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Archiv der Kategorie: Rezensionen

John Wick – Kapitel 3: Vom Auftragskiller im Ruhestand

John Wick: Chapter 3 – Parabellum

Kinostart: 23. Mai 2019

Von Volker Schönenberger

Actionthriller // John Wick (Keanu Reeves) hetzt durch die Straßenschluchten von Manhattan. Weil er in der für derlei Taten verbotenen Zone des Hotels „The Continental“ einen italienischen Mafioso erschossen hatte, wurde ein Kopfgeld von 14 Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt – siehe die Ereignisse von „John Wick – Kapitel 2“ (2017). Dem Auftragskiller im Ruhestand bleiben nur noch wenige Minuten, bis die weltumspannende Gangsterorganisation um Punkt 18 Uhr die Jagd auf ihn offiziell eröffnet – in einem börsenähnlichen Saal wird er zum „Excommunicado“ erklärt. Wicks Ex-Kollegen wetzen bereits zuhauf die Messer und laden ihre Pistolen durch. Hinter jeder Ecke lauert der Tod.

John Wick treibt bei …

Mit dem Erstling „John Wick“ etablierten Regisseur Chad Stahelski und Titeldarsteller Keanu Reeves 2014 den des Tötens müden Auftragsmörder, der sich einfach nicht von den Fesseln seiner Vergangenheit befreien kann. Dank knallharter Action sowie der Starpower des Hauptdarstellers und diverser namhafter Nebendarsteller gewann der Film weltweit die Herzen von Genrefans, sodass den Fortsetzungen nichts im Wege stand. Hollywoods Gesetzmäßigkeiten und die Berechenbarkeit des Publikums brachten somit das nächste Franchise hervor. Bemerkenswert, dass Chad Stahelski außer den drei „John Wick“-Filmen bislang keine Regiearbeiten vorzuweisen hat. Nach aktuellem Stand wird er bei der „Highlander“-Neuverfilmung auf dem Regiestuhl sitzen. Der Kickboxer hat im Filmgeschäft zuvor in erster Linie als Stuntman und Stunt-Koordinator gearbeitet und mehrfach Keanu Reeves gedoublet – die beiden kennen einander seit der „Matrix“-Trilogie.

… „The Director“ eine alte Schuld ein

Kein Wunder also, dass der Fokus bei allen drei „John Wick“-Filmen auf Action liegt. Als Story-Unterbau fungiert der Mythos einer globalen Verbrecherorganisation – die „Hohe Kammer“ überwacht wie ein Krake die ganze Welt, vor ihr gibt es kein Entkommen. Ohne dass das bis ins Detail erläutert wird, entsteht der Eindruck, dass es sich dabei um eine Art Dachorganisation handelt, unter der die bekannten kriminellen Syndikate wie Camorra, Cosa Nostra (Mafia), Russenmafia, Triaden, Yakuza und andere aufgehängt sind, deren Killer ihre tödliche Arbeit nach einem kruden Kodex verrichten. Dass Verbrecher trotz ihres höchst unmoralischen Tuns fragwürdige Ehrbegriffe pflegen, kennen wir ja zur Genüge. Ob das alles der logischen Weisheit letzter Schluss ist, kann dahingestellt bleiben, bei all den Schusswechseln, Messerstechereien, Schlägereien und Verfolgungsjagden lassen sich Logiklöcher ignorieren, sofern man überhaupt in der Lage ist, sie angesichts des höllischen Tempos aller drei Filme wahrzunehmen.

Eins hat mich dennoch gestört – das Phänomen ist in derlei Filmen oft zu bemerken: Zwar wird John Wick als der absolut beste Auftragskiller etabliert, was seine Überlegenheit gegenüber den Konkurrenten erklärt. Aber zum einen ist er in den Jahren zuvor bereits außer Dienst gewesen und dürfte daher etwas eingerostet sein, zum anderen werden alle seine Gegner ebenfalls als mit Waffen oder ihren Körpern top ausgebildete Kampfmaschinen gezeichnet. Doch obwohl sie teilweise in großer Überzahl auf John Wick losgehen und ihm zudem immer wieder äußert schmerzhafte Treffer zufügen, gelingt es ihm jedes Mal aufs Neue, die Oberhand zu behalten. Wenn es von allen Seiten Kugeln hagelt, treffen diese in aller Regel immer nur die anderen; John muss zwar ebenfalls einstecken, lässt sich dadurch aber nicht außer Gefecht setzen. Aber vielleicht sollte ich beim Thema Glaubwürdigkeit einfach nicht päpstlicher als der Papst sein.

Vivaldi!

„John Wick – Kapitel 3“ ist gespickt mit Anspielungen und Zitaten, die nicht alle einfach zu erkennen sind – von Buster Keaton bis „The Raid“ finden sich einige Referenzen. Der Score folgt üblichen Pfaden von Actionfilm-Soundtracks, pausiert kaum einmal und fügt sich immerhin anständig und nicht allzu aufdringlich ein. Den absoluten Höhepunkt bildet ein einziges klassisches Stück – zugegeben einer meiner persönlichen Favoriten: Wenn unmittelbar vor dem Showdown kurz Ruhe vor dem Sturm herrscht, legt Hotelmanager Winston (Ian McShane) genüsslich eine Vinyl-Schallplatte auf, es ertönt der erste Satz des Winters aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ – das Allegro non molto. Ganz wunderbar und mit seiner Steigerung perfekt das Geschehen untermalend. Mich wundert, wie selten gerade in Actionfilmen klassische Musik eingesetzt wird, bietet sie doch Vielfalt und Dynamik in Hülle und Fülle. An sich müsste es auch nicht an alten Aufnahmen mangeln, die womöglich schon gemeinfrei sind und daher Kosten sparen – da befinde ich mich aber auf dem Terrain gefährlichen Halbwissens.

„The Adjudicator“ greift ein …

In seiner Rezension des zweiten Teils bemängelte Autor Andreas bezüglich der Actionszenen die fehlende Abwechslung. Davon kann in „John Wick – Kapitel 3“ keine Rede sein, die Action sprüht vor Ideen, auch die Martial-Arts-Einlagen überzeugen mit Vielfalt. Wer szenische Spoiler gern vermeidet, möge die beiden folgenden Absätze überspringen, weil ich ein paar Beispiele nenne.

Ab hier zwei Absätze mit szenischen Spoilern

So kommt es recht früh zu einem Messerkampf sondergleichen, bei dem sich sowohl John Wick als auch seine Gegner aus in Vitrinen ausgestellten Messern bedienen und diese als Wurfgeschosse in einem Tempo einsetzen, das Schusswechseln in nichts nachsteht. Etwas später führt seine Flucht den Protagonisten in einen Stall der New Yorker Kutscher, wo sich John zwischen diversen Pferden seiner Kontrahenten erwehrt und dabei auf clevere Weise die Neigung der Reittiere zum Ausschlagen nach hinten einsetzt – sehr schmerzhaft anzuschauen. Als ein Highlight geht durch, dass John Wick im marokkanischen Casablanca während eines Kampfs Unterstützung nicht nur von seiner alten Freundin (oder Kollegin) Sofia (Halle Berry) bekommt, sondern auch von ihren beiden scharfen belgischen Schäferhunden, die auf Kommando blitzschnell über ihre Opfer herfallen. Zum Finale im New Yorker „The Continental“ müssen sich John und der hilfreiche Concierge Charon (Lance Reddick) schließlich einer mit Reisebussen herangekarrten Übermacht erwehren, die allesamt mit schusssicheren Helmen und Klamotten ausgestattet sind. Wie man diese dennoch ausschalten kann, das bekommt das Publikum als großes, brutales Actionkino präsentiert.

Gewaltfans kommen auf ihre Kosten

Apropos brutal: Die Gewalt ist nicht von schlechten Eltern, um es milde auszudrücken. Speziell bei erwähntem Messerkampf zu Beginn kommt es zu Szenen, bei denen die FSK ein Auge zudrücken musste. Tatsächlich sehen wir ein Messer in ein Auge eindringen, John Wick hämmert wiederholt Messer in Schädel, auch eine Axt landet mit Wucht in einem Kopf. Während der zahlreichen Schießereien des Films sind etliche Kopfschüsse aus nächster Nähe zu betrachten, oft zwar im Dunkeln und bei der Rasanz der Inszenierung stets nur kurz im Bild, aber dennoch hart. Über die FSK-18-Freigabe darf sich der Verleih nicht wundern, immerhin erfolgte sie ohne Schnittauflagen.

… und heuert den Sushikoch und Topkiller Zero an

Die vielen Toten zu zählen, dazu war ich während der Pressevorführung des Films nicht in der Lage. Der Body Count mag den der beiden Vorgänger toppen, wozu auch eine Äußerung Chad Stahelskis gegenüber „Entertainment Weekly“ passt, wonach der Regisseur denkt, „the movie’s death count will ,land slightly north‘ of the previous film’s“ (die Zahl der Toten werde leicht höher liegen als beim Vorgänger).

Der trifft in New Yorks Grand Central Station erstmals auf John Wick

Oscar-Preisträgerin Halle Berry („Monster’s Ball“) erwähnte ich bereits, ebenso Ian McShane, 2004 für die Westernserie „Deadwood“ mit dem Golden Globe prämiert, der den umtriebigen Manager des New Yorker „The Continental“ verkörpert. Weitere illustre Namen schmücken die Besetzung: Als in Casablanca ansässiger Gangster ist Jerome Flynn zu sehen, der mit Tyrion Lannisters Kumpel Bronn eine beliebte Figur in „Game of Thrones“ spielt. Laurence Fishburne tritt erneut als New Yorker Gangster Bowery King auf, der John Wick hilft und damit einiges riskiert. Schön auch, endlich mal wieder Anjelica Huston („Die Addams Family“) zu sehen – die Oscar-Preisträgerin („Die Ehre der Prizzis“) sieht sich als „The Director“ genannte Patronin einer osteuropäischen (weißrussischen?) Verbrecherorganisation von John Wick zur Unterstützung genötigt, fühlt sich aber auch der „Hohen Kammer“ verpflichtet. Hier deuten ein paar Bemerkungen auf die Vergangenheit des Killers hin. Stammt er etwa selbst aus Weißrussland? Erwähnt sei auch Asia Kate Dillon („Orange Is the New Black“), die als eiskalte Botschafterin/Schiedsrichterin (im Original: „The Adjudicator“) der „Hohen Kammer“ John Wicks Helfer aufsucht und ihnen die Konsequenzen ihres Tuns veranschaulicht.

Showdown mit Mark Dacascos

Kommen wir last not least zu Mark Dacascos, dem ich nach „Crying Freeman – Der Sohn des Drachen“ (1995) und „Pakt der Wölfe“ (2001) eine größere Karriere gegönnt hätte. Ihn sehen wir als japanischen Sushi-Meister und Spitzenkiller Zero, der John Wick als Vorbild verehrt, was ihn selbstverständlich nicht daran hindert, dem Kollegen gehörig auf den Pelz zu rücken. Die Auseinandersetzung zwischen beiden wird als Showdown aufgebaut und wird dem final auch gerecht.

Auf ihre Hunde lässt Sofia nichts kommen

An sich war geplant und angekündigt, es fürs Kino bei einer Trilogie zu belassen. Die TV-Serie „The Continental“ ist bereits in Vorbereitung, darin wird es um die globale Hotelkette gehen, in der die gedungenen Killer sicheres Terrain finden, weil in den Gebäuden laut Regelwerk keine Missetaten ausgeübt werden dürfen. Mittlerweile ist es zwar alles andere als eine originelle Idee, aus Kinohits Fernsehserien zu machen, angesichts der hohen Qualität vieler aktueller TV-Umsetzungen kann das aber natürlich gut funktionieren. Hoffen wir, dass es den Produzenten gelingt, aus dem in den Kinofilmen etwas stückhaft entwickelten Mythos des nicht greifbaren globalen Gangsterzusammenschlusses eine schlüssige Legende zu stricken, die über eine gesamte Staffel und länger ihrer eigenen Logik treu bleibt.

Fortsetzung folgt?

Chad Stahelski hat im Gespräch mit „Entertainment Weekly“ bereits verlauten lassen, Lust auf und massig Ideen für einen vierten Teil zu haben, zudem endet „John Wick – Kapitel 3“ denkbar offen – und das ganz in der Tradition der Vorgänger, bei denen die Handlung der beiden Fortsetzungen jeweils unmittelbar ans Finale des vorherigen Films anschließt. Im Interview mit dem Filmportal „IndieWire“ hatte der Regisseur zwar geäußert, er und Keanu Reeves hätten bei keinem der Filme erwartet, Fortsetzungen zu drehen, angesichts der massiven Cliffhanger in Teil 2 und 3 erscheint diese Aussage aber als Augenwischerei. Keanu Reeves jedenfalls sagte im Gespräch mit „GQ“, er selbst habe weiterhin Lust auf John Wick und werde die Figur spielen, so weit ihn seine Füße tragen würden, sofern das Publikum danach verlange. Das scheint der Fall zu sein: Wenn man sich allein die für Hollywood wichtigen Einnahmen am US-Startwochenende anschaut, ist festzustellen, dass Teil 3 die beiden Vorgänger deutlich übertrumpft hat – das Interesse an John Wick ist also enorm gestiegen. Wenn wir den Gedanken einmal weiterspinnen, spricht nach einem etwaigen „John Wick – Kapitel 4“ nichts gegen Prequels à la „John Wick – Der erste Auftrag“ und „John Wick – Der Aufstieg“. Immerhin wurde John Wick schon als Möchtegern-Ruheständler als der Beste seines Fachs geschildert, da bietet ein Blick auf seine aktive Laufbahn einige Möglichkeiten. Das ist jetzt aber wirklich spekulativ, die Filmtitel entspringen einzig meiner Fantasie. Bleiben wir vorerst bei „John Wick – Kapitel 3“, der angetan ist, in Actionfans, die die beiden Vorgänger mögen, Begeisterung hervorzurufen. Insgesamt ist zu konstatieren: Und Action! Aber sowas von.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Laurence Fishburne und Keanu Reeves sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgeführt.

Durch die Wüste

Länge: 130 Min.
Altersfreigabe: FSK 18
Originaltitel: John Wick: Chapter 3 – Parabellum
USA 2019
Regie: Chad Stahelski
Drehbuch: Derek Kolstad, Shay Hatten, Chris Collins, Marc Abrams
Besetzung: Keanu Reeves, Halle Berry, Laurence Fishburne, Mark Dacascos, Asia Kate Dillon, Lance Reddick, Jason Mantzoukas, Anjelica Huston, Ian McShane
Verleih: Concorde Filmverleih GmbH

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

Filmplakat, Szenenfotos & Trailer: © 2019 Concorde Filmverleih GmbH

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Quigley der Australier – Vom Wilden Westen zu den Aborigines

Quigley Down Under

Von Leonhard Elias Lemke

Western // Um 1860: Der amerikanische Scharfschütze Quigley (Tom Selleck) begibt sich auf die große Reise über den Ozean, hin zu dem noch recht frisch erschlossenen Kontinent Australien. Er folgt damit dem Ruf des steinreichen Großgrundbesitzers Marston (großartig hassenswert wie eh und je: Alan Rickman), mit seiner einmaligen Schusswaffe die Ländereien von unliebsamen Besuchern zu säubern – den Aborigines. An Ort und Stelle angekommen, weigert sich Quigley, die Bluttaten zu verrichten. Von Marstons Männern übel zugerichtet und im Outback gemeinsam mit der Prostituierten Cora (Laura San Giacomo) dem sicheren Tod überlassen, werden die beiden von großherzigen Ureinwohnern aufgepeppelt und können sich alsbald auf den Pfad der Rache machen.

Gut geschlachtet ist schon halb kolonialisiert!

„Quigley der Australier“ gehört zu den wichtigsten Down-Under-Filmen. Während die Kolonialisten die Indianer Nordamerikas schamlos von deren eigenem Land vertrieben haben, hatte das britische Empire bei der Besetzung Australiens ab 1788 offensichtlich nichts gelernt. Die Ureinwohner des Inselkontinents, die Aborigines, wurden systematisch ausgerottet, ihnen wurde jeglicher Anspruch auf ihre Heimat versagt. „Pazifizierung durch Gewalt“ war das Motto und was man nicht verstand, wurde einfach zertreten. Während der Umgang mit den Indianern verhältnismäßig intensiv in Kunst und Literatur thematisiert wird, scheint das Schicksal der Aborigines oft übergangen zu werden. „Quigley der Australier“ stellt damit einen willkommenen Beitrag dar, der eben jenes Verbrechen thematisiert, das die Menschheit an sich selbst verübt hat.

Western? Abenteuer? Geschichtsstunde? Thriller? Drama? Komödie?

Der Film reitet auf der bislang letzten großen Westernwelle und ist dennoch gar kein typischer Genrevertreter. Er ist schwer zu kategorisieren – das eint bekanntlich die besten Filme. „Quigley der Australier“ ist brutal, blutig und geht dabei fast spielerisch mit den Gräueltaten um. In einigen Szenen erlangt die Story gar metaphysischen Charakter, Tom Selleck wird zum „Spirit Warrior“. Regisseur Simon Wincer vollzieht eine Gratwanderung zwischen Unterhaltungsfilm und bitterer Abrechnung der grausamen Taten. Wincers „Harlekin“ ist wahnsinnig toll, auch die von ihm inszenierte vierteilige Western-Miniserie „Weg in die Wildnis“ (1989) mit Robert Duvall und Tommy Lee Jones lohnt sich sehr. Ein Jahr nach „Quigley der Australier“ drehte er den Actionfilm „Harley Davidson und der Marlboro Mann“ mit Don Johnson und Mickey Rourke, den manche für kultig halten.

Auf der richtigen Seite

Der Action- und Komödienanteil von „Quigley der Australier“ sind zu begrüßen – so kann ein breiteres Publikum angesprochen und auf die Geschichte Australiens aufmerksam gemacht werden als mit einem todernsten Drama. Solche gibt es aber natürlich auch. Basil Poledouris als Komponist ist in der Regel schon allein ein Grund, sich einen Film anzusehen. Sein Soundtrack schöpft vor allem aus einem beschwingt-abenteuerlichen Repertoire, vermeidet aber den ganz großen Conan-Bombast, dem Inhalt Respekt zollend.

Widerwillen vereint?

Tom Selleck hätte gern schon zehn Jahre zuvor die Titelrolle gespielt, kam aber nicht au seinem „Magnum“-Vertrag (nicht für das Eis!) heraus. Als schnauzbärtiger Hüne ist er zunächst gewöhnungsbedürftig – einen Scharfschützen stellt man sich ja eher klein und geschmeidig vor, vielleicht mit Nickelbrille. Doch mit jeder Filmminute mehr merkt man ihm die Inbrunst an, die er in die Rolle gelegt hat. Selleck IST Quigley und er lässt keinen Zweifel daran, auf wessen Seite er im Outback steht. Oberfiesling Alan Rickman („Stirb langsam“, „Robin Hood – König der Diebe“ sowie die „Harry Potter“-Reihe) ist einfach herrlich anzusehen als eklig arroganter Menschenhasser – dem will man jederzeit eine reinhauen! Showstealerin des Streifens ist allerdings Laura San Giacomo als traumatisierte, erotische, verrückte Crazy Cora, bei der sowohl Publikum als auch Quigley nie so recht wissen, woran sie sind.

Heimkino-Gold

Das von capelight pictures veröffentlichte Mediabook mit Blu-ray und DVD ist ein Musterbeispiel für hochwertige Heimkinoauswertung. Äußerlich gefallen vor allem die matte Oberfläche und die schönen Artworks auf Vorder- und Rückseite, die nicht durch unnütze Infos verschandelt werden. Auch das Booklet ist auf wertigem dicken und matten Papier gedruckt. Hier gibt es keine Fettflecken! Auch finden schön gestaltete Stills ausreichend Platz. Da der Text von Christoph N. Kellerbach stammt, muss man sowieso eine Leseempfehlung aussprechen, denn es ist schier unglaublich, wie gut seine Recherchearbeiten sind. Er vermeidet blumige und ausufernde Sprache (zu der der Autor dieser Zeilen neigt) zugunsten einer klaren Struktur und Aussage. Bei den Extras sind eine tolle Featurette zur (scheinbaren) Wiedergeburt des Westerns und ein Interview mit Laura San Giacomo besonders hervorzuheben. Insgesamt einmal mehr eine vorbildliche Veröffentlichung eines wichtigen Down-Under-Westerns.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Simon Wincer sind in unserer Rubrik Regisseure aufgeführt, Filme mit Alan Rickman unter Schauspieler.

Quigley bringt Licht in trübe Kolonialisten-Köpfe

Veröffentlichung: 22. März 2019 als 2-Disc Edition Mediabook (Blu-ray & DVD), Blu-ray und DVD, 20. Oktober 2003 als DVD

Länge: 120 Min. (Blu-ray), 115 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Quigley Down Under
AUS/USA 1990
Regie: Simon Wincer
Drehbuch: John Hill
Besetzung: Tom Selleck, Alan Rickman, Laura San Giacomo, Ben Mendelsohn, Chris Haywood, Ron Haddrick, Tony Bonner, Roger Ward, William Zappa
Zusatzmaterial: „Finding Crazy Cora“: Interview mit Laura San Giacomo, „This One Shoots a Mite Further“: Interview mit dem Waffenexperten Mike Tristano, Featurette „Die Wiedergeburt des Westerns“, TV-Spots, Original-Kinotrailer, deutscher Kinotrailer, nur Mediabook: 24-seitiges Booklet mit einem Text von Christoph N. Kellerbach
Label 2019: capelight pictures
Vertrieb 2019: Al!ve AG
Label/Vertrieb 2003: MGM

Copyright 2019 by Leonhard Elias Lemke
Szenenfotos: © 2019 capelight pictures

 
 

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Suspiria (2018) – Von der Emanzipation der Kunst

Suspiria

Von Lucas Gröning

Horror // 1977 gelang Dario Argento mit seinem Werk „Suspiria“ ein Meilenstein des Horrorgenres. Der Italiener setzte mit dem Film vor allem stilistisch neue Maßstäbe. Die heute noch beeindruckende Farbgebung war damals revolutionär und verleiht dem Film ein historisch einmaliges Merkmal. 1980 und 2007 drehte Argento mit „Inferno“ und „The Mother of Tears“ zwei Fortsetzungen, welche die Brillanz des 1977er-Kultfilms allerdings nicht erreichen. Zusammen sind die drei Filme bekannt als die „Mutter-Trilogie“ oder „The Three Mothers“. 2018 folgte ein gleichnamiges Remake von „Suspiria“ unter der Regie des Italieners Luca Guadagnino („A Bigger Splash“, 2015) – um diese Neuverfilmung geht es im vorliegenden Text. Der Regisseur ist bereits seit 20 Jahren aktiv, dürfte einem breiten Publikum aber erst durch seine fantastische Romanverfilmung „Call Me by Your Name“ aus dem Jahr 2016 bekannt sein, die vielfach prämiert wurde, darunter mit dem Oscar fürs beste adaptierte Drehbuch. In dieser erzählt er die Geschichte zweier Männer, die sich in einem Sommer in der italienischen Provinz näherkommen. Klingt nicht unbedingt nach der besten Referenz, um einen Horrorfilm zu drehen, nicht wahr? Und wenn man sich die gesamte Filmografie des Italieners zu Gemüte führt, so findet man kein Werk, das sich auch nur entfernt dem Horrorgenre zuordnen lässt, geschweige denn der skurrilen Optik des „Suspiria“-Originals nachempfunden ist. Und doch muss man nach Sichtung des Filmes feststellen: Guadagnino und seinem Team ist mit diesem Remake ein Meisterwerk gelungen, das sich nahtlos in die Reihe großer Horrorfilme einreiht und seiner ohnehin schon großartigen Vorlage in nichts nachsteht.

Worum geht es in „Suspiria“? Wir schreiben das Jahr 1977. Nach dem Tod ihrer Mutter zieht die junge Susie Bannion (Dakota Johnson) nach Berlin um sich bei der Tanzakademie von Helena Markos (Tilda Swinton) einzuschreiben. Sie erweist sich als sehr talentiert und zieht bereits beim Vortanzen die Aufmerksamkeit der Unterrichtsleiterin Madame Blanc (ebenfalls Tilda Swinton) auf sich. Durch das Ausscheiden einer Tänzerin wird Susie innerhalb kürzester Zeit die Ehre zuteil, die zentrale Rolle in der seit Monaten eingeübten Tanzaufführung des Stücks „Volk“ einzunehmen. Schnell fühlt sich Susie in der Tanzakademie wie zu Hause und genießt die familiäre Harmonie, die unter den Tänzerinnen und ihren Lehrerinnen herrscht – Doch der Schein trügt und mit dem unerklärlichen Verschwinden einiger Schülerinnen wird klar, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

Susie beginnt in der Tanzakademie …

Tatsächlich sind alle Lehrerinnen Teil eines uralten Hexenzirkels, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, einen jüngeren Wirt für die Seele ihrer alternden und immer schwächer werdenden Vorsitzenden Helena Markos zu finden. Als neue Musterschülerin gerät Susie ins Visier der diabolischen Organisation. Während die Hexen alle Hebel in Bewegung setzen, die Übertragung von Markos’ Geist auf den jungen Körper der Tanzschülerin vorzubereiten, bekommt der alte Doktor Josef Klemperer (erneut Tilda Swinton, unter dem Pseudonym Lutz Ebersdorf) Wind von den Vorkommnissen in der Akademie und folgt den Spuren der verschwundenen Mädchen.

Das etwas andere Remake

Diese Geschichte entspricht in Grundzügen Dario Argentos Original, weicht jedoch in einigen wichtigen Punkten ab. Guadagninos Film sollte deshalb nicht als 1:1-Remake des 1977er-Films verstanden werden, macht er doch viele Sachen fundamental anders – und das nicht nur bezüglich der Story. Bleiben wir doch aber zunächst bei der Geschichte: Spielt sich diese im Original noch im recht unmarkierten Freiburg des Jahres 1977 ab, so wurde sie bei der Neuverfilmung ins politisch klar gekennzeichnete Berlin desselben Jahres übertragen. Immer wieder werden wir darauf hingewiesen, dass sich die Stadt aufgrund der Aktionen der Rote Armee Fraktion (RAF) in Unruhe befindet. Diese versucht, durch die Entführung des Passagierflugzeugs „Landshut“ und des damaligen Präsidenten des deutschen Arbeitgeberverbandes sowie ehemaligen SS-Funktionärs Hanns Martin Schleyer die Freilassung mehrerer Terroristen zu erwirken. Zugleich ist Berlin selbst als ehemalige Hochburg des Nationalsozialismus und Hauptstadt des Deutschen Reiches markiert. Auf die tiefergehende Bedeutung dieser politischen Hintergründe gehe ich später ein, denn es ist nicht nur der Ort, der sich im Vergleich zum Original geändert hat.

… und wird fester Bestandteil der Tanzgruppe

Die Geschichte des Remakes ist wesentlich umfangreicher, was sich auch in der Laufzeit widerspiegelt, ist die Neuauflage doch etwa eine Stunde länger als ihre Vorlage. Dies drückt sich in mehreren Aspekten aus. Zum einen fehlt die Storyline um Doktor Klemperer im Original völlig – sie wurde extra für das Remake geschrieben. Zum anderen lauschen wir ausufernden Dialogen, sodass die einzelnen Szenen wesentlich länger sind als im Original. Einer der wohl größten Unterschiede zum Original ist die Häufung von Tanzszenen und deren ausufernde Länge. Bekommen wir im Original nur wenige dieser Szenen zu Gesicht, so stellen der Tanz und seine Choreografie den zentralen Punkt des Remakes dar. Auch im Original drückt sich Kunst auf eine ganz bestimmte Weise aus, jedoch ist es in diesem Fall nicht der Tanz, sondern die künstlerische Farbgebung der Akademie und die unheimliche Atmosphäre, die dadurch ausgedrückt werden. Im Werk aus dem Jahr 2018 sind die Farben satt und es ist kein Vergleich zu den ins Auge stechenden dominanten Paletten von Argentos Werk zu erkennen.

Autorität und Kunst

Der Tanz sowie seine Rolle in der Akademie ist es, welcher das Grundthema des Films vorgibt. Tatsächlich sehen wir wunderschön eingefangene Tanzchoreografien, die jedoch nichts von einer freiheitlich-künstlerischen Darstellung haben. Die Choreografie an sich und das Beharren der Lehrenden auf der strikten Einhaltung dieser Vorgabe verhindern eine echte Entfaltung der Künstler, in diesem Fall der Tänzerinnen. Jeder Fehler, jede minimale Abkehr oder falsche Haltung einer Darstellerinnen korrigiert Madame Blanc sofort. Sie und die anderen Hexen übernehmen hier die Repräsentation eines zutiefst autoritären und einschränkenden Kunstverständnisses. Entfaltung und die freie Auslegung künstlerischer Vorgaben haben in den Wänden der Akademie keinen Platz. Auch die Darstellung der Tänzerinnen selbst spricht hier zum Zuschauer. Wir sehen wunderschöne junge und zutiefst unschuldige Frauen, deren Körper stehts durch konservative Kleidung bedeckt werden. Nur im Tanz bietet sich ihnen die Möglichkeit freier Entfaltung, die jedoch durch die Strenge der Akademie und des Stückes nie vollständig erreicht werden kann. Somit sind auch die Emanzipation der Frauen aus diesem engen Korsett sowie deren freie Entfaltung als sexuelle Wesen unmöglich.

Kein Wunder, dass der aufzuführende Tanz „Volk“ seinen Ursprung im nationalsozialistischen Deutschland unter Adolf Hitler hat, wie mehrmals im Film erwähnt wird. Mit dem Doktor sehen wir auch die Darstellung eines Opfers dieses brutalen Systems. Klemperer verlor seine Frau gegen Ende des Zweiten Weltkrieges und es besteht die Möglichkeit, dass sie entweder den Nationalsozialisten selbst oder dem von ihnen initiierten Krieg zum Opfer fiel. Neben dem Nationalsozialismus wird das Thema Religion thematisiert und der Gottglauben als Einschränkung auf die freie Entfaltung des Individuums empfunden. Die Lehrerinnen selbst werden innerhalb der Akademie als die „neuen Mütter“ der Tänzerinnen und schließlich auch als ihre Gottheiten aufgebaut, deren Anweisungen ohne Zögerungen Folge zu leisten ist und die die Frauen vor der Bosheit beschützen, welche außerhalb der Akademie lauert. Eine Abkehr oder eine Auflehnung gegen diese Autorität hat unendliche Qualen oder den Tod zur Folge. Es treffen hier also drei autoritäre oder gar totalitäre Systeme aufeinander: der Nationalsozialismus, die Religion und die Regularien des Hexenzirkels. In Fusion ergibt das eine durch und durch bösartige, die freie Kunst und Emanzipation ablehnende Form weiblicher Autorität.

Emanzipation und Widerstand

Doch der Film bietet auch einen Gegenpart zu dieser Autorität:, repräsentiert durch die neue Schülerin Susie. Sie fügt sich anfangs noch sehr klar in die Machtstrukturen der Akademie ein. Widerstand oder gar Widerspruch ist von ihr nicht zu erwarten. Doch mit der Zeit beginnt sie aufzubegehren, jedoch weniger durch ihre Sprache – sie spricht durch die Kunst selbst. Anstatt Madame Blanc aggressiv zu widersprechen, macht sie Vorschläge zur Abänderung der Choreografie. Susie argumentiert, warum bestimmte Änderungen die von ihr in den Tanz interpretierte Aussage stärker betonen. Madame Blanc will davon nichts wissen und versucht, Susie wieder in das System einzugliedern, was zunächst zu gelingen scheint.

Madame Blanc spielt ein gefährliches Spiel mit den Tänzerinnen

Bei einer Aufführung jedoch taucht auf einmal Susies sich in Trance befindliche Freundin Sara (Mia Goth) auf, deren freier Wille von den Hexen genommen wurde und die nur noch als leere Hülle fungiert, um ihre Rolle innerhalb des Tanzes auszuüben. Trotz gebrochenem Bein tanzt sie ihren Part perfekt. Das ändert sich erst, als sich Susie dazu entschließt, mitten in der Performance zu improvisieren und so aus den festen Strukturen des Stückes auszubrechen. Dieser Ausbruch ist es, der Sara aus dem Griff der Hexen entlässt und dafür sorgt, dass sie in Front des Publikums zusammenbricht. Mit einem Schlag wird den Zuschauerinnen und Zuschauern somit die gesamte Brutalität der Akademie ersichtlich. Wenn Madame Blanc in der nächsten Szene zu Susie geht und sie dazu ermahnt, nie wieder eine solche Improvisation zu wagen, so versucht sie damit, die alten, autoritären Strukturen zu erhalten. Wenn sie zugleich jedoch betont, dass sie Susie liebt, so liebt sie nicht Susie als Person – sie liebt die künstlerische Entfaltung und die damit einhergehende Freiheit, die sich in ihr manifestiert. Sie liebt ihre Emanzipation als Frau, die ihren Ausdruck in der Improvisation findet, genauso wie ihre Emanzipation von den einengenden Strukturen eines autoritären Kunstbegriffs. Kurzum: Die Emanzipation der Kunst an sich ist es, die dem Charakter Susie in dieser Szene gelingt.

Es ist dieser rebellische Widerstand, der sich auch auf politische Konflikte übertragen lässt und der in kurzen Einschüben durch die RAF repräsentiert wird. Widerstand, das Hinterfragen und Aufbegehren gegen die beherrschende Ordnung sind ein fundamentaler Teil von Demokratie und Freiheit. Die Handlungen der RAF werden daher bereits zu Beginn von Madame Blanc gerechtfertigt, wodurch sich bereits früh ihre Liebe zur Freiheit und ihre unterschwellige Ablehnung autoritärer Strukturen zeigt. Wohlgemerkt macht sie ihre Ablehnung gegenüber den terroristischen Anschlägen der Organisation deutlich, verteidigt jedoch die Ideale der Fraktion, welche aus einem Kampf gegen die Überbleibsel der autoritären, nationalsozialistischen Strukturen des Deutschlands vor dem Zweiten Weltkrieg geboren wurden.

Die Befreiung von den Fesseln des Originals

In gewisser Weise ist auch der Film selbst rebellisch. Er ist so viel anders als das Original von Dario Argento und schafft es dennoch, ein genialer eigenständiger Film zu sein. In Guadagninos Werk manifestiert sich die Definition eines freien Kunstbegriffs. Ein Werk, das sich nicht bloß durch die Strukturen seiner Vorlage einengen lässt und deren Handlung, sowie den einprägsamen Stil einfach kopiert. Der Regisseur traut sich hier etwas vollkommen anderes, beweist Mut und hat damit selbst ein einzigartiges, brillantes Werk geschaffen. Guadagninos „Suspiria“ schafft es, seine Vorlage zu ehren, einen anderen Weg zu gehen und seine eigene Geschichte mit eigenen Motiven zu erzählen. Guadagnino, der gern mit der stets famosen Tilda Swinton dreht, hat hier wirklich Kunst geschaffen und einen Film gedreht, der für genau die Freiheit eintritt, die nötig war, damit er dieses Werk überhaupt realisieren konnte. Somit entstand mit „Suspiria“ (2018) zwar ein Remake, jedoch eine zutiefst eigenständige Neuverfilmung, die selbst zu den Meisterwerken des Horrorgenres gezählt werden kann. Bleibt zu hoffen, dass auch künftige Remakes diesen Mut aufbringen – es wird an weiteren Neuverfilmungen bekannter Stoffe sicher nicht mangeln.

Doktor Klemperer will den Hexen auf die Spur kommen

Bei der Heimkino-Veröffentlichung der Neuverfilmung arbeiteten die beiden Label capelight pictures und Koch Films zusammen. Der Film wird in mehreren Editionen veröffentlicht. Besonderes Augenmerk sollte hier auf die Ultimate Edition, sowie die Veröffentlichungen im Mediabook gelegt werden. Die Ultimate Edition ist eine Box im üppigen Format von 33 x 33 Zentimetern, die gleich zehn Discs umfasst und unter anderem auch Dario Argentos 1977er-Original als Blu-ray und UHD Blu-ray enthält. Des Weiteren sind die fantastischen Soundtracks beider Filme enthalten. Im Film von Argento zeichnete die heute legendäre italienische Progressive-Rock-Band Goblin für die Musik verantwortlich, während man für das Remake Radiohead-Frontmann Thom Yorke verpflichten konnte. Außerdem finden sich in der Ultimate Edition zwei Din-A1-Poster, acht Art-Cards, sowie ein 64-seitiger Bildband mit Motiven aus beiden Filmen.

Die Mediabooks wiederum umfassen ein 28-seitiges Booklet mit unter anderem einem Interview mit Regisseur Luca Guadagnino. Auch der Text von Prof. Dr. Marcus Stiglegger dürfte lesenswert sein – das Booklet lag mir aber nicht vor. Zusätzlich sind Interviews von Cast und Crew auf Film enthalten sowie kleinere Making-ofs. Je nach Veröffentlichung haben die Mediabooks außerdem verschiedene Cover: Cover A ist dabei etwas kleiner und kommt in der üblichen Größe von Koch Films daher, Cover B im üblichen Format von capelight pictures.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Chloë Grace Moretz und Tilda Swinton sind in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgelistet.

Veröffentlichung: 4. April 2019 als 10-Disc Ultimate Edition (2 4K UHDs, 3 Blu-rays, 2 DVDs, 3 Soundtrack-CDs, limitiert auf 3.000 Exemplare), 3-Disc Limited Collector’s Edition Mediabook (2 Blu-rays & 1 DVD), 4K UHD inkl. Blu-ray, Blu-ray und DVD

Länge: 152 Min. (Blu-ray), 146 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: Suspiria
IT/USA 2018
Regie: Luca Guadagnino
Drehbuch: David Kajganich
Besetzung: Chloë Grace Moretz, Tilda Swinton, Dakota Johnson, Doris Hick, Angela Winkler, Ingrid Caven, Malgorzata Bela, Vanda Capriolo, Alek Wek, Jessica Batut, Elena Fokina, Mia Goth, Clémentine Houdart, Sylvie Testud
Zusatzmaterial Ultimate Edition: Dario Argentos „Suspiria“ (1977) auf Blu-ray und UHD Blu-ray (101 Min.), 64-seitiger Bildband mit seltenen Werbematerialien und Bildern der beiden Suspiria Filme sowie einem Interview mit Luca Guadagnino und einem Text von Prof. Dr. Marcus Stiglegger, 2 Poster (DIN A1), 8 Art-Cards, Bonus-Blu-ray „Suspiria“ (2018): BAFTA-Guru-Masterclass mit Luca Guadagnino (74 Min.), Die Oscar-Academy im Gespräch mit Luca Guadagnino und Cast (11 Min.), Interviews mit Cast und Crew (39 Min.), Making-of (4 Min.), Die Kunst des Tanzens (4 Min.), Der Look (4 Min.), Die Masken (4 Min.), Teaser und Trailer (4 Min.), Bonus-DVD „Suspiria“ (1977): Audiokommentar mit Prof. Dr. Marcus Stiglegger und Dr. Kai Naumann, deutscher Teaser und Trailer, US-Trailer und -TV-Spot, Dokumentation über die Restaurierung (57 Min.), Interviews mit Dario Argento (123 Min.), Cinestrange Specials, u. a. mit Dario Argento und Claudio Simonetti (39 Min.), Dario Argento bei „World of Horror“ (14 Min.), Bildergalerien, zwei Soundtrack-CDs mit der Musik zum 2018er-Film von Thom Yorke (81 Min.), Soundtrack-CD mit der Musik zum 1977er-Film von Goblin (46 Min.)
Zusatzmaterial Mediabooks: 28-seitiges Booklet mit einem Interview mit Luca Guadagnino und einem Text von Prof. Dr. Marcus Stiglegger, BAFTA-Guru-Masterclass mit Luca Guadagnino (74 Min.), Die Oscar-Academy im Gespräch mit Luca Guadagnino und Cast (11 Min.), Interviews mit Cast und Crew (39 Min.), Making-of (4 Min.), Die Kunst des Tanzens (4 Min.), Der Look (4 Min.), Die Masken (4 Min.), Teaser und Trailer (4 Min.)
Zusatzmaterial Single-DVD, Single-Blu-ray und 4K Ultra HD Blu-ray: Teaser und Trailer
Label: capelight pictures / Koch Films

Copyright 2019 by Lucas Gröning

Packshots & Trailer: © 2019 capelight pictures / Koch Films, Szenenfotos: © 2018 Amazon Studios

 

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