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Kommando Leopard – Lewis Collins gegen Klaus Kinski

11 Nov

Kommando Leopard

Von Volker Schönenberger

Kriegs-Action // Seine Kriegsradau-Dutzendware mit und ohne Söldner hat Antonio Margheriti in der Regel in Fernost angesiedelt, etwa den Vietnam-Actioner „Im Wendekreis des Söldners“ (1983) und den im Goldenen Dreieck von Indochina angesiedelten „Geheimcode Wildgänse“ (1984). „Kommando Leopard“ macht da eine Ausnahme: Die Handlung spielt sich in einer nicht näher genannten lateinamerikanischen Diktatur ab.

Von Somoza über Homoza zu Ramirez

Der von Subas Herrero verkörperte Diktator hört auf den klangvollen Namen Homoza, die Ähnlichkeit mit dem nicaraguanischen Gewaltherrscher Somoza ist sicher kein Zufall. In der deutschen Synchronfassung erhielt die Figur unverständlicherweise den Namen Ramirez verpasst. Homozas/Ramirez’ brutaler Milizchef Silveira (Klaus Kinski) verbreitet Angst und Schrecken im Volk. Der Rebellenführer Enrique Carrasco (Lewis Collins), genannt „Leopard“, will Silveira ausschalten und den Tyrannen stürzen. Das fordert viele Opfer auf beiden Seiten.

Mit Manfred Lehmann und Thomas Danneberg sind zwei bekannte Synchronsprecher als Schauspieler dabei, die seinerzeit gern in diesen Filmen mitgewirkt haben. Danneberg spielt einen Mitstreiter Carrascos, Lehmann den Geistlichen Julio, der Gewaltlosigkeit predigt und sich dennoch Carrasco anschließt.

Bewährte Margheriti-Machart

„Kommando Leopard“ folgt dem bewährten Strickmuster von Antonio Margheritis Kriegs-Action-Exploitationfilmen jener Zeit. Zu billigem 80er-Elektro-Score wird viel geballert und gestorben, Explosionen lassen den Bildschirm erbeben. Eine Aufarbeitung des Freiheitskampfs eines gepeinigten Volkes sollte niemand erwarten, sie war auch nicht Intention. Sowas wurde seinerzeit eben in Europa produziert – gedreht wurde in Venezuela und auf den Philippinen. Wer dieser rein auf Action setzenden Subgattung des Kriegsfilms etwas abgewinnen kann, wird anständig unterhalten.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Antonio Margheriti sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Klaus Kinski unter Schauspieler.

Veröffentlichung: 2. Dezember 2014 als Teil der „The Ultimate Mercenary Collection“ (6 Blu-rays bzw. DVDs), 13. Mai 2014 als Blu-ray und DVD, 24. Mai 2013 als 2-Disc Mediabook (Blu-ray & DVD, auf 1.000 Exemplare limitiert), 30. Juni 2003 als DVD

Länge: 104 Min. (Blu-ray), 99 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Französisch
Untertitel: keine
Originaltitel: Kommando Leopard
CH/IT/BRD 1985
Regie: Antonio Margheriti (als Anthony M. Dawson)
Drehbuch: Roy Nelson
Besetzung: Lewis Collins, Klaus Kinski, Manfred Lehmann, Cristina Donadio, John Steiner, Hans Leutenegger, Thomas Danneberg, Francis Derosa, Alan C. Walker, Julio Rodrigo, Rene Abadeza, Subas Herrero
Zusatzmaterial: Original-Kinotrailer, Featurette „Söldner Stories“ (27:54), „Manfred Lehmann: Stirb langsam auf den Philippinen“ (Interview von 2001, 14:24), „Thomas Danneberg: Söldner und Synchronstar“ (17:08), „Behind the Scenes“-Audiokommentar, Fotogalerie, „Mädchen, Machos und Moneten“ (ROM-Teil), Audiokommentar, Trailershow, Wendecover mit alternativem Motiv
Vertrieb: Universum Film

Copyright 2017 by Volker Schönenberger

Packshot Blu-ray: © 2014 Ascot Elite Home Entertainment, Packshots Mediabook: © 2013 NSM Records

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