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Daddy’s Home 2 – Mehr Väter. Mehr Probleme. Generationen im Weihnachts-Trubel

Daddy’s Home 2

Kinostart: 7. Dezember 2017

Von Iris Janke

Weihnachtskomödie // Zweiter Aufguss, alles auf Anfang: Die einst um Mutter Sara (Linda Cardellini) und die Kinder konkurrierenden Daddys Dusty (Mark Wahlberg) und Brad (Will Ferrell) aus dem ersten Teil haben sich miteinander arrangiert. Doch im zweiten Teil von „Daddy’s Home“ ziehen neue Wolken am Patchwork-Himmel auf: Autor und Regisseur Sean Anders („Der Chaos-Dad“) lässt seine Daddys Dusty und Brad auf ihre eigenen Väter treffen – und das an Weihnachten.

Super-Softies unter sich: Brad (r.) und sein Vater Don

Zwischen den Generationen und den Vätern untereinander brodelt es. Für den Familienfrieden ebenfalls nicht gerade förderlich ist, dass zwar Opa Don (John Lithgow) von seinem Sohn Brad zur Familienfeier eingeladen und sogar vom Flughafen abgeholt wird, Dustys Vater Kurt (Mel Gibson) sich hingegen kurzerhand selbst zur Familienfeier einladen muss. Mentalitätsmäßig ähneln die älteren Väter ihren Söhnen: Kurt ist ein Macho, wie er im Buche steht, Don ein noch schlimmerer Softie als sein Sohn: Er steht auf Theater und Kommunikation! Als unwillkommenes fünftes Rad am Wagen lässt Kurt nichts aus, um den fragilen Familienfrieden zu stören und Unruhe zwischen den gerade erst versöhnten Brad und Dusty zu stiften. Dafür ist ihm beinahe jedes Mittel recht: Erst bucht er online spontan eine megateure Skihütte, dann lädt er auch noch den biologischen Vater von Dustys Stiefkindern ein.

Krawall liegt ihnen im Blut: Dusty (r.) und sein Vater Kurt

Inhaltlich eingebettet ist die Fortsetzung des Komödienerfolgs „Daddy’s Home“ in den Generationskonflikt zwischen Vätern zu Weihnachten. Damit ist auch eigentlich schon fast alles erzählt. Dass auch Väter Väter haben, ist eigentlich klar, dass sich auch unter Vätern die familiäre Situation anspannt, ebenfalls nicht überraschend. Wer auf derb-komische Weihnachtsfilme wie „Schöne Bescherung“ mit Klamauk-Urvater Chevy Chase steht, kann sicher auch herzhaft über diese hemmungslose Klamotte lachen. Zu Weihnachtskult wie „Schöne Bescherung“ wird „Daddy’s Home 2“ aber nie werden. Wenn man sich auf die derben Sprüche und die durchaus funktionierenden Gags einlässt, macht immerhin auch diese Weihnachtskomödie Spaß. Dafür sorgen sowohl die Ur-Daddys Wahlberg und Ferrell, als auch die Opas Gibson und Lithgow, deren versiertes komödiantisches Können ziemlich prima unterhält.

Scheinbarer Familienfrieden an Weihnachten

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Will Ferrell, Mel Gibson, John Lithgow und Mark Wahlberg sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Vorübergehende Waffenruhe: Dusty (l.) und Brad

Länge: 95 Min.
Altersfreigabe: FSK 6
Originaltitel: Daddy’s Home 2
USA 2017
Regie: Sean Anders
Drehbuch: Sean Anders
Besetzung: Mel Gibson, Will Ferrell, Mark Wahlberg, John Lithgow, Linda Cardellini,Alessandra Ambrosio,Owen Vaccaro, Scarlett Estevez, John Cena, Didi Costine
Verleih: Paramount Pictures Germany GmbH

Copyright 2017 by Iris Janke

Filmplakat, Fotos & Trailer: © 2017 Paramount Pictures Germany GmbH

 

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Anchorman – Die Legende kehrt zurück – Extras-Wundertüte

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Anchorman 2 – The Legend Continues

Von Matthias Holm

Komödie // Wo sind sie, die mit Extras prall gefüllten DVDs und Blu-rays? Das letzte Mal, dass ich ein gutes Making-of gesehen habe, war bei der Steelbook-DVD von „Hellboy 2“. Nun bin ich kein großer Freund von Audiokommentaren, welche bei den meisten Filmen vorliegen. Aber darüber hinaus gibt es kaum noch lustige Versprecher oder besonderen Bonus für die Käufer zu sehen. Einige Heimkino-Veröffentlichungen bekommen noch nicht einmal ein Wendecover oder Untertitel spendiert. Skandal! Doch nun ist „Anchorman – Die Legende kehrt zurück“ in einer wunderbaren Doppel-Blu-ray erschienen, um meine Nerven ein wenig zu beruhigen.

Wer wissen möchte, worum es in der Komödie geht und wie ich sie detailliert beurteilt habe, gelangt hier zu meiner Rezension anlässlich des Kinostarts. Beim zweiten Gucken fallen einem die Längen in der zweiten Hälfte noch mehr auf, trotzdem bleibt der Film für Freunde des Nonsens-Humors ein Pflichttitel.

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Noch ist alles gut bei Ron und Veronica

„Ca. 3 Stunden Bonusmaterial“ verspricht ein Aufkleber auf der Verpackung. Dieses Versprechen wird nur bedingt eingehalten, da hier wohl der Audiokommentar mitgezählt wird – ein übliches Rechenspiel, um Mehrwert zu suggerieren. Da bleibt bei einem fast zweistündigen Film nicht mehr viel übrig. Aber die Bloopers, nicht verwendete News-Ansagen und das Making-of auf der ersten Disc sind absolute Weltklasse.

Mein persönliches Highlight sind dabei wie schon im Film Steve Carell und Kristen Wiig. Es ist herrlich zu sehen, wie die beiden einander immer wieder zum Lachen bringen und Carell sogar hochrot anläuft. Fast genauso witzig ist Paul Rudds Reaktion, als Will Ferrell alias Ron Burgundy Rudds Figur Brain Fantana fragt, ob es auch Brustimplantate aus Hackfleisch gebe.

Die zweite Disc bietet viele weitere entfallene und erweiterte Szenen, diverse Trailer und die Vorsprechen für verschiedene Rollen, zwei davon sogar noch für den ersten Anchorman-Film. Doch die größte Überraschung ist ein Lied, das von einem gewissen Jack Black geschrieben und vorgetragen wird.

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„Perms for everyone!“

Fan-Herz, was willst du mehr? Der Film allein würde den Kauf schon rechtfertigen, dazu kommen aber so viele kleine Boni, die einfach eine tolle Dreingabe sind. Und wer weiß, bei all den Improvisationen, von denen der Film lebt, ist ja vielleicht auch der Audiokommentar unterhaltsam.

Zur Rezension anlässlich des Kinostarts geht’s auch hier. Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Marion Cotillard und Kristen Wiig sind in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgelistet, Filme mit Jim Carrey, Will Ferrell, Harrison Ford, James Marsden, Will Smith und Vince Vaughn in der Rubrik Schauspieler.

Veröffentlichung: 5. Juni 2014 als Doppel-Blu-ray und Doppel-DVD

Länge: 113 Min. (Blu-ray), 108 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Dänisch, Schwedisch, Norwegisch, Finnisch, Japanisch
Originaltitel: Anchorman 2 – The Legend Continues
USA 2013
Regie: Adam McKay
Drehbuch: Will Ferrell, Adam McKay
Besetzung: Will Ferrell, Paul Rudd, Steve Carell, David Koechner, Christina Applegate, Kristen Wiig, James Marsden, Meagan Good, Greg Kinnear, Josh Lawson, Dylan Baker, Marion Cotillard, Will Smith, Sacha Baron Cohen, Harrison Ford, Kirsten Dunst, Jim Carrey, Tina Fey, Vince Vaughn, Kanye West
Zusatzmaterial: Audiokommentar mit Adam McKay, Will Ferrell, Judd Apatow, Steve Carell, Paul Rudd und David Koechner (nicht HD), Hinter den Kulissen: im Nachrichtenraum, 2 Gag Reels, 2 Line-O-Ramas, Willkommen bei der Delfinshow , Frau gegen Frau, News-O-Rama, Kench-O-Rama, nur Blu-ray: Das Drehbuch, Hinter den Kulissen, entfernte Szenen, erweiterte / alternative Szenen, Prävisualisierungen, Proben (nicht HD), Benefizvorstellung für 826LA: „Spoiler-Alarm“, Trailer
Vertrieb: Paramount Home Entertainment

Copyright 2014 by Matthias Holm
Fotos & Packshot: © 2013 Paramount Pictures Germany

 

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Casa de mi Padre – Soll das lustig sein?

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Casa de mi Padre

Von Volker Schönenberger

Komödie // Eine Parodie auf Telenovelas!? Für wen soll die gemacht sein? Fans dieser lateinamerikanischen Seifenopern dürften sich – nicht ganz zu Unrecht – veräppelt fühlen, Telenovela-Verächter bringen vermutlich kein Interesse auf. Bleiben Will-Ferrell-Fans. Von denen soll’s ja eine Menge geben. Mir hat sich der Humor des US-Comedians nie recht erschlossen. Gibt’s eigentlich aktuelle Hollywood-Spaßmacher, die sich ihre Sporen nicht bei „Saturday Night Live“ verdient haben? Aber egal.

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Drei Amigos – das sind drei zu viele

Ferrell, bei uns zuletzt mit „Anchorman – Die Legende kehrt zurück“ im Kino zu sehen, gibt Armando, den geistig eher schlichten Sohn des Ranchers Miguel Ernesto Alvarez (Pedro Armendáriz Jr.). Mit zwei Angestellten seines Vaters beobachtet er eines Tages, wie der Drogenbaron Onza (Gael García Bernal) einen Mann erschießt. Kurz darauf kehrt Armandos Bruder Raúl (Diego Luna) nach längerer Abwesenheit auf die Ranch zurück. Er ist ohnehin der Lieblingssohn seines Vaters, erst recht, als er ihm die bezaubernde Sonia (Genesis Rodríguez) als seine Verlobte vorstellt. Raúl ist jedoch offenbar in dunkle Geschäfte verwickelt. Und Sonia findet bald Gefallen an – Armando. Klar, dass auch Onza mitmischt.

Es tut mir leid, ich verstehe diesen Film nicht. Armando und die zwei Mitarbeiter seines Vaters liegen auf einer Anhöhe und beobachten den Mord, die Kulisse hinter ihnen ist gewollt und überzogen als künstlich erkennbar. Armando und Sonia reiten gemeinsam aus, ihre Fortbewegung wird inszeniert, indem im Hintergrund ein paar Büsche und Bäume vorbeigetragen werden. Armando, Raúl, ihr Vater und Sonia trinken etwas, in einigen unmittelbar aufeinanderfolgenden Einstellungen halten sie verschiedene Gläser in der Hand. Was soll all das? Ist’s eine Parodie auf stümperhafte Inszenierungen der Telenovelas? Was ist daran lustig? Derlei skurrile bis surreale Szenen gibt’s zuhauf, kaum eine geht als komisch durch.

Der Film enthält einige überzeichnete Shoot-outs, durchaus tragisch und mit blutigen Einschusslöchern. Das gibt ihm eine noch sonderbarere Note, stört dann aber auch nicht mehr. Weshalb sich Sonia in Armando verliebt, bleibt offen, aber es ist für einen solchen Film wohl ein frommer Wunsch, Gefühle nachvollziehen zu wollen.

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Traumpaar: Armando und Sonia

Auch wenn Will Ferrell nicht mein Fall ist – ich wollte „Casa de mi Padre“ eine Chance geben. Ganz ehrlich, ungelogen, großes Indianer-Ehrenwort! Es hat nicht sollen sein. Fans des Komikers mögen mir verzeihen, dass ich den Streifen fürchterlich finde. Nichts gegen albernen Klamauk, aber in diesem Fall geht gar nichts. Es ist nicht mal das gnadenlose Overacting, das mich stört. Der Film hat einfach das gewisse Nichts.

„Casa de mi Padre“ ist im Übrigen vollständig in Spanisch gedreht. Am spanisch sprechenden Will Ferrell kann man dem Vernehmen nach Spaß haben, mir reichte schon die deutsche Synchronisation. Dann lieber eine deutsche Komödie mit Til Schweiger oder Matthias Schweighöfer – nein, das nehme ich zurück.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Will Ferrell sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Veröffentlichung: 18. Februar 2014 als Blu-ray und DVD

Länge: 84 Min. (Blu-ray), 81 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Spanisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Casa de mi Padre
USA 2012
Regie: Matt Piedmont
Drehbuch: Andrew Steele
Besetzung: Will Ferrell, Gael García Bernal, Diego Luna, Genesis Rodriguez, Efren Ramirez, Pedro Armendáriz Jr.
Zusatzmaterial: Making-of, entfernte Szenen, Interview, Trailer, Wendecover
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment

Copyright 2014 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2014 Ascot Elite Home Entertainment

 

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