RSS

Schlagwort-Archive: William Friedkin

William Friedkin (VI): Leben und Sterben in L.A. – 80er-Klassiker ohne Wenn und Aber

To Live and Die in L.A.

Von Volker Schönenberger

Actionthriller // Buddy Movies hatten in den 1980ern eine besondere Blütezeit, wie die „Lethal Weapon“-Reihe (ab 1987) mit Mel Gibson und Danny Glover sowie Walter Hills „Red Heat“ (1988) mit Arnold Schwarzenegger und James Belushi zur Genüge belegen, um nur zwei Beispiele zu nennen. Auch William Friedkins „Leben und Sterben in L.A.“ (1985) gehört in dieses Subgenre des Actionfilms, obwohl dem Copthriller die humorigen Einschübe der genannten Klassiker abgehen – vielleicht eher an den Rand des Genres, da die beiden Protagonisten als Partner keine Busenfreunde werden. Tatsächlich haben wir es mit einem knallharten Film zu tun, bei dem auch die „Guten“ zu harten Bandagen und fragwürdigen Mitteln greifen und sich auf diese Weise in ausweglos scheinende Situationen manövrieren.

Selbstmordattentäter wird gestoppt

An sich müsste ich Agententhriller schreiben, da Agent Richard Chance (William L. Petersen, „Blutmond“) beim United States Secret Service angesiedelt ist, aber faktisch handelt es sich um einen Copfilm. Chance schiebt Dienst in einem Hotel in Los Angeles, in welchem der US-Präsident eine Rede halten will. Etwas im langen Hotelflur macht ihn misstrauisch. Er bemerkt einen Kellner, geht dem Mann hinterher. Der Bedienstete hat sein Tablett um die Ecke abgestellt – es enthält keine Speisen, diente offenbar nur der Tarnung. Auf dem Dach stellt Chance den Mann – einen islamistischen Terroristen, der sich daraufhin selbst in die Luft sprengt, ohne seine Absicht eines Selbstmordattentats auf den Präsidenten ausführen zu können.

Agent Chance brennt darauf, den …

Der junge und draufgängerische Chance hat einen Partner: den deutlich älteren und deutlich besonneneren Jim Hart (Michael Greene). Der wagt jedoch wenige Tage vor seiner Pensionierung einen Alleingang, der ihn das Leben kostet. Chance entdeckt den übel zusammengeschossenen Leichnam in einem Müllbehälter auf einem Betriebsgelände außerhalb von Los Angeles. Mit seinem neuen Partner John Vukovich (John Pankow) begibt er sich auf die Jagd nach dem Grafiker und Maler Rick Masters (Willem Dafoe), den er zu Recht für Harts Mörder hält. Masters betreibt Geldfälschung im großen Stil und hat keinerlei Skrupel, über Leichen zu gehen.

Der Secret Service jagt Geldfälscher

Ich musste mich erst mal darüber informieren, ob der United States Secret Service wirklich für die Strafverfolgung von Geldfälschern zuständig ist. Wir kennen die Behörde in erster Linie aufgrund ihrer Tätigkeit als Leibwache des Präsidenten, aber ja: Auch die Jagd auf Geldfälscher gehört zu ihren Aufgaben.

… Geldfälscher und Mörder Rick Masters zur Strecke zu bringen

„French Connection – Brennpunkt Brooklyn“ (1971), „Der Exorzist“ (1973), „Atemlos vor Angst“ (1977), „Cruising“ (1980) – William Friedkin gilt zu Recht als Meister des Spannungskinos. In dieser Reihe, nach der sich etliche Thriller-Regisseure die Finger lecken würden, steht „Leben und Sterben in L.A.“ als ebenbürtiger Beitrag. Chance und Vukovich respektieren einander, unterscheiden sich aber in puncto Skrupel, was zu Konflikten führt. Chance holt sich Sex und Auskünfte von seiner Informantin Ruth (Darlanne Fluegel), die er unter Druck setzen kann, weil sie auf Bewährung ist. Ein Sympath ist er nicht gerade. Als Antagonist brilliert – was sonst? – Willem Dafoe, bei dem man immer wieder die Mitglieder der Academy of Motion Picture Arts and Sciences fragen will: Warum zum Teufel habt ihr dem Kerl nie einen Oscar verliehen? Wobei er auch den Auslandsjournalisten in Hollywood bislang nicht preiswürdig erschien: Drei Nominierungen für einen Golden Globe stehen zu Buche, vier für einen Oscar, jeweils zwei davon immerhin in diesem und dem vergangenen Jahr – es gibt also noch Hoffnung. Dafoes Rick Masters strahlt eine bösartige Faszination aus, der wir uns nicht entziehen können. Sein Lächeln ist entwaffnend, aber eiskalt, und zu jedem Zeitpunkt spüren wir, dass dahinter der Tod lauert. In einer prägnanten Nebenrolle als Masters’ Komplize ist John Turturro zu sehen.

Schweißtreibende Verfolgungsjagd

Kameramann Robby Müller, über viele Jahre gern von Wim Wenders und Jim Jarmusch gebucht, setzt den prägenden Handlungsort Los Angeles in flirrenden, hitzigen Bildern an Originalschauplätzen in Szene. Die Sonne des späten Nachmittags und der einsetzenden Dämmerung leuchtet das tödliche Spiel formidabel aus und zehrt an den Nerven der Figuren und des Publikums. Als Schweiß in die Handflächen treibendes Action-Centerpiece kann eine siebenminütige Auto-Verfolgungsjagd kurz vor der Anderthalbstundenmarke des Films angesehen werden, bei der die Agenten Chance und Vukovich unter Beschuss vor einer Horde Häscher Reißaus nehmen. Sie wurde vom Second-Unit-Kameramann Robert D. Yeoman gedreht. Und kommt völlig ohne musikalische Untermalung aus! Auch so kann man Spannung erzeugen – merkt’s euch, ihr Hollywood-Produzenten und -Regisseure, die ihr immer auf Hans Zimmer vertraut, statt die Regeln anständigen Action-Handwerks zu beherzigen! Die Verfolgungsjagd erinnert sicher nicht zufällig an jene aus Friedkins frühem Klassiker „French Connection – Brennpunkt Brooklyn“. Dem Vernehmen nach wurde sie ganz am Ende der Dreharbeiten gefilmt – für den Fall, dass der spätere „CSI: Vegas“-Star William L. Petersen oder John Pankow („Das Geheimnis meines Erfolges“) durch einen Unfall ausfallen, wären die Folgen für die Produktion beherrschbar gewesen.

Wird sein neuer Partner Vukovich (l.) mitspielen?

Der Score von „Leben und Sterben in L.A.“ überzeugt durch pointierten Einsatz, einige Parts steuerten die britischen Synthie-Popper Wang Chung bei, darunter den Titelsong „To Live and Die in L.A.“ sowie den Hit „Dance Hall Days“.

Mediabook von capelight pictures

An Bild- und Tonqualität der Neuveröffentlichung von capelight pictures lässt sich erwartungsgemäß nichts kritisieren, wobei ich mangels Surroundanlage nichts zur Dynamik des Tons schreiben kann. Im Bonusmaterial findet sich auch ein alternatives Ende inklusive dem, was einige Beteiligte dazu zu sagen hatten. Wer „Leben und Sterben in L.A.“ noch nicht geschaut hat, sei dringend aufgefordert, diese Sequenz erst nach Sichtung des Films zu schauen, da sie auch Aufschluss über das konsequente Finale gibt, das es letztlich und zu Friedkins Zufriedenheit doch ins Kino geschafft hat. Eins sei verraten: Das alternative Ende ist albern und passt überhaupt nicht zur ironiefreien und trockenen Ausrichtung des Films. Auch den Booklettext des Kunst- und Medienwissenschaftlers Stefan Jung solltet ihr erst im Anschluss lesen. Das Mediabook von capelight pictures ist einmal mehr jeden Cent wert, erst recht, da sich die Preispolitik des Labels im Rahmen bewegt. Und „Leben und Sterben in L.A.“ hat ohnehin eine würdige Veröffentlichung verdient, die mit dem Mediabook nun gegeben ist. Wem nur an dem Film ohne spezielle Verpackung gelegen ist, der kann auch auf die gleichzeitig veröffentlichte DVD zurückgreifen. HD-Fans ohne Mediabook-Affinität mussten sich etwas gedulden, haben aber seit Mai 2019 eine preisgünstige Alternative in Form einer Blu-ray im Softcase. „Leben und Sterben in L.A.“ – ein Klassiker des Copthrillers, des Actionkinos und des Buddy Movies.

Bei Ruth holt sich Chance Informationen und Sex

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von William Friedkin sind in unserer Rubrik Regisseure aufgeführt, Filme mit Willem Dafoe unter Schauspieler. Die Reihe „Action Cult Uncut“ von Twentieth Century Fox Home Entertainment haben wir in unserer Rubrik Filmreihen aufgelistet.

Fatale Auseinandersetzung

Veröffentlichung: 3. Mai 2019 als Blu-ray, 23. November 2018 als 2-Disc Limited Collector’s Edition Mediabook (Blu-ray & DVD) und DVD, 17. August 2012 als DVD im Rahmen der Reihe „Action Cult Uncut“

Länge: 116 Min. (Blu-ray), 111 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: To Live and Die in L.A.
USA 1985
Regie: William Friedkin
Drehbuch: William Friedkin, Gerald Petievich, nach einem Roman von Petievich
Besetzung: William L. Petersen, Willem Dafoe, John Pankow, Debra Feuer, John Turturro, Darlanne Fluegel, Dean Stockwell
Zusatzmaterial: Audiokommentar von Regisseur William Friedkin, „Taking a Chance“ (Interview mit William L. Petersen), „Doctor for a Day“ (Interview mit Dwier Brown), „Wrong Way“ (Interview mit Stunt-Koordinator Buddy Joe Hooker), „Counterfeit World“ (Making-of inkl. Interviews mit William Friedkin, William L. Petersen und Willem Dafoe), „Renaissance Woman in L.A.“ (Interview mit Debra Feuer), „So in Phase“ (Interview mit Jack Hues und Nick Feldman von der Band Wang Chung), alternatives Ende, entfallene Szene, original Kinotrailer, deutscher Kinotrailer, Trailershow, nur Mediabook: 24-seitiges Booklet mit einem Text von Stefan Jung
Label: capelight pictures
Vertrieb: Al!ve AG
Label/Vertrieb 2012er-DVD: Twentieth Century Fox Home Entertainment

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

Szenenfotos & Trailer: © 2018 capelight pictures

 
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , ,

Gewinnspiel: 2 x Das Kindermädchen auf Blu-ray

Verlosung

Skriptänderungen noch bis mitten während der Dreharbeiten machten aus „Das Kindermädchen“ (1990) einen recht unausgegorenen Streifen, der nicht zu den Glanzlichtern in der Filmografie von William Friedkin („French Connection – Brennpunkt Brooklyn“, „Der Exorzist“) zählt. Sehenswert ist der mystische Schocker dennoch, deshalb freue ich mich, zwei Blu-rays zum Verlosen erhalten zu haben. Dafür herzlichen Dank an Koch Films im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Auf falscher Strecke in den Lostopf

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu Andreas’ Rezension des Films und beantwortet dort bis Sonntag, 6. August 2017, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage am Ende des Textes.

Habt Ihr keine Idee für eine Antwort, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert, bislang sind noch alle Sendungen bei den Empfängern eingetroffen). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich fünf Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Gewonnen haben

– archwitcher,
– Jens Langer.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „Das Kindermädchen“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2017 by Volker Schönenberger

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , ,

William Friedkin (V): Das Kindermädchen – Mein Freund, der Baum

The Guardian

Von Andreas Eckenfels

Horror // 17 lange Jahre sollte es dauern, bis William Friedkin nach seinem Meisterwerk „Der Exorzist“ wieder einen Horrorfilm inszenierte. Eigentlich war Sam Raimi der erste Kandidat, den Roman „Satans Frau“ von Dan Greenburg zu verfilmen. Doch der „Tanz der Teufel“-Regisseur sagte ab und drehte stattdessen „Darkman“. Also bat Produzent Joe Wizan seinen alten Bekannten darum, einen Blick in das Drehbuch zu werfen. Aus alter Verbundenheit zu seinem früheren Agenten sagte Friedkin schließlich zu, den Regieposten bei „Das Kindermädchen“ zu übernehmen – und das obwohl ihm das Skript komplett missfiel.

Camilla erhält bei den Sterlings einen Job als Kindermädchen

So setzte sich Friedkin gemeinsam mit Stephen Volk an einen Tisch, um das Drehbuch zu überarbeiten. Doch offenkundig konnten sich Studio und Autoren nicht über die Ausrichtung des Films einigen. Nach einem Nervenzusammenbruch verließ Volk das Projekt. Friedkin oblag es nun, das finale Drehbuch fertigzustellen, obwohl er nach eigenen Angaben Greenburgs Roman nie gelesen hatte. Seine Geschichte entfernt sich dann auch sehr weit von der Vorlage.

Babysitterin gesucht

Nach ihrem Umzug nach Los Angeles ist das Ehepaar Phil (Dwier Brown) und Kate Sterling (Carey Lowell) auf der Suche nach einem Babysitter für ihr Söhnchen Jake. Als ihre erste Wahl Arlene (Theresa Randle) durch einen mysteriösen Fahrrad-Unfall ums Leben kommt, entscheiden sich die Sterlings schließlich für Camilla (Jenny Seagrove). Das britische Kindermädchen ist bald ein Teil der Familie, und auch Nachbar Ned (Brad Hall) hat mehr als ein Auge auf sie geworfen. Als er ihr eines Abends heimlich in den Wald folgt, beobachtet er Camilla dabei, wie sie zunächst ein Nacktbad in einem See nimmt und sich kurz später auf dem großen Ast eines uralten Baumes räkelt. Neds Pech: Er bleibt nicht unentdeckt. Auf der Flucht kann er noch eine Warnung auf Phil und Kates Anrufbeantworter hinterlassen, danach tötet ihn Camilla mit der Hilfe einiger Wölfe …

Ein düsteres Geheimnis umgibt die junge Frau

25 Jahre nach seiner Indizierung wurde diese im März 2017 aufgehoben. Einen Monat später erhielt „Das Kindermädchen“ eine Freigabe ab 16 Jahren. Nach heutigen Maßstäben geht das völlig in Ordnung. Die wenigen blutige Szenen haben es immerhin in sich – auch wenn Friedkin sofort nach dem Schock-Moment wegschneidet und die Gewalt nicht voll auskostet. Besonders hart trifft es drei mutmaßliche Vergewaltiger, die Camilla in den Wald verfolgen und schließlich von dem Baum getötet werden. Ähnlich wie Phil und Kate und später Camilla auf den kleinen Jake aufpassen, fungiert hier der Baum für seine Dienerin als Beschützer vor dem Bösen. So erhält der Originaltitel „The Guardian“ auch eine mehrfache Bedeutung.

Druidin sorgt für ihren stämmigen Beschützer

„Das Kindermädchen“ nutzt ohne große Überraschungen die üblichen Mechanismen eines Psychothrillers. Eine fremde Person nistet sich in einer heilen Familie ein, um diese Einheit zu zerstören. Dass das Skript noch während des Drehs mehrfach umgeschrieben wurde, merkt man dem holprigen Verlauf der Handlung an. Löblich ist dabei, dass Friedkin darauf verzichtet, Camilla den Ehemann verführen zu lassen. Zwar träumt Phil davon, dass er mit der Babysitterin ein Schäferstündchen eingeht, aber im Wachzustand herrscht zwischen beiden keinerlei sexuelles Prickeln. Camilla ist voll und ganz auf ihr Ziel fokussiert, den kleinen Jake ihrem Baum als Opfer darzureichen. Schon im Prolog hat der Zuschauer erfahren, was ein Druide ist und somit auch, was es mit Camillas Geheimnis auf sich hat. Damit geht natürlich frühzeitig einiges an Spannung verloren.

Mit Camillas stämmigem Freund sollte man sich besser nicht anlegen

Allerdings macht diese übernatürliche Komponente „Das Kindermädchen“ durchaus sehenswert, sofern man ein wenig Interesse für die Mythologie des Druidentums mitbringt und für die Metapher des Baumes als Sinnbild des Lebens etwas übrighat. Für alle anderen Zuschauer kann das Geschehen ansonsten schnell ins Lächerliche abdriften. Aber die Hingabe, mit der Camilla ihrem „stämmigen“ Beschützer treu ergeben ist, macht sie zu einer äußerst selten gesehenen und gleichzeitig höchst faszinierenden Figur, mit deren leidenschaftlichen Darstellung sich Jenny Seagrove einen Platz unter den großen Horrorikonen mehr als verdient hat.

Roger Ebert hasste „Das Kindermädchen“

Für Friedkin war die Rückkehr ins Horrorgenre 1990 künstlerisch wie kommerziell ein Misserfolg. „Das Kindermädchen“ wurde zerrissen, der legendäre Filmkritiker Roger Ebert setzte das Werk sogar auf seine Liste der meistgehassten Filme. Wie Seagrove im Interview erzählt, welches im Bonusmaterial zu finden ist, hatte sie sich im Angesicht der zahlreichen Skriptänderungen schon während des Drehs immer wieder gefragt, ob die Geschichte ohne die Fantasy-Elemente nicht besser funktioniert hätte. Eine Babysitterin entführt die Kinder, auf die sie aufpassen soll. Es wäre wohl in finanzieller Hinsicht die bessere Wahl gewesen: 1992 schaffte es der Psychothriller „Die Hand an der Wiege“ mit Rebecca DeMornay auf Platz 12 der erfolgreichsten Filme des Jahres in den USA.

Wird der kleine Jake ein weiteres Opfer des Baumes werden?

Welche Regiearbeiten William Friedkins sollen wir bei „Die Nacht der lebenden Texte“ noch vorstellen? Seine bis dato von uns berücksichtigten Filme sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet.

Veröffentlichung: 13. Juli 2017 als Blu-ray und DVD

Länge: 92 Min. (Blu-ray), 89 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: The Guardian
USA 1990
Regie: William Friedkin
Drehbuch: William Friedkin, Stephen Volk, basierend auf dem Roman „Satans Frau“ von Dan Greenburg
Besetzung: Jenny Seagrove, Dwier Brown, Carey Lowell, Brad Hall, Miguel Ferrer, Natalija Nogulich, Gary Swanson, Xander Berkeley
Zusatzmaterial: Interviews mit Cast & Crew, Making-of, Cast & Crew Profiles, englischer Trailer, TV Spots, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial, Wendecover
Vertrieb: Koch Films

Copyright 2017 by Andreas Eckenfels
Fotos & Packshot: © 2017 Koch Films

 
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , ,

 
%d Bloggern gefällt das: