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Gewinnspiel: 2 x Unzerstörbar – Die Panzerschlacht von Rostow auf Blu-ray

Verlosung

Ein Panzerkommandant der Roten Armee muss sich 1942 mit reparaturanfälligem Kriegsmaterial und der deutschen Wehrmacht auseinandersetzen. capelight pictures hat das russische Kriegsdrama „Unzerstörbar – Die Panzerschlacht von Rostow“ fürs Heimkino veröffentlicht und uns zwei Blu-rays zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Zwar bringt es mir Spaß, Filme unter die Leute zu bringen, weil sich die überwältigende Mehrzahl der Gewinnerinnen und Gewinner aufrichtig freut und höflich bedankt. Dennoch geht der Versand etwas ins Geld, zumal „Die Nacht der lebenden Texte“ nach wie vor keinen Cent Ertrag abwirft (die unten ab und zu eingeblendete Werbung schaltet WordPress). Daher: Auf völlig freiwilliger Basis darf mir jede/r Gewinner/in gern anbieten, das Porto in Höhe von 1,45 Euro zu übernehmen – oder höher beim Wunsch nach versichertem Versand. Gebt mir das aber bitte nicht schon im Kommentar mit eurer Antwort bekannt, sondern erst im Gewinnfalle. Ich will nicht in Verdacht geraten, die Sieger danach zuzuteilen.

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu meiner Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 14. April 2019, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage am Ende des Textes.

Seid Ihr dazu nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert). Ich benötige obendrein die Zusage, dass die Sendung nicht von Minderjährigen entgegengenommen werden kann. Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Gewonnen haben

– Christian Strauß,
– Dysmas.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Dysmas hat sich leider auf wiederholte Kontaktaufnahme nicht gemeldet, der Gewinn ist hiermit verfallen. Die Blu-ray geht stattdessen an Frank Warnking. Herzlichen Glückwunsch! Auch du wirst benachrichtigt.

Die Rezension von „Unzerstörbar – Die Panzerschlacht von Rostow“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

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Sommer 1943 – Das Ende der Unschuld: Vom Massaker in Wolhynien und Ostgalizien

Wolyn

Von Volker Schönenberger

Kriegsdrama // Kriegsdramen europäischer Länder führen uns bisweilen Ereignisse vor Augen, von denen wir sonst womöglich kaum erfahren hätten. Wer hat sich schon ausufernd mit jedem Schauplatz des Zweiten Weltkriegs befasst? Im Falle des polnischen Beitrags „Sommer 1943 – Das Ende der Unschuld“ sind dies die Massaker in Wolhynien und Ostgalizien (Volhynian Massacre): Von Februar 1943 bis April 1944 ermordeten ukrainische Nationalisten der Ukrainischen Aufständischen Armee in den seinerzeit von der deutschen Wehrmacht besetzten Gebieten beinahe 100.000 Zivilistinnen und Zivilisten polnischer Herkunft. Das kann man auch schon Genozid und Völkermord nennen.

Zosia und Petro genießen die Feier

Das Kriegsdrama des polnischen Regisseurs Wojciech Smarzowski beginnt ausgelassen mit Bildern einer Hochzeitsfeier 1939 in einem von Ukrainern und Polen bewohnten Dorf, darunter auch Juden. Die junge Polin Zosia (Michalina Labacz), Schwester der Braut, hat Schmetterlinge im Bauch, weil sie sich in den feschen Ukrainer Petro (Wasyl Wasylik) verliebt hat, doch sie wird noch am selben Abend unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt: Ihr Vater bestimmt, dass Zosia den wohlhabenden Ortsvorsteher Maciej Skiba (Arkadiusz Jakubik) heiratet, einen deutlich älteren Witwer. Bald darauf bricht mit dem Einmarsch der Deutschen in Polen der Krieg aus und Zosias hartherziger Ehemann muss an die Front.

Doch ihr Ehemann wird der hartherzige Witwer Maciej

Von den Spannungen zwischen Polen und Ukrainern erfahren wir bereits mittels einiger Dialoge während der Hochzeitsfeier. Im weiteren Verlauf des Films beobachten wir hautnah, wie Zosia in den Kriegswirren zu überleben versucht. „Sommer 1943 – Das Ende der Unschuld“ meistert das Zusammenspiel zwischen persönlichem Porträt und der Darstellung der grausamen Ereignisse sehr souverän. Zosias Schicksal als ohnehin entrechtete Frau weckt unser Mitgefühl, gleichzeitig ziehen uns die sich ins Grausame steigernden historischen Ereignisse in ihren Bann – und das dramaturgisch und visuell auf hohem Niveau über die lange Spielzeit von fast zweieinhalb Stunden.

Der Widerstand gegen die deutschen Invasoren währt nur kurz

Der für den deutschen Markt gewählte Titel „Sommer 1943 – Das Ende der Unschuld“ klingt arg pathetisch, das hat das polnische Werk nicht verdient. Schon klar, das bezieht sich auf den bekannten Spruch von der Unschuld, die das erste Opfer des Krieges sei. Da mag etwas dran sein, gleichwohl liest sich das mittlerweile sehr ausgelutscht. Die deutschen Titelschöpfer hätten sich mit dem im Original „Wolyn“ (polnische Bezeichnung für Wolhynien) betitelten Film vielleicht etwas mehr Mühe geben können.

Kriegsdrama mit ungewöhnlich hoher Altersfreigabe

Überraschenderweise scheiterte Tiberius Film mit dem Versuch, eine Freigabe ab zwölf Jahren zu erhalten. Gemeinhin drückt die FSK bei Kriegsdramen mit erzieherischem Anspruch auf historische Authentizität gern mal ein Auge zu, was gewalthaltige Filme angeht – nicht in diesem Fall. Immerhin weiß das Label offenbar, dass manche Filmfreunde, die Wert auf ungeschnittene Fassungen legen, beim roten FSK-18-Logo argwöhnen, es dennoch mit einer zensierten Version zu tun zu haben – das Label versah das Cover mit dem Hinweis, dass es sich um die ungekürzte Fassung handelt.

Die Wehrmacht marschiert ein

Nach Sichtung des Films bekenne ich: Die 18er-Freigabe geht völlig in Ordnung, Minderjährigen sollte man „Sommer 1943 – Das Ende der Unschuld“ nicht zumuten. Lässt sich das Kriegsdrama anfangs ruhig an, um einige Protagonisten vorzustellen und zu charakterisieren, geht es im letzten Drittel übelst zur Sache. Ich gebe dafür nun ein paar Beispiele – wer szenische Spoiler gern meidet, möge den Rest dieses Absatzes überspringen. Wenn die polnische Minderheit dahingemetzelt wird, öffnen die Macher die Trickkiste der blutigen Splattereffekte ganz weit. Da wird ein Mann zwischen zwei Pferden festgebunden und bei deren Auseinanderreiten zerrissen. Schwenkt die Kamera bald darauf noch gnädig weg, als ein mordlüsterner Ukrainer ein Baby vor den Augen der Mutter mit der Axt abschlachtet, so hält sie im nächsten Moment voll drauf, als die Mutter geköpft wird. Dennoch erhält das Geschehen nach meinem Empfinden niemals Exploitation-Charakter.

Die Juden verstecken sich vor den Deutschen

Die Massaker liefen offenbar tatsächlich mit außergewöhnlicher Grausamkeit ab – keine Seltenheit, dass anfangs ganz normale Männer im Verein mit anderen zu Mördern werden und sich als Massenmörder im Kreise vieler Gleichgesinnter in einen Blutrausch hineinsteigern. Laut IMDb-Trivia unterliegt das Kriegsdrama in der Ukraine einem Verbreitungs- und Aufführungsverbot. Solche Maßnahmen sind zwar scharf zu kritisieren, aber es verwundert nicht, dass sich angesichts von „Sommer 1943 – Das Ende der Unschuld“ einige Politiker und Vertreter anderer Professionen in der Ukraine auf den Schlips getreten fühlten.

Grausame Schilderung historischer Ereignisse

Die gezeigten Grausamkeiten dürften nur wenige Zuschauerinnen und Zuschauer kaltlassen. Bei mir war das jedenfalls nicht der Fall, obwohl ich Gewaltdarstellungen im Film gewohnt bin und vor ihnen nicht zurückschrecke. Da zudem die Hauptfigur Zosia als Identifikationsfigur taugt, kann ich „Sommer 1943 – Das Ende der Unschuld“ all jenen empfehlen, die an anspruchsvollen Kriegsdramen und filmischer Aufarbeitung historischer Kriegsereignisse interessiert sind. Zartbesaitete sollten aber Vorsicht walten lassen.

Die Massaker nehmen ihren grausamen Lauf

Zum Zeitpunkt des Verfassens dieser Rezension fanden sich in in der IMDb lediglich zwei „external reviews“ (Stand März 2019). Wer des Englischen mächtig ist, möge auch diesen aufschlussreichen Text lesen. „Sommer 1943 – Das Ende der Unschuld“ hat weitaus mehr Aufmerksamkeit verdient – und der Massenmord die Bewahrung vor dem Vergessen.

Zosia versucht zu fliehen

Veröffentlichung: 7. März 2019 als Blu-ray und DVD

Länge: 144 Min.
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Polnisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Wolyn
POL 2016
Regie: Wojciech Smarzowski
Drehbuch: Wojciech Smarzowski
Besetzung: Michalina Labacz, Arkadiusz Jakubik, Wasyl Wasylik, Izabela Kuna, Jacek Braciak, Adrian Zaremba, Maria Sobocinska, Oleksandr Zbarazkyi, Lech Dyblik, Gabriela Muskala
Zusatzmaterial: Trailer, Trailershow, Wendecover
Label: Tiberius Film
Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment

Copyright 2019 by Volker Schönenberger
Szenenfotos & Packshot: © 2019 Tiberius Film

 

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Unzerstörbar – Die Panzerschlacht von Rostow: Von russischen Kriegshelden

Nesokrushimyy

Von Volker Schönenberger

Kriegsdrama // In der von Mitte November bis Anfang Dezember 1941 dauernden Schlacht um Rostow eroberte die Rote Armee die zuvor von der deutschen Wehrmacht besetzte Stadt Rostow am Don zurück. Im Sommer 1942 gelang den deutschen Streitkräften erneut die Eroberung der südrussischen Metropole. „Unzerstörbar – Die Panzerschlacht von Rostow“ allerdings spielt während der sogenannten Woronesch-Woroschilowgrader Operation.

Hauptmann Konovalov zieht wieder ins Feld …

Die Handlung fokussiert auf den russischen Hauptmann Semjon Konovalov (Andrey Chernyshov), der im Kriegsjahr 1942 seine niedrigen Dienstgrade als Panzerkommandant mit harter Hand führt. Während einer kurzen Kampfpause wird sein T-34 von einem deutschen Panzer überrascht und in Stücke geschossen. Konovalov verliert seine Besatzung und wird selbst schwer verletzt.

… und übernimmt eine neue Panzerbesatzung

Das russische Material zeigt sich sehr reparaturanfällig, was für die T-34 und die stark gepanzerten Fahrzeuge vom Typ KW-1 gleichermaßen gilt. Die Ingenieurin Pawla (Olga Pogodina) hat mit dem schadhaften Gerät alle Hände voll zu tun. Nach seiner Entlassung aus dem Lazarett übernimmt der Hauptmann im Juli erneut eine Panzerbesatzung mit dem Fahrer Rykov (Oleg Fomin), dem Kanonier Shinkevich (Vasiliy Sedykh) und dem Schützen Siitov (Vladimir Epifantsev).

Ingenieurin Pawla behauptet sich in der Männerwelt

Ein erster Einsatz mit einem KW-1 führt sogleich zu einem Motorschaden. Dennoch gelingt es Konovalov und seinen Männern, drei deutsche Panzer abzuschießen und das defekte Fahrzeug zum Stützpunkt zurückzubringen. Bald geht es wieder ins Gefecht.

Der russische Panzer rückt gegen …

Semjon Konovalov gab es wirklich, er war allerdings zum Zeitpunkt der im Film geschilderten Ereignisse erst 21 Jahre alt. Insofern kann der bei den Dreharbeiten mehr als doppelt so alte Hauptdarsteller Andrey Chernyshov durchaus als Fehlbesetzung angesehen werden, das tut der Qualität von „Unzerstörbar – Die Panzerschlacht von Rostow“ aber keinen Abbruch. Das russische Kriegsdrama wartet mit einer Mischung aus ruhigen Dialogszenen und punktuell eingesetzten Kampfsequenzen auf. Ein ausuferndes Schlachtengemälde sollte niemand erwarten, aber wenn russische und deutsche Panzer aufeinandertreffen, zieht die Spannungsschraube spürbar an. Positiv zu bewerten: Es wurde nicht versucht, mit CGI größere Schlachtfelder vorzugaukeln. Dafür wird in einigen Szenen die klaustrophobische Enge im Innern der Kampfpanzer spürbar. Wer will freiwillig derartig eingeschlossen in die Schlacht ziehen?

… zahlenmäßig überlegene deutsche Fahrzeuge vor

Natürlich ist das Heldenkino, für eine Antikriegsbotschaft somit denkbar ungeeignet. Aber wer will den Russen das Recht absprechen, ihren Helden des „Großen Vaterländischen Krieges“ filmische Denkmäler zu setzen? Wenn das auf handwerklich so hohem Niveau geschieht wie in „Unzerstörbar – Die Panzerschlacht von Rostow“, lässt sich das sehr gut anschauen. Mit den Verweisen auf die technischen Probleme und ein bisschen Kompetenzgerangel in der Brigade hat Regisseur Konstantin Maksimov immerhin auch auf ein paar Defizite der Roten Armee verwiesen. Ob die Ingenieurin Pawla auf einer realen Figur beruht, konnte ich nicht herausfinden. Die Figur nimmt beachtlichen Raum ein, ich kann unmöglich bewerten, ob es seinerzeit in der Roten Armee Frauen in derart verantwortungsvollen Positionen gegeben hat.

Der Panzerkommandant visiert sein Ziel an

Mit seiner Reduzierung auf einen begrenzten und bei uns wenig bekannten Kriegsschauplatz unterlässt es „Unzerstörbar – Die Panzerschlacht von Rostow“, seine Handlung in den Kontext des gesamten Kriegsverlaufs an der Ostfront zu setzen. Die deutschen Gegner bleiben bis auf ein paar Ausnahmen gesichtslos und ohne Profil, die Handlung konzentriert sich ganz auf die russischen Soldaten. Effekthascherei und Pathos bleiben erfreulicherweise außen vor, sodass der Film für Freunde von Schilderungen solch vergleichsweise „kleiner“ Kriegshandlungen insgesamt die Sichtung wert ist. Welche russischen Kriegsdramen könnt Ihr empfehlen?

Es gibt Opfer zu beklagen

Veröffentlichung: 22. Februar 2019 als Blu-ray und DVD

Länge: 90 Min. (Blu-ray), 86 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Russisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Nesokrushimyy
Internationaler Titel: Tankers
RUS 2018
Regie: Konstantin Maksimov
Drehbuch: Valeriya Baykeeva, Konstantin Maksimov, Konstantin Mayer
Besetzung: Andrey Chernyshov, Vladimir Epifantsev, Oleg Fomin, Olga Pogodina, Sergey Gorobchenko, Nikolay Dobrynin, Vasiliy Sedykh, Vladimir Kochetkov, Vladimir Yepifanov, Evgeniy, Zelenskiy,
Zusatzmaterial: Trailer, Trailershow, Vertikalschuber, Wendecover
Label: capelight pictures
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2019 by Volker Schönenberger
Szenenfotos & Packshot: © 2019 capelight pictures

 
 

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