RSS

Schlagwort-Archive: Thriller

Gewinnspiel: 2 x Death Kiss auf Blu-ray

Verlosung

Potztausend! Ist Charles Bronson von den Toten auferstanden, um wieder Selbstjustizfilme zu drehen? Keineswegs, aber die Ähnlichkeit von Robert Bronzi zu dem Actionstar ist verblüffend, und auch „Death Kiss“ bewegt sich sehr nah an Bronsons „Ein Mann sieht rot“. Die Busch Media Group hat den Actionthriller fürs Heimkino veröffentlicht und uns zwei Blu-rays zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Zwar bringt es mir Spaß, Filme unter die Leute zu bringen, weil sich die überwältigende Mehrzahl der Gewinnerinnen und Gewinner aufrichtig freut und höflich bedankt. Dennoch geht der Versand etwas ins Geld, zumal „Die Nacht der lebenden Texte“ nach wie vor keinen Cent Ertrag abwirft (die unten ab und zu eingeblendete Werbung schaltet WordPress). Daher: Auf völlig freiwilliger Basis darf mir jede/r Gewinner/in gern anbieten, das Porto in Höhe von 1,45 Euro zu übernehmen – oder höher beim Wunsch nach versichertem Versand. Gebt mir das aber bitte nicht schon im Kommentar mit eurer Antwort bekannt, sondern erst im Gewinnfalle. Ich will nicht in Verdacht geraten, die Sieger danach zuzuteilen.

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu meiner Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 27. Januar 2019, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage am Ende des Textes.

Seid Ihr dazu nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert). Ich benötige obendrein die Zusage, dass die Sendung nicht von Minderjährigen entgegengenommen werden kann. Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Die Rezension von „Death Kiss“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

Advertisements
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , ,

Jean-Claude Van Damme (XX): The Bouncer – Falschgeld im Stripclub

Lukas

Von Volker Schönenberger

Actionthriller // Einst arbeitete Lukas (Jean-Claude Van Damme) als Bodyguard in Südafrika, doch nach dem Mord an seiner Frau ist er nach Belgien zurückgekehrt. Um seine achtjährige Tochter Sarah (Alice Verset) zu versorgen, schlägt er sich als Türsteher einer Disco durch. Nach einem Zwischenfall mit einem renitenten Gast wird er gefeuert. Er erhält aber die Chance, als Türsteher im Stripclub von Jan Dekkers (Sam Louwyck) anzufangen. Das Bewerbungsverfahren gestaltet sich rabiat: „Der Letzte, der noch steht, bekommt den Job“, so Dekkers’ rechte Hand Geert (Kevin Janssens). Lukas erhält den Job.

Das Augenmerk von Lukas gilt …

Der Vorfall in der Disco holt ihn jedoch schnell ein: Lukas wird von Ermittlern abgefangen und zu deren Chef Zeroual (Sami Bouajila) gebracht, der ihn unter Druck setzt. Dekkers sei groß im Falschgeld-Geschäft aktiv, Lukas soll Zeroual als V-Mann mit Informationen versorgen.

… einzig seiner Tochter Sarah

Ab und zu explodiert in „The Bouncer“ auch die Action, so etwa in erwähntem Auswahlverfahren für den Job im Stripclub. Insgesamt kommt der Film des französischen Regisseurs und Produzenten Julien Leclercq aber als ruhiger Neo-noir-Thriller daher. Die Kamera setzt dabei überzeugend in düsteren Bildern Jean-Claude Van Damme als Antihelden in den Fokus. Der belgische Actionstar spielt das angemessen reduziert, sein „Bouncer“ (englisch für Türsteher) sorgt sich in erster Linie um seine Tochter und tut das in seinen Möglichkeiten stehende, um die schwierige Situation unbeschadet zu überstehen und weiterhin für Sarah da sein zu können. Eine sich anbahnende Beziehung mit der Stripclub-Angestellten Lisa (Sveva Alviti) ist da zweitrangig. Allerdings macht sich das Fehlen eines starken Antagonisten bemerkbar.

Aufschwung im Karriereherbst von Jean-Claude Van Damme

Jean-Claude Van Damme hat mit einigen im Karriereherbst lieblos in Osteuropa heruntergekurbelten Streifen natürlich auch einige Stinker in der Filmografie – das verbindet ihn mit diversen in den 80er-Jahren groß gewordenen Actionstars. Er scheint aber die Kurve ganz gut gekriegt zu haben. Seine Martial-Arts-Einlagen reduziert das Karate- und Bodybuilding-Ass mittlerweile altersbedingt etwas, das geht auch völlig in Ordnung. Ab und zu zeigt er sein körperliches Können dann aber doch. Löblich, dass ihm Drehbuch und Regie wie im Falle von „The Bouncer“ schauspielerisch nicht mehr abverlangen, als er leisten kann, so bleibt sein Lukas glaubwürdig. Ein humorfreier, trotz einiger Wendungen schnörkelloser Actionthriller, der sich nicht allzu weit von Genrestandards absetzt, aber ausreichend genug, um als so erfreulicher wie erfrischender Beitrag in Van Dammes Filmografie ins Ziel zu gehen. Auf diesem Niveau darf der Belgier gern noch eine Weile abliefern.

Der Türsteher hält sich fit

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Jean-Claude Van Damme sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Zeroual verpflichtet ihn für einen heiklen Job

Veröffentlichung: 6. Dezember 2018 als Blu-ray und DVD

Länge: 95 Min. (Blu-ray), 91 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Französisch
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Originaltitel: Lukas
F/BEL 2018
Regie: Julien Leclercq
Drehbuch: Jérémie Guez
Besetzung: Jean-Claude Van Damme, Sveva Alviti, Sami Bouajila, Sam Louwyck, Kaaris, Kevin Janssens, Alice Verset, Dimitri „Vegas“ Thivaios, Carlos Schram, Catherine Haduca
Zusatzmaterial: Wendecover
Label: Constantin Film
Vertrieb: Highlight

Copyright 2019 by Volker Schönenberger
Szenenfotos: © 2018 Constantin Film

 

Schlagwörter: , , , , , , , ,

Death Kiss – Charles-Bronson-Klon räumt auf

Death Kiss

Von Volker Schönenberger

Actionthriller // In einer namenlosen Metropole kommt ein ebenso namenloser Fremder (Robert Bronzi) aus dem Schatten eines Hinterhofs und zündet dem dort wartenden Dicken eine Zigarette an. Der Raucher vermietet eine Minderjährige an Pädophile. Der Fremde gibt sich als zahlungswilliger Freier aus, doch dann überwältigt er den Zuhälter, dringt ins Haus ein und legt mit seiner großkalibrigen Wumme den Kunden vor ihm um. Auch der Lude darf anschließend dran glauben. Vom Radiomoderator Dan Forthright (Daniel Baldwin) erfahren wir kurz darauf, dass es mit Moral, Recht und Gesetz in dieser Stadt nicht gut bestellt ist. Und die Polizei verteilt lieber Bußgelder an Verkehrssünder, als gegen die wahren Übeltäter vorzugehen.

Wenn Kriminelle zuschlagen …

Ist Charles Bronson von den Toten auferstanden? Oder haben wir es bei „Death Kiss“ mit einem verschollenen „Ein Mann sieht rot“-Epigonen aus den 70er-Jahren zu tun? Ach nein, die Leute verwenden ja Smartphones, „Death Kiss“ ist also erst jüngst entstanden. Hauptdarsteller Robert Bronzi heißt eigentlich Robert Kovacs, stammt aus Ungarn und ist Charles Bronson (1921–2003) wie aus dem Gesicht geschnitten, „Death Kiss“ versucht dann auch gar nicht erst, etwas anderes zu sein als ein Selbstjustiz-Actioner im Fahrwasser von Bronsons Klassiker, beginnend mit dem Titel, der sich unverkennbar an dem des Originals orientiert: „Death Wish“. Etwas wohlwollender lassen wir den Film als Hommage ans große Vorbild durchgehen. Sicher kein Zufall, dass „Death Kiss“ kurz nach Eli Roths Remake „Death Wish“ mit Bruce Willis entstanden ist, insofern kann man den Film mit Bronson-Klon Bronzi auch als Mockbuster bezeichnen, der von der aktuellen Aufmerksamkeit für die Neuverfilmung profitieren will.

… nimmt einer das Gesetz in die eigene Hand

Der stylishe, auf die Dauer etwas eintönige Synthie-Score treibt die sparsame Handlung voran. Den einsamen Feldzug des Fremden unterbrechen gelegentliche Monologe des erwähnten Radiomoderators, die Zuschauer, welche der Story nicht folgen können, über das Geschehen aufklären. Die Rolle diente wohl eher dazu, mit Daniel Baldwin („Vampire“) einen halbwegs prominenten Namen unterzubringen, der das Cover aufwertet, auch wenn sich später eine Beziehung zwischen Fortright und dem Selbstjustizler auftut. Die Geschichte läuft auf eine finale Konfrontation zwischen dem Fremden und dem Gangster Tyrell (Richard Tyson) hinaus, wobei das erste Aufeinandertreffen der beiden aus dem Nichts kommt. Ohnehin starten die Actionszenen – in erster Linie Schießereien – stets unvermittelt, ohne sich zuvor angedeutet zu haben, das hätte man versierter inszenieren können.

Böse: Tyrell

Auch eine gefühlige Hintergrundgeschichte bekommt der Aufräumer verpasst: Mit regelmäßigen Briefumschlägen voller Geld unterstützt er die alleinerziehende Ana (Eva Hamilton) und ihre querschnittsgelähmte Tochter Isabel (Leia Perez), die irgendwo vor den Toren der Stadt leben – er stellt sich Ana irgendwann als „K“ vor, wofür auch immer der Buchstabe stehen mag. Besonders ausgefeilt wirkt all das nicht, das eine oder andere Detail passt nicht recht. Besonders eine spezielle Aktion des Fremden gegenüber einem Opfer, das er gerade aus Tyrells Fängen befreit hat, steht zu seiner charakterlichen Einordnung im krassen Widerspruch. Welche Verbindung zwischen ihm, Ana und ihrer Tochter besteht, erfahren wir natürlich gegen Ende.

Auch dieser Herr muss lernen …

Ihre Altersfreigabe ab 18 Jahren erhielt die ungeschnittene Fassung von „Death Kiss“ erst im zweiten Anlauf. Regisseur, Drehbuchautor, Kameramann und Cutter Rene Perez hat die bleihaltige Action in der Tat recht brutal inszeniert, Körpertreffer des Bronson-Lookalike verursachen große Einschusslöcher und Blutschwalle, die allerdings aus dem Computer kommen. Die Skepsis der FSK im ersten Durchgang rührte womöglich von der zwiespältigen Haltung des Films zur Selbstjustiz her. Letztlich dient das Thema aber lediglich als Aufhänger für einen Actionthriller. Eine politische oder moralische Haltung muss man nicht ins Geschehen hineininterpretieren, wobei es jedem Zuschauer selbst überlassen ist, das doch zu tun, denn selbstverständlich ist es legitim, das Wirken des Protagonisten als reaktionär zu kritisieren. In der deutschen Synchronisation geben sich die Monologe des Radiomoderators deutlich zahmer als im englischsprachigen Original.

… sich nicht mit ihm anzulegen

Ob Fans von Charles Bronson und „Ein Mann sieht rot“ Gefallen an „Death Kiss“ finden? Ein paar vielleicht, andere werden sich achselzuckend wieder dem Original zuwenden. Wer zügig und mit niedrigem Budget produzierte Action mag und typische Mängel solcher Filme hinzunehmen bereit ist, wird dem Thriller als kuriose Genre-Randnote etwas abgewinnen können. Jüngeres Actionpublikum ohne Kenntnis der 70er mag er sogar auf „Ein Mann sieht rot“ hinweisen, das ist dann auch etwas wert. Für Robert Bronzi markiert „Death Kiss“ die zweite Rolle nach dem ebenfalls von Rene Perez inszenierten „From Hell to the Wild West“ (2017), sein nächster Film wird „Escape from Death Block 13“ sein. Eine Nische als Charles-Bronson-Zwilling sei Bronzi gegönnt, für viel mehr wird es nicht reichen, die Ähnlichkeit zum Vorbild dürfte Fluch und Segen zugleich sein und ihm immerhin als Gast auf Filmconventions ein zusätzliches Einkommen bescheren. Welche Selbstjustiz-Thriller könnt Ihr empfehlen, ohne „Death Wish“ zu nennen?

Der Rächer bringt Ana das Schießen bei

Veröffentlichung: 14. Dezember 2018 als Blu-ray und DVD

Länge: 88 Min. (Blu-ray), 84 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
Originaltitel: Death Kiss
USA 2018
Regie: Rene Perez
Drehbuch: Rene Perez
Besetzung: Robert Bronzi, Daniel Baldwin, Richard Tyson, Eva Hamilton, Stormy Maya, J. D. Angstadt, Reese Austyn, Zach Carter, Anton Clark, Malorie Glavan, Leia Perez, Timothy Sheard, Sam Story, Sean Story, Linze Zaniroli
Zusatzmaterial: Audiokommentar von Regisseur Rene Perez, Trailershow, Wendecover
Label: Busch Media Group
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2018 by Volker Schönenberger
Szenenfotos: © 2018 Busch Media Group

 
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , ,

 
%d Bloggern gefällt das: