeiten Fulcis zu schauen. Der Filmemacher hat auch Komödien, Abenteuer und Italowestern inszeniert, seine Filmografie ist geradezu schillernd.

Kurt Jansen will für Ordnung sorgen

Die Literaturverfilmung „Wolfsblut“ geht als Kreuzung aus Italowestern und Abenteuerfilm durch und wartet mit sympathischen Protagonisten auf. Allen voran natürlich der vierbeinige Titeldarsteller – gegen Hunde im Film können menschliche Darstellerinnen und Darsteller ja selten anspielen. Da verzeiht man es gern, dass das Wolfsblut verkörpernde Tier sein Dasein als deutscher Schäferhund nicht verleugnen kann. Für das verschneite Yukon-Gebiet musste Norwegen herhalten, weitere Aufnahmen entstanden in Spanien und in den berühmten Cinecittà-Studios in Rom. Die Naturaufnahmen hätten etwas üppiger geraten können, nur selten spielt die raue Natur eine gewichtige Rolle – hier nimmt sich Fulci einige Freiheiten gegenüber der Romanvorlage. Dafür beeindruckt die Tierfotografie, insbesondere in einigen Kampfszenen. Eine Schlägerei unter Kerlen hingegen wirkt fast schon klamaukig und erinnert an Bud Spencer und Terence Hill, nicht zuletzt in der deutschen Synchronisation und dank der Toneffekte.

Franco Nero und Raimund Harmstorf

Franco „Django“ Nero und Raimund „Der Seewolf“ Harmstorf ragen als Stars natürlich etwas aus der Besetzung heraus, aber „Wolfsblut“ ist auch in den Nebenrollen mit namhaften und damals gut beschäftigten Darstellerinnen und Darstellern besetzt, etwa Virna Lisi („Blaubart“, 1972) als Schwester Evangelina, Fernando Rey („French Connection – Brennpunkt Brooklyn“, 1971) als Priester und John Steiner („Knallt das Monstrum auf die Titelseite!“, 1972) als Schurke.

Der schurkische Beauty Smith schreckt vor nichts zurück

Aufgrund des Erfolgs an den Kinokassen drehte Fulci nur ein Jahr später die Fortsetzung „Die Teufelsschlucht der wilden Wölfe“ („Il ritorno di Zanna Bianca“, 1974), die ebenfalls als sehenswert gilt. „Wolfsblut“ mangelt es am stimmungsvollen Einfangen der Natur, gleichwohl hat die Jack-London-Adaption ihre Qualitäten als fesselndes Western-Abenteuer. Die bisherigen deutschen DVD-Veröffentlichungen lassen in puncto Ausstattung und Qualität allerdings Luft nach oben.

Jason Scott badet gern mit Hund

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Lucio Fulci haben wir in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Franco Nero unter Schauspieler.

Veröffentlichung: 16. April 2021 und 20. Mai 2016 als DVD, 25. März 2004 als 2-Disc Special Edition DVD (mit „Wolfsblut kehrt zurück“ / „Die Teufelsschlucht der wilden Wölfe“)

Länge: 100 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, nur 2016er-DVD: Italienisch
Untertitel: keine
Originaltitel: Zanna Bianca
Alternativtitel: Jack Londons Wolfsblut
Internationaler Titel: White Fang
IT/SP/F 1973
Regie: Lucio Fulci
Drehbuch: Roberto Gianviti, Piero Regnoli, Harry Alan Towers (als Peter Welbeck), Guy Elmes, Thom Keyes, Guillaume Roux, nach dem Roman von Jack London
Besetzung: Franco Nero, Virna Lisi, Fernando Rey, John Steiner, Raimund Harmstorf, Daniel Martín, Rik Battaglia, Daniele Dublino, Maurice Poli, John Bartha, Missaele
Zusatzmaterial 2021: Trailershow, Wendecover
Zusatzmaterial 2016: Originaltrailer, Bildergalerie, Wendecover
Label/Vertrieb 2021: Studio Hamburg Enterprises
Label/Vertrieb 2016: 3L Vertriebs GmbH & Co. KG
Label 2004: Black Hill Pictures
Vertrieb 2004: WVG Medien GmbH

Copyright 2021 by Volker Schönenberger

Szenenfotos: © Studio Hamburg Enterprises / 3L Vertriebs GmbH & Co. KG

 

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Silverado – Die Western-Wiederbelebung der 80er

Silverado

Von Volker Schönenberger

Western // Geräusche von draußen wecken Emmett (Scott Glenn) aus seinem Schlaf in einer abgelegenen Bretterbude. Drei schießwütige Gesellen haben es auf ihn abgesehen, doch sie sind an den Falschen geraten und bezahlen diesen Fehler mit ihrem Leben. Auf seinem Weiterritt entdeckt Emmett in der Wüste den bis auf die Unterwäsche ausgeraubten Paden (Kevin Kline), den er vor dem Verdursten rettet. Die beiden erreichen das Kaff Turley, wo Emmett seinen jüngeren Bruder Jake (Kevin Costner) treffen will. Der Heißsporn sitzt dummerweise im Knast, weil er einen Mann erschossen hat – in Notwehr, wie Jake behauptet. Emmett und Paden retten Jake vor dem Strick; mit tatkräftiger Unterstützung des Schwarzen Malachi „Mal“ Johnson (Danny Glover) gelingt ihnen die Flucht.

Nach einer Begegnung mit einem Siedlertreck und einer Gangsterbande erreicht das Quartett schließlich die Gegend um Silverado. Dort herrscht der Großrancher Ethan McKendrick (Ray Baker), der schwächere Landbesitzer und Siedler drangsaliert und sich dabei der Hilfe des korrupten Sheriffs Cobb (Brian Dennehy) sicher sein kann. Bei dem handelt es sich um einen alten Weggefährten Padens. Die Neuankömmlinge merken schnell, dass sie in ein Wespennest gestochen haben.

Jake ist einem Flirt nie abgeneigt

In den 1980er-Jahren war der Western im Kino nicht gerade überrepräsentiert. Vielleicht lag das am grandiosen Misserfolg von Michael Ciminos – gleichwohl hervorragendem – „Heaven’s Gate – Das Tor zum Himmel“ (1980). Auch Walter Hills „Long Riders“ aus demselben Jahr war kein echter Hit (obwohl das vom Studio behauptete Einspielergebnis von einigen bestritten wurde). Ich selbst war damals Teenager, kannte und schätzte das Westerngenre sehr, allerdings einzig aufgrund von Fernsehausstrahlungen. Umso mehr war ich angetan, als im Jahr 1985 gleich zwei Vertreter in die Lichtspielhäuser gelangten, die das Genre verstanden: zum einen „Pale Rider – Der namenlose Reiter“ von und mit Clint Eastwood (wer, wenn nicht er, der dies- und jenseits des Atlantiks in Western mitgewirkt hat, versteht etwas davon?), zum anderen eben „Silverado“ von Lawrence Kasdan, der allerdings erst im Januar 1986 auch bundesdeutsche Kinos erreichte.

Kevin Costners-Western-Auftakt

Raufen, saufen, herumballern, reiten, schönen Frauen imponieren (oder es zumindest versuchen) und Schurken zur Strecke bringen – das Westerngenre müsste es Schauspielern angetan haben, können sie sich beim Dreh doch immerhin ein wenig wie Kinder oder Halbstarke gebärden. Das gilt für „Silverado“ ganz besonders. Die Spielfreude sieht man den vier Protagonisten an, speziell Kevin Costner, der hier noch viel ausgelassener agieren durfte als fünf Jahre später in „Der mit dem Wolf tanzt“. Die vier schleppen alle ihre Geschichte mit sich herum, zumindest drei von ihnen, denn Costners Jake schert sich nicht groß um Vergangenheit und Zukunft. Im Western weiß man ja nie so recht, wer denn überleben mag, und ich wünschte mir beim Schauen doch sehr, dass die vier allesamt am Ende noch auf den Beinen sind. Costner outete sich in der Folge als Westernfan, wie etwa seine Regiearbeiten „Der mit dem Wolf tanzt“ und „Open Range – Weites Land“ (2003) hinlänglich beweisen.

Brian Dennehy und John Cleese als Sheriffs

Das Quartett erhält famose Unterstützung in den Nebenrollen. Als Primus inter Pares sei Brian Dennehy („Rambo“, 1982) genannt, der einmal mehr hervorragend abliefert und seinen schurkischen Sheriff Cobb mit seiner jovialen Art fast zum Sympathieträger macht, auch wenn er an seiner Skrupellosigkeit zu keinem Zeitpunkt Zweifel aufkommen lässt. Im Vergleich dazu spielt „Monty Python“-Mitglied John Cleese seinen ungleich ehrbareren – und englischen! – Sheriff Langston aus Turley geradezu unausstehlich. Auch Komiker Cleese darf selbstverständlich als Besetzungscoup gewertet werden. Ein Psychopath mit permanent lodernder Lunte gehört ebenfalls an Bord, ihn mimt Jeff Fahey („Der Rasenmähermann“, 1992) in seinem Kinodebüt. Als Cobbs Mann fürs Grobe möchte man ihm weder im Dunkeln noch im Hellen begegnen.

Arquette, Hunt, Goldblum

Jeff Goldblum („Jurassic World – Das gefallene Königreich“, 2018) gibt einen zwielichtigen Glücksspieler, der sich das Geschehen über lange Zeit nahezu unbeteiligt anschaut und anscheinend genau abwägt, auf welche Seite er sich schlagen soll. Ob es am Ende die Gewinnerseite ist? Oscar-Preisträgerin Linda Hunt („Ein Jahr in der Hölle“, 1983) ist als gute Seele Stella zu sehen, die den Saloon führt, der Sheriff Cobb gehört. Zu guter Letzt sei Rosanna Arquette („Pulp Fiction“, 1994) genannt, die als sittsame Siedlerin Hannah dem einen oder anderen Kerl die Augen verdreht. Im Drehbuch hatte ihre Rolle wohl noch mehr Gewicht als im fertigen Film, dem Vernehmen nach blieb einiges auf dem Boden des Schneidetischs zurück.

Mit Wirtin Stella versteht sich das Quartett gut

Gedreht wurde ausschließlich in New Mexico, folgerichtig schmücken einige pittoreske Landschaftspanoramen das Geschehen aus. Vieles spielt sich natürlich im Örtchen Silverado ab, dessen Kulissen eigens für die Dreharbeiten in der Nähe von Santa Fe hochgezogen wurden und in der Folge für weitere Western genutzt wurden, darunter für Lawrence Kasdans „Wyatt Earp – Das Leben einer Legende“ (1994) und zuletzt für „Wild Wild West“ (1999), in dem erneut Kevin Kline mitwirkte – bei den Dreharbeiten fiel das Set dann allerdings einem Feuer zum Opfer.

Die Seele des Westerns

„Silverado“ wechselt mit viel Gefühl für seine Figuren die Stimmung, mal geht es humorig zu, mal mit dem nötigen Ernst, und auch die Tragik kommt nicht zu kurz. Einige zeitgenössische Kritiken warfen dem Film sinngemäß vor, seelenlos am Reißbrett konzipiert worden zu sein. Es mag sein, dass Regisseur Lawrence Kasdan einfach Lust hatte, einen Western zu drehen, und deshalb beim Schreiben des Drehbuchs in Zusammenarbeit mit seinem Bruder Mark bewusst etliche Versatzstücke des Genres einbaute, weil sie eben dazugehören. Aber wenn das so versiert geschieht wie in diesem Fall, kann von seelenlos nicht die Rede sein. „Silverado“ fängt die Seele des Westerns im Gegenteil ganz vorzüglich ein. Neun Jahre später drehte Kasdan mit dem bereits erwähnten „Wyatt Earp – Das Leben einer Legende“ erneut einen Western mit Kevin Costner und Jeff Fahey. Sicher nicht die beste Wyatt-Earp-Umsetzung, aber ebenfalls ein sehenswerter Genrebeitrag. Kasdan brachte für „Silverado“ seine Frau Meg und zwei seiner Söhne in kleinen Nebenrollen unter.

„Silverado“ hat mehr vom klassischen Western als vom Italowestern, was vornehmlich an den vier Protagonisten liegt, die zwar keine strahlenden Helden sind, aber doch wenig von den Antihelden des europäischen Genre-Ablegers haben. Der Vollständigkeit halber seien die beiden Oscar-Nominierungen für die beste Originalmusik und den Ton erwähnt. Das Ende deutet die Möglichkeit einer Fortsetzung an, aber dazu kam es nie, womöglich der Tatsache geschuldet, dass „Silverado“ an den Kinokassen kein ausgesprochener Hit war. Es ändert nichts daran, dass Freunde gepflegter Wildwest-Unterhaltung an dem Werk ihre helle Freude haben sollten. Welche Western der 1980er und 1990er könnt Ihr empfehlen?

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Rosanna Arquette und Linda Hunt haben wir in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgelistet, Filme mit Kevin Costner, Brian Dennehy, Jeff Fahey, Scott Glenn, Danny Glover, Jeff Goldblum und Brion James unter Schauspieler.

Echte Helden

Veröffentlichung: 17. September 2009 als Blu-ray, 1. September 1999 als Collector’s Edition DVD

Länge: 133 Min. (Blu-ray), 127 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch u. a.
Untertitel: Deutsch, Englisch u. a.
Originaltitel: Silverado
USA 1985
Regie: Lawrence Kasdan
Drehbuch: Lawrence Kasdan, Mark Kasdan
Besetzung: Kevin Kline, Scott Glenn, Kevin Costner, Danny Glover, Brian Dennehy, Linda Hunt, Rosanna Arquette, Jeff Goldblum, John Cleese, Ray Baker, Jeff Fahey, Richard Jenkins, Lynn Whitfield, Joe Seneca, Brion James
Zusatzmaterial: Making-of (37 Min.), Trailer, Filmografien, nur Blu-ray: Audiokommentar von Lawrence Kasdan, Featurette „Rückkehr zu Silverado“ mit Kevin Costner (21 Min.)
Label/Vertrieb: Sony Pictures Entertainment

Copyright 2021 by Volker Schönenberger

Szenenfotos & unterer Packshot: © 2009 Sony Pictures Entertainment

 
 

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