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300 – Rise of an Empire: Mächtige Metzelei

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300 – Rise of an Empire

Kinostart: 6. März 2014

Von Volker Schönenberger

Historien-Kriegs-Action // Ein ebenso bildgewaltiges wie brutales Schlachtengemälde – das war schon „300“. Drehbuchautor und Regisseur Zack Snyder ging 2006 sehr frei mit den – ohnehin kaum verbürgten – historischen Fakten der Schlacht bei den Thermopylen um. Aber das hatte Frank Miller beim Schreiben der Graphic Novel ja auch getan.

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Vom Prinz zum Gottkönig: Xerxes

Für die Fortsetzung gab Snyder den Regiestuhl an Noam Murro ab, der zuvor fürs Kino lediglich die Liebeskomödie „Smart People“ inszeniert hatte. Snyder („Man of Steel“) blieb aber als Produzent im Boot und trug so vermutlich zu nicht geringem Maße dazu bei, dass „300 – Rise of an Empire“ dem Vorgänger in visueller Kraft in nichts nachsteht.

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Themistokles (l.) führt seine Männer in die Schlacht

Die Handlung setzt zehn Jahre vor der Schlacht bei den Thermopylen ein: In einem von Spartas Königin Gorgo (Lena Headey) getragenen Prolog erfahren die Zuschauer, wie griechische Streitkräfte im Jahr 480 v. Chr. die Perser in der Schlacht bei Marathon besiegen. Dem Athener Feldherr Themistokles (Sullivan Stapleton) gelingt es dabei, mit einem gezielten Pfeil den Perserkönig Dareios I. (Igal Naor) tödlich zu verwunden. Sein Sohn Xerxes (Rodrigo Santoro) wird sein Nachfolger und zieht, angestachelt von seiner ruchlosen Truppenführerin Artemisia (Eva Green), zehn Jahre später erneut gegen die griechischen Stadtstaaten. Und während der Spartanerkönig Leonidas I. mit nur 300 Kriegern die gewaltigen Landstreitkräfte des Xerxes dezimiert, bis er selbst mit all seinen Mitstreitern fällt, macht sich Themistokles gegen die unter Artemisias Führung stehende persische Flotte auf. Die Schlacht bei Artemision und die Schlacht bei Salamis werden zahlreiche Opfer fordern.

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Unbändiger Hass gegen die Griechen: Artemisia

Leonidas? 300 Krieger? Schlacht bei den Thermopylen? Keine Sorge – der Film wärmt keineswegs die Geschichte des Vorgängers auf. Der ebenso heroische wie selbstmörderische Kampf des in „300“ von Gerard Butler verkörperten Spartanerkönigs wird zwar mehrmals thematisiert, aber stets nur kurz. Der Fokus liegt auf den Kriegs-Erlebnissen des Themistokles.

Es fällt leicht, „300 – Rise of an Empire“ zu empfehlen bzw. von dem Film abzuraten: Wer den Vorgänger mag, wird auch an der Fortsetzung seine Freude haben. Wer den Vorgänger verabscheute, sollte auch um die Fortsetzung einen großen Bogen schlagen. Auch Freunde der TV-Serie „Spartacus“ dürfen unbesorgt ein Auge riskieren. Das kriegerische Spektakel um die Schlacht bei Artemision ist von vergleichbarer Blutrünstigkeit. Am Computer entstandene Blutfontänen spritzen in formidablem 3D nur so in den Kinosaal, auch ein abgeschlagener Kopf landet mal im Schoß des Zuschauers. Gliedmaßen werden abgehackt, Schwerter und Speere durchbohren Körper – „300 – Rise of an Empire“ macht keine Gefangenen. Auch die Seeschlachten sind atemraubend in Szene gesetzt. Wie sich persische und griechische Schiffe ineinander verkeilen, das sieht einfach klasse aus. Man sieht dem Film jederzeit seine Herkunft als Comicverfilmung an – das ist positiv gemeint. Die IMDb gibt als Vorlage die Graphic Novel „Xerxes“ von Frank Miller an. Das ist allerdings etwas unsauber – Miller hat das Werk offenbar noch gar nicht beendet.

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Die Seeschlacht tobt

In puncto Handlung und Charaktertiefe hat das Sequel sogar etwas mehr zu bieten: In Rückblenden wird gezeigt, wie der persische Königssohn zum Gottkönig Xerxes mutiert. Man kann die überzeichnete Figur mit der goldenen Aura und der tiefen Stimme für grotesk halten, beeindruckend ist sie dennoch. Auch die finstere Artemisia – eine starke Figur – und ihre Lebensgeschichte kommen zum Tragen. Dennoch bietet „300 – Rise of an Empire“ in erster Linie Kriegs-Action – und was für welche. Mit 102 Minuten ist der Film gar nicht mal übermäßig lang. Gut so! Als antikes Kriegs-Epos hätten die Produzenten auch der Versuchung nachgeben können, einen Zweieinhalbstünder daraus zu machen. So jedoch kommen die wuchtigen Seegefechte genau richtig zur Entfaltung. Und – Action!

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Eva Green und Lena Headey haben wir in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgelistet, Filme mit Peter Mensah, Jack O’Connell und Rodrigo Santoro unter Schauspieler.

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Wird die Spartanerkönigin Gorgo in den Kampf eingreifen?

Länge: 102 Min.
Altersfreigabe: FSK 18
Originaltitel: 300 – Rise of an Empire
USA 2014
Regie: Noam Murro
Drehbuch: Zack Snyder, Kurt Johnstad, nach Motiven von Frank Miller
Besetzung: Lena Headey, Eva Green, Rodrigo Santoro, Jack O’Connell, Sullivan Stapleton, Hans Matheson, Peter Mensah, Ben Turner, Caitlin Carmichael, Jade Chynoweth
Verleih: Warner Bros. Pictures Germany

Copyright 2014 by Volker Schönenberger
Filmplakat & Fotos: © 2014 Warner Bros. Ent.

 

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Der Löwe von Sparta – Antiker Recke stirbt den Heldentod

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The 300 Spartans

Von Volker Schönenberger

Historien-Abenteuer // Waren es wirklich nur 300 spartanische Kämpfer? Nach einem Bericht des griechischen Geschichtsschreibers Herodot hielt diese kleine Streitmacht unter ihrem König Leonidas I. im Jahr 480 v. Chr. die gewaltige Armee des Perserkönigs Xerxes I. in der Schlacht bei den Thermopylen etliche Tage lang auf, bevor sie vollständig aufgerieben wurde.

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Gnadenloser Eroberer: Xerxes (M.)

Zuletzt ist das – wie auch immer tatsächlich abgelaufene – historische Ereignis 2006 unter dem Titel „300“ verfilmt worden. Die Fortsetzung „300 – Rise of an Empire“ kommt am 6. März in die deutschen Kinos. Bereits 1962 entstand „Der Löwe von Sparta“, den Twentieth Century Fox Home Entertainment nun erstmals auf Blu-ray auflegt. Die ansehnlichen CinemaScope-Bilder kommen in High Definition gut zur Geltung. Etwas schärfer als auf der 2005 erschienenen DVD sind sie jedenfalls. Es handelt sich übrigens um einen Farbfilm, auch wenn der Vertrieb zur Promotion schwarz-weiße Motive bereitgestellt hat. Alles in allem: eine schöne Veröffentlichung.

Richard Egan spielt König Leonidas, der zu den Thermopylen aufbricht, um den Perserkönig Xerxes (David Farrar) aufzuhalten und den Bund der griechischen Stadtstaaten vor dem Invasor zu schützen. Weil ein religiöses Fest den vorzeitigen Aufbruch der spartanischen Krieger verhindert, kann er nur seine 300 Mann starke Leibgarde gegen die persische Übermacht aufbieten. Mit eiserner Entschlossenheit und großer Kampfkraft gelingt es den zahlenmäßig weit unterlegenen Spartanern jedoch, die gegnerischen Truppen tagelang in Schach zu halten und eines Nachts sogar ins persische Lager einzudringen. Dennoch ist Leonidas klar, dass sein kleiner Trupp zum Untergang verurteilt ist.

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Leonidas lässt seine Gemahlin zurück

„300“ legte 2006 den Fokus auf stilisierte und brutale Gewaltdarstellung. „Der Löwe von Sparta“ geht in der Hinsicht deutlich zurückhaltender vor, bietet aber vorzüglich inszeniertes Schlachtengetümmel und sehenswerte Massenszenen. Ob die Kämpfe die antike Kampfkunst tatsächlich authentisch vorführen, wie es das Lexikon des internationalen Films angibt, lässt sich aufgrund mangelnder Kenntnis darüber nicht wirklich bewerten. Bekannt ist aber, dass Regisseur Rudolph Maté diesbezüglich tatsächlich um Sorgfalt bemüht war und beim Dreh Experten zu Rate zog. Das Ergebnis: herrlich nostalgisches Heldenkino mit pompöser Kostümierung.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Rudolph Maté haben wir in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Ralph Richardson unter Schauspieler.

Veröffentlichung: 28. Februar 2014 als Blu-ray

Länge: 113 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch
Originaltitel: The 300 Spartans
USA 1962
Regie: Rudolph Maté
Drehbuch: George St. George
Besetzung: Richard Egan, Ralph Richardson, Diane Baker, Barry Coe, David Farrar, Donald Houston, Robert Brown
Zusatzmaterial: TV-Spots, Original Kinotrailer, spanischer Kinotrailer
Vertrieb: Twentieth Century Fox Home Entertainment

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Die persische Armee ist übermächtig

Copyright 2014 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2014 Twentieth Century Fox Home Entertainment

 

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