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Castle Falls – Die Millionen im Abbruchhaus

Castle Falls

Von Volker Schönenberger

Actionthriller // Eine Schulterverletzung und der vom Erfolgstrainer Vince Flanagan (David J. Halls) konstatierte fehlende Killerinstinkt beenden die Karriere des Mixed-Martial-Arts-Athleten Mike Wade (Scott Adkins). Der soziale Abstieg folgt auf dem Fuße – Mike muss seine Wohnung aufgeben und vorerst im Auto nächtigen. Immerhin kriegt er einen Tagelöhner-Job in einem Abrisskommando: Das Castle Heights Hospital soll gesprengt werden, und zuvor gilt es, daraus allerlei Schrott zu entfernen.

Richard Ericson braucht Geld für die Behandlung seiner Tochter Emily

Derweil sorgt sich der Gefängniswärter Richard Ericson (Dolph Lundgren) um seine krebskranke Teenagertochter Emily (tatsächlich Lundgrens Tochter Ida Sigrid). Ihre Betreuung kann er schon nicht mehr bezahlen, von der teuren Behandlung ganz zu schweigen. Durch eine glückliche Fügung erfährt er von einem Knastinsassen von drei Millionen Dollar, die im Castle Heights Hospital versteckt seien. Das sind sie tatsächlich, doch Mike Wade entdeckt das Geld zuerst. Ihm bleibt nur wenig Zeit, den Reichtum unentdeckt aus dem Gebäude zu schaffen, bevor es gesprengt wird. Und nicht nur, dass er mit Richard Ericson einen Konkurrenten bekommt, es tritt auch noch eine von Deacon Glass (Scott Hunter) geführte Gangsterbande auf den Plan, die die Kohle als ihr Eigentum betrachtet.

Scott Adkins und Dolph Lundgren

Nach „Universal Soldier – Day of Reckoning“ und „The Expendables 2“ (beide 2012) sowie „The Legendary Dracon – Der letzte seiner Art“ (2013) sehen wir Scott Adkins und Dolph Lundgren in „Castle Falls“ zum vierten Mal gemeinsam vor der Kamera. Lundgren lag das Projekt offenbar am Herzen, er fungierte als Produzent und setzte sich selbst zum ersten Mal seit 2010 („KGB – Killer, Gejagter, Beschützer“) wieder auf den Regiestuhl. Adkins übernahm seinerseits Aufgaben als Executive Producer, worin auch immer diese bestehen mögen. Auf Lundgrens Produzententätigkeit spielt der Film auch mit einem Banner der Lundgren Construction Services LLC an, die offenbar den Abbruch des Gebäudes übernommen hat. Gedreht wurde in Alabama, wo sich das fiktive Geschehen auch abspielt. Als Castle Heights Hospital diente die Ruine des Carraway Methodist Medical Center in Birmingham, Alabama. Die Sprengung am Ende entstammt allerdings dem Computer, meines Wissens steht das Gebäude noch.

Mike Wade (l.) nimmt einen Abbruchjob an

„Castle Falls“ ist ein schnörkelloser Actionthriller, der sich weitgehend auf das Setting des abbruchreifen Krankenhauses beschränkt und dieses effektiv einsetzt. Mike Wade und Richard Ericson treffen alsbald aufeinander und die beiden Stars aus unterschiedlichen Generationen des Actiongenres lassen es sich nicht nehmen, sich erst einmal kräftig zu prügeln. Das schaut gar nicht schlecht aus, wie üblich kaschieren allerdings vergleichsweise viele Schnitte, dass der alte Schwede eben nicht mehr der Jüngste ist. Martial-Arts-Puristen mögen das ehrenrührig finden, ich halte es für legitim, zumal Lundgren nie ein rein auf Kampfkunst beschränkter Actionstar war. Auch hier wird die Luft nach kurzer Zeit bleihaltig. Schnell müssen sich die beiden Einzelgänger im wahrsten Sinne des Wortes zusammenraufen, um gegen die skrupellosen Gangster zu bestehen. Und die Uhr tickt, denn bald ertönt die Warnsirene, die die Sprengung ankündigt.

Die beiden müssen …

Diverse Schurken aus der Bande von Deacon Glass erweisen sich im Nahkampf als durchaus schlagkräftige Kontrahenten, bleiben aber weitgehend profillos. Kim DeLonghi gibt der von ihr verkörperten Gangsterbraut Kat da weitaus mehr Präsenz. „Castle Falls“ geht mit der recht generischen Kombination aus Martial Arts- und Schießerei-Action nicht als kommender Klassiker ins Ziel, macht aber Freude. Wer Scott Adkins oder Dolph Lundgren mag, wird den Streifen mit Gewinn schauen. Ich mag beide. Mit „Section Eight“ haben die zwei Stars ihre nächste schauspielerische Kooperation bereits abgedreht. Veröffentlichungsdaten sind aber noch nicht bekannt. Vorfreude ist berechtigt.

… sich zusammenraufen

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Scott Adkins und Dolph Lundgren haben wir in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Deacon Glass wähnt sich am Ziel

Veröffentlichung: 26. Mai 2022 als Blu-ray und DVD

Länge: 89 Min. (Blu-ray), 86 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Castle Falls
USA 2021
Regie: Dolph Lundgren
Drehbuch: Andrew Knauer
Besetzung: Scott Adkins, Dolph Lundgren, Vas Sanchez, Scott Hunter, Kim DeLonghi, Connor Lyons, Justin B. Wooten, Kevin Wayne, J. C. Leuyer, Ida Lundgren, Jim E. Chandler, Eric Gray, Bill Billions, Robert Berlin
Zusatzmaterial: Trailer
Label/Vertrieb: Koch Films

Copyright 2022 by Volker Schönenberger

Szenenfotos & Packshots: © 2022 Koch Films

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 2022/05/10 in Uncategorized

 

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Gewinnspiel: 3 x Dangerous auf Blu-ray

Verlosung

Ein per elektronischer Fußfessel im Bewegungsradius auf seine Wohnung beschränkter Ex-Knacki (Scott Eastwood) mit dissozialer Persönlichkeitsstörung bricht seine Bewährungsauflagen, als er vom Tod seines Bruders erfährt. Bei der Trauerfeier auf einer abgelegenen Insel vor Nordamerikas Pazifikküste ist seine Mutter nicht erfreut, das schwarze Schaf der Familie wiederzusehen. Kurz darauf betreten ein paar schwerbewaffnete Gesellen mit finsten Absichten das Eiland. Koch Films hat den Thriller „Dangerous“ (2021) als Blu-ray und DVD veröffentlicht und uns drei Blu-rays zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank, auch im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Da „Die Nacht der lebenden Texte“ nach wie vor keinen Cent Ertrag abwirft (die unten ab und zu eingeblendete Werbung schaltet WordPress): Wer möchte, darf mir im Gewinnfalle gern anbieten, das Porto in Höhe von 1,60 Euro zu übernehmen – oder höher beim Wunsch nach versichertem Versand. Dies ist aber völlig freiwillig und keine Teilnahmevoraussetzung. Nicht freiwillig, sondern verbindlich hingegen: Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu meiner Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 15. Mai 2022, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage im letzten Absatz des Textes.

Seid Ihr zur Beantwortung nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Nur eine Teilnahme pro Haushalt. Ich behalte mir vor, Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht für den Lostopf zuzulassen oder ihnen im Gewinnfall nachträglich den Preis abzuerkennen, sofern mir Mehrfachteilnahmen unter Alias-Namen unterkommen. Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner/innen werde ich im Lauf von drei Wochen nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Gewonnen haben

– Samara,
– Rüdiger Kwade,
– Sven Plog.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „Dangerous“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2022 by Volker Schönenberger

 

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Der letzte Ausweg – Der frühe Stallone als Friedensaktivist

No Place to Hide

Von Volker Schönenberger

Thriller // Schauen Filmfans in der Filmografie von Sylvester Stallone ganz weit zurück, dient das vornehmlich dem Amüsement über sein etwas peinliches Erotik-Frühwerk „The Party at Kitty and Stud’s“ von 1970, in Deutschland unter anderem unter den Titeln „Kitty & Studs – Der italienische Deckhengst“ und „Randy – Die Sexabenteuer des Sylvester Stallone“ vermarktet. Den drei Jahre später entstandenen „Der letzte Ausweg“, Originaltitel „No Place to Hide“, haben viele nicht auf dem Zettel (ich auch nicht, bevor mir das Mediabook von Astro unter die Hände kam). Auch im Entstehungsland USA ist das Werk unterrepräsentiert, auf die Schnelle findet sich keine DVD- oder gar Blu-ray-Veröffentlichung.

Der Friedensaktivist und die Folterkäfige

Zwei Jahre, bevor er in der Rolle des Gangsters Frank Nitti in Steve Carvers „Capone“ (1975) erstmals etwas mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen sollte, spielt Stallone den Fredensaktivisten Jerry Savage, der im Herbst 1969 nach New York City trampt. Dort schließt er sich einer Gruppierung um Estelle Ferguson (Vickie Lancaster) an, die vor Gewalt nicht zurückschreckt und das Unternehmen Morris and Ray Metals ins Visier nimmt, das bei Folterungen eingesetzte Käfige baut. Doch das FBI in Gestalt der beiden Agenten James Henderson (Henry G. Sanders) and Chuck Bradley (Jed Mills) ist bereits auf den Plan getreten und hört die Gruppierung ab.

Der Mann, der einmal John Rambo werden sollte, in einer Rolle als Friedensaktivist – die Ironie dahinter ist Anlass genug, „Der letzte Ausweg“ zu begutachten. Das war es dann aber leider auch schon fast mit interessanten Aspekten des Films, weshalb ich darauf verzichtet habe, die im Bonusmaterial der Astro-Veröffentlichung zu findenden Alternativfassungen zu sichten. Bei einer davon handelt es sich sogar um eine Comedy-Version, ein Jahr nach „Rambo“ („First Blood“, 1982) unter dem Titel „A Man Called Rainbo“ veröffentlicht. Wie originell!

Stallone, die Bombe und die Liebe

Wenn Friedensaktivisten zu Bomben greifen, werden sie – genau! – zu Terroristen. Über weite Strecken gibt sich „Der letzte Ausweg“ dialoglastig, ohne dass die Dialoge das Geschehen nennenswert vorantreiben. Stallones Jerry Savage ist nicht ganz so radikal wie seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter, versucht auch, sie zu bewegen, das Gebaren der Firma an die Öffentlichkeit zu bringen, statt gleich mit einer Bombe loszulegen. Zwischendurch darf er sich auf romantische Weise dem Hippiemädchen Laurie Fisher (Rebecca Grimes) nähern, was ebenfalls zu tiefsinnigen Gesprächen führt. Stallone spielt solide, Jerry weckt Sympathie, dennoch vermag ich den Schauspieler nicht mit seiner Rolle in Einklang zu bringen. Vielleicht unfair, weil ich zu sehr vom Action-Superstar geprägt bin, zu dem Stallone mit „Rambo“ wurde. Jedenfalls hat es schon seinen Grund, dass die Filmografie von Regisseur Robert Allen Schnitzer mit sechs Filmen, drei davon Kurzfilme, denkbar kurz ausfällt.

Bemerkenswert, dass „Der letzte Ausweg“ in Deutschland mehrfach auf DVD veröffentlicht worden ist. Man kann darüber streiten, ob es wirklich acht Covervarianten des Mediabooks gebraucht hätte, aber wenn es der Sammlermarkt hergibt, sei es so. Ob es Stallone- oder Mediabook-Fans gibt, die sich tatsächlich alle acht Versionen ins Regal stellen? Bild und Ton fallen uneinheitlich und qualitativ eher unterdurchschnittlich aus, leider fehlt die englische Originaltonspur völlig. Besseres Material war womöglich nicht zu finden. Das Zusatzmaterial fällt üppig aus, sogar eine Bonus-Blu-ray mit einem zweiten Film hat sich hineinverirrt. Einen Zusammenhang zu „Der letzte Ausweg“ gibt der unfassbar trashige „Angriff der Riesenspinne“ (1975) allerdings nicht her. Das Label hat sich immerhin mit Nando Rohner einen erfahrenen Booklet-Texter gegönnt, dafür aber Perlen vor die Säue geworfen: Lila Schrift auf schwarzem Grund – vielleicht bin ich mit meiner Lesebrille dafür einfach zu alt, aber die Leseunfreundlichkeit dieses Booklets ist kaum zu überbieten. Da passe ich, obwohl ich Nandos Texte an sich gern lese.

„Der letzte Ausweg“ ist eher etwas fürs Regal von Stallone-Komplettisten. Mir reichte die einmalige Sichtung völlig aus.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Sylvester Stallone haben wir in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Veröffentlichung: 30. April 2021 als 3-Disc Edition Mediabook (2 Blu-rays & DVD, 8 limitierte Covermotive), 2. Dezember 2021, 6. August 2021 und 13. September 2007 als DVD

Länge: 83 Min. (Blu-ray), 79 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: No Place to Hide
Alternativtitel: Rebel / A Man Called Rainbo
USA 1973
Regie: Robert Allen Schnitzer
Drehbuch: Larry Beinhart, Robert Allen Schnitzer
Besetzung: Sylvester Stallone, Tony Page, Vickie Lancaster, Dennis Tate, Barbara Lee Govan, Rebecca Grimes, Roy White, Henry G. Sanders, Jed Mills, David Orange, Joe Kottler
Zusatzmaterial Mediabook (Auszug): Schnittfassung „Rebel (81:01 Min.), Comedy-Version „A Man Called Rainbo“ (99:00 Min.), deutscher Kinovorspann (7:36 Min.), deutscher Videovorspann (7:18 Min.), „Der grüne Strich“ (3:44 Min.), Bildergalerie, Artwork-Galerie, Bonusfilm „Angriff der Riesenspinne“ auf separater Blu-ray mit eigenem Zusatzmaterial, darunter Behind the Scenes (72:04 Min.) zwei Super-8-Fassungen (28:27 & 29:26 Min.), „Mystery Science Theater“ (7:07 Min.) und „Rana“ (7:37 Min.)
Label/Vertrieb Mediabook: Astro
Label/Vertrieb DVD Dezember 2021: VZ-Handelsgesellschaft (Digi-Dreams-Studios)
Label/Vertrieb DVD August 2021: ‎Magic Movie (Tonpool)
Label/Vertrieb DVD 2007: KSM GmbH

Copyright 2022 by Volker Schönenberger

4er-Packshots Mediabooks: © 2021 Astro,
Packshot obere DVD: © 2021 VZ-Handelsgesellschaft mbH (Digi-Dreams-Studios),
Packshot DVD unten links: © 2007 KSM GmbH, Packshot DVD unten rechts: © 2021 Magic Movie

 
 

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