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Godzilla und die Urweltraupen – Mothras zweiter Flug

Mosura tai Gojira

Von Volker Schönenberger

SF-Abenteuer // Ein Sturm tost an der japanischen Küste über dem frisch aufgeschütteten Siedlungsgebiet Kurata-Strand. Meterhohe Wellen peitschen auf den Strand und richten schwere Verwüstungen an. Dabei wird ein überdimensionales Ei angespült – das Ei der Riesenmotte Mothra, wie sich später herausstellt (erinnern wir uns an „Mothra bedroht die Welt“ von 1961). Der windige Geschäftsmann Kumayama (Yoshifumi Tajima) reißt sich das gigantische Fundstück unter den Nagel, um damit als Attraktion Kasse zu machen. Er und sein Partner Torahata (Kenji Sahara) lassen sich auch nicht von den beiden winzigen Feen (Yumi und Emi Itô) von ihrem Vorhaben abbringen, die unversehens auf der Bildfläche auftauchen und um die Herausgabe des Eis bitten. Der Reporter Ichiro Sakai (Akira Takarada) und seine fotografierende Kollegin Junko Nakanishi (Yuriko Hoshi) verbünden sich mit dem Wissenschaftler Professor Miura (Hiroshi Koizumi), um ans Ei zu gelangen. Und plötzlich hebt sich ein gewisser Godzilla am Strand von Kurata aus der Erde empor.

Das Riesenei gibt Räts… Verzeihung: Dies ist ja nur ein Hühnerei

Anolis Entertainment liefert wieder mal ab. Kurz nach der Veröffentlichung von Mothras erstem Auftritt „Mothra bedroht die Welt“ folgt mit „Godzilla und die Urweltraupen“ das zweite Aufeinandertreffen der Riesenmotte mit dem beliebten Echsengigant. Das Timing passt ohnehin: Dank des amerikanischen MonsterVerse mit „Godzilla“ (2014), „Kong – Skull Island“ (2017) und gerade erst „Godzilla II – King of the Monsters“ (2019) ist das Interesse an den Kaijūs erneut erwacht; die Fans der japanischen Monsterfilme halten ihren Lieblingen ohnehin die Treue, zumal den am Computer entstandenen Hollywood-Riesenwesen der Charme der Originale abgeht.

Zurück zur DVD!

Einige Sammler der „Kaiju Classics“ werden sicher enttäuscht sein, dass das Futurepak von „Godzilla und die Urweltraupen“ lediglich zwei DVDs enthält und keine Blu-ray wie bei „Mothra bedroht die Welt“, mir ist das nicht ganz so wichtig. Die Reihe bleibt es wert, gesammelt zu werden, Bild und Ton überzeugen auch auf dem vermeintlich veralteten Format. Die beiden Silberlinge enthalten sowohl die japanische als auch die deutsche beziehungsweise US-Fassung des Films, die sich zeitlich kaum voneinander unterscheiden. Das in bewährtem Layout gestaltete Booklet enthält einen Text von Ingo Strecker mit gewohnt aufschlussreichen Informationen. So erfahren wir, dass in einer ursprünglichen Drehbuchfassung kein Riesenei enthalten war, vielmehr sollte Godzilla an der Küste Roliscias angespült werden. Auch die Unterschiede beider Schnittfassungen beschreibt der Autor, und er gibt uns einige Interpretationsansätze zu möglichen politischen Untertönen des Films, die er weniger dem Drehbuchautor Shin’ichi Sekizawa zuschreibt als dem Regisseur Ishirô Honda. So könne das Landgewinnungsprojekt von Kurata als Kommentar zu den umfangreichen Bauarbeiten für die Olympischen Sommerspiele 1964 in Tokio gesehen werden.

Nun aber: Das Riesenei gibt Rätsel auf

Ingo Strecker zufolge gilt das Godzilla-Kostüm dieses Films bis heute als das beliebteste der gesamten Reihe. Das kann ich mangels Zugehörigkeit zur Fanszene nicht verifizieren, aber es gibt natürlich auch keinen Anlass, daran zu zweifeln. Strecker gibt uns auch interessante Einblicke in die Entwicklung der Kostüme und Miniaturen für „Godzilla und die Urweltraupen“. Apropos Urweltraupen: Der Originaltitel lautet „Mosura tai Gojira“, was „Mothra gegen Godzilla“ bedeutet, aber auch die deutsche Titelschöpfung hat ihre Berechtigung …

Der böse Godzilla

Oft zeigt sich Godzilla in den japanischen Kaijūs als Helfer der Menschheit, auch im jüngsten Kinofilm „Godzilla II – King of the Monsters“; hier jedoch gibt er noch einmal den Fiesling, der das Ei zerstören will. Wenn er und Mothra aufeinanderprallen, wächst kein Gras mehr, es kommen Miniaturmodelle beider Kreaturen zum Einsatz. Das kann man belächeln und angesichts heutiger Möglichkeiten der Tricktechnik für veraltet halten. Ist es ja auch, aber auf überaus vergnügliche Weise, vom dramatischen Score Akira Ifukubes vorzüglich untermalt. Eine realistische Visualisierung war eben auch nicht die erklärte Absicht der Macher, die artifizielle Optik der Kreaturen und Miniaturkulissen hingegen schon. So muss japanisches Monsterkino aussehen, wie es im Pressetext von Anolis zu lesen ist. Da hat das Label recht.

Da isser ja – Godzilla führt nichts Gutes im Schilde

Die Anolis-Entertainment-Reihe „Kaiju Classics“ haben wir in unserer Rubrik Filmreihen aufgeführt. Ein lesenswerter Text zu „Godzilla und die Urweltraupen“ findet sich auch bei den Kollegen von „Evil Ed“.

Nicht immer sind Raupen eine Plage

Veröffentlichung: 21. Juni 2019 als 2-Disc-Edition im auf 1.500 Exemplare limitierten Futurepak als Nr. 17 der Reihe „Kaiju Classics“

Länge: 85 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Mosura tai Gojira
Alternativer deutscher Titel: Panik in Tokyo
Internationale Titel: Mothra vs. Godzilla, Godzilla vs. Mothra, Godzilla Fights the Giant Moth, Godzilla Fights vs. the Giant Moth
JAP 1964
Regie: Ishirô Honda
Drehbuch: Shin’ichi Sekizawa
Besetzung: Akira Takarada, Yuriko Hoshi, Hiroshi Koizumi, Yû Fujiki, Kenji Sahara, Emi Itô, Yumi Itô, Yoshifumi Tajima, Jun Tazaki, Kenzô Tabu, Yoshio Kosugi, Akira Tani, Yutaka Sada, Ikio Sawamura
Zusatzmaterial: japanische Kinofassung inkl. Audiokommentar von Jörg Buttgereit, Bodo Traber und Alexander Iffländer sowie Audiokommentar von Florian Bahr, japanischer Trailer, japanisches Werbematerial, Interview mit Hauptdarsteller Akira Takarada, Super-8-Fassung, deutsches Werbematerial, 20-seitiges Booklet mit einem Text von Ingo Strecker
Label/Vertrieb: Anolis Entertainment GmbH

Copyright 2019 by Volker Schönenberger
Szenenfotos: © 2019 Anolis Entertainment GmbH

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Auf eigene Faust – Highlight des „Ranown-Zyklus“

Ride Lonesome

Von Volker Schönenberger

Western // Ein Mann kommt in einer Felslandschaft durch eine schmale Schlucht geritten, sitzt dann ab. Ein anderer sitzt an diesem sonnigen Morgen beim Kaffee am Lagerfeuer und erwartet seinen Häscher bereits. Kopfgeldjäger Ben Brigade (Randolph Scott) stößt zu Billy John (James Best), der in den Straßen von Santa Cruz einen Mann von hinten erschossen hat. Kurz frohlockt der Mörder, weil seine Leute Brigade im Visier haben, aber der Kopfgeldjäger lässt sich nicht beirren, und schließlich schickt Billy seine Spießgesellen fort, gibt ihnen mit lauten Rufen noch mit auf den Weg, sie sollen seinem Bruder Frank (Lee Van Cleef) Bescheid sagen, um ihn zu retten.

Wehrhaft: Carrie Lane

Mit dieser Szene inklusive eines ruhigen, aber scharfen Wortgefechts zwischen den beiden Gegenspielern startet „Auf eigene Faust“, und in den kurzen 73 Minuten wird es nicht der einzige knackige Dialog bleiben. Auf dem Weg nach Santa Cruz treffen Brigade und sein Gefangener an einer Postkutschenstation die Ganoven Boone (Pernell Roberts, der Adam Cartwright aus „Bonanza“) und Whit (James Coburn in seinem Kinodebüt). Die beiden verfolgen ihre eigenen Absichten mit Billy John. Weil Mescalero-Apachen die Gegend unsicher machen, schließt sich auch Carrie Lane (Karen Steele), die Frau des abwesenden Stationsleiters, den vier Männern an. Bald sind ihnen nicht nur die Indianer auf den Fersen, sondern auch Billys Bruder Frank und seine Kumpane. Dennoch erhöht Ben Brigade keineswegs das Tempo …

Budd Boetticher und Randolph Scott

„Auf eigene Faust“ markiert den fünften Western der fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Regisseur Budd Boetticher und Hauptdarsteller Randolph Scott, über die auch mein geschätzter Autor Dirk Ottelübbert in seiner Rezension des 1957 entstandenen „Um Kopf und Kragen“ ein paar Worte verloren hat. Sieben gemeinsame Western entstanden von 1956 bis 1960, Höhepunkte und Essenz ihrer beider Karrieren nennt Dirk das in seinem Text. Mit formidabler Besetzung und einer auf das Quintett aus vier Männern und einer Frau verdichteten Handlung spinnt sich dank intelligenter Wendungen und Offenbarungen ein feiner Spannungsbogen bis zum kurzen, aber umso intensiveren Showdown. Budd Boetticher liegt nichts an überbordender Action, er gibt seinen Figuren Raum zur Entfaltung, nimmt auch die vermeintlich wenig bedeutsamen Ganoven Boone und Whit ernst.

Frank schwant Böses

Das mag auch am uneitlen Hauptdarsteller Randolph Scott liegen, der keine Probleme damit hatte, seinen Mitspielern Raum zu geben. Der 1898 Geborene hatte im Lauf der Jahre seine Gagen klug angelegt, war ein schwerreicher Mann und ahnte, dass sich seine Karriere langsam dem Ende zuneigte. Und so bekommen auch Pernell Roberts und der noch völlig unbekannte James Coburn ihre Szenen. Lediglich Karen Steeles Part wirkt etwas unterrepräsentiert, prägnante Frauenrollen waren im Western der 1950er-Jahre leider rar gesät. Carrie Lane ist schon mehr als Staffage, aber das wäre ausbaufähig gewesen.

Grandioser Karriereausklang

Obwohl ebenfalls eine Boetticher-Scott-Kooperation, wird der etwas später im selben Jahr entstandene „Messer an der Kehle“ gemeinhin nicht zum berühmten „Ranown-Zyklus“ gezählt, der nach der von Randolph Scott und Harry Joe Brown geführten Produktionsfirma benannt ist. Daher gilt „Auf eigene Faust“ als vorletzter Teil des Zyklus und gehört auch zu dessen Höhepunkten. Bei „Telepolis“ (Heise Online) finden sich mit „Ride Lonesome“ und „Budd Boetticher und die Ranown-Western“ zwei 2010 veröffentlichte, lange und überaus lesenswerte Texte darüber, auch wenn ich nicht allen Interpretationen des Autoren folgen kann. Randolph Scott ließ dem „Ranown-Zyklus“ nur noch einen Film folgen: Sam Peckinpahs „Sacramento“ („Ride the High Country“, 1962). Viel besser als mit diesen acht Filmen kann man seine Laufbahn nicht beenden.

Doch er will seinen Bruder nicht im Stich lassen

Das Zusatzmaterial dieses 59. Teils der „Edition Western Legenden“ von Koch Films hat es in sich: Eine knapp dreiviertelstündige Doku „Budd Boetticher und seine Western“, in der der Regisseur ausführlich selbst zu Wort kommt. Überaus aufschlussreich sind auch die mehrminütigen Beiträge von Martin Scorsee und John Sayles, die sich kenntnisreich über „Auf eigene Faust“ äußern. Das Booklet des für die Reihe typischen schmalen Mediabooks lag mir leider nicht vor, weshalb ich über dessen Inhalt und Qualität nichts anmerken kann, es dürfte das Niveau der Booklets der bisherigen Veröffentlichungen halten. „Auf eigene Faust“ jedenfalls schürt als unmittelbarer Nachfolger von „Um Kopf und Kragen“ in der Reihe die Hoffnung, dass Koch Films der „Edition Western Legenden“ weitere „Ranown-Zyklus“-Western einverleiben wird.

Die „Edition Western Legenden“ haben wir in unserer Rubrik Filmreihen aufgeführt. Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Budd Boetticher sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Lee Van Cleef und Randolph Scott unter Schauspieler.

Showdown am Galgenbaum

Veröffentlichung: 27. Juni 2019 als Blu-ray und DVD

Länge: 73 Min. (Blu-ray), 70 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Ride Lonesome
USA 1959
Regie: Budd Boetticher
Drehbuch: Burt Kennedy
Besetzung: Randolph Scott, Karen Steele, Pernell Roberts, James Best, Lee Van Cleef, James Coburn
Zusatzmaterial: Audiokommentar des Filmhistorikers Jeremy Arnold, Dokumentation „Budd Boetticher und seine Western“ (43:37), Martin Scorsese über „Auf eigene Faust“ (5:25), John Sayles über „Auf eigene Faust“ (2:23), Trailer, Bildergalerie, Booklet
Label/Vertrieb: Koch Films

Copyright 2019 by Volker Schönenberger
Szenenfotos & Packshot: © 2019 Koch Films

 

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Verachtung – Düstere Krimiverfilmung aus Dänemark

Journal 64

Kinostart: 20. Juni 2019

Von Iris Janke

Thriller // Die Romane von Jussi Adler-Olsen sind ein Garant für düstere und gut durchdachte Krimis aus Dänemark. Auch im vierten Teil der Reihe um das Ermittlerteam vom Kopenhagener Sonderdezernat Q, das sich mit alten, ungelösten Fällen beschäftigt, gelingt eine packende Umsetzung des Romans. Nach „Erbarmen“ (2013), „Schändung – Die Fasanentöter“ (2014) und „Erlösung“ (2016) spielen Nicolaj Lie Kaas und Fares Fares erneut das eingespielte Ermittlerteam Carl Mørck und Hafez el-Assad. Beide tragen ebenso zum Gelingen der filmischen Umsetzung bei wie Regisseur Christoffer Boe. Zwar ist Boe neu an Bord der Film-Reihe, trotzdem gelingt es ihm scheinbar mühelos, die losen Enden der festen Handlungsstränge zu verknüpfen.

Miese Stimmung zwischen Mørck (r.) und el-Assad

Die Stimmung zwischen den beiden Polizisten ist auf dem Tiefpunkt angekommen – Mørck ist schwer depressiv, lässt el-Assad nicht an sich heran. Beide registrieren zwar, dass etwas in der Arbeitsbeziehung gehörig schief läuft, Kommunikation findet trotzdem nicht statt. Ermittler Assad will flüchten, hat sich auf eine Stelle im Betrugsdezernat beworben; Mørck ist davon wenig begeistert, will das aber auf keinen Fall zeigen. Nur Assistentin Rose (Johanne Louise Schmidt) versucht die angespannte Situation zu entschärfen. Mitten in dieses miese Klima platzt ein „letzter Auftrag“ für das Ermittlerteam: Bauarbeiter haben in einem zugemauerten Raum eines verlassenes Appartements drei mumifizierte Leichen gefunden, zwei Frauen und einen Mann. Alle sitzen um einem gedeckten Esstisch, ein vierter Platz ist leer – für die nächste Leiche? Die Toten sind schnell identifiziert: Nete Hermanns (Fanny Bornedal), die Prostituierte Rita Nielsen und der Anwalt Philip Nørvig. Die Ermittler finden heraus, was die Toten und die Mieterin der Wohnung, Gitte Charles, miteinander verbindet: ihr Aufenthalt in einer Klinik für schwierige Mädchen auf der Insel Sprogø.

Der Arzt Curt Wad führt nicht nur Gutes mit Nete im Schilde

Die Verfilmung von „Verachtung“ gelingt, der Zuschauer gruselt sich perfekt, skandinavisch sachlich. Geschickt meistert Regisseur Boe es, den Zuschauer durch Zeitsprünge von den 60er-Jahren bis in die heutige Zeit zu führen, ohne dabei für Verwirrung zu sorgen. Für eine angenehme Ruhe – konträr zur grausig anmutenden Handlung – sorgen das Ermittlerteam vom Sonderdezernat Q und die kühlen und reduzierten Bilder, kein überflüssiger Schnickschnack stört. Zu schade wäre es, wenn diese Verfilmung aus Jussie Adler-Olsens siebenteiliger Buchreihe um das Sonderdezernat Q sofort im Sonntagabend-TV-Keller des ZDFs verschwinden würde. Zwar ist dieser TV-Sendetermin ein toller, fester Platz für spannende britische und skandinavische Filme, trotzdem hat der fesselnde Thriller zuerst einen größeren Auftritt auf der Kinoleinwand verdient.

Grausige Entdeckung für Mørck (l,) und el-Assad im Ex-Mädchenheim

Länge: 119 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: Journal 64
Internationaler Titel: The Purity of Vengeance
DK/D 2018
Regie: Christoffer Boe
Drehbuch: Nikolaj Arcel, Bo Hr. Hansen, Mikkel Nørgaard, nach dem Roman von Jussi Adler-Olsen
Besetzung: Nikolaj Lie Kaas, Fares Fares, Johanne Louise Schmidt, Søren Pilmark, Fanny Bornedal, Clara Rosager, Luise Skov, Amanda Radeljak, Anders Hove, Nicolas Bro, Elliott Crosset Hove
Verleih: NFP marketing & distribution

Copyright 2019 by Iris Janke

Filmplakat & Trailer: © 2019 NFP marketing & distribution, Szenenfotos: © Zentropa Henrik Ohsten

 

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